• Nebenkosten beim Hauskauf

    Nebenkosten beim Hauskauf

    Diese Kosten müssen Sie zusätzlich einplanen!

Nebenkosten beim Hauskauf auf einen Blick

Sehen Sie sich gerade nach Ihrer ersten eigenen Immobilie um? Dann sind Sie damit nicht allein. Etwa 44 Prozent aller deutschen Haushalte besitzen bereits ein Eigenheim und täglich kommen weitere hinzu. Unabhängig davon, ob Sie eine Eigentumswohnung oder ein Haus erwerben, werden Sie für den Kauf der Immobilie tief in die Tasche greifen. Denn der Hauskauf ist eine echte Investition!

Nebenkosten beim Hauskauf richtig berechnen

Wer zum ersten Mal einen Immobilienkauf tätig, wird schnell mit dem Begriff „Nebenkosten“ in Berührung kommen. Tatsächlich ist es mit dem Kaufpreis allein nicht getan. Rund um den Erwerb von Gebäude und Grundstück wartet ein Verwaltungsakt, der Gebühren und Steuern mit sich bringt. Je nach Alter und Zustand der Immobilie sind zusätzliche Ausgaben nötig. Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen? Wie können Sie diese am besten bezahlen und ist es vielleicht möglich, dabei zu sparen?


Beim Hauskauf erwarten Sie 4 Arten von Kosten

Für einen besseren Überblick werden die Hauskosten in vier größere Bereiche unterteilt. Überprüfen Sie jedes Immobilienangebot auf die anfallenden Nebenkosten, denn sie können sich deutlich voneinander unterscheiden.

Kosten für den Hauskauf

Immobilienkauf

Obligatorische Nebenkosten Hauskauf

Obligatorische Kaufnebenkosten

Flexible Kaufnebenkosten Hauskauf

Flexible Kaufnebenkosten

Laufende Nebenkosten Hauskauf

Laufende Nebenkosten

1. Immobilienkauf

Im Kaufpreis eines Hauses oder einer Eigentumswohnung sind generell sowohl Grundstück als auch Gebäude enthalten. Stoßen Sie auf ein Immobilienangebot im Internet, der Zeitung, durch private Vermittlung oder einen Makler, liegt in der Regel bereits ein Angebotspreis vor.

Mithilfe eines Fachmanns, wie zum Beispiel einem Statiker oder Baugutachter, finden Sie die Bauqualität und den Zustand des Gebäudes sowie seinen Marktwert heraus. Nach der Besichtigung entscheiden Sie, ob der Preis annehmbar ist, oder geben ein Gegenangebot ab. In einigen Gegenden sind Verhandlungen sinnvoll, in anderen besteht eine hohe Nachfrage nach Immobilien und fast jeder Preis wird bezahlt.

Nebenkosten beim Hauskauf

2. Obligatorische Kaufnebenkosten

Steht der Kaufpreis erst einmal fest, geht es an die Bezahlung und die Eigentumsübertragung. In Deutschland kommt niemand, der eine Immobilie erwirbt, am Notar und Grundbuchamt vorbei. Außerdem fallen beim Hauskauf Steuern an, die Sie begleichen müssen.

Grunderwerbsteuer beim Hauskauf

Grunderwerbsteuer:

Der Bescheid über die Grunderwerbsteuer kommt vom Finanzamt und ergeht sofort nach dem Hauskauf. Als Steuerschuldner wird in der Regel der Käufer festgesetzt. Erst, wenn dieser Betrag beglichen ist, ist eine Eigentumseintragung im Grundbuch möglich. Die Höhe der Grunderwerbsteuer richtet sich nach dem Kaufpreis im Kaufvertrag und beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 %.

Notarkosten beim Hauskauf

Notarkosten:

Ihr Notar kümmert sich um den Kaufvertrag. Bei einem Termin liest er ihn vor und beurkundet das Dokument. Außerdem leitet er die Eintragung der Grundschuld und die Eigentumsübertragung in die Wege und erstellt die dazu notwendigen Unterlagen. Für seinen Aufwand berechnet er Gebühren gemäß der Kostenordnung.

Berechnen Sie die Notarkosten schnell und einfach mit unserem Notarkostenrechner.

Grundbuchkosten beim Hauskauf

Grundbuchkosten:

Das Grundbuch ist ein Register, in dem die Eckdaten und Rechte für jedes Grundstück geführt werden. Außerdem finden Sie dort auch die Grundschulden und Hypotheken, die auf dem Grundstück lasten. Damit die Immobilie wirklich Ihnen gehört, müssen Sie im Grundbuch als Eigentümer eingetragen werden. Für die Formalitäten rund um Ihre eigenen Eintragungen sorgt der Notar, doch das Grundbuchamt kostet Sie weitere 0,5 % des Kaufpreises.

  • Tipp: Lassen Sie sich vor dem Hauskauf in jedem Fall einen aktuellen Grundbuchauszug zeigen. Dadurch erfahren Sie, ob Grundschulden oder andere Rechte von Privatpersonen, der Gemeinde oder benachbarten Grundstücken eingetragen sind.

3. Flexible Kaufnebenkosten

Bestimmte Nebenkosten entstehen nicht bei jedem Hauskauf. Gutachter und Makler gehören zum Beispiel zu den Fachleuten, die Sie beim Immobilienkauf nicht zwingend einsetzen müssen. Trotzdem ist es oft ratsam, ihr Wissen zu nutzen, auch wenn dafür Kosten anfallen. Mit weiteren Investitionen für Modernisierung und Sanierung können Sie rechnen, wenn Sie zu einer günstigen, jedoch renovierungsbedürftigen Immobilie greifen.

Flexible Kaufnebenkosten beim Hauskauf

Makler:

Meist hat bereits der Verkäufer einer Immobilie einen Makler mit dem Verkauf beauftragt und die Höhe der Maklercourtage steht schon fest. Je nach Bundesland und Makler liegt sie zwischen 3,57 und 7,14 % (inkl. Mehrwertsteuer). Teilweise ist es möglich, mit dem Makler darüber zu verhandeln, die Provision nach unten anzupassen - die Bezahlung ist in jedem Fall nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages fällig. Ein ausgebildeter Immobilienmakler versteht, wie sich Preise richtig zusammensetzen. Er übernimmt nicht nur die Wertermittlung, sondern steht bei Besichtigungen mit Rat und Tat zur Seite und sorgt für eine korrekte Abwicklung des Verkaufs.

Modernisierungskosten:

Manchmal reizt eine sanierungsbedürftige Immobilie durch ihr besonderes Flair oder durch die Möglichkeit, die Ausstattungen nach dem eigenen Geschmack auszuwählen. Vielleicht sind Sie auch handwerklich begabt und möchten gerne Kosten einsparen, in dem Sie selbst tätig werden. Wie auch immer, Renovierungen und Modernisierungen gehören zu den Nebenkosten beim Hauskauf und sollten budgetiert werden, um teure Nachfinanzierungen zu vermeiden.

  • Extra-Tipp: Achten Sie deshalb schon bei der Besichtigung auf den Zustand von Dach, Heizung, Fenstern und Sanitäranlagen. Fragen Sie nach, wie es mit den elektrischen Leitungen steht und welche Modernisierungen bereits erfolgt sind.

Gutachter:

Kennen Sie sich mit Bausubstanz und Instandhaltungsstau wenig aus, ist es empfehlenswert, einen Sachverständigen hinzuzuziehen. Bauingenieure, Architekten und Handwerker bieten ihre Dienste an, um das Gebäude auf Herz und Nieren zu prüfen, damit Sie nicht die Katze im Sack kaufen. Für ein Gutachten bezahlen Sie zwischen 500 und 1.000 Euro. Die fachmännische Beratung kann Ihnen unter Umständen viel Ärger und hohe Kosten beim Hauskauf einsparen.

Finanzierung:

Kredite können helfen, den Kaufpreis des Hauses und die entstehenden Kosten zu decken. Haben Sie sich für ein gutes Kreditangebot entschieden, sollten Sie auch die monatlichen Tilgungsraten in Ihrer Rechnung mit aufnehmen.

  • Interessieren Sie sich für einen geeigneten Kredit um den Hauskauf und sämtliche Kosten zu finanzieren? Dann lassen Sie sich von unseren kompetenten Beratern einen Vergleich von 250 Banken aufzeigen. So erhalten Sie nicht nur Klarheit, welcher Kredit für Sie der beste ist, sondern erhalten gleichermaßen einen allumfassenden Marktüberblick.
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Gutachterkosten beim Hauskauf

Küche:

Damit nicht im letzten Moment das Geld knapp wird, denken Sie schon bei der Budgetplanung an die Einbauküche. Für eine schicke Küche investieren Sie leicht mehrere Tausend Euro, deshalb lohnt es sich wirklich, genau nachzurechnen. Vielleicht möchten Sie für das neue Haus weitere Möbel, Lampen und andere Einrichtungsgegenstände anschaffen. Planen Sie solche Kosten ebenfalls mit ein.

Verbrauchertipp zur Finanzierung von Küchen beim Hauskauf

Tipp:

Wenn Sie ein Darlehen zur Baufinanzierung aufgenommen haben, können Sie damit oftmals keine Küchen mitfinanzieren, wenn das nicht vorher klar geregelt wurde. Planen Sie deshalb gleich zu Beginn einer Baufinanzierung Konditionen mit ein, die Ihnen einen gewissen Anteil zur freien Verwendung zusichern.

4. Laufenden Nebenkosten

Wie unterscheiden sich die Ausgaben bei der Miete von denen des Eigenheims? Das ist eine wichtige Frage! Eine Faustformel setzt die Kaltmiete mit der Darlehensrate für die Baufinanzierung gleich und geht davon aus, dass die Nebenkosten der beiden Wohnarten gleich bleiben. Doch ganz korrekt ist diese Rechnung nicht. Die laufenden Nebenkosten des Eigenheims liegen oft über denen der Mietwohnung, da ein größeres Grundstück versorgt wird und in der Regel mehr Wohnraum vorhanden ist. Welche laufenden Nebenkosten erzeugt ein Haus?

Laufende Nebenkosten beim Hauskauf
  • Zinsen für die Baufinanzierung, eventuell eine Risikolebensversicherung für den Eigentümer
  • Elementarschadenversicherung
  • Grundsteuer
  • Heizkosten
  • Strom
  • Müllgebühren
  • Wasser und Abwasser

Nebenkosten beim Hauskauf richtig finanzieren

Der Kauf eines Hauses erfordert den Einsatz von enormen Geldbeträgen, weshalb die meisten Käufer zur klassischen Baufinanzierung greifen, um den Kaufpreis zu stemmen. Wie sieht es jedoch mit den Nebenkosten aus? Meist machen sie 10 - 15 % der Kosten aus. Wie sollten Sie diese bezahlen?

Das Eigenkapital und die obligatorischen Nebenkosten

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, die obligatorischen Nebenkosten beim Hauskauf mit Eigenkapital zu bezahlen. Gebühren für den Erwerb eines Hauses, wie die Notarkosten oder die Gewerbesteuer stehen keine materiellen Werte entgegen. Liegt also der Darlehensbetrag Ihrer Baufinanzierung über dem Objektwert Ihres Hauses, entsteht für den Kreditgeber ein höheres Risiko.

Äußerst solvente Antragsteller erhalten manchmal trotzdem eine 110 %-Finanzierung, bezahlen für den Anteil der Nebenkosten aber einen teuren Zinsaufschlag. In den meisten Fällen wird die Bank die 110 %-Finanzierung zum Schutz des Käufers aufgrund der hohen Zinsbelastung ablehnen. Die erfahrenen Finanzierungsexperten der Commerzbank beraten Sie gerne zur Höhe des benötigten Eigenkapitals für Ihre Baufinanzierung.
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Die Finanzierung von flexiblen Nebenkosten

Bis auf die Modernisierungs- und Sanierungskosten decken Sie die flexiblen Nebenkosten ebenfalls am besten mit Eigenkapital. Maklercourtage, Gutachterkosten und Einrichtungsgegenstände sind sehr teuer in der Finanzierung und erhöhen die Chance auf eine Ablehnung des Gesamtkredits.

Erneuern Sie dagegen Dach, Fenster, Bäder oder die Heizung, ziehen Sie auf jeden Fall die Aufnahme eines Baudarlehens oder eines Modernisierungskredits in Betracht. Viele Vorhaben, die Energiekosten einsparen, werden mit zinsgünstigen Krediten oder Zuschüssen gefördert. Auch die Grüne Baufinanzierung der Commerzbank unterstützt umweltschonende, klimaschützende Sanierungsmaßnahmen mit einem saftigen Zinsvorteil.

Manche Modernisierungsmaßnahmen haben etwas Zeit und können in die Zukunft verschoben werden. Vergessen Sie sie jedoch nicht in der Budgetplanung. Sinnvolle Vorsorge für absehbare oder auch ungeplante Renovierungen treffen Sie, in dem Sie etwas dafür zurücklegen oder Bausparen.

Budgetplanung der laufenden Nebenkosten

Wechseln Sie vom Mieter zum Eigentümer, ändern sich einige Posten bei Ihren monatlichen bzw. jährlichen Ausgaben. Sie sparen sich die Kaltmiete und leisten dafür eine Darlehensrate. Oft setzen Sie für die Rate auch Geld ein, das Sie bisher gespart haben. Dazu kommen höhere Ausgaben für den Unterhalt der Immobilie und für Instandhaltungsrücklagen. Eventuell sparen Sie aber Heizkosten, weil Sie in eine gute Energieeffizienzklasse Ihres Hauses investiert haben. All diese Variablen haben Einfluss auf Ihr Haushaltsbudget und sind Stellschrauben, mit denen Sie Ihre Baufinanzierung auf stabile Beine stellen können.

  • Ein Haushaltsrechner erleichtert die Kalkulation des Kostenplans und gibt Ihnen einen guten Überblick, wie viel Geld Ihnen monatlich zur Verfügung steht.

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5 Tipps für die Nebenkosten beim Hauskauf

Nebenkosten Hauskauf: 5 Tipps

Die richtige Planung

Starten Sie die Immobiliensuche mit Selbstvertrauen, in dem Sie ein Budget für Kaufpreis und Nebenkosten aufstellen. Unser Budgetrechner hilft Ihnen, zu ermitteln, wie viel Haus Sie sich leisten können. Kennen Sie die Gesamtkosten, können Sie berechnen, welchen Anteil Nebenkosten und Kaufpreis beim Hauskauf ausmachen.

Nebenkosten Hauskauf: 5 Tipps

Fachmännische Unterstützung

Holen Sie sich fachmännische Hilfe! Ob es um die Besichtigung des Hauses, ein Gutachten oder die Ermittlung von Sanierungskosten geht – ein Sachverständiger kostet Sie zwar erst einmal Geld, doch die Investition lohnt sich. Sie vermeiden einen Fehlkauf und die Beratung hilft an den richtigen Stellen zu sparen.

Nebenkosten Hauskauf: 5 Tipps

Angebote vergleichen

Ein Vergleich spart bares Geld: Bitten Sie verschiedene Handwerker um Kostenvoranschläge und verhandeln Sie Festpreise. Nutzen Sie die Möglichkeit, bei der Baufinanzierung zu sparen und vergleichen Sie bei Angeboten Zinsen und Gebühren sowie Sondertilgungen Varianten und Bereitstellungsprovisionen.

Unser Angebot: Für Sie vergleichen wir kostenlos die Konditionen von 250 Partnerbanken und erstellen nicht nur das Eigenfinanzierungsmodell, sondern bieten attraktive Alternativen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Nebenkosten Hauskauf: 5 Tipps

Der Kaufvertrag

Grunderwerbsteuer zahlen Sie nur vom Objektpreis. Erwerben Sie mit der Immobilie auch Einbaumöbel (z. B. die Küche), Sauna oder Heizöl, lassen Sie den Wert dieser Dinge im Kaufvertrag notieren. Dann werden sie abgezogen, wenn die Höhe der Grunderwerbsteuer ermittelt wird. Liegt der Wert des Inventars bei mehr als 15 % des Kaufpreises, brauchen Sie fürs Finanzamt Belege.

Nebenkosten Hauskauf: 5 Tipps

Modernisieren

Der günstige Preis einer sanierungsbedürftigen Immobilie hat einige finanzielle Vorteile für Sie:

  • Sie sparen sich Kaufnebenkosten.
  • Mit Eigenleistungen verringern Sie Handwerkerrechnungen.
  • Unter bestimmten Umständen erhalten Sie Förderungen der KfW.
  • Die Unterhaltskosten des Hauses sinken durch energetische Verbesserungen.
  • Und zu guter Letzt haben Sie die Möglichkeit Ihr Traum vom eigenen Heim individuell zu gestalten.

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