• Aktien – die am häufigsten gestellten Fragen zu Aktien

    Aktien – alles, was Sie wissen müssen

    Antworten auf häufig gestellte Fragen

Was Sie als Anleger über Aktien wissen sollten

Für Einsteiger entspricht die Welt der Aktien meist dem sprichwörtlichen Buch mit sieben Siegeln. Viele Anleger scheuen deshalb den Schritt ins Aktiengeschäft. Ein Grund: die vielen Fachbegriffe, die im Aktiengeschäft gebräuchlich sind. Diese Hürde möchten wir Ihnen mit unseren Aktien-FAQ nehmen. Hier erhalten Sie einfach, schnell und gründlich einen fundierten Einblick in den Aktienhandel, damit Sie sich in Börsenberichten oder beim Start Ihres Depots besser zurechtfinden

So funktioniert's:
Einfach auf die Frage klicken, die Sie interessiert und schon erhalten Sie die passende Antwort. Am besten gleich loslegen und alles Wichtige zu Aktien erfahren!

Was sind Aktien?

Aktien sind Wertpapiere einer Aktiengesellschaft, die an einer Börse gehandelt werden. Aktien werden von Unternehmen als Unternehmensanteile ausgegeben – die sogenannte Aktienemission. Jeder, der eine Aktie kauft, ist Aktionär und somit in gewissem Rahmen Miteigentümer am Unternehmen. Seine Aktienanteile kann der Aktionär selbst wieder an der Börse verkaufen. Einmal jährlich oder häufiger können Aktionäre eine Dividende erhalten. Dabei handelt es sich um einen Anteil am Unternehmensgewinn. Aktien werden deshalb auch Dividendenpapiere genannt.

Durch die Emission von Aktien können Unternehmen frisches Kapital für nötige Investitionen, Übernahmen oder Erweiterungen beschaffen. Früher wurden Aktien tatsächlich in Papierform ausgegeben. Mit diesem physischen Dokument hat der Aktionär seine Unternehmensanteile nachweisen können. Heute erfolgt die Ausgabe von Aktien überwiegend in digitaler Form.

Was ist ein Aktien- oder Wertpapierdepot?

Ein Aktien- oder Wertpapierdepot ist ein Depotkonto, auf dem Aktien und andere Wertpapierarten verwahrt werden und über das in Verbindung mit dem dazugehörigen Verrechnungskonto Wertpapierkäufe und -verkäufe getätigt werden. Ein Depot mit entsprechendem Verrechnungskonto ist generell die Voraussetzung für den Handel mit Wertpapieren.

Die Commerzbank bietet neben dem DirektDepot - einem kostengünstigen Online Depot auf Direktbank-Niveau - noch weitere Depotmodelle mit unterschiedlichen Ausstattungs- und Beratungspaketen an. Hier geht's zur Übersicht der verschiedenen Depotmodelle.

WKN und ISIN – was ist das?

Um eine Aktie eindeutig zuordnen zu können, hat sie eine sechsstellige Wertpapierkennnummer (WKN). Seit 2003 existiert auch eine Internationale Wertpapierkennnummer, die ISIN (International Securities Identification Number). Sie setzt sich aus einem Länderkürzel, der eigentlichen Aktiennummer und einer Ziffer am Ende für die korrekte Datenerfassung zusammen.

Was kosten Aktien?

Beim Kauf einer Aktie fallen die Kosten für den jeweiligen Kurs an, der mit der Anzahl der gekauften Aktien multipliziert wird. Zusätzlich können bei jedem Kauf und Verkauf von Aktien Gebühren anfallen. Wie hoch diese Gebühren sind, hängt von der Art des Depots und vom Umfang des gekauften Aktienvolumens ab. Neben diesen Kosten fallen abhängig vom gewählten Depotmodell Gebühren für die Depotverwaltung an. In der Regel sind rein online geführte Depots deutlich günstiger.

Siehe auch DirektDepot und Depotmodelle.

Was sind 'junge' Aktien?

Als junge Aktien (auch: neue Aktien) werden diejenigen Aktien bezeichnet, die eine Aktiengesellschaft zusätzlich neu also zu einer Kapitalerhöhung ausgibt. In der Regel besitzen diejenigen Aktionäre ein Vorkaufsrecht, die bereits Aktien dieses Unternehmens halten. Sie werden auch Altaktionäre genannt. Nehmen die Altaktionäre ihr Vorkaufsrecht nicht wahr, werden die jungen Aktien börslich gehandelt. Sobald deren Käufer die volle Berechtigung zum Bezug einer Dividende haben, gelten die Jung-Aktien als alte Aktien.

Was versteht man unter der Rendite bei Aktien?

Die Rendite einer Aktie ist der Gewinn, den Anleger mit dieser erwirtschaften. Bei Aktien setzt sich die Rendite üblicherweise aus der Kurssteigerung sowie aus der jährlich gezahlten Dividende zusammen. Während die Dividende in der Regel automatisch auf das hinterlegte Verrechnungskonto ausgezahlt wird, macht sich die Rendite über die Kurssteigerung tatsächlich erst bei einem Verkauf des Wertpapiers bemerkbar. Alternativ können Sie die Rendite/Performance der Aktie taggleich im Depot z. B. online einsehen.

Um die Nettorendite Ihres Aktienportfolios zu berechnen, müssen Sie zusätzlich Depot- und Ordergebühren abziehen.

Was bezeichnet man als Dividende?

Als Dividende wird ein Anteil am Firmengewinn bezeichnet, der in der Regel einmal jährlich (bei ausländischen Gesellschaften auch quartalsweise oder halbjährlich) an Aktionäre ausgezahlt wird. Aktiengesellschaften sind jedoch nicht zur Auszahlung einer Dividende verpflichtet. Ebenso können die Aktionäre auf der Hauptversammlung beschließen, dass sie auf die Dividendenausschüttung verzichten. Ein Verzicht auf die Dividende kann dem Unternehmen zum Beispiel mehr Spielraum für weitere Investitionen geben, die sich wiederum positiv auf die Kursentwicklung auswirken können.

Eine Alternative zur Bardividende ist die sogenannte „Stockdividende“. In diesem Fall erhalten Aktionäre ihre Gewinnanteile nicht in Form einer Barüberweisung, sondern in weiteren Aktien (engl. 'stocks'). Darüber hinaus können die Aktionäre ihre Dividende auch in Form von Aktienanteilen von Tochtergesellschaften der Aktiengesellschaft erhalten. In diesem Fall wird von „Sachdividende“ gesprochen.

Welche Arten von Aktien gibt es?

Grundsätzlich können Aktien anhand der damit verbundenen Rechte klassifiziert werden. Demnach wird zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien unterschieden. Mit dem Kauf einer Stammaktie erhalten Sie zugleich ein Stimmrecht bei der Hauptversammlung. Kaufen Sie Vorzugsaktien, verzichten Sie zugunsten einer höheren Dividende auf Ihr Stimmrecht.

Es gibt auch hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit Unterschiede bei Aktien. Inhaberaktien gehören demjenigen, der das entsprechende Wertpapier besitzt. Namensaktien hingegen gehören dem Aktionär, auf welchen sie im Aktienregister eingetragen wurden. Die vinkulierte Aktie ist eine spezielle Unterform der Namensaktie. Vinkulierte Aktien dürfen nur nach Zustimmung und gemäß der Satzung der Aktiengesellschaft verkauft werden. Auf diese Weise sollen zum Beispiel ungewollte Firmenübernahmen oder fremde Beteiligungen verhindert werden.
Im alltäglichen Aktiengeschäft werden überwiegend Inhaberaktien gehandelt.

Bei Nennwertaktien wird das Grundkapital der Aktien nach dem Nennwert der Aktien aufgeteilt. Beträgt der Nennwert 1 Euro je Aktie, werden entsprechend viele Aktien ausgegeben. Emittiert ein Unternehmen hingegen Stückaktien, so haben diese keinen Nennwert. In der Satzung der Aktiengesellschaft wird dann nur die Anzahl der Aktien festgelegt.

Was ist ein CFD?

Ein CFD ist keine Aktie. Bei CFDs (Contracts for Difference, dt. 'Differenzkontrakte') handelt es sich um sogenannte „Derivate“. Wer CFDs erwirbt, erhält keine Unternehmensbeteiligung wie beim Aktienkauf, sondern kauft eine Forderung, indem er auf steigende oder fallende Aktienkurse setzt. Löst er seine CFDs ein, kann er durch die Differenz zum Basiswert einen Gewinn erzielen. Derivate gehören zu spekulativen Wertpapieren, die meist außerbörslich gehandelt werden, und eignen sich nur für sehr gut informierte Anleger. Gewinn- und Verlustrisiko sind dabei sehr hoch.

Was versteht man unter Value oder Growth Aktien?

Die Differenzierung nach Value und Growth ist ein Ansatz, mit dem Analysten versuchen, eine Portfoliooptimierung zu erlangen. Growth-Unternehmen zeichnen sich durch ein besonderes Wachstumspotential für die künftigen Gewinne aus, was in Boomphasen an der Börse meist mit hohen Erwartungen und entsprechenden Bewertungen einhergeht. Ein typisches Wachstumsunternehmen ist Amazon, ein Konzern, der seit Jahren in seine Dominanz im Internethandel investiert und nun alle angrenzenden Bereiche wie Logistik, Transport und auch den stationären Handel attackiert. Extrem hohe Wachstumsraten sind von IT-Start-Ups zu erwarten.

Value hingegen basiert auf Substanz, stabilen Bilanzrelationen, einem stetigen Cash-Flow sowie einem intensiven Shareholder-Value-Ansatz (dauerhaft hohe Ausschüttungsquoten).

Je nach Börsenphase wird der Value- oder Growth-Anteil des Depots höher gewichtet, um so eine Optimierung der Portfolioausrichtung zu erreichen. In Boomphasen sollten Growth-Aktien vorteilhafter sein, während man einen Crash mit einem höheren Value-Gewicht besser überstehen dürfte.

Was sind ADRs?

ADRs sind keine Aktien, sondern Zertifikate (American Depository Receipts), die von US-Banken ausgestellt werden und die die zugrunde liegenden Aktien in Verwahrung genommen haben. Diese Zertifikate sind Stellvertreter für eine Aktie, die das jeweilige Kreditinstitut verwahrt.

Wenn Sie ADRs kaufen, erwerben Sie Anteile an Aktien oder mehreren Aktien eines Unternehmens auf einmal. ADRs können an der Börse gehandelt werden. Allerdings sind die damit verbundenen Unternehmen in der Regel nicht selbst an der inländischen Börse notiert. Ein Grund für diese Variante besteht in der Umgehung von hiesigen Zulassungsvorschriften.

Was sind ETFs?

Unter einem ETF (engl. 'Exchange-traded Fund') versteht man einen börsengehandelten Indexfonds, dessen Anteile wie eine Aktie auch, über die Börsen gekauft und verkauft werden können.

Jeder börsengehandelte Indexfonds bildet einen Börsenindex nach. Sie können zum Beispiel Anteile an einem ETF erwerben und damit in alle 30 Aktien des Deutschen Aktienindex (DAX 30) auf einmal investieren, ohne jeweils die einzelne Wertpapiere zu erwerben. Beispielrechnung: Wenn Sie mindestens eine Aktie pro DAX-Unternehmen kaufen wollen, um den Index abzudecken kostet dies aktuell ca. 2.500 €.

Es gibt sowohl physische Indexfonds als auch synthetische. Bei physischen ETFs werden die Aktien des jeweiligen Aktienindex tatsächlich gekauft. Bei synthetischen Indexfonds wird die Kurs- und Wertentwicklung von einem Kreditinstitut über Derivate/Swap-Strukturen abgesichert. ETFs haben den Vorteil, dass sie für den Anleger kostengünstiger gehandelt werden können als Anteile von aktiv gemanagten Fonds.

Die Commerzbank bietet eine Auswahl von Top-ETFs zu kostengünstigen Sonderkonditionen an. Ob als Einmalkauf oder im Sparplan – informieren Sie sich über unsere aktuellen Wertpapierangebote.

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Was ist ein Index auf Aktien oder Aktienindex?

Ein Index auf Aktien wird auch Aktienindex genannt. Die in einem Aktienindex enthaltenen Einzeltitel (Aktien) werden jeweils individuell gewichtet und ergeben so einen Gesamtwert. Der Gesamtwert wird in einen Kurs umgerechnet und in der Regel in Punkten (z.B. 10.000 Punkte) ausgegeben.

Der Kurs des Aktienindex soll Anlegern eine Orientierungshilfe für die Tendenz am Aktienmarkt bieten. Steigende Kurse bedeuten zum Beispiel eine überwiegend positive Entwicklung der im Index befindlichen Aktien. Die bekanntesten Indizes sind unter anderem der DAX, Dow Jones, S&P 500, NASDAQ, Nikkei etc.

Die wichtigsten aktuellen Indizes und Marktdaten finden Sie unter Kurse & Marktdaten.

Was sind nachhaltige Aktien?

Als nachhaltige Aktien werden Wertpapiere von Unternehmen bezeichnet, die sich in besonderer Weise für ihr ethisches, ökologisches und soziales Wirtschaften und Handeln auszeichnen. Auf diese Weise schließen Sie als Anleger zum Beispiel die Investition in Aktiengesellschaften aus, die mit Waffen handeln oder ihre Waren durch Kinderarbeit herstellen lassen.

Nachhaltig können auch Aktienfonds sein. Diese Fonds werden dann ausschließlich aus Aktien zusammengestellt, die definierte ethisch-moralische sowie ökologisch-soziale Ansprüche erfüllen.

Im Rahmen von Nachhaltigkeit wird oft das englische Wort ESG (Environment Social Governance) verwendet.

Was sind zyklische Aktien?

Zyklische Aktien sind Wertpapiere von Unternehmen, deren Kurse stark von der jeweiligen Konjunktur einer gesamten Branche oder von Konjunkturzyklen beeinflusst werden. Als Folge dieser Abhängigkeit können die Kurse stark schwanken. Typische zyklische Aktien sind zum Beispiel Wertpapiere aus der Automobil- und Chemieindustrie oder dem Konsumgüterbereich.

Was sind vinkulierte Aktien?

Als vinkulierte Aktie wird eine spezielle Unterform der Namensaktie bezeichnet. Vinkulierte Aktien dürfen nur nach Zustimmung und gemäß der Satzung der Aktiengesellschaft verkauft werden. Auf diese Weise sollen zum Beispiel ungewollte Firmenübernahmen oder fremde Beteiligungen verhindert werden.

Was sind C- oder A-Aktien?

Aktiengesellschaften haben die Möglichkeit, die von ihnen emittierten Aktien zu splitten. Ein solcher Aktiensplit vergrößert die Anzahl der verfügbaren Unternehmensanteile. Das einzelne Papier wird dann zunächst weniger wert. Allerdings wird durch den Aktiensplit erreicht, dass mehr Wertpapiere an der Börse gehandelt werden können und somit die Nachfrage steigt.

Das US-Unternehmen Alphabet, ehemals Google Inc., hat im Jahr 2014 einen solchen Aktiensplit vorgenommen. Dabei wurde nicht nur das vorhandene Aktienvolumen erhöht, sondern zugleich drei verschiedene Aktien-Klassen geschaffen. Das stimmberechtigte Aktienkapital ist aufgeteilt in börsennotierte A-Aktien (einfach-Stimmrecht) und nicht börsennotierte B-Aktien (10-fach-Stimmrecht). Seit April 2014 werden auch stimmrechtslose C-Aktien gehandelt, die je A- bzw. B-Aktie im Verhältnis 1:1 ausgegeben wurden.

Was sind Blue-Chip-Aktien?

Blue Chips ist die vom US-Börsenhandel geprägte Bezeichnung für besonders ertrags- und substanzstarke Unternehmen. Als Branchen- oder Markenführer zeichnen sie sich durch eine sehr hohe Marktkapitalisierung aus. Dementsprechend besitzen sie in den verschiedenen Marktbreiten Indizes, in denen sie gelistet sind, eine entsprechend hohe Gewichtung. Ein typisches Beispiel hierfür wäre Apple. Der US-Softwarekonzern ist das Unternehmen mit dem weltweit höchsten Börsenwert (Stand: 16.04.2018) und dominiert so die Indizes, in denen es gelistet ist. Beispiel für einen typischen Blue-Chip-Index, in dem die wichtigsten Unternehmen eines Landes geführt werden, ist der DAX 30, der die substanzstärksten Konzerne Deutschlands beinhaltet.

Was bezeichnet man als Aktienvolumen?

Wenn im Zusammenhang mit Aktien von Volumen gesprochen wird, bezeichnet es die Gesamtzahl der von einem Unternehmen ausgegebenen Aktien. Anhand des Aktienvolumens können Experten Rückschlüsse auf mögliche Kursentwicklungen ziehen.

Oftmals wird „Volumen“ auch in Bezug auf Börsen-Handelsplätze (z. B. Xetra) benutzt. Hierbei ist dann die Rede davon, wie viel Volumen der jeweiligen Aktie z.B. heute bereits gehandelt wurde. Je größer das Handelsvolumen, desto liquider ist die Aktie an diesem Handelsplatz und desto geringer sind in der Regel die Bid- und Ask-Kurse.

Was versteht man unter Leerverkäufen?

Ein Leerverkauf ist ein Verkauf von Aktien, die zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht im Besitz des Händlers, sondern geliehen sind. Leerverkäufe werden auch „Shorts“ oder „short sales“ genannt.

Bei einem Leerverkauf leiht sich ein Broker Aktien gegen eine Gebühr von einem Aktieninhaber. Diese Aktien verkauft der Leerverkäufer. Setzt er dabei auf einen sinkenden Aktienkurs, kann er die gleichen Aktien zu einem späteren Zeitpunkt wieder erwerben und sie dem ursprünglichen Inhaber zurückgeben. Die Differenz zwischen Aktienverkauf und Aktienkauf ist dann der Gewinn des Leerverkaufs.

Leerverkäufe werden häufig als sehr spekulative Geldanlage eingesetzt. Zugleich können institutionelle Händler ihre Aktienpakete mit Leerverkäufen absichern. Dieser Vorgang wird „Hedging“ genannt.

Was ist ein Hebel in der Börsensprache?

In Aktiengeschäften werden Hebel bei „Optionen“ angegeben. Anleger können sich mit diesen Derivaten das Recht erwerben, Aktien zu einem gewissen Zeitpunkt zu einem bestimmten Kurs zu kaufen. Für diese Kaufoptionen (engl. 'call') muss der Investor eine Sicherheit hinterlegen, die pro Option zu zahlen ist. Diese Optionen werden wiederum an der Börse gehandelt und beinhalten einen Hebel. Dabei handelt es sich um den Faktor, mit dem Optionen im Verhältnis zum steigenden Aktienkurs des Basiswerts (der eigentlichen Aktie) stehen. Hat eine Call-Option den Hebel 10 entspricht das dem Faktor 10:1 zum Aktienkurs. Steigt der Aktienkurs innerhalb eines Jahres um 10 Prozent, ist die Option an der Börse dann 100 Prozent mehr Wert.

Was heißt 'Bid' und 'Ask' bei Aktien?

Wenn Aktien gehandelt werden, spielen die Begriffe „Bid“ und „Ask“ eine Rolle. Bei einem Bid handelt es sich um den Geldkurs, den ein möglicher Aktienkäufer, also ein Broker oder eine Bank, zu zahlen bereit ist.

Der Ask beinhaltet den Briefkurs, den ein Aktionär beim Verkauf seiner Wertpapiere erhalten möchte. In der Regel müssen Sie beim Aktienkauf den Ask berücksichtigen. Er zeigt Ihnen an, was Sie für den Erwerb des Wertpapiers bezahlen müssen.

Eine wichtige Kennzahl ist in diesem Zusammenhang der Bid-Ask-Spread. Dabei handelt es sich um die Differenz zwischen dem Briefkurs und dem Geldkurs, also dem Kurs, den der Verkäufer haben möchte und dem Kauflimit des Aktienverkäufers. Dabei gilt: Je kleiner der Spread umso liquider ist die Aktie, d.h. die Aktie lässt sich quasi jederzeit kaufen und verkaufen und das wegen der großen Anzahl von Anbietern und Nachfragern zu einem vergleichsweise fairen Preis.

Was bedeutet 'KGV'?

Das Kürzel KGV steht für das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Diese Kennzahl wird häufig zur Aktienbewertung herangezogen. Die Berechnung ist einfach: Demnach wird der aktuelle Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie geteilt. Ganz praktisch sagt diese Zahl aus, wie viele Jahre eine Aktiengesellschaft benötigt, um bei konstanten Gewinnen ihren Börsenwert zu erzielen.

Grundsätzlich gilt ein hohes KGV als Hinweis auf ein erfolgreiches Unternehmen. Im Rahmen einer „Börsen-Blase“ können hohe KGVs allerdings auch ein Warnsignal darstellen. Ein möglicher Crash bzw. fallende Kurse stehen dann oftmals kurz bevor. Ein niedriges KGV kann auf ein schwächelndes Unternehmen hindeuten, kann aber auch eine ideale Einstiegschance bieten, um von steigenden Kursen in der nächsten Zeit zu profitieren.

Das KGV muss deshalb immer im Zusammenhang mit weiteren Kennzahlen betrachtet werden, um eine präzisere Prognose für den Aktienkurs erstellen zu können.

Wie werden Aktien versteuert?

Wenn Sie mit Ihren Aktien Gewinne erwirtschaften, wird auf die Gewinne Kapitalertragssteuer fällig. Der aktuelle Satz liegt bei 25 Prozent. Hinzu kommen Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, sofern Sie der evangelischen oder katholischen Kirche angehören.

Die Abgeltungssteuer wird vom depotführenden Institut einbehalten und automatisch an das Finanzamt übertragen. Hierbei gilt ein Sparerpauschalbetrag (FSA = Freistellungsauftrag), der bei Kapitalerträgen bei 801 Euro pro Person und bei Ehepaaren bei 1.602 Euro liegt.

Was ist ein 'Ex-Tag' in der Börsensprache?

Als Ex-Tag wird der Tag bezeichnet, an welchem Aktien ohne speziell damit verbundene Rechte gehandelt werden. Beim Kauf oder Verkauf enthalten die Wertpapiere dann zum Beispiel nicht das Recht auf eine Dividende oder entsprechende Bezugsrechte. In der Regel ist der Ex-Tag der erste Börsentag, nachdem die Hauptversammlung stattgefunden hat. Im börslichen Handel werden die Aktien dann mit dem Zusatz „xD“ oder „exDiv“ geführt.

Wird eine Aktie bis zu einem Tag vor dem Ex-Tag gekauft, besteht ein Anrecht auf eine Dividendenzahlung.

Wo finde ich aktuelle Aktienkurse?

Viele Tageszeitungen bieten ihren Lesern online die Möglichkeit, tagesaktuelle Aktienkurse einzusehen. Einige Internetportale haben sich ebenfalls auf die Anzeige von Aktienkursen spezialisiert. Als Commerzbank Kunde erhalten Sie nach Anmeldung über Ihren Online-Banking-Zugang unter der Rubrik 'Infobroker' aktuelle Kurse von Wertpapieren, Indizes und Märkten. Zusätzlich erhalten Sie Zugang zu über 1.000 Voten zu Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und Zertifikaten, diese werden regelmäßig von unseren unabhängigen Analysten überprüft, aktualisiert und geben ihnen einen objektiven Blick auf die Werte. Darüber hinaus liefern unsere Anlageexperten regelmäßige Einschätzungen, Börsenkommentare sowie weitere wichtige Anlegerinformationen, die Sie bei Ihren Anlageentscheidungen unterstützen können.

Für alle Besucher des Commerzbank-Kundenportals steht eine Auswahl aktueller Kurse, Indizes und weiterer Marktdaten hier zur Verfügung.

Was passiert mit den Aktien bei einer Übernahme?

Wird das Unternehmen, an welchem Sie Aktien halten, von einem anderen Unternehmen gekauft, gibt es meist zwei verschiedene Szenarien.

a) Aktienkauf: Durch die Übernahme des Unternehmens wird eine andere AG Mehrheitseigner. Nun kann dieses Unternehmen dem Aktieninhaber anbieten, ihm das Aktienpaket abzukaufen. Sie haben dann die Wahl, ob Sie das Angebot annehmen oder nicht. Hält der neue Eigentümer jedoch über 90 Prozent der Aktien, können Sie im Rahmen eines sogenannten „Squeeze Out“ zum Verkauf gezwungen werden.

b) Aktientausch: In diesem Fall erhält der Aktieninhaber ein Angebot zum Tausch der Aktien gegen Aktien des neuen Eigentümers. Meist wird ein Tauschverhältnis angeboten. So können Sie zum Beispiel Ihre bestehenden Aktien im Verhältnis 1:2 gegen Wertpapiere der neuen Firma eintauschen.

Was sind die besten Aktien?

Eine einfache Antwort wäre: Die besten Aktien sind diejenigen, mit welchen Sie keinen Verlust machen. Grundsätzlich sind jedoch diejenigen Aktien die besten, die Ihnen bei einem längeren Anlagehorizont eine konstante oder steigende Rendite liefern. In der Regel handelt es sich dabei jedoch nicht um Aktien eines Unternehmens, sondern um Ihr gesamtes Wertpapier-Portfolio. Dort sollten Sie auf eine möglichst breite Streuung setzen, um Ihr Anlageziel mit überschaubarem Risiko langfristig verfolgen zu können.

Die Commerzbank Analysten der Anlagestrategie beobachten die globalen Finanz- und Kapitalmärkte professionell, regelmäßig und sehr genau. Auf Basis ihrer Analysen und Recherchen geben Sie interessierten Anlegern eine Orientierung und veröffentlichen u. a. auch Einzelempfehlungen zu Aktien und anderen Assetklassen, die sie als aussichtsreich erachten. Hier erfahren Sie mehr über Marktanalysen & Anlageideen und zum Investmentprozess der Commerzbank im Privat- und Unternehmerkundengeschäft.

Was bedeutet 'overweight' bei Aktien?

Mit der Bezeichnung „overweight“ (dt. übergewichten) für Aktien geben Analysten Anlegern die Empfehlung, diese Wertpapiere im eigenen Depot höher zu gewichten. Die Experten gehen dabei davon aus, dass sich der Kursverlauf dieser Aktien im Branchen- oder Sektorenvergleich überdurchschnittlich entwickeln wird. Demnach sollten diese Aktien einen höheren Anteil im Portfolio ausmachen. Das Gegenteil zu „overweight“ lautet „underweight“. Diesen Aktien sollten Sie in Ihrer Portfoliostrategie eine geringere Priorität einräumen. Gibt es weder die eine noch die andere Empfehlung, lautet die Klassifizierung „equalweight“.

Wie steige ich in den Aktienhandel ein?

Im Prinzip kann jeder Privatanleger mit Aktien handeln, auch schon mit kleineren Beträgen. Alles, was Sie dafür brauchen, ist ein Wertpapier-Depot bei einer Bank. Dazu gehört automatisch auch ein Verrechnungskonto, das mit einem gewissen Kapitalstock ausgestattet sein sollte und von dem Sie die Aktien bezahlen sowie auf das die Erlöse aus den Aktienverkäufen fließen.

Bei einem preiswerten Online-Depot wie z. B. dem Commerzbank DirektDepot, tätigen Sie Ihre Aktien- und andere Wertpapierkäufe selbständig direkt über das Internet. Wenn Sie noch kein DirektDepot haben, können Sie es einfach und schnell hier online eröffnen.

Oder informieren Sie sich über unsere weiteren Depotmodelle und deren Details. Sie können Ihr Depot und das Verrechnungskonto auch einfach in Ihrer Commerzbank Filiale eröffnen und die Ankäufe per Telefon, E-Mail oder Fax beauftragen. Für eine Order müssen Sie bei deutschen Aktien die WKN (Wertpapierkennnummer) und bei internationalen Aktien die ISIN (International Securities Identification Number) angeben sowie die Stückzahl, die Sie erwerben wollen. Bei Fragen wenden Sie sich gern an Ihren zuständigen Commerzbank Berater.