Commerzbank erzielt Rekordergebnis im ersten Halbjahr 2026
Ausblick bestätigt
06.08.2026
Zusammenfassung:
- Operatives Ergebnis in H1 2026 um 14 % auf 2,7 Mrd. Euro gesteigert – 17 % Zuwachs in Q2 auf 1,4 Mrd. Euro
- Nettoergebnis in H1 erreicht mit 1,8 Mrd. Euro neuen Rekord, davon 898 Mio. Euro in Q2
- Erträge in H1 um 7 % auf 6,5 Mrd. Euro und in Q2 um 9 % auf 3,3 Mrd. Euro erhöht
- Provisionsüberschuss in H1 um 8 % auf 2,2 Mrd. Euro gesteigert – Plus von 7 % in Q2 auf 1,1 Mrd. Euro
- Zinsüberschuss in H1 mit 4,1 Mrd. Euro und in Q2 mit 2,1 Mrd. Euro trotz Zinssenkungen nahezu stabil
- Cost‑Income‑Ratio inkl. Pflichtbeiträgen in H1 auf 53 % gesenkt – ohne Pflichtbeiträge auf 50 % verbessert
- Q2-Risikoergebnis mit minus 202 Mio. Euro im Rahmen der Erwartungen – NPE-Quote weiter bei 1,1 %
- Nettoeigenkapitalrendite auf starke 12,6 % in H1 und 12,5 % in Q2 gesteigert
- Nächster Aktienrückkauf über bis zu 1,2 Mrd. Euro geplant und von EZB bereits genehmigt – solide CET-1-Quote von 14,4 %
- Ausblick für Gesamtjahr und Ziele der Strategie „Momentum 2030“ bestätigt
Die Commerzbank hat ihre Serie von Rekordergebnissen in der ersten Jahreshälfte 2026 fortgesetzt. Das Operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 % auf den Höchststand von 2,7 Mrd. Euro. Auch das Nettoergebnis erreichte mit 1,8 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert, ebenso wie die Nettoeigenkapitalrendite mit 12,6 %. Die Erträge erhöhten sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 7 % auf 6,5 Mrd. Euro. Dazu trug maßgeblich die weiter dynamische Entwicklung des Provisionsüberschusses bei, der um 8 % zulegte. Auch der Zinsüberschuss lag trotz deutlich gesunkener Zinsen in Polen fast stabil auf Vorjahresniveau. Die Cost Income Ratio inklusive Pflichtbeiträgen verbesserte sich um rund 3 Prozentpunkte auf 53 % (ohne Pflichtbeiträge: 50 %) und lag damit auf der Zielmarke für das Gesamtjahr. Das Risikoergebnis bewegte sich im Halbjahr mit minus 344 Mio. Euro im Rahmen der Erwartungen.
Im Juli beantragte die Commerzbank den nächsten Aktienrückkauf über bis zu 1,2 Mrd. Euro. Die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt bereits vor. Sobald auch die Finanzagentur ihre Zustimmung erteilt hat, wird die Bank die nächsten Schritte einleiten. Für das Geschäftsjahr 2026 plant die Bank, erneut 100 % ihres Nettoergebnisses nach Abzug von Additional-Tier-1-(AT-1-)Kuponzahlungen und vor außerordentlichen Einmalposten an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückzugeben. Ausgehend von ihrem Nettogewinnziel von mindestens 3,4 Mrd. Euro strebt die Bank für das Geschäftsjahr 2026 demnach eine Kapitalrückgabe von rund 3,2 Mrd. Euro an. Dabei setzt sie weiterhin auf eine Kombination aus Aktienrückkäufen und Dividendenzahlung, wobei der Anteil der Dividende auf mindestens 50 % steigen soll.
Auf ihrem Transformationskurs hat die Commerzbank im ersten Halbjahr 2026 weitere wesentliche Fortschritte erzielt und die Umsetzung ihrer Strategie „Momentum 2030“ konsequent vorangetrieben. Ein zentraler Hebel ist dabei der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz (KI): Die Zahl der laufenden KI-Anwendungen wurde in der gesamten Bank weiter erhöht und trägt bereits zu schnelleren Prozessen, einem höheren Automatisierungsgrad und nachhaltigen Effizienzsteigerungen bei. So wurden etwa flächendeckend die KI-Assistenten Microsoft Copilot und Google Gemini eingeführt sowie durch effizientere Abläufe unter anderem mehr Kapazitäten in die qualifizierte Kundenberatung umgeleitet. Ihre Mitarbeitenden qualifiziert die Bank zudem über ihre eigene „AI Academy“, damit diese die Vorteile von KI noch stärker im Arbeitsalltag integrieren und nutzen können. Parallel dazu setzt die Commerzbank die Modernisierung und Vereinfachung ihrer technologischen Infrastruktur konsequent fort. Allein im ersten Halbjahr schaltete die Bank in diesem Zusammenhang 10 % ihrer IT-Systeme ab.
Führende Position im Kundengeschäft weiter gefestigt
Im Kundengeschäft bestätigte die Bank ihre führende Position eindrucksvoll. Beim diesjährigen „FINANCE“-Banken-Survey, der die Kundenzufriedenheit und Produktqualität im deutschen Firmenkundengeschäft misst, erreichte die Commerzbank neun erste Plätze. Damit erhielt sie von repräsentativ befragten Finanzentscheidern deutscher Unternehmen mehr Auszeichnungen als jede andere Bank. Die Erfolge als „Beste Bank für Firmenkunden“ und „Beste Mittelstandsbank“ belegen die tiefe Verankerung der Commerzbank in der deutschen Wirtschaft. Das starke Abschneiden der Commerzbank, die auch in den Bereichen Kreditvergabe, Cash-Management, Handels- und Exportfinanzierung, Kundenservice, Digitalisierung sowie Beratung bei nachhaltigen Finanzierungen/ESG den ersten Platz belegt, unterstreicht die hohe Produktqualität und Beratungskompetenz der Bank. Bei den „Euromoney“ Awards for Excellence, die die strategische Entwicklung von Banken in den Fokus nehmen, wurde die Commerzbank als „Germany’s Best Bank“ und „Germany’s Best Bank for Large Corporates“ ausgezeichnet. Damit würdigte „Euromoney“ die Positionierung der Commerzbank im deutschen Markt und ihre Strategie „Momentum 2030“.
Auch unter den Privat- und Unternehmerkunden ist die Zufriedenheit hoch, was Ausdruck in einer Reihe verschiedener Auszeichnungen fand. Bereits zum neunten Mal in Folge seit 2018 wurde die Commerzbank vom „€uro“-Magazin als „Beste Filialbank“ und die Marke comdirect als „Beste Bank“ und „Beste Direktbank“ ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt die Commerzbank von „€uro am Sonntag“ die Auszeichnung für das „Beste Premium-Girokonto für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ und unterstreicht damit ihre starke Position im Unternehmerkundengeschäft.
Die strategischen Initiativen des Segments Privat- und Unternehmerkunden (PUK) entwickelten sich sehr erfolgreich. Im Brokerage-Geschäft von comdirect wurden allein im ersten Halbjahr 2026 rund 21 Millionen Trades ausgeführt und damit 5 % mehr als im bereits starken Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig stiegen die Assets under Management in der Vermögensverwaltung der Commerzbank um 20 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 25 Mrd. Euro. Dabei wurden mehr als 90 % der Mandatsneuabschlüsse über die neue digitale Strecke vorgenommen. Die positive Entwicklung dieser Wachstumsbereiche trug maßgeblich dazu bei, dass der Provisionsüberschuss des Segments in Deutschland im ersten Halbjahr um 10 % zulegte. Auch das weiterentwickelte Betreuungsmodell im Segment PUK, das mehr Zeit für qualifizierte Beratung schafft, wirkte sich positiv auf die Erträge aus.
Wertschaffende Lösung mit UniCredit nur durch konstruktiven Austausch möglich
Zum beendeten Übernahmeangebot der UniCredit, dessen Annahmequote am 8. Juli bekannt gegeben wurde, sagte Bettina Orlopp: „Auch wenn die UniCredit über eine Mehrheit auf der nächsten Hauptversammlung verfügt, kann sie über wesentliche Strukturmaßnahmen nicht allein entscheiden. Das ist ein klarer Gestaltungsauftrag für beide Seiten. Dafür braucht es ein gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells und die Einbindung aller Stakeholder.“
Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal: Provisionsüberschuss legte weiter deutlich zu
Die Commerzbank steigerte ihre Erträge im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 9 % auf 3.299 Mio. Euro (Q2 2025: 3.019 Mio. Euro). Mit einem Wachstum um 7 % auf 1.076 Mio. Euro (Q2 2025: 1.004 Mio. Euro) trug dazu maßgeblich der Provisionsüberschuss bei – getragen von einem starken Wertpapiergeschäft sowie höheren Beiträgen aus Anleiheemissionen. Den Zinsüberschuss hielt die Bank mit 2.059 Mio. Euro stabil auf dem Niveau des Vorjahresquartals (Q2 2025: 2.062 Mio. Euro). Gestiegene Beiträge aus beiden Kundensegmenten glichen die Auswirkungen deutlich gesunkener Zinsen in Polen aus. Positiv auf die Erträge wirkten ebenfalls die deutlich gesunkenen Vorsorgen für Rechtsrisiken aus Fremdwährungskrediten bei der polnischen Tochter mBank. Die Erträge der Commerzbank fielen auch ohne diesen Sondereffekt 6 % höher aus als im Vorjahresquartal.
Die Gesamtkosten des Konzerns beliefen sich im zweiten Quartal auf 1.730 Mio. Euro (Q2 2025: 1.674 Mio. Euro). Den größten Anteil daran hatten die Verwaltungsaufwendungen, die um knapp 4 % auf 1.673 Mio. Euro zunahmen (Q2 2025: 1.616 Mio. Euro). Der Anstieg ist vor allem auf höhere Investitionen, unter anderem in KI- und Digitalisierungsprojekte, allgemeine Gehaltsanpassungen sowie verstärkte Rekrutierungsaktivitäten an den Shoring- und Sourcing-Standorten der Commerzbank zurückzuführen. Hinzu kamen Aufwendungen für das Mitarbeiteraktienprogramm. Die Verwaltungsaufwendungen der polnischen Tochter mBank erhöhten sich infolge der Investitionen in ihr anhaltendes Wachstum. Bereinigt um die mBank stiegen die Kosten im Konzern im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht auf 1.453 Mio. Euro (Q2 2025: 1.417 Mio. Euro). Der Kostenanstieg wurde durch das aktive Kostenmanagement der Commerzbank begrenzt. Darüber hinaus spiegelt die Entwicklung im Jahresvergleich eine bewertungsbedingt niedrigere variable Vergütung wider. Im Vorjahresquartal war zudem eine vorgezogene Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte enthalten. Mit ihrem konsequenten Kostenmanagement verbesserte die Bank ihre Cost-Income-Ratio einschließlich Pflichtbeiträgen um 3 Prozentpunkte auf 52 % (Q2 2025: 55 %). Ohne Pflichtbeiträge lag die Cost-Income-Ratio bei 51 %, nach 54 % im Vorjahresquartal. Auf Halbjahressicht stiegen die Kosten um knapp 2 % auf 3.449 Mio. Euro (H1 2025: 3.396 Mio. Euro). Die Cost-Income-Ratio sank auf 53 % inklusive Pflichtbeiträgen (H1 2025: 56 %) und auf 50 % ohne Pflichtbeiträge (H1 2025: 53 %).
Das Risikoergebnis lag im zweiten Quartal bei minus 202 Mio. Euro (Q1 2026: minus 142 Mio. Euro; Q2 2025: minus 176 Mio. Euro). Die Non-Performing-Exposure-Quote (NPE-Quote) lag unverändert bei 1,1 % (Q1 2026: 1,1 %; Q2 2025: 1,1 %). Die anhaltend hohe Qualität des Kreditbuches belegt die Widerstandsfähigkeit der Bank in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld.
Die Commerzbank erhöhte ihr Operatives Ergebnis im zweiten Quartal um rund 17 % auf einen Rekordwert von 1.367 Mio. Euro (Q2 2025: 1.169 Mio. Euro). Das Nettoergebnis nach Steuern und Minderheiten verbesserte die Bank ebenfalls deutlich auf 898 Mio. Euro (Q2 2025: 462 Mio. Euro). Der starke Anstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal ist neben der guten Geschäftsentwicklung auch auf die Restrukturierungsaufwendungen zurückzuführen, die im zweiten Quartal 2025 für die Transformation gebucht wurden. Zusammen mit dem starken Jahresauftakt im ersten Quartal erzielte die Bank zur Jahresmitte Rekordergebnisse: Das Operative Ergebnis stieg im ersten Halbjahr um rund 14 % auf 2.725 Mio. Euro (H1 2025: 2.396 Mio. Euro). Auch das Nettoergebnis war das beste in der Geschichte der Bank: Es stieg um rund 40 % auf 1.810 Mio. Euro (H1 2025: 1.296 Mio. Euro).
Die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank lag zum 30. Juni 2026 bei 14,4 % (31. März 2026: 14,5 %; 30. Juni 2025: 14,6 %). Der Abstand zur regulatorischen Mindestanforderung (MDA-Schwelle), die derzeit bei rund 10,3 % liegt, war mit 409 Basispunkten weiter komfortabel.
Ihre Profitabilität steigerte die Commerzbank weiter. Die Nettoeigenkapitalrendite (Netto RoTE) verbesserte sich im zweiten Quartal auf 12,5 % (Q2 2025: 5,8 %; ohne Restrukturierungsaufwendungen 10,7 %). Zum Halbjahr erreichte sie mit 12,6 % einen neuen historischen Bestwert (H1 2025: 8,5 %; ohne Restrukturierungsaufwendungen 11,1 %). Für das Gesamtjahr strebt die Bank eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 12 % an.
Entwicklung der Segmente: Kreditvolumen bei Firmenkunden auf 123 Mrd. Euro erhöht
Das Firmenkundensegment steigerte seine Erträge im zweiten Quartal des Jahres um 5 % auf 1.232 Mio. Euro (Q2 2025: 1.169 Mio. Euro). Wesentlicher Treiber war der Zinsüberschuss, der infolge der anhaltend hohen Kreditnachfrage um 7 % auf 660 Mio. Euro zunahm (Q2 2025: 615 Mio. Euro). Das durchschnittliche Kreditvolumen erhöhte sich im zweiten Quartal über alle Kundengruppen hinweg um 16 % auf 123 Mrd. Euro (Q2 2025: 106 Mrd. Euro). Maßgeblich hierfür waren Investitionen deutscher und internationaler Firmenkunden im Ausland. Der Provisionsüberschuss legte um rund 6 % auf 376 Mio. Euro zu (Q2 2025: 355 Mio. Euro). Dabei setzte das Kapitalmarktgeschäft seine starke Entwicklung fort und profitierte insbesondere von höheren Beiträgen aus dem Anleiheemissionsgeschäft. Darüber hinaus trug der deutliche Ertragsanstieg im Zahlungsverkehr sowie im Garantiegeschäft zum Wachstum des Provisionsüberschusses bei. Trotz eines höheren Risikoergebnisses lag das Operative Ergebnis des Segments mit 490 Mio. Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahresquartals (Q2 2025: 494 Mio. Euro). Auf Halbjahressicht führte das gestiegene Risikoergebnis zu einem leichten Rückgang des Operativen Ergebnisses auf 1.057 Mio. Euro (H1 2025: 1.097 Mio. Euro).
Das Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland erwirtschaftete Erträge von 1.260 Mio. Euro und damit 12 % mehr als im Vorjahresquartal (Q2 2025: 1.125 Mio. Euro). Wachstumstreiber waren der Zins- und Provisionsüberschuss gleichermaßen. Der Zinsüberschuss legte um rund 10 % zu auf 650 Mio. Euro (Q2 2025: 593 Mio. Euro). Ausschlaggebend hierfür waren ein erfolgreiches Einlagenmanagement sowie höhere Beiträge aus dem Replikationsportfolio. Der Provisionsüberschuss stieg ebenfalls, um rund 11 %, auf 571 Mio. Euro (Q2 2025: 517 Mio. Euro). Die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft wuchsen volumen- und transaktionsbedingt um rund 15 %. Dabei setzte das Brokerage-Geschäft der comdirect seine starke Performance fort. Auch die Nettozuflüsse im Wertpapiergeschäft entwickelten sich erneut sehr positiv. Darüber hinaus profitierte der Zahlungsverkehr insbesondere von der Einführung des neuen Preismodells für Girokonten im Juni 2025.
Das Wertpapiervolumen erhöhte sich per Ende Juni deutlich um 39 Mrd. Euro auf 285 Mrd. Euro (Q2 2025: 247 Mrd. Euro). Das durchschnittliche Kreditvolumen blieb mit 125 Mrd. Euro im zweiten Quartal insgesamt stabil (Q2 2025: 126 Mrd. Euro). Das Baufinanzierungsvolumen, das den größten Anteil daran hat, lag mit 96 Mrd. Euro ebenfalls nahezu auf dem Niveau des Vorjahresquartals (Q2 2025: 97 Mrd. Euro). Unter dem Strich verbesserte sich das Operative Ergebnis von PUK Deutschland um mehr als zwei Drittel auf 438 Mio. Euro (Q2 2025: 257 Mio. Euro). Neben der starken Entwicklung im operativen Geschäft war der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr auch auf eine vorgezogene Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen, die die Bank im zweiten Quartal 2025 vorgenommen hatte. Im ersten Halbjahr erhöhte sich das Operative Ergebnis um rund 31 % auf 896 Mio. Euro (H1 2025: 686 Mio. Euro).
Die polnische Tochter mBank verzeichnete im zweiten Quartal ein Ertragsplus von 15 % auf 672 Mio. Euro (Q2 2025: 585 Mio. Euro). Dazu trugen vor allem die gesunkenen Vorsorgen für Rechtsrisiken aus Fremdwährungskrediten bei, die mit 29 Mio. Euro deutlich unter den Belastungen im Vorjahresquartal lagen (Q2 2025: 128 Mio. Euro). Die Kundenaktivität blieb weiterhin hoch. Der Provisionsüberschuss lag mit 137 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahresniveau (Q2 2025: 140 Mio. Euro), das von einem einmaligen Effekt aus einer Versicherungskooperation profitiert hatte. Bereinigt um diesen Effekt erhöhte sich der Provisionsüberschuss um 5 %. Gleichzeitig setzte sich das starke Wachstum mit jeweils zweistelliger Rate bei Einlagen und Krediten fort. Die signifikanten Zinssenkungen in Polen belasteten jedoch den Zinsüberschuss, der auf 533 Mio. Euro zurückging (Q2 2025: 587 Mio. Euro). Positive Effekte aus Zinsabsicherungsinstrumenten, die im Fair-Value-Ergebnis ausgewiesen werden, konnten den Rückgang vollständig kompensieren. Insgesamt erzielte die mBank ein Operatives Ergebnis von 365 Mio. Euro, was einem Anstieg von 22 % im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht (Q2 2025: 300 Mio. Euro). Für das erste Halbjahr steht ein Plus von 38 % auf 694 Mio. Euro zu Buche (H1 2025: 503 Mio. Euro).
Ausblick für 2026 und Ziele bis zum Jahr 2030 bestätigt
Nach dem ersten Halbjahr ist die Commerzbank voll auf Kurs, ihr Gewinnziel von mindestens 3,4 Mrd. Euro im Gesamtjahr zu erreichen. Den Zinsüberschuss erwartet die Bank unverändert bei rund 8,6 Mrd. Euro. Für den Provisionsüberschuss strebt sie weiterhin ein Wachstum von rund 7 % an. Insgesamt erwartet die Commerzbank Erträge in Höhe von rund 13,2 Mrd. Euro im Gesamtjahr. Bei den Kosten rechnet sie mit rund 7 Mrd. Euro und plant mit einer Cost-Income-Ratio inklusive Pflichtbeiträgen von rund 53 %. Ohne Pflichtbeiträge entspricht dies einer Cost-Income-Ratio von 51 %. Das Risikoergebnis sieht die Bank trotz des schwierigen Umfeldes weiterhin bei rund 850 Mio. Euro. Die CET-1-Quote erwartet die Commerzbank zum Jahresende unverändert bei mehr als 14 %. Unter dem Strich strebt die Bank eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 12 % an. Neben dem Ausblick für das Jahr bestätigt die Bank auch ihre am 8. Mai dieses Jahres kommunizierten Ziele der Strategie „Momentum 2030“.
Die Veranstaltungen des Tages im Überblick:
- 9.00 Uhr MESZ: Onlinetelefonkonferenz für Analystinnen und Analysten zu den Ergebnissen des zweiten Quartals 2026 („listen-only“, in englischer Sprache)
- 10.30 Uhr MESZ: Onlinetelefonkonferenz für Journalistinnen und Journalisten zu den Geschäftszahlen des zweiten Quartals 2026 (in deutscher Sprache; registrieren Sie sich bitte etwa 15 Minuten vor Beginn)
Die Unterlagen zum Geschäftsergebnis des zweiten Quartals sowie des ersten Halbjahres 2026 können ab etwa 7.00 Uhr im Internet abgerufen werden.
Pressekontakt
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Über die Commerzbank
Mit ihren beiden Geschäftssegmenten – Firmenkunden sowie Privat- und Unternehmerkunden – bietet die Commerzbank als Universalbank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen. Sie ist die führende Bank im Firmenkundengeschäft in Deutschland und für den deutschen Mittelstand sowie starke Partnerin von rund 24.000 Firmenkundenverbünden und begleitet mit einem Anteil von rund 30 % den deutschen Außenhandel. Mit einer Präsenz in mehr als 40 Ländern ist die Commerzbank überall dort vertreten, wo ihre Mittelstandskunden, Großunternehmen sowie institutionelle Kunden sie benötigen. Zudem begleitet die Commerzbank internationale Kunden mit einem Geschäftsbezug zu Deutschland, Österreich oder der Schweiz sowie Unternehmen aus ausgewählten Zukunftsbranchen. Mit einem angelegten Vermögen von mehr als 400 Mrd. Euro ist die Commerzbank zugleich eine der führenden Banken für Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. Unter der Marke Commerzbank bietet sie mit ihrem Omnikanalansatz ein umfangreiches Leistungs- und Serviceangebot: online und mobil, telefonisch und per Video im Beratungscenter sowie persönlich an ihren rund 400 Standorten bundesweit. Unter der Marke comdirect bietet sie als digitale Hauptbank rund um die Uhr alle Kernleistungen und als Leistungsbroker Lösungen für das Sparen, Anlegen und Handeln mit Wertpapieren. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A. ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 6 Millionen Privat- und Firmenkunden überwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und der Slowakei.
Disclaimer
Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Dabei handelt es sich um Aussagen, die keine Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Solche Aussagen in dieser Mitteilung betreffen unter anderem die erwartete zukünftige Geschäftsentwicklung der Commerzbank, erwartete Effizienzgewinne und Synergien, erwartete Wachstumsperspektiven und sonstige Chancen für eine Wertsteigerung der Commerzbank sowie die erwarteten zukünftigen finanziellen Ergebnisse, Restrukturierungsaufwendungen und sonstige Finanzentwicklungen und -angaben. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen basieren auf aktuellen Planungen, Erwartungen, Schätzungen und Prognosen des Vorstands. Sie sind von einer Reihe von Annahmen abhängig und unterliegen bekannten und unbekannten Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen wesentlich von jenen abweichen, die durch diese in die Zukunft gerichteten Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Solche Faktoren sind unter anderem die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und in anderen Regionen, in denen die Commerzbank einen erheblichen Teil ihrer Erträge erzielt und einen erheblichen Teil ihrer Vermögenswerte hält, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von Marktvolatilitäten, insbesondere aufgrund der andauernden europäischen Schuldenkrise, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung ihrer strategischen Initiativen zur Verbesserung des Geschäftsmodells, die Verlässlichkeit ihrer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement, Risiken aufgrund regulatorischer Änderungen sowie andere Risiken. In die Zukunft gerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Die Commerzbank ist nicht verpflichtet, die in dieser Mitteilung enthaltenen, in die Zukunft gerichteten Aussagen auf den neuesten Stand zu bringen oder abzuändern, um Ereignisse oder Umstände zu reflektieren, die nach dem Datum dieser Mitteilung eintreten.