• Arm im Alter?

Arm im Alter?

Hobbys pflegen, im eigenen Garten mit den Enkeln spielen oder endlich die Welt bereisen – davon träumen die meisten Menschen, wenn von Ruhestand die Rede ist. Spätestens der Rentenbescheid holt viele unsanft auf den Boden der Realität zurück: Rente? Reicht nicht! Wer sich bei der Altersvorsorge komplett auf den Staat verlässt, muss häufig kleine Brötchen backen. Eigeninitiative ist gefragt, damit aus dem Traum vom sorglosen Seniorenleben nicht der Alptraum Altersarmut wird.

Malochen statt genießen

Länger arbeiten im Alter? Fast jeder fünfte Deutsche kann sich das laut einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens IPSOS aus dem Jahr 2019 vorstellen – zumindest stundenweise und wenn es der Selbstverwirklichung dient. Fast genauso viele aber fürchten, dass sie aus finanziellen Gründen weiterarbeiten müssen. Und das mit Recht. Denn mit der durchschnittlichen Standardrente von derzeit 1.534 Euro im Monat sind keine großen Sprünge drin. Da heißt es eher: Etagenwohnung statt Eigenheim und Baggersee statt Balearen.
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Wie viel brauche ich wirklich?

Die Faustformel lautet: 80 Prozent des letzten Nettogehalts sind nötig, um den gewohnten Lebensstandard in der Rente zu halten. Realistischer sind 95 Prozent. Denn während manche Kostenfaktoren wie der Weg zur Arbeit wegfallen, kommen neue dazu, zum Beispiel für Medikamente, Pflege oder altersgerechten Umbau des Zuhauses. Und da tut sie sich auf: die viel zitierte Rentenlücke. Denn derzeit liegt das Rentenniveau weder bei 95 Prozent, noch bei 80 Prozent – sondern gerade mal bei 48 Prozent eines durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommens. 2033 werden es sogar nur noch 44,5 Prozent sein.

Warum private Altersvorsorge?

Die Rentenlücke wird also immer größer. Warum?
Ganz einfach:

  • Während in Deutschland die Geburtenrate seit Jahrzehnten sinkt, steigt die Lebenserwartung ständig. Auf immer weniger Beitragszahler kommen also immer mehr Ruheständler.
  • Die Ruheständler beziehen auch noch immer länger Rente: 1960 lebten die Menschen nach dem Eintritt in die Rente noch rund 11 Jahre, 2018 fast 22 Jahre. Menschlich gesehen eine erfreuliche Entwicklung – finanziell eine enorme Herausforderung für die gesetzliche Rentenversicherung.

Zwar wird das Renteneintrittsalter deshalb schrittweise von 65 auf 67 raufgesetzt: Wer ab 1964 geboren ist, muss zwei Jahre länger arbeiten und in die Rentenkasse einzahlen. Doch das reicht nicht, um den Effekt zu kompensieren. Daran wird auch die gerade beschlossene Grundrente nichts ändern. Auf den Staat allein sollte man bei der Altersvorsorge also nicht setzen. Vor allem dann nicht, wenn man gelassen in den Ruhestand gehen und sich ab und an ein klein wenig wohlverdienten Luxus gönnen möchte.

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Renditechancen richtig nutzen

Erstaunlich, dass die meisten Deutschen diese Tatsache immer noch verdrängen. Eine Statista-Studie zur Altersvorsorge in Deutschland aus dem Jahr 2019 zeigt:

Rund 30 Prozent der Deutschen haben kein oder kaum Interesse an privater Vorsorge; der Wert ist in den letzten Jahren sogar leicht gestiegen.

Nur rund 20 Prozent sind dafür zu hohen Ausgaben bereit – angesichts der demografischen Entwicklung kein Rezept für einen komfortablen Lebensabend.

Zwar liegt bei den Spargründen die Altersvorsorge mit 53 Prozent ganz vorne. Sehr geschickt gehen die Deutschen dabei aber nicht vor: Trotz Niedrig- oder Nullzinsen lagert fast die Hälfte ihr Geld immer noch auf Sparbuch oder Girokonto, statt Renditechancen für ihre private Rentenversicherung zu nutzen.

Das geht auch klüger. Denn mit der richtigen Geldanlage lässt sich gerade bei langfristigen Sparzielen wie der Altersvorsorge finanziell viel erreichen. Welche Möglichkeiten es gibt, für wen sie sich lohnen und was Sie dabei beachten sollten: Das und mehr erfahren Sie hier .

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