Deutschland – Early Bird deutlich gesunken

Unser Frühindikator für die deutsche Wirtschaft ist im Dezember spürbar auf 11 Punkte gefallen – nach 20 Punkten im November.

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Dr. Vincent Stamer

Commerzbank Economic Research

09.01.2026

Der Early Bird nähert sich schnell der Nulllinie und signalisiert damit kaum noch überdurchschnittliche Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft. Neben nachlassenden Effekte der Geldpolitk braut sich Gegenwind für den Außenhandel zusammen. Damit verbleibt die expansive Finanzpolitik als Hoffnungsanker der deutschen Wirtschaft.

Der Early Bird ist von 20 Punkten im November auf 11 Punkte im Dezember gefallen. Das ist bereits der zweite starke Rückgang unseres Frühindikators in Folge. Das zwischenzeitliche Hoch im Februar des Jahres 2025 ist in weite Ferne gerückt. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der stärkere Euro. Der Indikator der preislichen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft – der reale Außenwert einer fiktiven D-Mark – war nach unserer Schätzung etwa 3% höher als vor einem Jahr. Das macht deutsche Waren beispielsweise aus der Sicht US-amerikanischer Konsumenten teurer. Darüber hinaus hat sich die konjunkturelle Stimmung in der Weltwirtschaft leicht verschlechtert. Die Geldpolitik kann diese Verschlechterungen kaum noch ausgleichen. Denn die Zinssenkungen der EZB liegen zunehmend weiter zurück und ihre expansive Wirkung auf die Wirtschaft lässt nun nach. Damit sinken alle drei Komponenten unseres Frühindikators.

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