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Immobilienkauf: was Sie von Familie Schmidt lernen können

Endlich in die eigenen vier Wände ziehen! Ob Haus oder Wohnung, Land oder Stadt ist eine Lebensentscheidung. Den Traum vom Eigenheim erfüllen sich jährlich rund 400.000 Deutsche. Doch bis dahin ist es oft ein langer Weg mit der ein oder anderen Hürde. Familie Schmidt hat sie gemeistert – und hat doch noch allerhand zu tun.

Vom Lebenstraum zur Realität

Viele glückliche Hausbesitzer haben mal klein angefangen.

„Ich bin erleichtert, dass alles so geklappt hat, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Franziska Schmidt*. Gemeinsam mit ihrem Mann und den beiden Kindern lebt sie nun in einem Altbau am Rand der Innenstadt – und mitten im Rhein-Main-Gebiet. Als Hausbesitzer gehört sie in Deutschland immer noch zur Minderheit. Laut Statistischem Bundesamt wohnen nur 46,5 Prozent der Deutschen in der eigenen Immobilie. Steigende Mieten machen das Eigenheim zunehmend attraktiv. Wer den Wunsch danach hat, sollte schon früh Entscheidungen treffen. Was kann ich mir leisten? Wo möchte ich wohnen?

Die eigenen Bedürfnisse ausloten

Eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel? Einkaufsmöglichkeiten in Fußnähe? Der Blick ins Grüne? Jeder hat andere Wünsche an einen Wohnort. Die Suche nach geeigneten Immobilien kann sich mitunter hinziehen. „Im Nachhinein hätten wir uns früher intensiv umschauen sollen“, berichtet Franziska Schmidt. Drei Jahre hatte ihre Familie nach einem Haus oder einer Wohnung gesucht. In der Zeit stiegen die Preise. Je begehrter die Lage, desto teurer wird es. Daher steht sie ganz oben auf der Liste der Dinge, die beim Immobilienkauf zu beachten ist. Auch bei Familie Schmidt war die Lage entscheidend für den Hauskauf: Die Wege zu Kindergarten und Schule sind kurz, die Nähe zum Bahnhof erleichtert den Eltern das Pendeln.

Land oder Stadt?

Zum Pendeln sind immer mehr Deutsche bereit, oftmals auch notgedrungen. Seit 2014 ziehen laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) wieder mehr Menschen raus aus den attraktiven Großstädten, da Wohnungsmieten steigen und das Angebot sinkt. Zudem bezahlen Käufer laut IW in der Stadt bis zu 53 Prozent mehr pro Quadratmeter als auf dem Land. Doch gerade in den Speckgürteln der Ballungszentren bleiben die Nachfrage und somit auch die Preise hoch. „Wir hatten durchaus überlegt, aus der Stadt hinauszuziehen, aber da wird es auch nicht unbedingt günstiger“, erinnert sich Franziska Schmidt. Ob man eine Immobilie auf dem Land oder in der Stadt kaufen sollte, hängt neben der Lage also auch vom finanziellen Spielraum ab.

Die Frage nach dem Eigenkapital

Für den Traum vom Eigenheim lohnt es sich, Geld anzusparen.

„Es war uns schon wichtig, dass wir uns nicht komplett verschulden.“ Damit spricht Franziska Schmidt die Gedanken vieler Immobilienkäufer aus. Die Finanzierung ist der nächste Punkt, worüber sich Käufer Gedanken machen müssen. Ganz wichtig dabei: das Eigenkapital. Experten raten, bis zu 20 Prozent des Kaufpreises selbst zu stemmen. Ein höherer Eigenanteil sorgt zudem für niedrigere Tilgungszinsen. Selbst wenn nicht genügend Kapital vorhanden ist, finanzieren manche Banken bis zu 100 Prozent des Kaufpreises. Der Kauf lässt sich dann auch ohne Eigenkapital tätigen, bleibt aber risikobehaftet. Kann der Kredit nicht mehr bedient werden, kommt es im schlimmsten Fall zur Zwangsversteigerung. Zudem sind die beim Immobilienkauf anfallenden Nebenkosten oftmals nicht Teil des Darlehens. Hierfür sollten die Immobilienbesitzer in spe also Geld ansparen.

Nebenkosten im Blick behalten

Zu den Nebenkosten zählen immer Grunderwerbssteuer, Notarkosten und der Eintrag ins Grundbuch. Wurde ein Makler beansprucht, kommt noch die Courtage hinzu. Was Sie zusätzlich zum Kaufpreis an Nebenkosten einkalkulieren müssen, ist abhängig von Gebäudewert und Region. Dabei kommen noch einmal bis zu 15 Prozent des Kaufpreises als Nebenkosten hinzu. „Maklerkosten fielen weg, da hatten wir Glück“, erzählt Franziska Schmidt. Wer sich wie Familie Schmidt für einen Altbau entscheidet, muss aber noch mit weiteren Ausgaben rechnen.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Nebenkosten, die beim Hauskauf anfallen.

Zur Übersicht

Den Altbau richtig einschätzen

Familie Schmidt wohnt in einem über 75 Jahre alten Haus. Modernisierung und Renovierung stehen auf dem Plan. Schätzungsweise ein Drittel des Kaufpreises kann eine Modernisierung kosten. „Wir haben einiges selbst renoviert und damit Geld gespart“, sagt Franziska Schmidt. Dennoch sind die Kosten höher als ursprünglich geplant. Das kann auch bei einem Neubau passieren. Daher lohnt es sich, für weiter anfallende Kosten einen finanziellen Puffer anzulegen. Die Familie legt monatlich Geld beiseite, um die Renovierung schrittweise umzusetzen. „Wir sind noch nicht ganz angekommen. Aber wir sind erleichtert, endlich in den eigenen vier Wänden zu wohnen.“

Informieren Sie sich vorab, was Modernisierung, Renovierung oder Sanierung kosten.

Renovierungskosten für Haus und Wohnung

* Name von der Redaktion geändert

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