• Laminat verlegen Kosten

    Die Kosten beim Laminat verlegen

    Arten, Kostenbeispiele und Spartipps

Laminat verlegen – alles Wissenswerte zu Arten und Kosten

Laminat gehört aktuell zu den beliebtesten und vielseitigsten Bodenbelägen. Die aus mehreren Schichten zusammengesetzten Dielen verbinden die edle Optik von Parkett mit einem attraktiven Preis und einfachen Verlegen. Die Kosten für Anschaffung und Verlegen des Bodens hängen wesentlich von Art und Qualität des Bodens ab.


Welche Arten von Laminat gibt es?

Mit der Art des Laminats beeinflussen Sie den Preis, ebenso wie den Aufwand beim Verlegen Ihres Bodens. Während in Format und Design fast keine Wünsche für Ihr einzigartiges Parkett offenbleiben, sind zwei Prinzipien beim Verlegen des Bodens etabliert.

Klick-Laminat

Klick-Laminat

Klick-Laminat ist die moderne und praktische Variante. Bei diesem legen Sie die einzelnen Dielen des Laminatbodens nebeneinander und profitieren von einem integrierten Verbindungssystem. Dein leichter Schlag mit einem Hammer genügt, um zwei Dielen Elemente fest miteinander zu verbinden. Hierbei greift die Nut einer Diele in die Feder der anderen Diele. Es handelt sich um eine schwimmende Verlegung.

Klebe-Laminat

Klebe-Laminat

Für einen besonders festen Halt der Dielen ohne Klick-System ist ein Verkleben der einzelnen Elemente miteinander üblich. Das Leimen der Dielen ist komplizierter und sollte von einem erfahrenen Handwerker durchgeführt werden, auch die Dielen selbst sind im Regelfall etwas stärker und hochwertiger. Die Kombination beider Systeme ist möglich und als Bodenbelag bei vielen Fachhändlern erhältlich.


Vor- und Nachteile von Laminatboden

Vorteile von Laminatboden

Ob Klebe- oder Klick-Laminat, in beiden Umsetzungen weist ein Laminatboden attraktive Vorteile beim Verlegen und in der alltäglichen Nutzung auf. Zu den wichtigsten gehören:

  • große Auswahl an Formaten und Designs
  • authentische Holzoptik bei geringem Pflegebedarf
  • Verlegung im Klick-System auch durch Laien möglich
  • Preisvorteil gegenüber echten Holz- und Steinböden
  • kratzfestes und robustes Material selbst bei geringer Dicke
Nachteile von Laminatboden

Im Vergleich zu einem echten Holzboden oder einem Bodenbelag aus Stein weist Laminatboden auch einzelne Nachteile auf:

  • geringere Lebensdauer als massive Böden
  • fußkaltes Gefühl (ohne Fußbodenheizung)
  • eingeschränkte Eignung für Feuchträume

Im Gespräch mit einem Fachhändler oder Handwerker lässt sich am einfachsten klären, welcher Bodenbelag für das eigene Zuhause oder das Büro geeignet ist.


Unterschiede zu anderen Bodenbelägen

Unterschiede zu anderen Bodenbelägen

Laminatboden hat sich über die Jahrzehnte durchgesetzt, da er die Optik von massiven und hochwertigen Böden aus Holz oder Stein imitiert und mit geringen Kosten verbindet. Viele Hausbesitzer lieben den natürlichen Charakter massiver Holzböden. Massives Echtholz bringt einen hohen Wert und Pflegebedarf mit sich, während sich Laminat einfach reinigen lässt.

Ähnliches gilt für Steinböden, die einen massiven und schweren Charakter mit einem erhöhten Pflegebedarf verbinden. Bei Laminat sind Wünschen in Format und Dekor fast keine Grenzen gesetzt, um ohne teure Kosten zu einem individuellen und attraktiven Parkett zu gelangen.


Laminat selbst verlegen oder den Profi ranlassen?

Die Anschaffung von Laminat inklusive Trittschalldämmung und Sockelleisten ist die Grundlage jeder Boden-Sanierung. Lassen Sie sich hier ausreichend und umfassend vom Fachberater informieren.

Haben Sie alle Bodenelemente, Sockelleisten und Trittschalldämmung im passenden Format erworben, geht es ans Verlegen. Mit etwas handwerklichem Geschick und der Wahl eines Klick-Systems ist das eigenhändige Verlegen denkbar. Die Beauftragung eines professionellen Handwerkers ist eine Alternative, die Ihnen gegen höhere Kosten Mühen und Arbeitszeit erspart. Beide Varianten haben Ihre Vorzüge und werden im Folgenden genauer betrachtet.

Selbst verlegen – unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung

Selbst den Boden zu verlegen, ist bei Klick-Parkett mit wenigen Hilfsmitteln möglich. Wenn Sie Ihren Bodenbelag beim Fachhändler kaufen, liegt dem Produkt stets ein Verlegeplan bei. Bei konkreten Fragen helfen Ihnen Experten im Fachhandel gerne weiter. Die nachfolgende Anleitung gibt einen groben Überblick über alle anfallenden Schritte:

 1. Schritt: Unterboden

Unterboden

Wenn Sie Laminat über mineralischen Böden verlegen, ist eine Dampfbremsfolie die wichtigste Unterlage Ihres neuen Bodens. In jedem Fall sollten Sie eine Trittschalldämmung verwenden, die Sie über die komplette Fläche des Bodens ausrollen. Die Trittschalldämmung sollte diagonal zu den Paneele verlegt werden und schützt Nachbarn der Mieter vor unerwünschten Geräuschen.

2. Schritt: Paneele-Zuschnitt

Paneele-Zuschnitt

Haben Sie Ihren Raum im Vorfeld vermessen, werden Sie wissen, wie viele Paneele Sie in welchem Format benötigen. Der Länge nach werden nicht alle Klick-Paneele Ihrem exakten Bedarf entsprechen. Kürzen Sie deshalb Ihre Paneele entsprechen.

Achtung: Halten Sie bei der schwimmenden Verlegung immer ca. 15 Millimeter Abstand zu Wänden, Heizungsrohren oder Raumpfeilern.

3. Schritt: Die erste Reihe

Die erste Reihe

Starten Sie beim Verlegen in der Raumecke, die den geringsten Winkel aufweist. Verlegen Sie die erste Reihe in eine der möglichen Richtungen nach Ihren Vorlieben im Verlegemuster, die seitliche Verbindung der Reihe erfolgt bequem nach dem Nut-Feder-System. Die Federseite der Längsseite zeigt in Wandrichtung. Abstandhalter aus dem Fachhandel helfen Ihnen, eine gleichmäßige Distanz zur Wand beizubehalten.

4. Schritt: Die Folgereihen

Die Folgereihen

Setzen Sie die zweite Reihe mit einer halben Paneele für ein versetztes Verlegemuster an. Stecken Sie die Paneele angeschrägt in einem Winkel von ca. 30 Grad in die Nut der ersten Reihe. In gerader Position schlagen Sie die Paneele vorsichtig mit einem Hammer in die Hut. Durch ein gut hörbares „Klick” erkennen Sie, dass die Paneele eingerastet ist. In ähnlicher Weise gehen Sie bei allen Folgereihen vor.

5. Schritt: Der Abschluss

Der Abschluss

Die letzte Paneelereihe sollte vorsichtig eingepasst werden. Hier empfiehlt sich das Festschlagen mit der Längsseite des Hammers. Das Festigen der letzten Paneele empfiehlt sich mittels Zugeisen. Zum Abschluss sind die Sockelleisten zu setzen. Achten Sie hierbei lediglich auf die Länge der einzelnen Sockelleisten, um die Abstände der Halterungen korrekt an der Wand zu positionieren.

Was spricht für den professionellen Handwerker?

Mit einem Fokus auf Qualität bei der Umsetzung ist bei allen handwerklichen Arbeiten die Beauftragung eines Profis zu empfehlen. Dieser verlegt den Laminatboden in deutlich kürzerer Zeit. Außerdem ersparen Sie sich Kosten für zusätzliche Anschaffungen wie Verlegezubehör, dass der beauftragte Handwerker mitbringt. Der folgende Überblick zeigt Ihnen, womit Sie in den Kosten mit und ohne Profi rechnen sollten.


Kostenfaktoren des Laminats

Zwei Faktoren beeinflussen die Kosten wesentlich – das gesamte benötigte Material sowie die Arbeitsstunden des Handwerkers.

Material

Material

Im Fachhandel wird der Preis des Laminats pro Quadratmeter angegeben. Günstigste Ware setzt bei 6,00 bis 8,00 € an, luxuriöse Paneele erreichen schnell 25,00 bis 30,00 € pro Quadratmeter. Bei einem Raum mit 20 Quadratmetern Größe würde die günstigste Variante 160,00 € kosten, die Luxusvariante 600 €. Einige Euro mehr sollten Sie für Verschnitt und Kürzungen der Paneele einrechnen. Außerdem kommen Kosten für Sockelleisten und Trittschalldämmung auf Sie zu. Hier kommen schnell noch einmal 100 € oder mehr zusammen.

Arbeitsstunden

Arbeitsstunden

Wie bei jedem Hausbau kommt es grundsätzlich auf die Größe und die Menge an Details an, die rund um das Fachwerkhaus integriert werden sollen. Hierbei wird zwischen der vollkommen eigenständigen Umsetzung und dem Bauen als schlüsselfertiges Haus unterschieden. Sollten Sie sich für die schlüsselfertige Variante entscheiden, müssen Sie nicht mit viel Aufwand rechnen. In diesem Fall benötigen Sie ein geeignetes Grundstück, an dem das Fachwerkhaus anschließend stehen kann. Da in diesem Bereich deutlich weniger Baumaßnahmen erforderlich sind, fallen die Kosten für diese Form des Fachwerkhauses auch am geringsten aus.

Wenn Sie sich für die eigenständige Bauvariante entscheiden, lassen sich die Kosten in etwa pro m² auslegen. Unter 1.600 € werden die Kosten mit Sicherheit nicht liegen, weshalb Sie für die Kalkulation bereits mit einem höheren Preis rechnen sollten. Meist pendelt sich der Wert bei etwa 2.500 € pro m² ein, wenn alle nötigen Anpassungen und Einstellungen vorgenommen wurden.

Im Vergleich zum klassischen Hausbau sind die Kosten für die Struktur mit Fachwerk meist zwischen 10 % und 30 % teurer. Genauer werden die Kosten erst dann kalkulierbar, wenn auch die Gestaltung der Innenräume und die genaue Wohnfläche klar sind. Auch die Wahl des Baumaterials sowie der genauen Dachform macht letztendlich einen deutlichen Unterschied, wenn es um die Finanzierung für das Fachwerkhaus geht. Weitere Besonderheiten sind die Einrichtung eines Kellers oder die spezielle Gestaltung der Giebelform, wodurch zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen Nutzung und Personalisierung bestehen.

Gesamtkosten

Gesamtkosten

Beim eigenhändigen Verlegen eines Laminatbodens fallen alleine die Materialkosten an. Paneele, Trittschalldämmung, Sockelleisten und Zubehör fürs Verlegen liegen in der preiswerten Variante bei 300 bis 400 €. Bei luxuriösem Laminat sind 800 bis 900 € einzurechnen. Beauftragen Sie einen Handwerker, ist mit zusätzlichen 400 bis 500 € zu rechnen.


Ein Rechenbeispiel

Sie möchten einen Raum mit 30 qm mit Laminatboden ausstatten und entscheiden sich für eine leicht gehobene Qualität. Pro Quadratmeter Laminat in Ihrem gewünschten Dekor zahlen Sie 20 €, in der Summe also 600 €. Mit Sockelleisten, Trittschalldämmung und weiteren Hilfsmitteln liegen Sie bei 700 bis 750 €.

Beauftragen Sie einen Handwerker und verfügt über Raum über Besonderheiten wie mehrere Türen oder einen Pfeiler, sind 25 Arbeitsstunden realistisch. Rechnet der Handwerker mit einem Stundenlohn von 20 € ab, sind zusätzlich 500 € zuzüglich Fahrtkosten einzurechnen. In der Gesamtsumme würden Sie so 1.250 € erreichen.

Finanztipp für Laminat verlegen

Finanztipp: Wie die obigen Beispiele zeigen, liegen die Kosten für das Verlegen eines Laminatbodens pro Raum im dreistelligen oder niedrigen vierstelligen Bereich. Das bedeutet für eine Kreditaufnahme, dass das Ausfallrisiko vergleichsweise gering ist. Abhängig von Ihren Sicherheiten ist die Vergabe eines solchen Kleinkredits zu sehr attraktiven Konditionen möglich. Falls Sie sich für eine preiswerte Laminat-Variante entscheiden, sollten Sie die anfallenden Kosten mit der Kreditkarte oder der Girokarte bezahlen.


Entsorgung des alten Bodenbelags

Fast alle Laminatböden gelten als Restmüll und sind nicht als Sondermüll zu entsorgen. Ihren alten Bodenbelag können Sie deshalb zerkleinert in Ihren Hausmüll werfen. Wenn dies zu lange dauert, ist auch eine Abgabe bei Ihrem Recyclinghof vor Ort möglich. Für die fachgerechte Entsorgung werden Sie eine kleine Gebühr zahlen müssen. Je nach Stadt oder Gemeinde liegt diese bei ca. 10,00 € für eine Wagenladung voller Alt-Paneele.

Wichtig ist, dass Sie Ihren Bodenbelag vor der Entsorgung vor Leimresten und anderen Verschmutzungen befreien. Dies gilt besonders für Bauschutt, da ansonsten die gesamte Paneele als Bauschutt deklariert wird und deutlich aufwändiger zu entsorgen ist. Sofern Ihr alter Bodenbelag komplett frei von Chemikalien ist, lässt sich das Holz natürlich auch im heimischen Kamin verbrennen.

Entsorgung des alten Bodenbelags

3 Spartipps beim Laminat verlegen

Tipp 1: Lassen Sie sich bei der Auswahl des Laminatbodens Zeit.

Lassen Sie sich bei der Auswahl des Laminatbodens Zeit.

Gerade wenn Sie ein bestimmtes Dekor oder Design bevorzugen, werden Sie dieses bei verschiedenen Händlern zu unterschiedlichen Preisen finden. Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall.

Tipp 2: Bestimmen Sie im Voraus mit dem Handwerker eine Preispauschale.

Bestimmen Sie im Voraus mit dem Handwerker eine Preispauschale.

Wenn Sie über die Beauftragung eines Handwerkers nachdenken, ist auch hier der Preis oft verhandelbar. Es empfiehlt sich, diesen zu einem Vor-Ort-Termin einzuladen und sich auf eine Pauschale zu einigen. Hierdurch verhindern Sie negative Überraschungen bei der Rechnungsstellung.

Tipp 3: Wählen Sie hochwertige Materialien und sparen Sie auf Dauer bares Geld.

Wählen Sie hochwertige Materialien und sparen Sie auf Dauer bares Geld.

Damit Ihr Bodenbelag und die Sockelleisten lange Zeit einen attraktiven Anblick behalten, sind die gelegentliche Reinigung und Pflege wichtig. Hier macht sich höhere Qualität der gewählten Paneele langfristig bezahlt. Investieren Sie deshalb zunächst ruhig einige Euro mehr, bevor es nach einigen Jahren zum frühzeitigen Austausch Ihres Bodens kommen muss.


Laminat verlegen: Verschönern Sie Ihr Zuhause

Mit einem Laminatboden entscheiden Sie sich für ein schmuckvolles Parkett in authentischer Stein- oder Holzoptik zum günstigen Preis. Das eigenhändige Verlegen ist bei Klick-Laminat mit handwerklichem Geschick möglich, bei hochwertigem Laminat empfiehlt sich das professionelle Verlegen durch einen Handwerker.


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