Ein Inflationsschock wie 2022?
Der Iran-Krieg hat die Energiepreise kräftig steigen lassen, weshalb viele einen neuerlichen Inflationsschub wie in den Jahren 2021 und 2022 befürchten, ...
Commerzbank Economic Research
20.03.2026
Angst vor Inflationsschub wie 2021/22
Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran sind die Energiepreise kräftig gestiegen. Als Folge dürfte der Inflationsrate im Euroraum im März deutlich zulegen. Mit etwa 2,6% wird sie nach unserer Schätzung wieder über dem EZB-Ziel von 2% liegen.
Bei vielen weckt dies Erinnerungen an die Jahre 2021 und 2022, als wegen deutlich steigender Energiepreise die Inflationsrate nach oben sprang. Ende 2022 war die Inflationsrate kurze Zeit sogar zweistellig. Auf diesen Inflationsschub reagierte die EZB ab Mitte 2022 mit kräftigen Zinserhöhungen. Wie groß ist das Risiko, dass sich diese Entwicklung wiederholt?
Die klarste Parallele: Energie deutlich teurer
Der starke Anstieg der Energiepreise ist die stärkste Parallele zur damaligen Entwicklung. Dabei erfolgte ein beträchtlicher Teil des Anstiegs bereits im Jahr 2021, also vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Denn eine sich nach dem Corona-Einbruch erholende Nachfrage nach Energieträgern traf auf ein immer noch eingeschränktes Angebot. Hinzu kamen erste Einschränkungen bei den Gas-Lieferungen aus Russland. Mit dem sich immer stärker abzeichnenden Angriff Russlands zogen insbesondere die Preise für Erdgas noch einmal deutlich an.
Bisher blieb insbesondere der Anstieg der Gaspreise noch deutlich hinter dem damaligen zurück, was sich aber in den kommenden Monaten abhängig von der Entwicklung der Krieges und der Lage an der Straße von Hormus ändern kann. Der Effekt der teureren Energieträger auf die Verbraucherpreise wird auch davon abhängen, ob die Regierungen oder die EU eingreifen und den Anstieg der Preise bremsen. Italien und Spanin haben bereits die ersten temporären Maßnahmen angekündigt.
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