• Lebenshaltungskosten berechnen

    Lebenshaltungskosten berechnen

    Erhalten Sie einen Überblick über Ihre monatlichen Kosten!

Wie hoch sind Ihre Lebenshaltungskosten? Jetzt berechnen!

Wie teuer ist eigentlich das Leben? „Unbezahlbar!“, würden viele antworten und natürlich haben sie damit recht. Wenn es allerdings um die durchschnittlichen Grundkosten eines Haushalts geht, sollten die Ausgaben überschaubar sein.

In verschiedenen Lebenslagen lohnt es sich darum, nachzurechnen, welche Kosten monatlich entstehen oder entstehen werden. Zum Beispiel ist das wichtig, wenn ein junger Mensch flügge wird und erst einmal grundsätzlich vor der Frage steht: Wie viel Leben kann ich mir von meinen Einnahmen leisten? Vielleicht kommen auf Sie aber auch einschneidende Veränderungen wie ein Arbeitswechsel, die Rente, eine neue Partnerschaft, ein Baby oder ein Umzug zu. Unbedingt empfehlenswert ist die Kalkulation Ihrer Lebenshaltungskosten, wenn Sie über einen Kredit nachdenken.

Was gehört alles dazu und wie rechnen Sie richtig? Hier finden Sie alles, was Sie zum Thema Lebenshaltungskosten berechnen wissen müssen.


Fachbegriffe für Ihre Ausgaben kurz erklärt

Für die Kosten eines Haushalts kursieren unterschiedliche Begriffe in der Finanzwelt und den Medien. Sie werden oft als Synonyme gebraucht, berechnen sich aber aus unterschiedlichen Komponenten. Damit Sie sich in diesem Wort Labyrinth nicht verirren, definieren wir die 3 Hauptbegriffe und erklären ihre Verwendung.

Diese Faktoren beeinflussen Ihre Lebenshaltungskosten

Was sind eigentlich Lebenshaltungskosten?

Allgemein werden unter dem Begriff Lebenshaltungskosten alle Ausgaben eines durchschnittlichen Haushalts zusammengefasst. Dazu gehören die Fixkosten, die monatlich anfallen, aber auch Aufwendungen, die in einem größeren Rhythmus entstehen oder unregelmäßig sind. Lohnsteuer, Sozial- und Rentenversicherung gehören nicht dazu, denn für Einnahmen-Ausgaben-Rechnungen nutzen Sie Ihre Nettoeinnahmen.

Diese Faktoren beeinflussen Ihre Lebenshaltungskosten

Deutschland spricht vom Verbraucherindex – was ist das?

Das Statistische Bundesamt erstellt den Verbraucherindex auf Basis der tatsächlich in Deutschland verbrauchten Güter. In den „Warenkorb“ kommen die gängigsten Waren der Deutschen. Alle 5 Jahre ermittelt das Bundesamt die Preisveränderungen und passt den Warenkorb dem veränderten Kaufverhalten an. Danach werden mithilfe dieser meist verbrauchten Konsumgüter die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten berechnet.

Diese Faktoren beeinflussen Ihre Lebenshaltungskosten

Was versteht die Bank unter der Haushaltspauschale?

Diese Pauschale verwenden Banken bei der Kreditwürdigkeitsprüfung . Die angenommenen Werte basieren auf dem Verbraucherindex Deutschland und gelten für einen Teil der Lebenshaltungskosten. Jede Bank verfügt dabei über eine eigene Tabelle und die Pauschalen unterscheiden sich daher von Institut zu Institut. Tatsächliche Mietkosten, sonstige Ausgaben und in einigen Fällen Transportkosten werden individuell betrachtet und stammen aus einer Selbstauskunft, die Sie ausfüllen müssen. Für einen Ein-Personen-Haushalt liegt die Haushaltspauschale bei 600 bis 800 €, für jedes weitere Familienmitglied kommen etwa 200 € hinzu. Diese Haushaltspauschale kommt auch zur Anwendung, wenn Sie einen Ratenkredit beantragen.


Die zwei Bereiche der monatlichen Lebenshaltungskosten

Haushalte lassen sich schlecht miteinander vergleichen. Unterschiedliche Gewohnheiten beim Reisen, den Hobbys oder der Freizeitgestaltung erzeugen unterschiedliche Ausgaben. Die Miethöhen variieren nach Wohnfläche und Region. Außerdem lebt der eine extrem sparsam, der andere gönnt sich gerne ab und an etwas. Gehen Sie deshalb nicht davon aus, dass die fertige Haushaltspauschale der Banken oder der durchschnittliche Verbraucherindex Ihre individuellen Lebenshaltungskosten korrekt widerspiegeln. Nehmen Sie diese Werte eher als Anhaltspunkt.

Die Grundlage Ihrer Lebenshaltungskosten bilden zwei Gruppen von Kosten, die in weitere Unterarten eingeteilt sind:

Lebenshaltungskosten: Private Konsumausgaben

Private Konsumausgaben

Bei den Konsumausgaben handelt es sich um Kosten, die in unterschiedlicher Ausprägung in jedem durchschnittlichen Haushalt in regelmäßigen Abständen anfallen. Diese Kostenarten sind auch im Warenkorb des Verbraucherindex enthalten.

Lebenshaltungskosten: Sonstige Ausgaben

Sonstige Ausgaben

Die sonstigen Ausgaben treffen nicht auf jeden Haushalt zu und werden vom Statistischen Bundesamt nicht zu den Konsumausgaben gezählt. Sie sind auch nicht in der Haushaltspauschale der Banken enthalten. Diese Ausgaben geben Sie auf einer Selbstauskunft gesondert an.

Beispiele für private Konsumausgaben

Lebenshaltungskosten: Private Konsumausgaben
Lebenshaltungskosten: Private Konsumausgaben
  • Wohnung: Alles, was Sie für Ihr Obdach aufwenden, gehört unter diesen Begriff. Zum Beispiel Mietzahlungen und Nebenkosten , aber auch Zahlungen an Ihre WG oder Hotelübernachtungen.
  • Transport: Sie fahren Ihren eigenen PKW? Dann denken Sie hier an Benzin, Versicherung und die Anschaffungskosten. Vielleicht müssen Sie in Ihrem Haushalt auch Tickets für den öffentlichen Nahverkehr, das E-Bike oder Taxikosten bezahlen. Bewegen Sie sich kostenpflichtig fort, summieren sich die Kosten unter dem Punkt Transport.
  • Verpflegung: Der Einkauf im Supermarkt gehört genauso zu Ihrer Verpflegung wie die Mensa oder Ihre Zigaretten. Gehen Sie öfter ins Restaurant oder besorgen Sie sonntags Brötchen beim Bäcker, dann sortieren Sie die Rechnungen unter diesem Punkt ein.
  • Ausstattung und Haushaltsgegenstände: Jedes Mal, wenn Sie einen neuen Föhn anschaffen, das Smartphone erneuern oder sich Dekoartikel für das Wohnzimmer gönnen, wächst dieser Posten an.
  • Kleidung: Unter diesem Punkt schmälern Schuhe und Kleidungsstücke Ihr Einkommen.
  • Hygiene und Gesundheit: Alle Artikel der Körperpflege ordnen Sie unter diese Position zum Beispiel Taschentücher, Shampoo, Schminke und Ähnliches. Außerdem berücksichtigen Sie, wie viel Geld für Medikamente, Arztgebühren und Verbandsmaterialien anfällt.
  • Post und Telekommunikation: Gebühren für Versand oder die Handy Flatrate sowie kostenpflichtige Streaming-Angebote gehören heute zum Leben und erhöhen die Ausgaben.
  • Bildung: Sie machen eine Weiterbildung oder studieren? Dann gehören die Ausgaben dafür zum Begriff Bildung. Außerdem sind auch Schulgebühren oder Prüfungskosten Konsumausgaben.
  • Reisen: Sommerurlaub, Städtetrip und Skiausfahrt finden vielleicht nicht monatlich statt, doch die Mittel, die Sie dafür einsetzen, legen Sie auf die urlaubsfreien Monate um und erhalten so Ihre durchschnittlichen Konsumausgaben fürs Reisen.
  • Sport und Freizeit: Freitagabend gehen Sie mit Ihren Freunden ins Kino und am Wochenende in den Freizeitpark, Mittwoch ist das Fitnessstudio dran und für nächste Woche liegen Tickets für ein angesagtes Rockkonzert auf der Kommode. Alles, was Sie an Freizeitaktivitäten planen, knabbert als Konsumausgaben an Ihrem Einkommen.
  • Haustiere: Egal, ob Sie ein Kaninchen halten oder das Minischweinchen den Vorgarten unsicher macht, Ausgaben für Tiernahrung, den Arztbesuch und Impfungen gehören zu Ihren Lebenshaltungskosten.

Beispiele für sonstige Ausgaben

  • Unterhaltszahlungen: Sie sorgen für Kinder aus einer früheren Beziehung oder einen Ex-Partner.
  • Versicherungen: Angefangen bei der Haftpflichtversicherung bis hin zur Lebensversicherung werden alle Versicherungsbeiträge auf den Monat heruntergebrochen.
  • Kreditraten: Zins und Tilgung für die Baufinanzierung , einen Ratenkredit oder den Dispokredit gehören unter diese Position. Der Dispokredit ist eine kurzfristige Überziehungslinie Ihres Girokontos und überbrückt Liquiditätsengpässe.
  • Bewirtschaftungskosten einer Immobilie: Besitzen Sie eine eigene Wohnung oder ein Haus, berücksichtigen Sie unter diesem Punkt zum Beispiel Handwerkerrechnungen, den neuen Waschtisch oder die Pflanzen für den Garten.
Lebenshaltungskosten: sonstige Ausgaben

Wie berechnen Sie Ihre individuellen Lebenshaltungskosten?

Ihre Haushaltsausgaben unterscheiden sich auf jeden Fall von der Bankenpauschale und dem Index des Bundesamtes. Möchten Sie also herausfinden, wie viel Sie monatlich schon ausgeben, unter veränderten Bedingungen benötigen werden oder wie viel Ihnen nach Abzug der Lebenshaltungskosten übrig bleibt, machen Sie selbst eine Rechnung auf.

Dazu fertigen Sie zuerst eine Aufstellung aller Konsumausgaben an, die sich an der Liste der Lebenshaltungskosten orientiert. Unregelmäßige Kosten teilen Sie gleichmäßig aufs Jahr auf, um Ihren Anteil an den Monatsausgaben zu ermitteln. Addieren Sie nun alle Positionen, entspricht die Summe Ihren persönlichen Lebenshaltungskosten.

Letztlich sind die Konsumausgaben für sich betrachtet nicht aussagekräftig genug, um zum Beispiel die Höhe einer möglichen Ratenzahlung für einen Ratenkredit herauszufinden. Hierfür ist es notwendig, das Einkommen Ihres Haushalts ins Verhältnis zu setzen.

Verbrauchertipp zu Lebenshaltungskosten

Extra-Tipp:

Nehmen Sie alle Einnahmen wie Gehalt, Rente und Mieteinnahmen und ziehen Sie davon die Lebenshaltungskosten ab. Das Ergebnis sagt Ihnen, wie viel Sie monatlich sparen können, was für veränderte Lebensbedingungen zur Verfügung steht oder was Sie für Zins und Tilgung eines Kredits einsetzen können.

Beispielrechnung zu den individuellen Lebenshaltungskosten einer Familie

Familie Schmidt plant die Anschaffung einer neuen Küche. Bisher haben die 3 Familienmitglieder nicht viel angespart und denken über einen Ratenkredit für die Bezahlung nach. Damit die Raten kein riesiges Loch in die Finanzmittel reißen, stellen Mutter und Vater Schmidt eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung auf die Beine. Nach dieser Tabelle bleiben Ihnen jeden Monat 90 € für einen Kredit übrig. Ob das wohl für Küchenmöbel reicht?

Das können Sie auf der ersten Seite des Kreditantrags unverbindlich ausrechnen!

Beispielrechnung: Lebenshaltungskosten
Lebenshaltungskosten mit dem Haushaltskostenrechner ermitteln

Haushaltskosten berechnen:

Diese Berechnung macht eine Menge Arbeit, die unser Haushaltsrechner für Sie übernehmen kann. Füttern Sie ihn mit allen notwendigen Daten und er informiert Sie auf Knopfdruck über Ihre finanziellen Verhältnisse.

Zum Haushaltsrechner


Wie hoch sind die durchschnittlichen Konsumausgaben in Deutschland?

Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa ist das Leben in Deutschland nicht besonders teuer. Im Preisniveauindex Europa von 2018 liegt unser Land nur 4 Punkte über dem Durchschnitt. Deutlich mehr bezahlen die Skandinavier, die Schweizer oder die Bewohner der britischen Inseln. Auch unsere direkten Nachbarn in Frankreich und Österreich benötigen mehr Geld fürs Leben.

Am tiefsten greifen die Deutschen für Miete und Mietnebenkosten in die Tasche, direkt gefolgt von Verpflegung und Transport. Für 2017 veröffentlichte das Statistische Bundesamt Zahlen für die Konsumausgaben eines durchschnittlichen Haushalts. Insgesamt gibt ein deutscher Haushalt 2.517 € pro Monat aus, dabei benötigt er 897 € fürs Wohnen, jeweils 348 für Verpflegung und Transport. Die Freizeitaktivitäten schlagen mit 259 € zu Buche und die Bekleidung mit 110 €.

Jedes Jahr steigen die durchschnittlichen Ausgaben durch Preiserhöhungen beziehungsweise die herrschende Inflation. Für Oktober 2019 gibt das Statistische Bundesamt die Inflationsrate mit 1,1 % an.

Wie hoch sind die Konsumausgaben in Deutschland?

Teuer, teurer, am teuersten – die Top 5 der kostspieligsten Städte in Deutschland

Um herauszufinden, welche Regionen den Geldbeutel am meisten belasten, ist es wichtig, die Konsumausgaben mit dem durchschnittlichen Einkommen ins Verhältnis zu setzen. Wir vergleichen 5 Städte miteinander, bei denen das Einkommen nicht mit den Lebenshaltungskosten Schritt halten kann. Außergewöhnlich hohe Mieten tragen oft die Schuld an den horrenden Kosten.

Städte Durchschnittsgehalt Konsumausgaben Mieten je m²
Frankfurt 2.352 € 2.140 € 13,93 €
Stuttgart 2.324 € 2.115 € 15,15 €
München 2.272 € 2.045 € 17,43 €
Düsseldorf 2.255 € 2.030 € 15,88 €
Köln 2.070 € 1.842 € 11,18 €

Senken Sie Ihre Lebenshaltungskosten: 5 Wege für Sparfüchse

Sie haben bereits nachgerechnet und Ihre Konsumausgaben liegen dauerhaft über dem Einkommen? Dann lohnt es sich, Sparmaßnahmen zu ergreifen. Das ist leichter, als es aussieht!

5 Tipps: Lebenshaltungskosten senken

Miete reduzieren

Der größte Posten eines Haushalts ist die Miete, darum lässt es sich hier am besten sparen. Allerdings ist dazu oft ein Umzug notwendig, den Sie ebenfalls finanzieren müssen.

Rechnen Sie durch, ob sich die Mietersparnis trotzdem lohnt. Die Miete ist außerhalb der Städte günstiger als im Kern und eine WG ist preiswerter als die eigene Wohnung. Sparen Sie bei den Quadratmetern, der Wohnungsausstattung, beim Autostellplatz oder dem Balkon. Dadurch senken Sie Ihre monatlichen Kosten dauerhaft.

5 Tipps: Lebenshaltungskosten senken

Autofahrer greifen tief in die Tasche

Anschaffungskosten, Benzin, Steuern und Versicherung gehen richtig ins Geld. Benötigen Sie unbedingt ein eigenes Fahrzeug, vergleichen Sie die Unterhaltskosten verschiedener Modelle. Ein altes Auto ist vielleicht anfangs billig, später kommen dann aber umfangreiche Reparaturen auf Sie zu. Daher ist es wichtig, beim gebrauchten Fahrzeug genau hinzuschauen. Eventuell können Sie das Auto durch eine Alternative ersetzen: Öffentliche Verkehrsmittel, ein E-Bike oder der Motorroller sind auf Dauer deutlich preiswerter.

5 Tipps: Lebenshaltungskosten senken

Heizöl, Strom und Co gehen auch günstiger

Vergleichen Sie die Anbieter Ihrer Energieverbraucher. Ein Wechsel bringt häufig Erleichterung für den Geldbeutel. Doch auch beim Verbrauch lässt sich etwas machen: Schalten Sie Geräte und Lampen aus, wenn Sie sie nicht benötigen. Informieren Sie sich über richtiges Lüften und reduzieren Sie die Temperatur in wenig genutzten Räumen.

5 Tipps: Lebenshaltungskosten senken

Konsum in der Freizeit und im Urlaub

Um Geld zu sparen, müssen Sie nicht auf alles Schöne verzichten. Mit ein wenig Fantasie und Einfallsreichtum finden Sie Freizeiterlebnisse auch preiswert oder sogar umsonst. Einige Beispiele: Statt jedes Wochenende auszugehen, laden Sie Ihre Freunde manchmal zu sich ein. Statt in den Freizeitpark zu gehen, kundschaften Sie mit den Kindern den Abenteuerspielplatz am Waldrand aus. Statt Hotelurlaub wählen Sie die hübsche Ferienwohnung mit Pool und versorgen sich selbst.

5 Tipps: Lebenshaltungskosten senken

Vom Dispokredit zur Umschuldung

Der Dispokredit ist für kurzfristige Kontoüberziehungen das perfekte Werkzeug. Doch er ist nicht als längerfristiger Kredit gedacht. Ist Ihre Kreditlinie schon einige Zeit ausgereizt? Dann schulden Sie um. Mit dem Neukredit zahlen Sie die Summe im Handumdrehen zurück.

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