Risiko Energiepreisschock
Eine knappe Woche nach Beginn des Iran-Kriegs ist sein Ende nicht absehbar.
Commerzbank Economic Research
06.03.2026
Bei längerem Krieg ...
Wie stark belastet der Iran-Krieg die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte? Offensichtlich hängt dies maßgeblich davon ab, wie lange dieser Krieg dauert und wie stark er die Versorgung mit Öl und Gas behindert. Wir gehen in unserem Basisszenario weiter davon aus, dass der Krieg und damit die Behinderungen des Schiffverkehrs in der Straße von Hormus in wenigen Wochen zu Ende gehen. Angesichts des von der US-Regierung und der israelischen Regierung immer wieder genannten Ziels eines "Regime-Wechsels" besteht allerdings das Risiko, dass sich die Angriffe der USA und Israels über einige Monaten hinziehen und damit auch den Transport von Öl und Gas länger behindern werden. Im Extrem könnten damit sowohl bei Öl als auch bei Flüssiggas ein Fünftel der weltweiten Produktion nicht mehr auf den Weltmarkt kommen.
... könnte der Ölpreis auf 100 Dollar steigen
Auch bei einem längeren Konflikt dürfte es zwar wohl keinen Mangel an Öl und Gas geben, aber das geringere Angebot würde den Ölpreis sicherlich steigen lassen. Nach einem von uns geschätzten VAR-Modell würde bei einem um 20% geringeren Angebot – bei sonst unveränderten Rahmenbedingungen – der Ölpreis auf 100 USD steigen. Auch der LNG-Preis könnte in einem solchen Szenario noch weiter zulegen.
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