Was kostet ein Business-Fotoshooting?

Ein Business-Foto repräsentiert Personen oder Produkte im unternehmerischen Umfeld. Doch was macht ein gutes Business-Foto aus und welche Kosten fallen für ein Shooting an?

Junge Frau trägt lässig ihre Kamera um den Hals und schaut auf einige Entwürfe.

Professionelle Business-Fotos unterstreichen die Kompetenz eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter. In diesem Artikel erfahren Sie, wie das Fotoshooting abläuft und warum die höheren Preise für diese Fotografien gerechtfertigt sind.

Erfolgsgarant eines Business-Fotos

Der erste Eindruck zählt! Dieser Satz gilt nicht nur bei persönlichen Begegnungen, sondern vor allem, wenn Sie sich als Unternehmer oder Mitarbeiter einer Firma im Internet oder auf Werbeflyern präsentieren. In diesem Fall sollten die Fotografien perfekt sein und die Philosophie Ihres Unternehmens visuell transportieren. Experten auf diesem Gebiet sind die sogenannten Business-Fotografen, die nach Ihren Wünschen Bilder für die Homepage, den Social-Media-Auftritt und für Pressemitteilungen anfertigen. Aber auch für den Bewerbungsprozess eignet sich solch ein professionelles Bild, um potenzielle Arbeitgeber von sich zu überzeugen.

Was genau ist die Business-Fotografie?

Unter die Business-Fotografie fallen professionelle Aufnahmen eines Fotografen, die zur Repräsentation eines Unternehmens oder eines Arbeitnehmers in unterschiedlichen Medien dienen. Dazu gehören beispielsweise

  • Fotos von Unternehmensstandorten, Büros und Produktionsstätten
  • Gruppenbilder (beispielsweise von Vorständen, Teams oder Abteilungen)
  • Business-Porträts
  • Fotos von Unternehmensveranstaltungen
  • Produktfotografie
  • Professionelle Bewerbungsfotos

Business-Fotos strahlen Geschäftskompetenz aus

Die Kunst der Business-Fotografie besteht darin, dass die abgebildeten Personen authentisch und sympathisch wirken, aber gleichzeitig Kompetenz und Erfolg ausstrahlen. Die Aufgabe des Fotografen ist es dabei, die richtige Balance zwischen Sympathie und Seriosität zu finden und dabei die jeweilige Branche und Zielgruppe im Hinterkopf zu behalten. Ein Fotoshooting für ein Industrieunternehmen wird somit mit Sicherheit anders ablaufen als bei einem Restaurant.

Ablauf eines Fotoshootings

Gute Fotos müssen geplant werden. In der Regel durchlaufen Sie mit dem Fotografen folgende Phasen:

Beratung

Diese Phase ist gezeichnet von der Erfahrung des Fotografen und es werden die Rahmenbedingungen für das Shooting geklärt und Preise erläutert. Ein guter Fotograf orientiert sich an Ihren Wünschen, zeigt aber auch Möglichkeiten und Grenzen auf.

  • Stil der Fotos (klassisch, modern, schwarz-weiß,…)
  • Format der Bilder
  • Ort des Shootings (Fotostudio, in den Büroräumen, im Freien, …)
  • Auswahl des Hintergrunds bei einer Aufnahme im Fotostudio
  • Einsatz einer Visagistin im Fotostudio oder vor Ort
  • Dresscode vereinbaren
  • Festlegung der Nutzungsrechte mit dem Fotografen
  • Aushändigung einer Preisliste
  • Optionale Optimierung der Fotos mithilfe der Bildbearbeitung

Fotoshooting

Informieren Sie Ihre Mitarbeiter im Vorfeld über Länge des Shootings, den Dresscode und geben Sie eine Empfehlung für das äußere Erscheinungsbild. Nachdem sich alle Mitarbeiter mit dem Shooting einverstanden erklärt haben, kann es losgehen. Der Fotograf leitet beim Fotografieren an und sorgt für natürliche Posen und Gesichtsausdrücke. Eine entspannte Atmosphäre aller Beteiligten ist sehr wichtig und Basis für ausdrucksstarke Fotos. Empfehlenswert ist eine Visagistin vor Ort, um bestmögliche Ergebnisse bei den Fotografien zu erzielen.

Auswahl und Lieferung der Fotos

Gemeinsam mit dem Fotografen und unter Einbeziehung Ihrer Mitarbeiter wählen Sie die besten Fotos aus und bekommen diese in der von Ihnen gewünschten Form. In der Regel erhalten Sie die Fotos als Dateien digital per Download. Falls nichts anderes vereinbart wurde, liegt das Copyright beim Fotografen des jeweiligen Fotostudios. Es stehen meist unterschiedliche Lizenzmodelle zur Verfügung, mit deren Erwerb Sie die Bilder frei nutzen und den Namen des Fotostudios nicht nennen müssen.

Checkliste für ein Business-Porträt

Das richtige Outfit auswählen

Beachten Sie den Dresscode, den Ihre Firma vorgibt. Falls Sie selbst entscheiden dürfen, so sollte das Outfit seriös und authentisch sein sowie zur Branche passen.

  • Ein Blazer oder Sakko in dunklem Ton wirkt frisch und dynamisch mit hellen Blusen oder Hemden
  • Vermeiden Sie einheitlich helle oder dunkle Kleider
  • Vermeiden Sie ebenfalls kräftige Signal-Farben, glänzende Stoffe und große Muster
  • Achten Sie auf farblich passende und gepflegte Schuhe
  • Wünschen Sie einen Outfitwechsel? Dann sollten Sie mehrere Krawatten, Oberteile und Sakkos zum Fotoshooting mitbringen
  • Große Aufdrucke, Logos und Labels haben auf einem Business-Foto nichts zu suchen
  • Dezente Accessoires wie Einstecktuch, Schmuck oder Uhren unterstreichen Ihren Typ

Pflegetipps für Damen und Herren

  • Schlafen Sie sich aus und erscheinen Sie stressfrei zum Shooting
  • Hautunreinheiten lassen Sie am besten im Vorfeld von einer Kosmetikerin entfernen
  • Gehen Sie rechtzeitig vor dem Fototermin zum Friseur
  • Herren sollten auf eine frische Rasur und einen gepflegten Bart achten

Die Rolle der Visagistin beim Foto-Shooting

Ob direkt im Fotostudio oder an Ihrem Wunschort - eine Visagistin kümmert sich um Make-up und Hairstyling und bringt Ihre Vorzüge voll zur Geltung. Ein Foto-Make-up folgt dabei anderen Regeln wie ein natürliches Make-up. Da ein Foto zweidimensional ist, müssen Schattierungen und Tiefen des Gesichts künstlich hergestellt werden. Ihr Gesicht gewinnt dadurch an Intensität und Ausdruck. Ganz nebenbei wird dem Fotografen Arbeit bei der Bearbeitung der Bilder erspart. Schon längst empfiehlt sich eine Visagistin nicht nur für die Damenwelt. Vor allem Herren mit einer halblangen Frisur und einem Bart profitieren von dem professionellen Styling. Die Preise für das Styling bei einem Fotoshooting betragen etwa 100€ zuzüglich Umsatzsteuer pro Person.

Wie lange dauert ein Fotoshooting?

Sehr einfache Bewerbungsfotos sind meist schon in weniger als einer Stunde erledigt. Wünschen Sie aber professionelle Business-Fotografien sollten Sie mindestens 2 Stunden einplanen. Für ein Unternehmerporträt mit Fotos für Internet und Social Media und am besten noch an unterschiedlichen Orten sollten Sie mit 8 Stunden Zeitaufwand rechnen. Bei ganzen Abteilungen in größeren Firmen ist der Business-Fotograf meist mehrere Tage vor Ort.

Fotostudio oder Büroräume? Die besten Locations für ein Fotoshooting

Die beste und auch günstigste Location für ein Business-Shooting sind die eigenen Firmen- oder Büroräume. Authentisch werden Sie in Ihrem gewohnten Umfeld dargestellt – mit Ihren Mitarbeitern und echten Arbeitsutensilien. Eignen sich die eigenen Büroräumlichkeiten nicht, besteht die Möglichkeit zeitbefristet sogenannte Co-Working-Spaces anzumieten. Darunter versteht man voll ausgestattete Büroräume, die termingerecht gebucht werden. Auch öffentliche Räume können zum Teil für ein Fotoshooting genutzt werden. Hier sind unter Umständen aber Genehmigungen erforderlich und Sie müssen je nach Location mit hohen Preisen für die Miete rechnen. Nicht zuletzt eignen sich professionell ausgestattete Fotostudios mit ausreichend Fläche für ein größeres Business-Fotoshooting.

Die Bildbearbeitung – Zusatzaufwand für den Fotografen

Nach dem Fotoshooting fängt die Arbeit des Fotografen erst richtig an. Bilder müssen ausgewählt und optimiert werden. Je nach Anzahl der Dateien benötigt die Bildbearbeitung durch den Fotografen meist mehrere Stunden, wenn nicht einige Arbeitstage. Kleine Schönheitsfehler auf dem Bild, wie ein Fussel auf dem Sakko oder ein unansehnlicher Pickel können so ganz einfach entfernt werden. Die Optimierung der Bilder sollte moderat erfolgen, sodass sie an Natürlichkeit nicht verlieren. Mit dem Einsatz einer geübten Visagistin können Sie übrigens einiges bei der Bildbearbeitung einsparen. Die Preise für die einzelne Bildbearbeitung beträgt etwa 30€. Manche Fotografen rechnen auch die Arbeitszeit nach Stunden ab. Die genauen Preise entnehmen Sie der Preisliste des Fotografen.

Bewerbungsfoto oder Business-Foto? Der Unterschied liegt im Nutzungsrecht

Während Sie gute Bewerbungsfotos zum Teil schon zu günstigen Preisen erhalten, schnellen die Kosten für Business-Fotos in die Höhe. Der Grund liegt unter anderem im Nutzungsrecht. Ein Bewerbungsfoto können Sie problemlos sowohl für Ihre schriftlichen als auch Online-Bewerbungsunterlagen verwenden. Als privates Weihnachtsgeschenk für die Eltern ist das Foto auch unproblematisch. Nutzen Sie hingegen Ihr Bewerbungsfoto für einen Auftritt in Netzwerken wie Xing oder Linkedin, wird es schon kniffliger. Da das Urheberrecht eines Fotos beim Fotografen liegt, muss der Fotograf Ihnen die Nutzung für diese Zwecke einräumen. Im Vorfeld mit dem Fotografen abgeklärt, ist das auch meist kein Problem und häufig nicht mit hohen Kosten verbunden.

Anders hingegen sieht es aus, wenn Sie ein Foto für eine Homepage, Veröffentlichungen, Werbung oder Pressemitteilungen nutzen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt mit dem Fotografen Rücksprache halten und eine Lizenzgebühr vereinbaren. Wird ein Business-Fotoshooting angeboten, ist das Nutzungsrecht häufig bereits beinhaltet. Sicher gehen können Sie aber nur, wenn Sie sich bereits im Vorfeld beim Fotografen über die Preise erkundigen und entsprechende Lizenzerweiterungen schriftlich vereinbaren.

Von welchen Faktoren sind die Kosten beim Shooting abhängig?

Preise für ein Business-Fotoshooting variieren zum Teil extrem und hängen vom Aufwand und den Stunden ab. Je umfangreicher ein Shooting ist, desto höher sind die Kosten. Um ein Team zu fotografieren, sollten Sie mit einem vierstelligen Betrag rechnen.

Folgende Faktoren schlagen sich dabei im Preis nieder:

  • Beratung: Bei einem professionellen Business-Shooting setzt sich der Fotograf mit dem Unternehmen und der Branche auseinander und macht Vorschläge für unterschiedliche Aufnahmevariante. Der Fotograf rechnet in dieser Phase mindestens 2 Stunden Arbeitszeit ein.
  • Planung und Konzept: Mit dem Umfang des Shootings steigen die Kosten.
  • Einsatz einer Visagistin und Hair-Artist: Eine hinzugebuchte Visagistin rechnet meist auf der Basis von Stunden ab
  • Für manche Locations fallen Mietgebühren an
  • Reisekosten, falls an unterschiedlichen Standorten fotografiert wird
  • Extra Bilder und Abzüge verursachen zusätzliche Kosten
  • Lizenzen für die Nutzungsrechte der Bilder
  • Aufwand des Fotografen für die Bildbearbeitung und Erstellung der Dateien

Kostenbeispiel für ein Business-Fotoshooting

Die Kosten für ein Einzelshooting mit 6 unterschiedlichen Porträts setzt sich wie folgt zusammen:

Pauschalpreis für 6 Business Porträts im Fotostudio mit bis zu 4 Outfits und maximal 3 Stunden Shooting kosten 550€ zuzüglich Umsatzsteuer. In dem Pauschalangebot sind inklusive:

  • Beratung zum Businesskontext, zur Wahl des Outfits, Haltungs- und Gestikcoaching während des Shootings sowie Beratung bei der Auswahl der Bilder
  • Abpudern des Gesichts, um Glanz vorzubeugen
  • Professionelle Nachbearbeitung und gegebenenfalls dezente Optimierung
  • Lieferung der Dateien als sicherer Download
  • Langfristige Archivierung der Aufnahmen
  • Nutzungsrechte für Ihre Webseite
  • Kaffee, Tee oder Wasser im Fotostudio

Optional können zudem folgende Dienstleistungen hinzugebucht werden:

+ 40€ + USt. für die Anfahrt in unmittelbarer Umgebung, falls Sie Fotografien an weiter entfernten Orten wünschen, berechnen Fotografen zusätzlich Übernachtung, Verpflegung und Reisekosten
+ 100€ + USt. für Aufbau und Transport der Blitzanlage
+ 80€ + Ust. für jede weitere Aufnahme in der Serie (Preisliste des Fotografen beachten)
+ 300€ + Ust. für eine Farb- und Stilberatung
+ 100€ + Ust. für Make-up und Hairstyling von einer Visagistin

4 Spartipps für ein Business-Fotoshooting

Hochwertige Fotos haben ihren Preis. Und doch können Sie mit einfachen Mitteln, die Kosten für ein Business-Fotoshooting senken.

Die Preisliste des Fotografen aushändigen lassen

Mit der Preisliste in der Hand, lässt sich für kleinere Shootings leicht abschätzen, welchen Kosten auf Sie zukommen. Aber die Preise sind auch Verhandlungssache.

Den Einsatzbereich der Fotos überdenken

Warum für Lizenzen zahlen, wenn die Fotos nicht im Internet landen? Benötigen Sie die Fotos nur für Ihre Bewerbung, können Sie die Kosten um den Preis des jeweiligen Nutzungsrechts senken.

Steuerliche Vorteile nutzen

Ausgaben für Ihre Bewerbung können Sie im Rahmen von Werbungskosten steuerlich geltend machen. Unternehmen haben weitgehende steuerliche Vorteile über die Betriebsausgaben.

Richtige Finanzierung wählen

Vergleichen Sie Kreditangebote, um die für Sie bestmöglichsten Konditionen zu erhalten. Für Unternehmer bietet sich ein Gewerbekredit an, bei dem Sie über eine Kreditlinie zu Ihrem Geschäftskonto verfügen. Flexibel und schnell können Sie mit diesem Kredit Ihren Bedarf an Liquidität decken und dabei selbst entscheiden, in was Sie das Geld investieren. Handelt es sich bei Privatpersonen um einen kleinen Betrag, sollten Sie diesen bequem mit Ihrem Girokonto oder Ihrer Kreditkarte überweisen.

Mit Business-Fotos Wettbewerbsvorteile sichern

Den ersten Kontakt zu den Kunden haben Sie heutzutage meist digital. Umso wichtiger ist es, mit professionellen Fotos die Kompetenz des Unternehmens zu unterstreichen. Ein Business-Fotograf setzt Sie ins rechte Licht, um in Ihrem Geschäftsumfeld zu überzeugen. Die Preise für ein Fotoshooting variieren dabei immens und sind vom Aufwand des Fotografen und der Nutzung der Bilder abhängig. Bei Einzelaufnahmen können Sie der Preisliste eines Fotografen schon die wichtigsten Eckdaten entnehmen. Wünschen Sie ein komplettes Firmenporträt lohnt sich im Vorfeld ein Kostenvoranschlag.