Fed und EZB im Gleichschritt

EZB und Fed dürften auf die hohen Inflationsrisiken zwar nicht bereits kommende Woche mit Zinserhöhungen reagieren,...

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Bernd Weidensteiner, Dr. Marco Wagner

Commerzbank Economic Research

23.10.2026

...aber im Dezember – sofern französische Staatsanleihen nicht völlig unter die Räder geraten. Gegen weitere Zinserhöhungen im neuen Jahr sprechen der von uns erwartete Ölpreisrückgang, die Bremswirkung der gestiegenen Anleihezinsen sowie die Einschätzung vieler Notenbanker, dass die Leitzinsen dann bereits restriktiv wirken.

Der "Job" ist noch nicht erledigt

In der kommenden Woche kommen sowohl die EZB als auch die Fed zu ihren Zinssitzungen zusammen. Dabei werden beide Notenbanken feststellen müssen, dass die Inflationsgefahren sowohl dies- als auch jenseits des Atlantiks noch nicht gebannt ist und eine oder mehrere weitere Zinserhöhungen notwendig sind. So lag das von der US-Notenbank präferierte Inflationsmaß, der Deflator der Konsumausgaben (PCE) im August 3,4% höher als ein Jahr zuvor. Die Kernrate, bei der die oft volatilen Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, lag bei 3,0%. Damit ist die Inflationsrate seit mehr als fünfeinhalb Jahren über dem 2%-Ziel der Fed, und in diesem Jahr hat sich der Abstand zu diesem Ziel sogar eher noch vergrößert.

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