Was "Checkst du" mit Wirtschaft zu tun hat
business@school bringt Wirtschaft in die Schule – wir sind seit 2010 dabei
Commerzbank
29.01.2026
Zusammenfassung:
- Seit 2010 bringt die Commerzbank Wirtschaft in die Schule durch ihr Engagement bei business@school.
- Schüler*innen entwickeln eigene Geschäftsideen, erstellen Businesspläne und üben praxisnah Wirtschaftsthemen.
- Erfahrene Coaches fördern Teamwork, Soft Skills und den persönlichen Fortschritt der Jugendlichen.
- Das Projekt stärkt Wirtschaftskompetenzen und ermöglicht den Jugendlichen, die Commerzbank als nahbaren Partner und Expert*innen aus der Praxis kennenzulernen.
Beschaffung, Produktion, Absatz. Und Statistik? Das klingt für viele der ab 2010 geborenen "Generation Alpha" schon mal ziemlich langweilig. Doch es könnte auch daran liegen, dass es in den Lehrplänen der meisten schulischen Oberstufen noch immer kein einheitliches Fach "Wirtschaft" gibt, wie beispielsweise Mathematik oder Biologie. Auch ein Unternehmen haben die wenigsten Schüler*innen schon mal von innen gesehen. Deshalb engagiert sich die Commerzbank bereits seit 2010 bei der Initiative business@school. Deren Ziel ist es, in Verbindung mit Partnerunternehmen bundesweit ehrenamtliche Betreuer*innen für wirtschaftliche Themen über ein Schuljahr hinweg zu vermitteln. Nicht als Lehrer*in, sondern als Coach. Mit Erfolg: Mehr als 1.000 Jugendliche nehmen jährlich an business@school teil und üben Wirtschaft in Theorie und Praxis. Am Ende jedes Projektjahres entwickeln die jungen Teams eigene Geschäftsideen und erstellen Businesspläne, mit denen sie untereinander in den Wettbewerb treten.
Zurück ins Klassenzimmer
Einer der Commerzbank-Coaches ist Jürgen Frank. Der Experte für externe IT-Dienstleister ist schon seit vielen Jahren dabei und engagiert sich im Graf-Stauffenberg-Gymnasium in Flörsheim am Main. "Wir wollen die Jugendlichen unterstützen, nach ihrem Abitur ein Grundverständnis von Wirtschaft zu bekommen", sagt er. Die Aufgaben an die Teams der 12. Klasse sind zweigeteilt in Desk- und Fieldresearch. Das Desk Research umfasst beispielsweise die Analyse eines Großunternehmens sowie dessen Marktposition und Bedeutung für die Branche. Die Erkundungen in der "echten" Wirtschaft unternehmen die jungen Teams in beteiligten Unternehmen in der Region. "Das können ganz verschiedene, meist kleinere Firmen sein, beispielsweise ein Weinbaubetrieb, ein Fotoladen oder eine Automobilwerkstatt. Die Teams erstellen unter anderem eine Wettbewerbsanalyse oder eine Gewinn- und Verlustrechnung", erläutert Jürgen. Außerdem werten sie Statistiken aus und lernen, was bei einer Firmengründung erforderlich ist. Jedes Team organisiert sich zeitlich selbst, erstellt Unterlagen in Eigenregie und präsentiert frei auf der Bühne – ohne Moderationskarten. Damit trainieren die Jugendlichen gleichzeitig ihre rhetorischen Fähigkeiten und erweitern ihre soft skills.
Ganz weit vorne: Teamwork
"Die Schüler*innen absolvieren das Programm neben ihrem regulären Unterricht. Auch wir Coaches engagieren uns außerhalb unserer Arbeitszeit, weil es immer wieder schön ist zu sehen, wie das im Austausch mit uns erworbene Wissen angewendet wird und welche Ideen daraus entstehen", freut sich Jürgen. Während des zehnmonatigen Projekts halten die Betreuer*innen kontinuierlich Kontakt mit ihren Teams. In jeder der drei Phasen gibt es ein bis zwei persönliche Meetings; daneben sind die Coaches beispielsweise über MS-Teams erreichbar. "Auch in den letzten Jahren beobachten wir Coaches immer, dass es in den gemischten Teams unterschiedliche Charaktere und Stärken gibt. Teamwork ist jedoch allen wichtig", stellt Jürgen fest.
Banker*innen mit street credibility
Die Coaches sind zugleich Botschafter für das eigene Unternehmen. "In der Wahrnehmung der jungen Leute stehen wir oftmals noch immer hinter einem verglasten Banktresen. Doch in der Schule werden wir nahbar. Die Jugendlichen finden es super, jemandem zu begegnen, der eine ganz andere Rolle einnimmt als Lehrkräfte oder Eltern", erläutert Jürgen. "Uns kommt eine Expertenrolle zu, nicht als Lehrkräfte, doch wir sind für Fragen bereit". Und wie läuft die Arbeit in den einzelnen Teams? "Einigen, die einen höheren Redeanteil haben und extrovertierter sind, fallen die Themen möglicherweise leichter, aber die Ruhigeren behaupten sich ebenso. Das gilt für alle Schüler*innen. Wichtige Entscheidungen tragen aber alle gemeinsam", beobachtet Jürgen.
Sparringspartner*innen für den Wirtschaftsnachwuchs
Bei der Frage nach dem "Warum" überlegt auch Tammy Corvin nicht lange. Die Restrukturierungsexpertin der Commerzbank ist bereits seit 2018 als Coach dabei: "Es macht uns jedes Jahr Spaß zu erleben, wie sich die Jugendlichen im Laufe des Jahres entwickeln - von anfangs noch recht unerfahrenen Wirtschaftsneulingen zu coolen jungen Start-up Gründer*innen, die eine Idee aufnehmen und daraus ein Business entwickeln, das mit fundierten Daten unterlegt ist und das in der realen Welt wirklich funktionieren könnte". Gemeinsam mit Jürgen ist sie Betreuer*in am Graf-Stauffenberg-Gymnasium in Flörsheim. Die beiden Coaches sind überzeugt, dass sich alle Schüler*innen nicht nur kognitiv, sondern auch persönlich weiterentwickelt haben. Der vermittelte Praxisbezug habe einen positiven Einfluss auf deren spätere Berufswahl. "Mit business@school hat sich die Commerzbank bei den Schüler*innen sympathisch als Unternehmen vorgestellt. Sie können uns als nahbaren Arbeitgeber erleben und erste Kontakte knüpfen", berichten sie.
"Checkst du"
Die Gesellschaft für deutsche Sprache ermittelt jedes Jahr "Jugendwörter", die Stimmungstrends im Leben von Jugendlichen vermitteln. "Checkst du" ist eins der Jugendwörter 2025 und wird oft am Satzende eingesetzt - eine lockere Art, nach Bestätigung des Verständnisses zu fragen. Also wie "Verstehst Du?" oder "Kapiert?" Für business@school jedenfalls: absolut. Ist doch klar.
Tammy Corvin
Nach ihrem MBA-Studium in den USA und Traineeausbildung bei der Commerzbank startete Tammy 1994 als Spezialistin im Bereich Technische Analyse und Index Research und wechselte später in den Bereich Equity Capital Markets. Seit 2003 war sie Beteiligungsmanagerin in der Strategieabteilung. Seit Oktober 2013 ist sie Intensive Care Officer.
Jürgen Frank
Nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften startete Jürgen als Entwickler in der BHF-Bank. Danach war er Projektleiter bei den Genossenschaftsbanken und Senior Consultant bei der Schumann AG. 2002 kam er als Produktverantwortlicher zur Commerzbank. Nach 10 Jahren im Segment Privat- und Unternehmerkunden und 14 Jahren im Segment Firmenkunden ist er Technical Product Manager im Bereich Securities & Derivatives Trading Platforms.