Engagement in Feuerwehr und Katastrophenschutz

Joan Leonie ist im Einsatz für Menschen in Not

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Angela Hütter

Commerzbank

20.07.2026

Joan Leonie Nitsche beim Sanitätsdienst in der Fan Zone der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Frankfurt
Joan Leonie Nitsche beim Sanitätsdienst in der Fan Zone der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Frankfurt© Malteser Frankfurt

Zusammenfassung:

  • Der diesjährige Ehrentag soll ehrenamtliches Engagement in Deutschland sichtbar machen und würdigen.
  • Innerhalb einer Ehrenamts-Serie stellen sich mehrere engagierte Kolleg*innen von Team Yellow vor und berichten, was sie antreibt und welche Erfahrungen sie in ihre Arbeit bei der Bank einbringen.
  • Joan Leonie Nitsche, Fachinformatikerin für Systemintegration in Group Services Technology Foundations, engagiert sich seit ihrem 16. Lebensjahr bei der Freiwilligen Feuerwehr sowie im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz bei den Maltesern in Frankfurt.
  • Rund 400 Stunden im Jahr investiert sie in ihre Ehrenämter und ist damit regelmäßig dort, wo andere Schutz suchen.

Dieses Mal im Spotlight: Joan Leonie Nitsche. Die Fachinformatikerin für Systemintegration engagiert sich gleich dreifach: bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Sanitätsdienst und im Katastrophenschutz bei den Maltesern in Frankfurt. So bringt sie ganz unterschiedliche Perspektiven auf Hilfe in Notlagen zusammen.

Joan Leonie, wo engagierst du dich überall – und wie viel Zeit investierst du in deine Ehrenämter?
Ich bin seit sieben Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr und seit vier Jahren bei den Maltesern in Frankfurt aktiv. Für beide Tätigkeiten investiere ich insgesamt pro Jahr rund 400 Stunden. Bei der Feuerwehr bin ich als Truppmann mit der Funktion Atemschutzgeräteträgerin im Einsatz. Das ist überall dort wichtig, wo eine Gefährdung durch Brand und Atemgifte besteht oder nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich Atemgifte in der Einsatzstelle befinden. Mein Schwerpunkt liegt aktuell jedoch bei den Maltesern, im Sanitätsdienst und im Katastrophenschutz.

Was machst du dort genau?
Im Katastrophenschutz haben wir glücklicherweise selten reale Einsätze, sondern üben vor allem regelmäßig Szenarien, für die wir im Ernstfall alarmiert werden, etwa Hochwasserlagen wie 2021 im Ahrtal, Einsätze im Kriegsfall oder Evakuierungsmaßnahmen bei größeren Bombenentschärfungen. In solchen Situationen bin ich nicht nur als Rettungssanitäterin im Einsatz, sondern auch Teil der Führungsunterstützung: Wir koordinieren unseren Zug im Katastrophenfall und unterstützen unseren Zugführer in allen Führungsfragen.

Joan Leonie Nitsche in Uniform
Joan Leonie Nitsche bei der Großübung FraRescueFusion im März 2024 in Frankfurt© Malteser Frankfurt

Was nimmst du aus dem Ehrenamt mit in die Bank?
Durch meine Ausbildung als Rettungssanitäterin bin ich auf unserer Büroetage Ersthelferin. Im Ernstfall kann ich bei komplexeren Unfällen oder medizinischen Problemen sogar mehr tun als ein „normaler“ Ersthelfer. Ich habe zum Beispiel bereits einen Menschen reanimiert und könnte im Notfall auch eine Reanimation anleiten. Diese Erfahrung und die Routine im Umgang mit Stresssituationen geben mir Sicherheit – und im Ernstfall auch den Kolleginnen und Kollegen um mich herum.

Was begeistert dich an deinem Ehrenamt?
Eigentlich alles: dorthin zu gehen, wo andere die Flucht ergreifen, Menschen in schwierigen Situationen zu helfen und manchmal „der Fels in der Brandung“ zu sein. Das erfüllt mich sehr.

Wie erlebst du den Zusammenhalt und welche Herausforderungen begegnen dir im Ehrenamt?
Besonders prägend ist für mich der starke Zusammenhalt, sowohl innerhalb der Malteser als auch mit anderen Einheiten. Man hat immer ein offenes Ohr füreinander, spricht über Probleme und sucht aktiv nach Lösungen. Ich kenne auch Organisationen, in denen das ganz anders läuft. So habe ich zum Beispiel als Frau in einem männerdominierten Bereich wie der Feuerwehr auch mit Vorurteilen oder Gerüchten zu kämpfen. Eine wichtige Erfahrung, die ich dabei jedoch gemacht habe, ist: Egal, mit welchen Herausforderungen man gerade zu kämpfen hat, es gibt immer Menschen, die einen damit nicht allein lassen. Insgesamt zeigt mir das Ehrenamt, dass wir als Gesellschaft nur gemeinsam funktionieren können.

Vielen Dank für das Gespräch, Joan Leonie!