Regulatorik

Fair & transparent im Überblick: Die Gesetzliche Anforderungen oder rechtliche Vorgaben an die Bank

Frau sitzt am Tisch mit juristischer Messingskala und Holzhammer und liest eine Akte

Offenlegungspflicht möglicher Interessenkonflikte

Das Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet uns, im Rahmen veröffentlichter Wertpapieranalysen auf Umstände hinzuweisen, die in Zusammenhang mit der Erstellung der Analyse Ursache für mögliche Interessenkonflikte sein können.

Mit diesen Regelungen wird eine nachhaltige Festigung des Vertrauens der Anleger in die Finanzmärkte, eine Verbesserung der Marktintegrität und somit insgesamt eine Stärkung des Finanzplatzes Deutschland verfolgt. Diese Ziele finden die uneingeschränkte Unterstützung der Commerzbank AG. Mit dieser Offenheit möchten wir auch zum Ausdruck bringen, dass Wertpapieranalysen aus dem Hause der Commerzbank AG unabhängig und unbeeinflusst erstellt werden.

Details zur Offenlegungspflicht

Eine Pflicht zur Offenlegung besteht insbesondere immer dann, wenn die Commerzbank AG oder ein mit ihr verbundenes Unternehmen:

  • im Besitz einer Nettoverkaufs- oder –kaufposition ist, die die Schwelle von 0,5% des gesamten emittierten Aktienkapitals der Aktiengesellschaft überschreitet,
  • Anteile von über 5% des gesamten emittierten Aktienkapitals von einem Emittenten gehalten werden, der Gegenstand der Analyse ist,
  • Market Maker in Finanzinstrumenten eines Emittenten ist
  • in den vorangegangenen 12 Monaten bei der öffentlichen Emission von Finanzinstrumenten eines Emittenten federführend oder mitführend war,
  • in den vorangegangenen 12 Monaten mit einem Emittenten eine Vereinbarung über die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen getroffen hat

MiFID II: Neue Regelungen im Wertpapiergeschäft ab 2018

Im Wertpapiergeschäft ändern sich ab Januar 2018 die rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese Änderungen basieren im Wesentlichen auf dem Zweiten Finanzmarktnovellierungsgesetz bzw. der neu gefassten europäischen Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II). Ziel ist es, die Effizienz und die Transparenz der Finanzmärkte zu steigern sowie den Anlegerschutz zu stärken.

Wesentliche Neuerungen ab Januar 2018

Die nachfolgenden Seitenangaben beziehen sich auf die Unterlage Kundeninformation zum Wertpapiergeschäft.

  • Transaktionen in Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten werden an eine Aufsichtsbehörde gemeldet. Zu melden sind künftig die Daten des Auftraggebers und zusätzlich eine Identifizierungsnummer. Um eine ordnungsgemäße Meldung zu ermöglichen, ist in einigen Fällen (bei bestimmten Staatsangehörigkeiten oder juristischen Personen und Gesellschaften) die Mitwirkung der Kunden erforderlich (Seite 8). Dies kann in den Filialen über die Berater oder im Online Banking erfolgen.
  • Elektronische Kommunikation und Telefongespräche, die zu einer Order führen können, werden aufgezeichnet (Seite 9). Darüber werden Kunden vor jedem Telefongespräch unterrichtet. Widersprechen diese der Aufzeichnung, können telefonisch keine Themen erörtert werden, die einen konkreten Bezug zu einem Finanzinstrument aufweisen und zu einer Order führen können. Dies umfasst beispielsweise auch Informationen zu Depotbeständen oder Wertpapierkursen.
  • Jedem Finanzinstrument wird künftig ein sogenannter Zielmarkt zugeordnet (Seite 9). Dieser beschreibt anhand verschiedener Kriterien die grundsätzliche Zielgruppe von Anlegern, für die ein Finanzinstrument geeignet ist. Der Zielmarkt eines Finanzinstruments wird insbesondere auch im Rahmen der Anlageberatung berücksichtigt. Dabei gleichen wir die wesentlichen Eigenschaften eines Produkts mit den Anlagezielen und weiteren Zielmarktkriterien des Kunden ab.
  • Wertpapieranlagen sind mit Kosten verbunden (Seite 16 ff.). Vor jeder Auftragserteilung werden wir noch umfassender über anfallende Kosten informieren. Auch wird es quartalsweise Bestandsberichte und einen jährlichen Kostenbericht geben (Seite 9).
  • Die „Grundsätze für die Ausführung von Aufträgen in Finanzinstrumenten durch die Commerzbank AG“ haben wir ebenfalls angepasst (Seite 45 ff.).


Für Rückfragen wenden Sie sich gern an Ihren Berater.

Informationen und Berichte zur Ausführungsqualität und den Top-5-Ausführungsplätzen von Wertpapiergeschäften (Best Execution)

Die zweite EU-Finanzmarktrichtlinie 'Markets in Financial Instruments Directive' MiFID II (Richtlinie 2014/65/EU), verlangt, dass bei Finanzinstrumenten, die der Handelspflicht unterliegen, alle Handelsplätze und systematischen Internalisierer und bei anderen Finanzinstrumenten alle Ausführungsplätze mindestens ein Mal jährlich gebührenfrei Daten zur Qualität der Ausführung von Geschäften an diesem Handelsplatz veröffentlichen. In regelmäßigen Berichten werden zu einzelnen Finanzinstrumenten Einzelheiten zum Preis, zu den Kosten, zur Geschwindigkeit und zur Ausführungswahrscheinlichkeit angegeben.


Informationen über die Ausführung oder die Weiterleitung von Kundenaufträgen (Top-5-Ausführungsplätze/Top-5-Broker)

Ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen muss einmal jährlich für jede Kategorie von Finanzinstrumenten die fünf Ausführungsplätze veröffentlichen, die ausgehend vom Handelsvolumen am wichtigsten waren, auf denen es Kundenaufträge ausgeführt hat. Außerdem sind Angaben zur Ausführungsqualität an den Handelsplätzen zu machen. Ferner muss es für jede Kategorie von Finanzinstrumenten die - ausgehend von Handelsvolumen - fünf wichtigsten Wertpapierdienstleistungsunternehmen mitteilen, an die Kundenaufträge zur Ausführung weitergeleitet wurden.

Information für alle Depotkunden mit Stimmrechtsvollmacht

Die nachfolgenden Stimmrechtsvorschläge gem. § 135 AktG richten sich an alle Depotkunden, die uns eine Vollmacht zur Ausübung ihrer Stimmrechte erteilt haben. Wir weisen darauf hin, dass wir das Stimmrecht entsprechend unseren Vorschlägen ausüben werden, wenn der Depotkunde nicht spätestens 7 Tage vor der Hauptversammlung eine andere Weisung erteilt hat.

Die Hauptversammlungen der Aktiengesellschaften

Für die nachfolgend aufgeführte(n) Hauptversammlung(en) schlagen wir vor, das Stimmrecht im Sinne der bekanntgemachten Verwaltungsvorschläge auszuüben:

18. Mai 2022
Deutsche Börse Aktiengesellschaft
18. Mai 2022
init innovation in traffic systems SE
18. Mai 2022
PNE AG
18. Mai 2022
SAP SE
19. Mai 2022
DEUTSCHE BANK AKTIENGESELLSCHAFT1
19. Mai 2022
HelloFresh SE
19. Mai 2022
PSI Software AG
19. Mai 2022
Deutsche Pfandbriefbank AG
19. Mai 2022
Amadeus FiRe AG
19. Mai 2022
ENCAVIS AG
20. Mai 2022
CENIT Aktiengesellschaft
24. Mai 2022
Koenig & Bauer AG
24. Mai 2022
HUGO BOSS AG
25. Mai 2022
AIXTRON SE
25. Mai 2022
Leifheit Aktiengesellschaft
25. Mai 2022
LANXESS Aktiengesellschaft1
31. Mai 2022
INDUS Holding Aktiengesellschaft
01. Juni 2022
Klöckner & Co SE
01. Juni 2022
GFT Technologies SE
01. Juni 2022
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG
02. Juni 2022
Salzgitter Aktiengesellschaft
10. Juni 2022
alstria office REIT-AG
14. Juni 2022
Masterflex SE
15. Juni 2022
JENOPTIK Aktiengesellschaft
15. Juni 2022
CEWE Stiftung & Co. KGaA
21. Juni 2021
Bike24 Holding AG
22. Juni 2022
Daimler Truck Holding AG
23. Juni 2022
Deutsche EuroShop AG
28. Juni 2022
CANCOM SE

Vorabpauschale – was Fondsanleger darüber wissen sollten

Zum 1. Januar 2018 ist das Investmentsteuerreformgesetz (InvStRefG) in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist die Anpassung an EU-Recht und eine steuerliche Gleichbehandlung von in- und ausländischen Investmentfonds einschließlich ETFs. Darüber hinaus sollen Steuergestaltungsmöglichkeiten vermieden und die Besteuerung für Investmentfonds und Anleger vereinfacht werden.

Die Vorabpauschale stellt eine der wesentlichen Neuerungen dieser Gesetzesreform dar. Der Gesetzgeber will auch bei nicht ausschüttenden (thesaurierenden) und zu gering ausschüttenden Fonds sicherstellen, dass Anleger einen Mindestbetrag versteuern. Sie ist eine rein steuerliche Größe ohne Geldzufluss, für die Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer zu zahlen sind, sofern ein vorhandener Verlustverrechnungstopf Sonstige oder Freistellungsauftrag nicht ausreichend ist.

Zu Beginn des Jahres 2019 erfolgt erstmalig die Berechnung der Vorabpauschale für thesaurierende und zu gering ausschüttende in- und ausländische Investmentfonds. Sie dient als Mindestbesteuerung (steuerliche Bemessungsgrundlage) und gilt als laufender Ertrag ohne vorherigen Liquiditätszufluss (anders als bei Ausschüttungen).

Was genau ist die Vorabpauschale?

Bei der Vorabpauschale handelt es sich wirtschaftlich betrachtet um eine Art vorweggenommener, auf den Vorjahren basierende Besteuerung. Daher wird sie beim Verkauf von Anteilen thesaurierender und zu gering ausschüttender Fonds vom tatsächlich erzielten Veräußerungsergebnis abgezogen.

Sie ist unter Berücksichtigung etwaiger Ausschüttungen auf den Wertzuwachs des Fonds im Kalenderjahr begrenzt. Auf diesen Betrag (nach Teilfreistellung) wird die Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer berechnet.

Wie wird die Vorabpauschale ermittelt?

Wie sich die Vorabpauschale grundsätzlich ermittelt, haben wir für Sie in der nachfolgenden Grafik schematisch dargestellt. In unserer Kundeninformation finden Sie alle relevanten Details zur Ermittlung und Besteuerung der Vorabpauschale, die Sie als Fondsanleger wissen sollten, kompakt und übersichtlich in einem Dokument zusammengestellt.

Was muss ich als Anleger beachten?

Alle erforderlichen Maßnahmen werden seitens der Commerzbank als depotführende Stelle umgesetzt. Für Sie als Anleger gelten neue Regelungen bei der Besteuerung laufender Erträge, Veräußerungsgewinnen und der Rückgabe von Fondsanteilen. Besteuert werden auf Anlegerebene Veräußerungsgewinne, Ausschüttungen und neu die Vorabpauschale.

Bei der Vorabpauschale erfolgt eine Steuererhebung als laufender Ertrag ohne vorherigen Liquiditätszufluss (anders als bei Ausschüttungen). Die erforderlichen Beträge zur Abführung der Steuer auf die Vorabpauschale werden direkt vom Depot-Verrechnungskonto des Anlegers eingezogen. Dies sollten Sie in der Liquiditätsplanung beachten.

Die wesentlichen Informationen zur Ermittlung und Besteuerung der Vorabpauschale wie auch Beispielrechnungen für thesaurierende bzw. ausschüttenden Fonds haben wir für Sie in der Kundeninformation zusammengestellt. Weitere Auskünfte erhalten Sie auch in Ihrer Commerzbank Filiale.

Bei Fragen zu Ihrer persönlichen steuerlichen Situation und Betroffenheit wenden Sie sich bitte an Ihren steuerlichen Berater.

Weitere Fragen und Antworten zur Vorabpauschale

WpHG

Informationen zu Finanzanalysen der Commerzbank AG

Die Commerzbank AG unterliegt als international tätige Großbank im Bereich der Finanzanalyse einer Fülle nationaler und internationaler rechtlicher Vorgaben. Von besonderer Bedeutung ist dabei das (deutsche) Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), das die Bank beispielsweise verpflichtet, im Rahmen veröffentlichter Finanzanalysen auf Umstände hinzuweisen, die in Zusammenhang mit der Erstellung der Analyse Ursache für mögliche Interessenkonflikte sein können. Die Vorgaben des WpHG werden durch die Delegierte Verordnung (EU) 2016/958 konkretisiert.

Mit diesen Regelungen wird eine nachhaltige Festigung des Vertrauens der Anleger in die Finanzmärkte, eine Verbesserung der Marktintegrität und somit insgesamt eine Stärkung des Finanzplatzes Deutschland verfolgt. Diese Ziele finden die uneingeschränkte Unterstützung der Commerzbank AG. Um ein möglichst hohes Maß an Transparenz zu gewährleisten, hat sich die Commerzbank AG dazu entschlossen, auch über das geforderte Mindestmaß hinaus weitergehende beziehungsweise detailliertere Informationen offenzulegen. Mit dieser Offenheit möchten wir auch zum Ausdruck bringen, dass Finanzanalysen aus dem Hause der Commerzbank AG unabhängig und unbeeinflusst erstellt werden.

Der Investmentprozess der Commerzbank im Privat- und Unternehmerkundengeschäft

Wie funktioniert der Investmentprozess der Commerzbank für Privat- und Unternehmerkunden? Hier erfahren Sie mehr über das Investment-Team als zentrale Strategie-Einheit, den generellen Investmentansatz unter Einbeziehung regulatorischer Anforderungen sowie die zugrundeliegende Methodik des Prozesses.

Informieren Sie sich zudem detailliert über unsere Votensystematik und wie sie Sie bei Ihren Anlageentscheidungen über die fünf Anlageklassen Aktien, Anleihen/Währungen, Rohstoffe, Immobilien und Liquidität hinweg natürlich unter Beachtung Ihres Anlagehorizontes und des persönlichen Risikoprofils fundiert unterstützen kann.

Investmentprozess der Commerzbank im Privat- und Unternehmerkundengeschäft


Voten und deren Funktionsweise

Die Votensystematik der Commerzbank ermöglicht über alle Assetklassen hinweg ein schnelles Verständnis der zugrundeliegenden Empfehlung und der damit verbundenen Performance-Erwartung. Dabei ist bei Aktien zwischen strategischen Gewichtungsvorschlägen und Empfehlungen für Einzelinstrumente zu unterscheiden. Bei Unternehmensanleihen ist zu beachten, dass nicht der Emittent votiert wird, sondern die jeweiligen votierten Anleihen. Somit können diese je nach Laufzeit und Währung auch unterschiedlich votiert sein.


Votenhistorie

Mögliche Votenänderungen innerhalb der vergangenen 12 Monate finden sich direkt in der Analyse des betreffenden Unternehmens im Anhang der Druckversion.


Statistische Auswertung

Die Commerzbank AG wertet einmal im Quartal die Verteilung ihrer Empfehlungen über die einzelnen Stufen der Votensystematik aus. Dies soll dem Kunden einen schnellen Überblick über die quantitative Zusammensetzung der Voten ermöglichen.

Die Auswertung erfolgt dabei jeweils getrennt über:

  1. das gesamte vom Investment-Team abgedeckte Aktien- und Rentenuniversum sowie
  2. alle Aktien und Unternehmensanleihen aus diesem Universum, von denen die Commerzbank AG oder ein verbundenes Unternehmen Entgelte aus Investmentbanking-Aktivitäten erhält.

Stand 01.04.2022

Votenverteilung für Aktien und Anleihen

KaufAktien insgesamt73,49%Anteil am Investmentbanking*65,38%Anleihen insgesamt51,83%Anteil am Investmentbanking*57,63%
Starker KaufAktien insgesamt10,23%Anteil am Investmentbanking*11,54%Anleihen insgesamt0,00%Anteil am Investmentbanking*0,00%
VerkaufAktien insgesamt16,28%Anteil am Investmentbanking*23,08%Anleihen insgesamt6,42%Anteil am Investmentbanking*1,69%
HaltenAktien insgesamt0,00%Anteil am Investmentbanking*0,00%Anleihen insgesamt41,74%Anteil am Investmentbanking*40,68%
Kein VotumAktien insgesamt0,00%Anteil am Investmentbanking*0,00%Anleihen insgesamt0,00%Anteil am Investmentbanking*0,00%
ZeichnenAktien insgesamt0,00%Anteil am Investmentbanking*0,00%Anleihen insgesamt0,00%Anteil am Investmentbanking*0,00%
Angebot annehmenAktien insgesamt0,00%Anteil am Investmentbanking*0,00%Anleihen insgesamt0,00%Anteil am Investmentbanking*0,00%

* Unternehmen, für die in den letzten 12 Monaten Investment-Dienstleistungen erbracht wurden.

Download

Gesamtüberblick Voten der vergangenen 12 Monate

Die Übersichten unserer Voten zu Aktien, Anleihen, Fonds und strukturierten Produkten

Anlageberatung

Nachhaltigkeit in der Commerzbank

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Konzernstrategie. Damit bestimmt sie unser alltägliches Handeln und somit auch unsere Kundenbeziehungen. Aus diesem Grund unterstützen wir mit unserer Beratung bei der Vermögensausrichtung nach Nachhaltigkeitsfaktoren. Zudem identifizieren wir Nachhaltigkeitsrisiken und machen diese transparent.

Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in unserer Anlageberatung

Wir identifizieren und berücksichtigen Nachhaltigkeitsrisiken in unserer Anlageberatung und beziehen diese, neben anderen ökonomischen Chancen und Risiken, in die Bewertung von Aktien, Renten und Investmentfonds ein. Hierbei handelt es sich um Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, die tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben können. Die Vermeidung relevanter Nachhaltigkeitsrisiken kann dabei zur Reduktion von Anlagerisiken im Vermögen führen und zur Verbesserung des Chance-Risiko-Verhältnisses beitragen.

Erwartete Auswirkung von Nachhaltigkeitsrisiken auf die Rendite der Finanzprodukte

Nachhaltigkeitsrisiken können sowohl zu einem kurzfristigen Wertverlust führen, als auch langfristige Auswirkungen auf den Wert einer Anlage haben. Ein kurzfristiger Wertverlust kann z.B. durch einen plötzlichen und unerwarteten Umweltschaden ausgelöst werden. Ein langfristiger Wertverlust kann z.B. auftreten, wenn ein Unternehmen aufgrund von Nachhaltigkeitsaspekten eine grundsätzliche Umorientierung bzw. Anpassung des Geschäftsmodells nicht rechtzeitig vornimmt.

Im Rahmen unserer Anlageempfehlungen werden identifizierte Nachhaltigkeitsrisiken berücksichtigt. Bestehen wesentliche Nachhaltigkeitsrisiken, werden diese sukzessive in unsere Votendokumente für Aktien, Renten und Investmentfonds aufgenommen.

Für Unternehmen und Ländern mit besonders hohen Nachhaltigkeitsrisiken werden verschiedene Ausschlüsse vorgenommen. Damit reduzieren wir die Wahrscheinlichkeit, dass die Rendite negativ beeinflusst wird.

Erklärung zu den nachteiligen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit

Nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen können in allen Bereichen der ESG-Betrachtung auftreten. Im Rahmen unserer Analyse von Aktien, Renten und anderer Investments (z. B. Rohstoff ETCs) identifizieren wir nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen und berücksichtigen diese, wenn sie ökonomisch relevant sind.

Da die Wirkung der ökologischen (Environment) und sozialen (Social) Faktoren sowie der nachhaltigen Unternehmensführung (Governance) von Branche zu Branche variieren, werden diese entsprechend der Relevanz gewichtet. Die Gewichtung erfolgt anhand der Branchenlogik von MSCI ESG Research. So ist zum Beispiel der CO2 Ausstoß in produzierenden Branchen höher, als im Vergleich zu Finanzinstituten.


Für die Identifizierung und Messung der nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen wird zukünftig auf eine Auswahl von Indikatoren aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung zurückgegriffen.


Die für die Aufnahme in unser Portfolioallokation geltenden Mindestanforderungen wie beispielsweise Ausschlusskriterien und Mindestrating führen zu einer Reduzierung wesentlicher nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen. Bei den ETFs und Investmentfonds erfolgt die Bewertung von Produkten auf Basis der nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen, die von Fondsgesellschaften veröffentlicht werden.


Ergänzend beziehen wir bei den Indexfonds die Bewertung von nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen auf Basis unserer Branchen- und Unternehmensanalysen ein.


Musterportfolios Anlageberatung Privat- und Unternehmerkunden

Die für die Aufnahme in unsere Musterportfolios für Privat- und Unternehmerkunden geltenden Mindestanforderungen, wie beispielsweise Ausschlusskriterien und Mindestrating nach MSCI, führen zu einer Reduzierung wesentlicher nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen. Bei den ETFs und Investmentfonds erfolgt die Bewertung von Produkten auf Basis der nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen, die von Fondsgesellschaften veröffentlicht werden.


Ergänzend beziehen wir bei den Indexfonds die Bewertung von nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen auf Basis unserer Branchen- und Unternehmensanalysen ein.


Grundsätzlich gilt:

Bei grundsätzlich vergleichbar votierten Produkten werden diejenigen bevorzugt, die in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte besser bewertet sind.


Nachhaltige Musterportfolios Anlageberatung Privat- und Unternehmerkunden

Im Rahmen unserer nachhaltigen Musterportfolios werden Unternehmen bevorzugt, die eine nachhaltige Organisationsentwicklung haben, soziale und ökologische Ziele als ökonomische Komponenten fördern und zur nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft beitragen. Es wird eine Reduktion von nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen durch Anwendung der beschriebenen Ausschlusskriterien angestrebt.

  1. 1

    Die Commerzbank AG gehörte einem Konsortium an, das die innerhalb von fünf Jahren zeitlich letzte Emission von Wertpapieren der Gesellschaft übernommen hat.

  2. 2

    Waffen nach dem Übereinkommen über das Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Antipersonenminen und über deren Vernichtung („Ottawa-Konvention“), dem Übereinkommen über das Verbot von Streumunition (“Oslo-Konvention“) sowie B- und C-Waffen nach den jeweiligen UN-Konventionen (UN BWC und UN CWC).