Early Bird stoppt Sinkflug

Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, der Early Bird, ist im Januar von 14 auf 20 Punkte gestiegen...

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Dr. Ralph Solveen

Commerzbank Economic Research

06.02.2026

...und hat damit seine Abwärtsbewegung vorerst beendet. Ausschlaggebend war eine deutliche Verbesserung des weltwirtschaftlichen Umfeldes, wodurch ein weiter nachlassender Rückenwind von der Geldpolitik und ein stärkerer Euro mehr als ausgeglichen wurden. Damit sind die vom Eraly Bird erfassten konjunkturellen Rahmenbedingungen zwar nicht mehr so gut wie über weite Strecken des vergangenen Jahres, aber weiter überdurchschnittlich. Zusammen mit der vom Early Bird nicht berücksichtigten sehr expansiven Finanzpolitik dürfte dies die Konjunktur anschieben. Allerdings wird die Belebung wegen der vielen strukturellen Probleme eher verhalten sein.

Der Early Bird ist gut in das neue Jahr gestartet und im Januar von 14 auf 20 Punkte gestiegen. Damit hat er seine über weite Strecken des vergangenen Jahres zu beobachtende Abwärtsbewegung erst einmal gestoppt. Ausschlaggebend hierfür war der deutliche Anstieg des Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie (ISM), der zusammen mit seinen Pendants für den Euroraum (ohne Deutschland) und China in unserem Indikator das weltwirtschaftliche Umfeld repräsentiert, das sich im Januar folglich deutlich verbessert hat. Die beiden anderen Unterkomponenten des Early Bird haben sich hingegen verschlechtert. So liegen die Zinssenkungen der EZB immer weiter zurück, womit die von ihnen ausgehenden Impulse nach und nach abnehmen dürften. Zudem war der Indikator der preislichen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft – der reale Außenwert einer fiktiven D-Mark – im Januar wohl etwa 3% höher als vor einem Jahr, was die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte auf dem Weltmarkt für sich genommen verringert.

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