Inflation steigt: Was bedeutet das für Ihr Geld?

18.08.2026 – Die Inflation in Deutschland zieht wieder an. Nach den jüngsten Daten lag die Teuerungsrate im Juli bei 2,8%. Das bedeutet: Der finanzielle Druck auf private Haushalte nimmt wieder zu.

Warum die Inflation wieder steigt

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juli auf 2,8% gestiegen.1 Damit endet der Abwärtstrend der vergangenen Monate vorerst. Hauptgrund für diese Entwicklung sind die anziehenden Energiepreise. Die Inflation ohne Energie- und Nahrungsmittel, die sogenannte Kerninflation, ist hingegen leicht von 2,5% auf 2,4% zurückgegangen.

Als Preistreiber bei den Energiekosten wirken der Ende Juni ausgelaufene Tankrabatt2 sowie der Iran-Konflikt. Sie haben im Vergleich zum Vormonat für einen Anstieg der Inflationsrate um 0,5 Prozentpunkte gesorgt.1

Die weitere kurzfristige Entwicklung der Inflation dürfte maßgeblich von der Lage im Nahen Osten abhängen. Ein Wechsel aus guten und schlechten Nachrichten könnte den Ölpreis auch künftig schwanken lassen – was sich entsprechend auf die Energiepreise für private Haushalte auswirken dürfte.

Sollten die Kampfhandlungen enden, rechnen die Experten der Commerzbank wegen dann voraussichtlich sinkender Energiepreise wieder mit einer Abschwächung der Teuerung. Die Inflationsrate könnte sich dann schrittweise wieder der Zwei-Prozent-Marke annähern.3

Was bedeutet das konkret für Ihren Alltag? 

Sie merken die steigende Inflation vor allem beim Tanken und Einkaufen. Die Preissteigerungen der vergangenen Jahre sitzen immer noch tief im Portemonnaie. Allein Lebensmittel wurden seit 2020 weit über 30% teurer.4 Für Verbraucher heißt das: Die finanzielle Belastung im Alltag bleibt hoch.

Was bedeutet diese Entwicklung für Ihr Erspartes? Wir zeigen Ihnen die Auswirkungen auf Ihre Geldanlage und Ihre Kredite.

Baufinanzierung & Co.
, Die Auswirkungen auf Ihre Kreditplanung

Wer eine größere Anschaffung finanzieren oder eine Immobilie kaufen möchte, verfolgt die Zinsentwicklung besonders aufmerksam.

Die Inflation in Deutschland ist im Juli wieder gestiegen. Auch im Euroraum liegt die Teuerung weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Deshalb hatte die EZB den Leitzins im Juni auf 2,25 Prozent angehoben. Nach Einschätzung unserer Experten könnte die EZB den Einlagensatz nach der Sommerpause von 2,25% nochmal auf 2,50% erhöhen. Erste Zinssenkungen erwartet die Commerzbank ab Herbst 2027.5

Sollten die Leitzinsen künftig sinken, könnten neue Kredite mit der Zeit günstiger werden. Das geschieht allerdings meist nicht sofort. Außerdem hängen Kreditkonditionen immer auch von der Zinsentwicklung am Kreditmarkt und der individuellen Bonität ab.

Der Weg zu Ihrer Baufinanzierung

Wenn Sie den Kauf einer Immobilie planen, lohnt es sich, die Finanzierung frühzeitig zu planen und verschiedene Möglichkeiten zu vergleichen. Eine persönliche Beratung kann dabei helfen, die passende Finanzierung für Ihre individuelle Situation zu finden. 

Steigende Inflation und Sparen
, Die Auswirkungen auf Ihr Erspartes

Zieht die Inflation an, verliert Ihr Erspartes schneller an Kaufkraft. Zwar bietet Tagesgeld am Markt derzeit solide Zinsen, doch die Teuerung zehrt diesen Ertrag oft direkt wieder auf.

Entscheidend ist deshalb nicht der Zinssatz allein, sondern was nach Abzug der Inflation übrigbleibt: die sogenannte Realverzinsung. Ein einfaches Beispiel: Bekommen Sie 3 Prozent Zinsen bei 2 Prozent Inflation, wächst Ihr Geld real um rund 1 Prozent – Ihre Kaufkraft steigt. Liegt die Inflation dagegen über dem Zinssatz, verliert Ihr Erspartes trotz Zinsen an Wert.

Tagesgeld für Ihre Rücklagen

Prüfen Sie deshalb regelmäßig, ob Ihre Sparstrategie noch zu Ihren Zielen passt. Tagesgeld bleibt dabei ein sinnvoller Baustein für flexible Rücklagen. Sie erhalten einen variablen Zins auf Ihr Guthaben bei täglicher Verfügbarkeit.

Anlagehorizonte im Blick
, Die Auswirkungen auf Ihre Geldanlage

Der Kaufkraftverlust durch die steigende Inflation ist der beste Grund, jetzt aktiv zu werden. Für den langfristigen Vermögensaufbau reichen reine Zinsangebote meist nicht aus: Wer seine Kaufkraft auf Dauer schützen und sein Vermögen vermehren möchte, sollte auf Wertpapieranlagen wie ETF- oder Fonds-Sparpläne setzen. Diese bieten langfristig höhere Renditechancen, unterliegen jedoch Kursschwankungen und damit auch einem Verlustrisiko. Sie müssen dabei nicht auf den einen vermeintlich perfekten Moment warten, um loszulegen.

Für Ihren Vermögensaufbau ist es meist viel sinnvoller, einfach regelmäßig zu investieren. So profitieren Sie automatisch vom Cost-Average-Effekt: Bei niedrigen Kursen werden für den gleichen Sparbetrag mehr Anteile des Wertpapiers gekauft, bei höheren entsprechend weniger. Dadurch erzielen Sie über längere Zeiträume meist einen günstigeren Durchschnittspreis für Ihre Käufe.

ETF-Sparpläne für Ihre Geldanlage

Legen Sie Erträge zusätzlich wieder an, nutzen Sie außerdem den Zinseszinseffekt: Bereits erzielte Erträge werden erneut investiert und können ihrerseits weitere Erträge erwirtschaften. Machen Sie heute den ersten Schritt und starten Sie mit dem Investieren.

Steigende Inflation
, Fazit für Ihre Finanzplanung

Eine steigende Inflation mindert die Kaufkraft Ihres Ersparten – mit der richtigen Aufteilung steuern Sie gezielt dagegen:  

  • Für flexible Rücklagen: Nutzen Sie Tagesgeld mit variablen Zinsen bei täglicher Verfügbarkeit. 
  • Für den langfristigen Vermögensaufbau: Setzen Sie auf Wertpapiere für die Chance auf höhere Renditen – bei marktüblichen Kursschwankungen.