2026 clever investieren
, Drei Tipps, die Ihnen den Start erleichtern

26.02.2026 – Viele warten auf den idealen Einstiegszeitpunkt. Was 2026 anders macht und wie Sie mit drei praktischen Tipps die Angst vorm ersten Schritt verlieren.

Investieren 2026: Das spricht für Ihren Einstieg

Wenn Sie im vorherigen Ratgeber Ihre monatliche Sparrate realistisch berechnet haben, kennen Sie bereits die Grundlage für Ihren Einstieg in den Kapitalmarkt. 2026 bietet dafür besonders gute Rahmenbedingungen: Der DAX hat Anfang Januar erstmals die Marke von 25.000 Punkten überschritten. Der Rekordstand zeigt: Märkte blicken nach vorne – die Zeichen stehen laut Commerzbank-Experten auf Wachstum.1 Auch politisch gibt's Bewegung: Die Bundesregierung plant größere Infrastrukturinvestitionen, die der Wirtschaft Schwung geben.2 Dazu kommen weitere spannende Themen, die 2026 eine Rolle spielen.

Angst vorm Investieren
, Warum viele trotz guter Chancen zögern

Sie wissen jetzt, dass 2026 ideal ist, um loszulegen – und zögern trotzdem? Damit sind Sie nicht allein. Viele, die eigentlich investieren möchten, schieben den ersten Schritt vor sich her. Der Hauptgrund: ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit – verstärkt durch das Verhalten anderer Menschen im Umfeld. Wer sieht, dass Freunde, Familie oder Kollegen lieber auf Tagesgeld oder Festgeld setzen, zögert oft selbst. Dazu kommen typische Sorgen: Angst vor Verlusten, Marktschwankungen, dem falschen Einstiegszeitpunkt – und das Gefühl, zu wenig über Wertpapiere zu wissen. Laut Commerzbank-Anlagestudie gibt nur jeder Zehnte an, sich sehr gut mit Finanz- und Anlageprodukten auszukennen.5

Die gute Nachricht: Ein paar praktische Tipps helfen schon bei Investitionsangst. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Sicherheit aufbauen und ins Investieren kommen:

Tipp 1
, Für das Sicherheitsgefühl: der Tagesgeld-Puffer

Tagesgeld ist für viele der mentale „Startknopf“: Erst kommt der Puffer, dann das Investieren. Das hat mehrere Vorteile – gerade für Einsteiger:

  • Jederzeit verfügbar: Sie kommen im Alltag sofort an Ihr Geld, ohne Laufzeit und ohne Kündigungsfrist. Das beruhigt – weil Sie wissen: „Wenn etwas ist, komme ich dran.“
  • Überschaubares Risiko: Guthaben auf Tagesgeldkonten fällt unter die gesetzliche Einlagensicherung – grundsätzlich bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank.
  • Klare Trennung im Kopf: Ein Notgroschen auf Tagesgeld verhindert, dass Sie bei Börsenschwankungen ans Depot müssen. Das senkt den Druck, „zur falschen Zeit“ zu verkaufen.
  • Einfacher Einstieg in Routine: Das Gehalt kommt aufs Girokonto, und ein fester Betrag wandert per Dauerauftrag aufs Tagesgeld (zum Beispiel 100 Euro). Das schafft Struktur – der Puffer wächst automatisch.

So setzen Sie es praktisch um:

  1. Legen Sie fest, wie hoch Ihr persönlicher Puffer sein soll (z. B. für Reparaturen, Krankheitsfälle oder Jobwechsel).
  2. Richten Sie einen Dauerauftrag ein, der Ihren Puffer automatisch füllt.
  3. Parken Sie Ihren Puffer auf Ihrem Tagesgeldkonto als separates Sicherheitsnetz.

Wichtig: Tagesgeldzinsen sind variabel – und wenn die Inflation höher ist als der Guthabenzins, verliert Ihr Geld langfristig an Kaufkraft. Als Puffer ist Tagesgeld stark, als alleinige Vermögensstrategie oft nicht.

Tipp 2
, Bei Timing-Angst: die Wertpapiere-Routine

Keiner kann in die Glaskugel schauen – Märkte schwanken, Verluste sind möglich. Genau deshalb lohnt es sich nicht, auf den „perfekten Moment“ zu warten. Ein langfristig angelegter Wertpapiersparplan auf ETFs oder Fonds nimmt Ihnen die Timing-Entscheidung ab:

  • Sie starten einfach: Statt einer großen Einmalanlage investieren Sie regelmäßig in kleinen Schritten. Das senkt die Hemmschwelle.
  • Sie investieren automatisch – parallel zu Ihrem Tagesgeldkonto: Sie legen auch bei Ihrem Wertpapiersparplan einen monatlichen Sparbetrag per Dauerauftrag fest (z. B. 50, 100 oder 200 Euro). Sobald Ihr Puffer erreicht ist, können Sie die Rate fürs Tagesgeld reduzieren und den Sparplan schrittweise erhöhen.
  • Sie können Schwankungen besser abfedern: Weil Sie immer die gleiche Summe in Ihren Wertpapiersparplan investieren, kaufen Sie bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Dieser sogenannte Cost-Average-Effekt kann über die Zeit zu einem günstigeren Durchschnittspreis beitragen und nimmt etwas Druck aus der Frage, ob Sie am „richtigen“ Tag investieren.

In drei Schritten zum Wertpapiersparplan:

  1. Wählen Sie eine breit gestreute Anlage, zum Beispiel einen weltweit gestreuten ETF oder Fonds. Kleiner Hinweis: Wenn Sie zusätzlich auch in einzelne Aktien investieren möchten, finden Sie unter Tipp 3 die passende Beimischungsstrategie.
  2. Definieren Sie für sich einen mehrjährigen Anlagehorizont – dann wirken kurzfristige Schwankungen weniger bedrohlich.
  3. Legen Sie eine Sparrate fest und richten Sie Ihren Dauerauftrag wie beim Tagesgeld am besten direkt nach Ihrem Gehaltseingang ein.

Tipp 3
, In Trendthemen investieren: die Gewürz-Beimischung

Nach den ersten Tipps fühlen Sie sich beim Einstieg schon sicherer – und interessieren sich auch für Trendthemen. Der wichtigste Grundsatz lautet bei Beimischungen generell: Auf die Mischung kommt es an!

Stellen Sie sich Ihr Depot wie ein Essen vor: Das Hauptgericht besteht aus vielen Beilagen, ist also breit gestreut und bildet die Basis. Wenn Sie zum Beispiel in Gold oder Silber investieren möchten, ist das Edelmetall das Gewürz: Eine kleine Prise macht’s interessant und gibt Ihrem Depot eine persönliche Note – zu viel “versalzt” die Suppe und kann das Risiko erhöhen.

Tipp: Setzen Sie sich für die Rohstoff-Beimischung einen kleinen Rahmen. Je nach persönlicher Risikoneigung liegt der Rohstoffanteil im Portfolio typischerweise im niedrigen einstelligen Prozentbereich, etwa bei 5 Prozent. Als Beispiel können Ihnen die Musterallokationen der Commerzbank dienen.

So können Sie in Gold und Silber investieren:

  1. Physisch: Sie kaufen Gold oder Silber direkt in Form von Barren oder Münzen. Beim Kauf fallen Händleraufschläge an. Für die sichere Aufbewahrung können zusätzliche Kosten entstehen, etwa für ein Bankschließfach.
  2. Wertpapiere: Viele Anleger investieren in Gold oder Silber über börsengehandelte Produkte. Dabei ist wichtig zu unterscheiden:

ETFs (Exchange Traded Funds) sind Fonds, die meist in Aktien oder Indizes investieren, etwa in Minenunternehmen. Ihre Entwicklung hängt daher nicht nur vom Edelmetallpreis ab, sondern auch von der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen. Beim Kauf und Verkauf fallen in der Regel Order- bzw. Transaktionskosten der Bank sowie laufende Produktkosten (z. B. die Total Expense Ratio) an.

ETCs (Exchange Traded Commodities) sind Wertpapiere, die den Preis eines Rohstoffs wie Gold oder Silber nachbilden und an der Börse wie eine Aktie gehandelt werden. Auch hier entstehen beim Handel Transaktionskosten. Zusätzlich fallen laufende Produktkosten an. Bei physisch besicherten Varianten mit Lieferanspruch kann ein Recht auf Auslieferung des hinterlegten Metalls bestehen.