US-Wahlen – Denkzettel für Trump
Am Dienstag stehen in den USA die Zwischenwahlen zum Kongress an.
Commerzbank Economic Research
30.10.2026
Trump ist im Umfragekeller, ...
Nächsten Dienstag wählen die Amerikaner einen neuen Kongress. Zur Wahl stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatssitze. Die Republikaner, die aktuell die Mehrheit in beiden Häusern stellen, gehen mit einem schweren Handicap in die Wahl: Die Zustimmungswerte für Präsident Trump sind extrem niedrig. Zuletzt zeigten sich nur 38 % der Amerikaner mit seiner Amtsführung zufrieden, 60% waren unzufrieden. Mit einer Netto-Zustimmung von -22% schneidet Trump derzeit noch schlechter ab als sein ebenfalls sehr unbeliebter Vorgänger Biden, der zum gleichen Zeitpunkt seiner Amtszeit auf einen Netto-Zustimmungswert von -11% kam.
... weil die Inflation wieder zugenommen hat, ...
Für Trumps schlechte Zustimmungswerte dürfte in erster Linie ausschlaggebend sein, dass er sein Versprechen nicht eingelöst hat, die Preise ab Tag 1 seiner Administration zu senken. Im Gegenteil: Seine Politik – die Einführung von Zöllen und der Iran-Krieg, der zu einem Energiepreisschub führte – haben die Inflation wieder angeschoben. Die steigenden Preise für Mieten, Nahrungsmittel und Benzin spielen daher eine herausragende Rolle im Wahlkampf. Die Demokraten konzentrieren sich auf die "Affordability", also die Fähigkeit, ohne finanzielle Not den Lebensunterhalt zu bestreiten. Der reale Stundenlohn lag zuletzt niedriger als zum Amtsantritt Trumps im Januar 2025 und sogar niedriger als zu Beginn der Biden-Administration vor nunmehr fast sechs Jahren .
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