Rhenus und Commerzbank arbeiten gemeinsam an smartem Abfallmanagement

13. Dezember 2022

  • Ziel sind durchgängig automatisierte Lieferketten mit integrierten Finanzlösungen
  • Vorteile: effizientere Lieferwege, Kostenersparnis und höchste Datenschutzstandards

Rhenus Data Office, Dienstleister im Bereich Akten- und Datenvernichtung sowie Dokumenten- und Entsorgungslogistik, und die Commerzbank AG arbeiten gemeinsam daran, die physischen und finanziellen Lieferketten eng miteinander zu verzahnen. Dabei setzen sie auf Technologien in den Bereichen Internet der Dinge (Internet of Things; IoT), IoT-Sensorik und Distributed-Ledger-Technologien (DLT), die im Rahmen von Enterprise Labs am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) entwickelt werden.

Smarte Wertstoffbehälter treffen auf digitale, automatisierte Finanzdienstleistungen

Der am Fraunhofer IML entwickelte Füllstandsensor ITC Pro sowie verschiedene Systeme entlang der Supply Chain liefern ereignisbasiert Daten. Diese werden für die Prozessteilnehmer sicher und transparent in einem Distributed-Ledger (DL) gespeichert. Löst der ITC Pro ein Füllstandereignis aus, wird die Abholung der Datenschutzbehälter durch Rhenus Data Office abgewickelt. Dabei bilden sogenannte Smart Contracts, also intelligente elektronische Verträge, die Grundlage. In ihnen werden die Prozessparameter gegeneinander geprüft. Sind alle vereinbarten Bedingungen erfüllt, wird die Finanztransaktion automatisch ausgeführt. Rhenus setzt dabei auf ein digitales und dezentrales Kassenbuch, was für mehr Transparenz entlang des Finanzflusses sorgt. Auf einer von Rhenus und Commerzbank eingerichteten Plattform können die Kunden von Rhenus zukünftig jederzeit Vertragsdaten, den aktuellen Füllstand von Wertstoffbehältern sowie den Status quo der Entsorgung einsehen.

„Neben der voll automatisierten Abholung durch die IoT-Sensorik wickelt die Rhenus Gruppe seit Kurzem auch den Befehl zum Lastschrifteneinzug mithilfe der Payment-Lösung der Commerzbank komplett digital ab. Unsere Erwartung ist, dass zeitintensives Prüfen von Rechnungen sowie die Überwachung von Zahlungsein- und ausgängen der Vergangenheit angehören. Wir setzen dabei auf die DLT und die Commerzbank als neutralen Finanzdienstleister“, ergänzte Dr. Stephan Peters, Mitglied des Vorstands der Rhenus Gruppe.

„Wir wollen die Lieferketten unserer Kunden mit unseren Lösungen auf DLT-Basis digitalisieren und automatisieren, um sie effizienter, resilienter und produktiver zu gestalten. Der Anwendungsfall Smart-Waste-Management mit Rhenus ist ein plakatives Beispiel dafür, wie attraktiv dieser technologische Ansatz ist“, so Brigitte Réthier, Bereichsvorständin Institutional Clients & Transaction Banking Sales bei der Commerzbank.

Wirtschaftlich nachhaltig dank sicherer Vernetzung

Durch den Einsatz moderner Technologien werden die Prozesse für die Rhenus Gruppe und ihre Kunden effizienter, da Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem nicht mehr vor Ort prüfen müssen, ob Wertstoffbehälter voll sind. Das spart Zeit, Ressourcen und Kosten und ist gut für die Umwelt. Denn unnötige Fahrten zu halbvollen Containern gehören nun der Vergangenheit an. Der Verkehr wird durch den gezielten Einsatz der Fahrzeuge entlastet und auch Spritkosten und CO2-Ausstoß sinken. Gleichzeitig gewährleisten Technologie-Standards und Referenz-Architekturen einen sicheren und souveränen Datenaustausch zwischen allen Parteien.

Erste Adresse in der ganzheitlichen Logistikforschung an Bord

Rhenus und Commerzbank sind Enterprise-Lab-Partner des Fraunhofer IML in Dortmund. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts entwickeln innovative Elektronik- sowie DLT-Lösungen für die Logistik. „Durch die DLT-Lösung als dezentrales System haben alle Unternehmen Informationsgleichstand. Dies schafft Vertrauen, insbesondere bei der Automatisierung der Auftragsabrechnung. Erst dadurch wird es möglich, Prozesse durchgängig zu automatisieren und eine Synchronität zwischen Material-, Informations- und Finanzflüssen herzustellen“, betont Prof. Dr. Dr. Michael Henke, Institutsleiter am Fraunhofer IML.

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Über die Commerzbank

Die Commerzbank ist die führende Bank für den Mittelstand und starker Partner von rund 28.000 Firmenkundenverbünden sowie rund 11 Millionen Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. In zwei Geschäftsbereichen – Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden – bietet die Bank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen. Die Commerzbank wickelt rund 30 Prozent des deutschen Außenhandels ab und ist im Firmenkundengeschäft international in knapp 40 Ländern vertreten. Die Bank konzentriert sich auf den deutschen Mittelstand, Großunternehmen sowie institutionelle Kunden. Im internationalen Geschäft begleitet die Commerzbank Kunden mit einem Geschäftsbezug zu Deutschland und Unternehmen aus ausgewählten Zukunftsbranchen. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden steht die Bank mit den Marken Commerzbank und comdirect an der Seite ihrer Kunden: online und mobil, im Beratungscenter und persönlich vor Ort. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A. ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 5,7 Millionen Privat- und Firmenkunden überwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und der Slowakei. Im Jahr 2021 erwirtschaftete die Commerzbank mit rund 46.500 Mitarbeitern Bruttoerträge von rund 8,5 Milliarden Euro.

Über die Rhenus Gruppe

Die Rhenus Gruppe ist einer der führenden, weltweit operierenden Logistikdienstleister mit einem Jahresumsatz von 7,0 Milliarden Euro. 37.500 Mitarbeitende engagieren sich an 970 Standorten und entwickeln innovative Lösungen entlang der gesamten Supply Chain. Ob Transport, Lagerung, Verzollung oder Mehrwertleistungen: Das Familienunternehmen bündelt seine Dienstleistungen in unterschiedlichen Geschäftsfeldern, in denen die Bedürfnisse der Kunden zu jeder Zeit im Mittelpunkt stehen.

Über die Fraunhofer Enterprise Labs

Das Format der Enterprise Labs entstand 2013 am Fraunhofer IML als neue Art der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschung und Entwicklung. Die Labs sind das Ökosystem langfristiger und agiler Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Hierzu verabreden Unternehmen und das Fraunhofer IML eine mindestens dreijährige Kooperation in agilen Teams und mit flexiblen Forschungsschwerpunkten – häufig in Partnerschaft mit den assoziierten Lehrstühlen der TU Dortmund oder dem Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik ISST. Für die gemischten Teams aus Unternehmen und den Fraunhofer-Forschenden stehen außerdem Coworking Spaces, professionelle Werkstätten, Labore und Versuchseinrichtungen in drei großen Hallen sowie im eigens 2016 eingerichteten Enterprise Lab Center am Fraunhofer IML zur Verfügung. Dort lassen sich auch Prototypen direkt vor Ort bauen und sogar in Kleinserien fertigen.

Disclaimer und zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Dabei handelt es sich um Aussagen, die keine Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Solche Aussagen in dieser Mitteilung betreffen unter anderem die erwartete zukünftige Geschäftsentwicklung der Commerzbank, erwartete Effizienzgewinne und Synergien, erwartete Wachstumsperspektiven und sonstige Chancen für eine Wertsteigerung der Commerzbank sowie die erwarteten zukünftigen finanziellen Ergebnisse, Restrukturierungsaufwendungen und sonstige Finanzentwicklungen und -angaben. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen basieren auf aktuellen Planungen, Erwartungen, Schätzungen und Prognosen des Vorstands. Sie sind von einer Reihe von Annahmen abhängig und unterliegen bekannten und unbekannten Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen wesentlich von jenen abweichen, die durch diese in die Zukunft gerichteten Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und in anderen Regionen, in denen die Commerzbank einen erheblichen Teil ihrer Erträge erzielt und einen erheblichen Teil ihrer Vermögenswerte hält, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von Marktvolatilitäten, insbesondere aufgrund der andauernden europäischen Schuldenkrise, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung ihrer strategischen Initiativen zur Verbesserung des Geschäftsmodells, die Verlässlichkeit ihrer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement, Risiken aufgrund regulatorischer Änderungen sowie andere Risiken. In die Zukunft gerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Die Commerzbank ist nicht verpflichtet, die in dieser Mitteilung enthaltenen, in die Zukunft gerichteten Aussagen auf den neuesten Stand zu bringen oder abzuändern, um Ereignisse oder Umstände zu reflektieren, die nach dem Datum dieser Mitteilung eintreten.