Dark Transits – wann fallen die Ölpreise?

Die Exporte von Erdöl aus dem Mittleren Osten haben sich deutlich erholt,...

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Dr. Vincent Stamer, Norman Liebke

Commerzbank Research

16.10.2026

...auch dank der von uns prognostizierten Dark Transits von Tankern durch die Straße von Hormus. Dennoch sind die Preise für die fossilen Energieträger wie Erdöl, Diesel und Erdgas weiter hoch. Wir analysieren die Gründe dafür und skizzieren unsere Prognose für langsam sinkende Preise. Damit dürfte auch die Inflation im Euroraum erst im Frühjahr langsam zurückgehen.

Das Szenario der graduellen Deeskalation greift, ...

Gegenseitige Angriffe im Mittleren Osten dominieren weiter die Nachrichten – zuletzt mit den Angriffen der Huthi auf den Hauptsitz des staatlichen Ölkonzerns in Saudi Arabien. Eine diplomatische Lösung des Konflikts im Persischen Golf ist weiter entfernt denn je. Dennoch schaffen es mehr und mehr Öltanker, die Straße von Hormus zu passieren – häufig nachts im Konvoi mit der US-Marine und ohne Positionssignale auszusenden. Diese "Dark Transits" genannten Schiffspassagen haben in den letzten Wochen wie von uns erwartet noch einmal zugenommen. Zählt man die Exporte über die Häfen Yanbu am Roten Meer und Fuijairah am Golf von Oman hinzu, lagen die Ausfuhren von Rohöl Ende September wieder fast auf dem Vorkriegsniveau.

Umso mehr steigt die Hoffnung, dass auch die Energiepreise ihren Zenit erreicht haben. Dies würde nicht nur die europäische Industrie entlasten, sondern auch die Finanzmärkte beruhigen. Dort waren nämlich die Renditen für Staatsanleihen unter anderem aufgrund von Inflations- und Zinserhöhungserwartungen gestiegen. Sinkende Energiepreise könnten zumindest für etwas Entspannung sorgen.

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