Neue Commerzbank-Studie

Schweizer Unternehmen profitieren von digitaler Transformation

19. November 2015

  • Digitalisierung wird zum Wettbewerbsvorteil für die Schweiz
  • Erfolgreiche Unternehmen nutzen Expertenwissen und treffen weitreichende Entscheidungen bei geringer Planungssicherheit
  • Nur eine Drittel der Unternehmen hat Sorge um das eigene Businessmodell

90 Prozent der Unternehmen in der deutschsprachigen Schweiz sehen in der digitalen Transformation Chancen für die Wirtschaft und bei 55 Prozent der Firmen steht das Thema ganz oben auf der Tagesordnung. Dies ist das Ergebnis einer breit angelegten Umfrage der deutschen Commerzbank bei Schweizer Unternehmen, die am Donnerstag in Zürich vorgestellt wurde. Mit der Nutzung der digitalen Potenziale wollen die Unternehmen den dauerhaften Herausforderungen des starken Schweizer Frankens und des steigenden Marktdrucks begegnen. Fast 80 Prozent der Befragten geben an, in den kommenden fünf Jahren die Kosten weiter senken zu müssen und produktiver werden zu wollen. Auch die führende Stellung als innovative europäische Volkswirtschaft wollen die Firmen stärken: Drei Viertel der Unternehmen haben sich vorgenommen, das Niveau der Innovationsfähigkeit zu halten und weiter zu steigern.

„Der Schweizer Weg in der digitalen Transformation ist evolutionär: Bestehendes wird weiterentwickelt und mithilfe der neuen Schlüsseltechnologien ausgebaut. Wir sehen, dass der Einsatz digitaler Technologien in der Schweiz bereits weit fortgeschritten ist – deutlich weiter als in Deutschland“, erklärte Markus Beumer, Mitglied des Vorstands der Commerzbank und verantwortlich für das Firmenkundengeschäft weltweit, bei der Präsentation der Studie „Management im Wandel: Digitaler, effizienter, flexibler!“. Für diese Studie hat die Bank Führungskräfte der ersten Ebene von mehr als 200 Unternehmen in der deutschsprachigen Schweiz befragt. Die Ergebnisse stellte Beumer gemeinsam mit Marc Steinkat, Country Manager Schweiz, vor. In allen Bereichen der Digitalisierung von Onlinemarketing über Industrie 4.0 bis hin zu Technologien der Shared Economy haben Schweizer Unternehmen nach eigenen Angaben einen Vorsprung vor den deutschen Nachbarn. Dort wurde im Winter und Frühjahr 2015 eine Studie zum gleichen Thema unter 4.000 Unternehmen durchgeführt.

Wichtige Schlüsseltechnologien befinden sich nach Ansicht der Hälfte der befragten Unternehmen im Umbruch. Eine Gefährdung für das laufende Geschäft bedeutet das für die Mehrheit aber nicht. Der technologische Wandel findet weitgehend aus bewährten Geschäftsmodellen heraus statt. Lediglich ein Drittel der Unternehmen hat Sorge um das eigene Businessmodell.

„Die hohe Komplexität der digitalen Transformation erfordert Expertenwissen und gut ausgebildete Fachkräfte. Der demografische Wandel wirkt sich auf den lokalen Schweizer Arbeitsmarkt besonders stark aus“, so Steinkat. Hierin sehen 85 Prozent der befragten Unternehmen die größte Herausforderung in den nächsten 5 Jahren, die geplante Beschränkung der Zuwanderung verstärkt das Problem noch.

Für 50 Prozent der Unternehmen ist Datensicherheit eine große Herausforderung. Unter den Unternehmen, die bereits erfolgreich digitale Technologien nutzen, steigt die Zahl der Skeptiker sogar auf 55 Prozent an. „Allzu starke Sicherheitsbedenken dürfen nicht dazu führen, dass Unternehmen Chancen links liegen lassen“, so Beumer. „Trotzdem sehen auch wir als Bank, dass uns die Digitalisierung vor besondere Herausforderungen stellt. Ausprobieren, sich vernetzen und die richtigen Spezialisten ins Unternehmen holen ist allemal besser, als zu lange abzuwarten und wichtige Chancen zu verpassen.“

Die Initiative UnternehmerPerspektiven greift aktuelle Themen auf, die Unternehmen in der Schweiz und in Deutschland bewegen. Sie will Antworten auf die wesentlichen Herausforderungen geben und neue Perspektiven aufzeigen. Dazu bietet sie Unternehmern, Wirtschaftsexperten sowie Vertretern von Verbänden, Wissenschaft und Politik eine Plattform für den Austausch. Das inhaltliche Fundament für die Initiative bilden Studien zu aktuellen unternehmerischen Themen – seit 2013 auch in der Schweiz. In Deutschland sind die Studien der Unternehmerperspektiven bereits seit zehn Jahren etablierte und renommierte Informationsquelle für jeden, der sich für Lage, Einschätzungen und Herausforderungen von Unternehmern im ganzen Land interessiert.

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Über die Commerzbank

Die Commerzbank ist eine führende, international agierende Geschäftsbank mit Standorten in mehr als 50 Ländern. Kernmärkte der Commerzbank sind Deutschland und Polen. Mit den Geschäftsbereichen Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets und Central & Eastern Europe bietet sie ihren Privat- und Firmenkunden sowie institutionellen Investoren ein umfassendes Portfolio an Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen an. Die Commerzbank finanziert über 30 Prozent des deutschen Aussenhandels und ist unangefochtener Marktführer in der Mittelstandsfinanzierung. Mit den Töchtern Comdirect und der polnischen M-Bank verfügt sie über zwei der weltweit innovativsten Onlinebanken. Die Commerzbank betreibt mit rund 1.100 Filialen sowie rund 90 Geschäftskundenberatungszentren eines der dichtesten Filialnetze der deutschen Privatbanken. Insgesamt betreut die Bank rund 15 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden. Die 1870 gegründete Bank ist an allen wichtigen Börsenplätzen der Welt vertreten. Im Jahr 2014 erwirtschaftete sie mit durchschnittlich rund 52.000 Mitarbeitern Bruttoerträge von knapp 9 Milliarden Euro.