Landtagswahlen – die Folgen für Merz und die Reformen

Die Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben die Ränder des politischen Spektrums gestärkt.

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Dr. Jörg Krämer

Commerzbank Economic Research

21.09.2026

Machtbasis von Kanzler Merz ist weiter geschrumpft, wobei seine Ablösung unwahrscheinlich ist. Es ist zunehmend fraglich, ob die Regierung die ohnehin nicht sonderlich ambitionierten Reformen in der beschlossenen Form umsetzen wird.

Rechter und linker Rand des politischen Spektrums gestärkt

Die Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben den linken und rechten Rand des politischen Spektrums gestärkt. Die AfD legte in beiden Ländern massiv zu und wurde in Mecklenburg-Vorpommern mit 38,2% stärkste Partei. In Berlin zog die Linkspartei mit 25,7% die meisten Stimmen auf sich (Chart 2). Dagegen erlitten die in Bund regierenden Parteien schwere Verluste. So verpasste die CDU in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Stimmenanteil von 4,9% erstmals in ihrer Geschichte den Einzug in ein Landesparlament. Auch die SPD büßte in beiden Bundesländern deutlich an Zustimmung ein.

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