Commerzbank liefert starkes erstes Quartal und strebt Nettoeigenkapitalrendite von 21 % bis 2030 an
08.05.2026
Geschäftsergebnis Q1 2026:
- Operatives Ergebnis um 11 % auf Rekordwert von 1,4 Mrd. Euro und Nettoergebnis um 9 % auf 913 Mio. Euro gesteigert
- Erträge um 5 % auf 3,2 Mrd. Euro erhöht – Firmenkunden-Kreditvolumen um 16 % gesteigert
- Provisionsüberschuss wuchs um 9 % auf Allzeithoch von 1,1 Mrd. Euro – Zinsüberschuss trotz gesunkener Leitzinsen mit 2 Mrd. Euro stabil
- Cost-Income-Ratio um 3 Prozentpunkte auf 53 % verbessert – ohne Pflichtbeiträge bei 50 %
- Risikoergebnis mit minus 142 Mio. Euro weiter auf niedrigem Niveau – NPE-Quote unverändert bei 1,1 %
- Nettoeigenkapitalrendite um 1,6 Prozentpunkte verbessert auf 12,7 %
„Momentum 2030“-Strategie mit neuen Zielen und klarem Wachstumspfad bis 2030:
- Nettoergebnisziel für 2026 auf mindestens 3,4 Mrd. Euro erhöht; Cost-Income-Ratio von rund 53 %
- Erwartungen für 2028 angehoben und neue Wachstums- und Finanzziele bis 2030 gesetzt
- Nettoeigenkapitalrendite von 21 % und Cost-Income-Ratio von 43 % bis 2030 geplant
- Attraktive Kapitalrückgabe: Ausschüttungsquote von 100 % angestrebt, bis CET-1-Zielquote von 13,5 % erreicht
Position der Commerzbank zum Angebot der UniCredit:
- Vorstand und Aufsichtsrat werden ihre begründete Stellungnahme zum Angebot zeitnah veröffentlichen
- Commerzbank veröffentlicht Präsentation mit Zusammenfassung ihrer ausgewählten vorläufigen Anmerkungen zum Angebot der UniCredit und ihrer Präsentation vom 20. April 2026
- UniCredit bietet keine Prämie; ihr kommunizierter Plan bleibt vage und birgt erhebliche Umsetzungsrisiken
- Commerzbank bleibt gesprächsbereit, sofern UniCredit bereit ist, eine attraktive Prämie zu bieten und über einen Plan zu sprechen, der wesentliche Säulen des Geschäftsmodells und der Strategie der Commerzbank berücksichtigt
Die Commerzbank hat ihren Erfolgskurs mit einem sehr starken ersten Quartal 2026 fortgesetzt. Das Operative Ergebnis stieg in den ersten drei Monaten des Jahres um 11 % auf den Rekordwert von 1,4 Mrd. Euro. Auf Basis des erfolgreichen Jahresstarts hebt die Commerzbank ihren Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 an. Sie plant nun mit einem Nettoergebnis von mindestens 3,4 Mrd. Euro, nachdem sie zuvor von mehr als 3,2 Mrd. Euro ausgegangen war. Auch in den kommenden Jahren rechnet die Bank mit einer dynamischen Geschäftsentwicklung. Sie erhöht ihre Erwartungen für 2028 und setzt sich ambitionierte Finanzziele bis zum Jahr 2030. Mit ihrer weiterentwickelten Strategie „Momentum 2030“ skaliert die Commerzbank ihr bewährtes Geschäftsmodell weiter und reflektiert die Potenziale künstlicher Intelligenz (KI) stärker in ihrer Planung. So beschleunigt die Bank ihr profitables Wachstum, erhöht die Effizienz und treibt die technologische Innovation schneller als bisher geplant voran.
„Wir sind mit Ergebnissen auf Rekordniveau ins Jahr gestartet. Das beweist: Unsere Strategie funktioniert – und hat mehr Potenzial als ursprünglich geplant“, sagte Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank. „Wir wachsen stärker als geplant, und unsere neuen Ziele bis 2030 spiegeln das wider – ehrgeizig und gleichzeitig verlässlich in der Umsetzung. Daran muss sich jede Alternative messen lassen.“
Die eigenständige Strategie „Momentum“ ist seit knapp 15 Monaten die Basis für die starke Ergebnisentwicklung der Commerzbank, die sich im Aktienkurs widerspiegelt. Alle Wachstumsziele hat die Bank erreicht oder übertroffen und damit ihre Umsetzungsstärke unter Beweis gestellt. Auf dieser Erfolgsbilanz aufbauend hebt die Commerzbank nun ihre strategischen Ambitionen auf die nächste Stufe und erweitert den Planungshorizont über das Jahr 2028 hinaus bis 2030.
Ziele bis 2030: Künstliche Intelligenz wichtiger Treiber für Effizienz und Wachstum
Die Commerzbank beschleunigt das Wachstum und treibt die Transformation der Bank weiter konsequent voran. Bis zum Jahr 2028 strebt die Bank eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 17 % an, nachdem sie bislang 15 % in Aussicht gestellt hatte. Bis zum Jahr 2030 geht sie von einer weiteren Steigerung auf rund 21 % aus. Ihr Nettoergebnis will sie bis 2028 auf 4,6 Mrd. Euro und bis 2030 auf 5,9 Mrd. Euro erhöhen.
Die Erträge sollen bis 2028 auf 15,0 Mrd. Euro und bis 2030 auf 16,8 Mrd. Euro wachsen. Dabei geht die Bank von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 6 % aus. Für 2028 hatte sie ursprünglich mit Erträgen in Höhe von 14,2 Mrd. Euro gerechnet. Treiber des zusätzlichen Ertragswachstums sind der Provisions- und der Zinsüberschuss gleichermaßen. Die Bank geht davon aus, dass der Provisionsüberschuss sein dynamisches Wachstum fortsetzt. Auf Basis des anhaltenden Einlagen- und Kreditwachstums sowie begünstigt durch aktives Einlagenmanagement soll der Zinsüberschuss im Jahr 2028 insgesamt 9,8 Mrd. Euro zu den Erträgen beisteuern. Für 2030 kalkuliert die Bank, dass der Beitrag auf 11,2 Mrd. Euro anwächst. Für die Kosten auf Konzernebene wird in den kommenden Jahren insgesamt ein stabiles Niveau erwartet. Bereinigt um die mBank ist ein Rückgang der Kosten vorgesehen. Entsprechend soll sich die Cost-Income-Ratio weiter verbessern: statt der ursprünglich geplanten 50 % auf 48 % im Jahr 2028 und auf 43 % im Jahr 2030. Ohne Berücksichtigung der Pflichtbeiträge wird die Cost-Income-Ratio dann bei 46 % beziehungsweise 41 % liegen.
Basis für die höheren Ziele ist das bewährte Geschäftsmodell mit klarem Kundenfokus, das die Bank in den kommenden Jahren gezielt weiterentwickelt. So wird das Privat- und Unternehmerkundensegment in Deutschland seine hochwertigen Beratungsleistungen und das Brokerage-Geschäft weiter ausbauen, um noch stärker vom Trend hin zu Wertpapieren zu profitieren. Das Firmenkundensegment strebt an, im deutschen Heimatmarkt weitere Marktanteile zu gewinnen. Zugleich treibt es den gezielten Ausbau des internationalen Geschäfts vor dem Hintergrund der sich geografisch diversifizierenden deutschen Wirtschaft voran. Darüber hinaus wird das Segment seinen Kapitaleinsatz kontinuierlich verbessern und damit die Grundlage für weiteres profitables Wachstum schaffen. Die polnische Tochter mBank setzt ihr dynamisches Wachstum im Rahmen ihrer Strategie „Full Speed Ahead!“ fort und wird damit wesentlich zum Erreichen der Konzernziele beitragen.
Mit „Momentum 2030“ schöpft die Bank die Potenziale von KI noch stärker aus. Im Zeitraum von 2026 bis 2030 wird sie kumuliert rund 600 Mio. Euro in diesem Bereich investieren. Bereits heute steigern die laufenden KI-Anwendungen die Produktivität und Servicequalität der Bank – und liefern damit einen messbaren Nutzen für Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende. Ein aktuelles Beispiel aus dem Privatkundengeschäft ist der Start eines Prozesses für optimiertes Beschwerdemanagement – unter Einsatz agentischer KI. Im Risikomanagement nutzt die Bank mit „Hawk AI“ ein KI‑Modell, das große Datenmengen analysiert, um Geldwäsche und Finanzkriminalität präziser zu erkennen. Auch ihre Kreditrisikoprozesse digitalisiert die Bank. Eine KI-gestützte Auswertung von Geschäftsberichten unterstützt dabei die Kreditanalyse und hilft so, Risiken frühzeitig zu identifizieren.
Im nächsten Entwicklungsschritt wird die Commerzbank konsequent KI-Agenten einsetzen. Diese unterstützen komplette Prozesse – vom Kontowechsel über Know-your-Customer-(KYC-) und Dokumentenprüfungen bis hin zur Vertragserstellung. Das reduziert arbeitsintensive Tätigkeiten deutlich. Ab 2030 erwartet die Commerzbank aus ihren KI-Initiativen einen Wertbeitrag von rund 500 Mio. Euro pro Jahr. Gleichzeitig erwartet die Bank, dass KI es ihr ermöglicht, rund 10 % ihrer Kapazitäten freizusetzen und teilweise neu einzusetzen, sodass Mitarbeitende im Vertrieb mehr Zeit für eine hochwertige Kundenberatung aufwenden können. KI-gestützte Services sorgen darüber hinaus für ein verbessertes Kundenerlebnis.
Die fortgesetzte Transformation der Bank geht mit einem konzernweiten Abbau von weiteren rund 3.000 Stellen brutto einher. Dem stehen gezielte Aufbauten in Wachstums- und Zukunftsfeldern gegenüber. Um diesen Transformationsprozess sozialverträglich zu gestalten, setzt die Commerzbank unter anderem auf bewährte Altersprogramme, natürliche Fluktuation und Demografie. Dazu hat die Bank mit den Arbeitnehmervertretungen bereits eine Transformationsvereinbarung getroffen, die die Eckpunkte regelt.
„Unsere heute vorgestellten neuen Ziele sind das Ergebnis der disziplinierten Umsetzung unserer Strategie ‚Momentum‘. Wir zeigen den Wachstumspfad der Commerzbank planbar und konkret bis 2030 – mit klar definierten Zielen und Zwischenzielen“, sagte Bettina Orlopp. „Hohe Wertschöpfung und geringe Umsetzungsrisiken zeichnen unser bewährtes Geschäftsmodell aus. Das wollen wir konsequent fortsetzen.“
Kapitalrückgabe: Ausschüttungsquote von 100 % soll bis CET-1-Zielquote von 13,5 % fortgeführt werden
Auf Grundlage des angestrebten Wachstums bleibt das Kapitalrückgabepotenzial der Commerzbank in den kommenden Jahren weiter hoch. Die Bank plant, die Ausschüttungsquote von 100 % ihres Nettoergebnisses vor außerordentlichen Einmalposten und nach Abzug von Additional-Tier-1-(AT-1-)Kuponzahlungen fortzuführen, bis ihre CET-1-Quote die angestrebte Zielmarke von 13,5 % erreicht. Die Kapitalrückgabe soll weiterhin über eine Kombination aus Dividenden und Aktienrückkäufen erfolgen.
Bereits für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 will die Commerzbank in Summe rund 2,7 Mrd. Euro an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückgeben. Dies entspricht 100 % des Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen und nach Abzug der AT-1-Kuponzahlungen. Neben zwei abgeschlossenen Aktienrückkäufen im Gesamtvolumen von rund 1,5 Mrd. Euro plant die Bank die Zahlung einer Rekorddividende in Höhe von 1,10 Euro je Aktie (2024: 65 Cent je Aktie), über die die Hauptversammlung am 20. Mai 2026 entscheiden wird. Daraus ergibt sich eine Dividendenzahlung von insgesamt rund 1,2 Mrd. Euro.
Position der Commerzbank zum Angebot der UniCredit
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank werden ihre begründete Stellungnahme einschließlich einer Empfehlung an die Aktionäre nach Abschluss der umfassenden Prüfung der Angebotsunterlage von UniCredit abgeben. Unabhängig davon hat die Bank heute eine Präsentation veröffentlicht, in der sie ausgewählte vorläufige Anmerkungen zum Angebot der UniCredit und ihrer Präsentation vom 20. April 2026 darlegt.
Aus Sicht der Commerzbank bleibt der Plan, den die UniCredit kommuniziert hat, vage und birgt erhebliche Umsetzungsrisiken. Gleichzeitig bedient sich die UniCredit dabei irreführender Darstellungen, die die Commerzbank diskreditieren. Die Aktionäre der Commerzbank werden von der UniCredit aufgefordert, einen völlig offenen Ausgang des Angebots zu akzeptieren und gleichzeitig Wertsteigerungspotenzial und Kontrolle ohne jegliche Prämie abzugeben.
Die Commerzbank handelt weiterhin im besten Interesse ihrer Aktionäre und weiteren Stakeholder und bleibt auf nachhaltige Wertschöpfung fokussiert. Die Bank bleibt gesprächsbereit, sofern UniCredit bereit ist, eine attraktive Prämie zu bieten und offen über einen Plan zu diskutieren, der die Säulen des Geschäftsmodells und der Strategie der Commerzbank berücksichtigt.
Geschäftsentwicklung im ersten Quartal: Provisionsüberschuss legt um 9 % zu
Im ersten Quartal 2026 steigerte die Bank ihre Erträge um 5 % auf 3.219 Mio. Euro (Q1 2025: 3.072 Mio. Euro). Treiber war dabei einmal mehr das dynamische Wachstum des Provisionsüberschusses, der um 9 % auf 1.102 Mio. Euro (Q1 2025: 1.012 Mio. Euro) zulegte. Dazu trugen vor allem das wachsende Anleiheemissionsgeschäft mit Firmenkunden sowie das anhaltend starke Wertpapiergeschäft mit Privatkunden bei. Der Zinsüberschuss lag mit 2.047 Mio. Euro trotz gesunkener Leitzinsen nahezu auf dem hohen Niveau des ersten Quartals 2025 (Q1 2025: 2.071 Mio. Euro). Hier spiegelt sich im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Rückgang des Zinsüberschusses der mBank infolge der gesunkenen Leitzinsen in Polen wider, während das Ergebnis in Deutschland vom Kreditwachstum und steigenden Erträgen aus dem Replikationsportfolio profitierte.
Die Gesamtkosten des Konzerns waren mit 1.719 Mio. Euro im ersten Quartal stabil (Q1 2025: 1.722 Mio. Euro). Die Verwaltungsaufwendungen, auf die der Großteil entfiel, gingen leicht auf 1.594 Mio. Euro zurück (Q1 2025: 1.618 Mio. Euro). Bei den Personalaufwendungen wirkten ein geringerer Bewertungseffekt aus der aktienbasierten variablen Vergütung und Effizienzmaßnahmen entlastend. Dem gegenüber standen allgemeine Gehaltsanpassungen sowie Rekrutierungsmaßnahmen an den Shoring- und Sourcing-Standorten der Commerzbank. Bei der mBank stiegen die Kosten im Rahmen ihres Wachstumskurses, zudem erhöhten sich die Pflichtbeiträge zum polnischen Abwicklungsfonds. Bereinigt um die mBank sanken die Kosten im Konzern um rund 3 % auf 1.390 Mio. Euro (Q1 2025: 1.430 Mio. Euro). Das erfolgreiche Kostenmanagement der Bank spiegelt sich in der Cost-Income-Ratio, die sich im ersten Quartal um 3 Prozentpunkte auf 53 % (Q1 2025: 56 %) verbesserte. Ohne Berücksichtigung der Pflichtbeiträge verbesserte sich die Cost-Income-Ratio auf 50 % (Q1 2025: 53 %).
Das Risikoergebnis lag im ersten Quartal bei minus 142 Mio. Euro (Q4 2025: minus 207 Mio. Euro; Q1 2025: minus 123 Mio. Euro). In einem nach wie vor herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld unterstreicht das Ergebnis die anhaltend hohe Qualität des Kreditbuches der Commerzbank. Die Non-Performing-Exposure-Quote (NPE-Quote) betrug unverändert 1,1 % (Q4 2025: 1,1 %).
Die Commerzbank steigerte ihr Operatives Ergebnis in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 11 % und erzielte mit 1.358 Mio. Euro (Q1 2025: 1.227 Mio. Euro) das beste Quartalsergebnis ihrer Geschichte. Das Nettoergebnis nach Steuern und Minderheiten verbesserte die Bank ebenfalls deutlich um mehr als 9 % auf 913 Mio. Euro (Q1 2025: 834 Mio. Euro) und setzte damit ihre Rekordserie fort. Damit war es der beste Jahresauftakt und zugleich das beste Nettoergebnis im Quartal seit 2011 (Q1 2011: 985 Mio. Euro).
Die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank lag zum Stichtag 31. März 2026 bei 14,5 % (31. Dezember 2025: 14,7 %; 31. März 2025: 15,1 %) und bietet damit einen komfortablen Puffer von 417 Basispunkten zur regulatorischen Mindestanforderung (MDA-Schwelle) von derzeit rund 10,3 %. Ihre Nettoeigenkapitalrendite (Net RoTE) verbesserte die Bank im ersten Quartal deutlich auf 12,7 % (Q1 2025: 11,1 %).
„Die Steigerung der Nettoeigenkapitalrendite auf 12,7 % unterstreicht unsere wachsende Profitabilität. Die Grundlage dafür sind das anhaltende Ertragswachstum und die weiter verbesserte Effizienz“, sagte Finanzvorstand Carsten Schmitt. „Damit sind wir optimal aufgestellt, um unsere Renditeziele bis 2030 zuverlässig zu erreichen und gleichzeitig eine attraktive Kapitalrückgabe für unsere Investoren zu liefern.“
Entwicklung der Segmente: Starkes Kreditwachstum bei Firmenkunden setzt sich fort
Das Firmenkundensegment erzielte im ersten Quartal Erträge von 1.252 Mio. Euro (Q1 2025: 1.234 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss stieg um 7 % auf 638 Mio. Euro (Q1 2025: 596 Mio. Euro) und profitierte dabei von der anhaltend hohen Kreditnachfrage. Das Kreditvolumen wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 16 % auf 120 Mrd. Euro (Q1 2025: 104 Mrd. Euro). Wachstumstreiber waren erneut die Investitionen deutscher und internationaler Firmenkunden im Ausland. Auch der Provisionsüberschuss entwickelte sich sehr gut mit einem Anstieg um 8 % auf 377 Mio. Euro (Q1 2025: 350 Mio. Euro). Maßgebliche Treiber waren das gute Anleiheemissionsgeschäft mit einer deutlich gestiegenen Zahl an Transaktionen sowie höhere Erträge aus dem Konsortialkreditgeschäft mit international tätigen Kunden. Das Operative Ergebnis lag mit 567 Mio. Euro dennoch unter dem Vorjahreswert (Q1 2025: 603 Mio. Euro), bedingt durch gestiegene Kosten sowie ein höheres Risikoergebnis.
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland entwickelte sich weiter positiv und erhöhte die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich um rund 8 % auf 1.264 Mio. Euro (Q1 2025: 1.173 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss stieg um 9 % auf 658 Mio. Euro (Q1 2025: 602 Mio. Euro), unterstützt durch Effekte aus dem aktiven Einlagenmanagement. Der Provisionsüberschuss entwickelte sich ebenfalls sehr gut und legte um 9 % auf ein historisches Niveau von 595 Mio. Euro zu (Q1 2025: 546 Mio. Euro). Haupttreiber waren das volumen- und transaktionsbasierte Wachstum des Wertpapiergeschäfts sowie ein gestiegener Beitrag aus dem Zahlungsverkehr, der vor allem auf die Einführung des neuen Preismodells für Girokonten zurückzuführen ist. Insbesondere das Brokerage-Geschäft der comdirect entwickelte sich positiv. Ihre Kundinnen und Kunden handelten mehr als bereits im starken Vorjahresquartal. Das Wertpapiervolumen erhöhte sich per Ende März im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich um 19 Mrd. Euro auf 261 Mrd. Euro (Q1 2025: 243 Mrd. Euro). Das durchschnittliche Kreditvolumen blieb insgesamt stabil bei 126 Mrd. Euro (Q1 2025: 125 Mrd. Euro). Den mit Abstand größten Anteil daran hatte das Baufinanzierungsvolumen, das mit 96 Mrd. Euro ebenfalls unverändert auf dem Niveau des Vorjahresquartals lag (Q1 2025: 96 Mrd. Euro). Das Neugeschäftsvolumen belief sich wie bereits im Vorquartal auf 2,1 Mrd. Euro. Infolge der positiven Ertragsentwicklung steigerte das Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland das Operative Ergebnis um 7 % auf 458 Mio. Euro (Q1 2025: 429 Mio. Euro).
Die polnische Tochtergesellschaft mBank erhöhte ihre Erträge im ersten Quartal um 27 % auf 682 Mio. Euro (Q1 2025: 536 Mio. Euro). Maßgeblich trug dazu die gesunkene Vorsorge für Rechtsrisiken aus Fremdwährungskrediten bei, die mit 17 Mio. Euro signifikant unter dem Niveau des Vorjahresquartals lag (Q1 2025: 158 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss erhöhte sich dank hoher Kundenaktivitäten, unter anderem im Wertpapiergeschäft, um 12 % auf 139 Mio. Euro (Q1 2025: 125 Mio. Euro) und leistete damit einen erfreulichen Beitrag zur positiven Ertragsentwicklung. Der Zinsüberschuss ging vor allem infolge von Zinssenkungen in Polen auf 521 Mio. Euro zurück (Q1 2025: 600 Mio. Euro). Dies wurde jedoch zum überwiegenden Teil durch positive Effekte aus Zinsabsicherungsinstrumenten kompensiert, die im Fair-Value-Ergebnis ausgewiesen werden. Im Einlagen- und Kreditgeschäft verzeichnete die mBank signifikante Volumensteigerungen. Insgesamt erhöhte sich das Operative Ergebnis der mBank im ersten Quartal deutlich um 62 % auf 329 Mio. Euro (Q1 2025: 204 Mio. Euro).
Ausblick 2026: Exzellenter Jahresauftakt als Ausgangsbasis für höhere Ziele
Der starke Auftakt gibt der Commerzbank Rückenwind für die Erhöhung des Gewinnziels für dieses Jahr auf mindestens 3,4 Mrd. Euro von bisher mehr als 3,2 Mrd. Euro. Darin ist unter anderem die auf rund 8,6 Mrd. Euro (bisher: rund 8,5 Mrd. Euro) erhöhte Prognose für den Zinsüberschuss enthalten. Für den Provisionsüberschuss strebt die Bank weiterhin ein Wachstum von rund 7 % an. Insgesamt erwartet die Bank für das Gesamtjahr Erträge in Höhe von rund 13,2 Mrd. Euro. Bei den Kosten rechnet sie mit rund 7 Mrd. Euro. Dank des anhaltend aktiven Kostenmanagements und der angehobenen Ertragserwartungen plant die Bank nun mit einer Cost-Income-Ratio inklusive Pflichtbeiträgen von rund 53 %. Im Februar dieses Jahres war sie noch von rund 54 % ausgegangen. Das Risikoergebnis sieht die Bank trotz des schwierigen Umfeldes weiterhin bei rund 850 Mio. Euro. Die CET-1-Quote erwartet die Commerzbank zum Jahresende unverändert bei mehr als 14 %. Unter dem Strich strebt die Bank damit eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 12 % an. Zuvor hatte sie mit mehr als 11,2 % gerechnet.
Die Veranstaltungen des Tages im Überblick:
- 9.00 Uhr MESZ: Onlinetelefonkonferenz für Analystinnen und Analysten zu den Ergebnissen des ersten Quartals 2026 und zum Strategie-Update bis 2030 („listen-only“, in englischer Sprache)
- 10.45 Uhr MESZ: Onlinetelefonkonferenz für Journalistinnen und Journalisten zu den Geschäftszahlen des ersten Quartals 2026 und zum Strategie-Update bis 2030 (in deutscher Sprache; registrieren Sie sich bitte etwa 15 Minuten vor Beginn)
Die Unterlagen zum Geschäftsergebnis des ersten Quartals 2026 und zum Strategie-Update bis 2030 der Commerzbank können ab etwa 7.00 Uhr im Internet abgerufen werden.
Pressekontakt
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Über die Commerzbank
Mit ihren beiden Geschäftssegmenten – Firmenkunden sowie Privat- und Unternehmerkunden – bietet die Commerzbank als Universalbank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen. Sie ist die führende Bank im Firmenkundengeschäft in Deutschland und für den deutschen Mittelstand sowie starke Partnerin von rund 24.000 Firmenkundenverbünden und begleitet mit einem Anteil von rund 30 % den deutschen Außenhandel. Mit einer Präsenz in mehr als 40 Ländern ist die Commerzbank überall dort vertreten, wo ihre Mittelstandskunden, Großunternehmen sowie institutionelle Kunden sie benötigen. Zudem begleitet die Commerzbank internationale Kunden mit einem Geschäftsbezug zu Deutschland, Österreich oder der Schweiz sowie Unternehmen aus ausgewählten Zukunftsbranchen. Mit einem angelegten Vermögen von mehr als 400 Mrd. Euro ist die Commerzbank zugleich eine der führenden Banken für Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. Unter der Marke Commerzbank bietet sie mit ihrem Omnikanalansatz ein umfangreiches Leistungs- und Serviceangebot: online und mobil, telefonisch und per Video im Beratungscenter sowie persönlich an ihren rund 400 Standorten bundesweit. Unter der Marke comdirect bietet sie als digitale Hauptbank rund um die Uhr alle Kernleistungen und als Leistungsbroker Lösungen für das Sparen, Anlegen und Handeln mit Wertpapieren. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A. ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 6 Millionen Privat- und Firmenkunden überwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und der Slowakei.
Disclaimer
Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Dabei handelt es sich um Aussagen, die keine Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Solche Aussagen in dieser Mitteilung betreffen unter anderem die erwartete zukünftige Geschäftsentwicklung der Commerzbank, erwartete Effizienzgewinne und Synergien, erwartete Wachstumsperspektiven und sonstige Chancen für eine Wertsteigerung der Commerzbank sowie die erwarteten zukünftigen finanziellen Ergebnisse, Restrukturierungsaufwendungen und sonstige Finanzentwicklungen und -angaben. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen basieren auf aktuellen Planungen, Erwartungen, Schätzungen und Prognosen des Vorstands. Sie sind von einer Reihe von Annahmen abhängig und unterliegen bekannten und unbekannten Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen wesentlich von jenen abweichen, die durch diese in die Zukunft gerichteten Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Solche Faktoren sind unter anderem die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und in anderen Regionen, in denen die Commerzbank einen erheblichen Teil ihrer Erträge erzielt und einen erheblichen Teil ihrer Vermögenswerte hält, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von Marktvolatilitäten, insbesondere aufgrund der andauernden europäischen Schuldenkrise, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung ihrer strategischen Initiativen zur Verbesserung des Geschäftsmodells, die Verlässlichkeit ihrer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement, Risiken aufgrund regulatorischer Änderungen sowie andere Risiken. In die Zukunft gerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Die Commerzbank ist nicht verpflichtet, die in dieser Mitteilung enthaltenen, in die Zukunft gerichteten Aussagen auf den neuesten Stand zu bringen oder abzuändern, um Ereignisse oder Umstände zu reflektieren, die nach dem Datum dieser Mitteilung eintreten.