Sichtbar und solidarisch beim Christopher Street Day

Anschlag auf den CSD in Berlin macht Demonstration für Vielfalt und Demokratie noch wichtiger

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Sabine Ostrowicki

Commerzbank

25.08.2026

Viele Menschen auf einem Truck mit dem Banner "Gemeinsam laut. Weil Du zählst"
Laut und sichtbar auf dem Truck beim CSD Berlin. © Jörg Puchmüller

Zusammenfassung:

  • Auftakt in Pride Season mit Dankeschön-Party für ehrenamtliches Engagement
  • Mitarbeitende von Commerzbank, comdirect und ComTS zeigen bei CSDs in Frankfurt, Berlin, Hamburg und Magdeburg Flagge
  • Anschlag auf den CSD in Berlin führt zu großer Solidarität in und mit queerer Community
  • Mit dem Motto "Gemeinsam laut. Weil Du zählst." hat Bank deutliches Zeichen für Zusammenhalt und eine Gesellschaft ohne Hass gesetzt

Die Commerzbank steht für eine Kultur, in der alle Menschen ohne Angst sie selbst sein können. Gerade die erschütternden Ereignisse rund um den Christopher Street Day (CSD) in Berlin haben gezeigt, wie wichtig es ist, Haltung zu zeigen und gemeinsam für eine offene, freie und demokratische Gesellschaft einzustehen. Dies haben Führungskräfte und Mitarbeitende bei den CSDs in Frankfurt, Berlin, Hamburg und Magdeburg deutlich gemacht.

Mit Regenbogenfarben im Logo waren Commerzbank und comdirect Anfang Juni hoffnungsvoll in die Pride Season gestartet. Das Hochhaus in Frankfurt wurde angestrahlt – und hoch oben über den Dächern von Frankfurt fand am 1. Juli 2026 erstmals auch eine Pride Party statt. Zu der hatte Personalvorständin Sabine Mlnarsky all jene eingeladen, die sich über das ganze Jahr hinweg ehrenamtlich in der Bank für Vielfalt, Akzeptanz und Inklusion einsetzen.

Dazu gehört nicht zuletzt viel Organisation hinter den Kulissen. So war die Commerzbank in diesem Jahr wieder mit einem eigenen Truck beim Christopher Street Day (CSD) in Frankfurt dabei. Unter dem Motto "Gemeinsam laut. Weil Du zählst." zeigten über 100 Mitarbeitende nicht nur auf dem Wagen, sondern auch in einer Laufgruppe, dass jede einzelne Person wichtig und richtig ist, genauso wie sie ist. Auch Bereichsvorstand Hans-Georg Beyer sowie die Aufsichtsratsmitglieder Heike Anscheit und Maxi Leuchters unterstützten dies sichtbar vor Ort.

Dass dies notwendiger denn je ist, wurde unmittelbar darauf auf erschreckende Weise deutlich. Der Anschlag auf den CSD Berlin mit einer Toten und 31 Verletzten sorgte für tiefe Trauer und Erschütterung. Noch kurz zuvor hatten auch hier Mitarbeitende auf dem Commerzbank-Truck für Vielfalt und Offenheit demonstriert. Am Abend wurde genau diese Freiheit angegriffen. "Als wir gemeinsam beim CSD Berlin auf die Straße gegangen sind, war vor allem eines spürbar: Hier sind wir alle Menschen, die füreinander einstehen. Menschen, die demonstrieren, feiern und Haltung zeigen. Dass dieser Tag durch die schrecklichen Ereignisse am Ende eine so dramatische Wendung genommen hat, hat mich fassungslos gemacht", fasst es Sabine Mlnarsky in Worte. "Aber gerade jetzt ist es wichtiger denn je, Haltung zu zeigen. Für eine Gesellschaft, in der Menschen ohne Angst sie selbst sein können."

Eine Woche nach dem Anschlag sind rund 140 Mitarbeitende daher erst recht in Hamburg auf die Straße gegangen. "Viele sind mit gemischten Gefühlen dorthin gekommen", berichtet Eva Balzer, Mitglied im Vorstand von ARCO, dem Pride-Netzwerk der Commerzbank. "Umso schöner und wichtiger war es zu erleben, wie der CSD in Hamburg zu einem Zeichen voller Solidarität und Zusammenhalt wurde." Mit einem Gedenkbanner und Trauerflor wurde den Opfern in Berlin gedacht. Zugleich wurde mit dem comdirect-Truck und dem Motto "Liebe selbstbestimmt" ein deutliches Zeichen für Liebe, Akzeptanz und Selbstbestimmung gesetzt. "Wir lassen uns nicht einschüchtern und setzen uns ein für eine freie, offene und vielfältige Gesellschaft", betont Sabine Schoon-Renné, Bereichsvorständin comdirect, die ebenso wie Matthias Füssel, Bereichsvorstand HR der Commerzbank AG, in Hamburg dabei war.

Untermauert wurde diese Haltung von über 20 Kolleginnen und Kollegen der Commerzbank und ComTS, die am vergangenen Samstag erstmals mit einer Laufgruppe am CSD in Magdeburg teilgenommen haben. "Wähl Liebe – Für Demokratie und Menschlichkeit" lautete das dortige Motto kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. "Nach Bautzen im vergangenen Jahr war es uns auch in diesem Jahr besonders wichtig, nicht nur auf den großen CSDs Haltung zu zeigen", sagt Fiona Briscoe, Abteilungsleiterin Diversity, Inclusion & Health Management. "Denn Sichtbarkeit ist kein Trend, sondern für viele Menschen ein Risiko. In Magdeburg ist nochmal besonders deutlich geworden, warum wir Pride brauchen: für Freiheit, Schutz und Menschenrechte."

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