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26. Juni 2012

Commerzbank beschleunigt Fokussierung auf Kerngeschäft

● Gewerbliche Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung werden in Abbausegment NCA übertragen und komplett wertschonend abgebaut

● CommerzReal wird in das Segment Privatkunden integriert


Angesichts der weiterhin unsicheren Situation an den Finanzmärkten, der Verschärfung der Staatsschuldenkrise sowie der zunehmenden regulatorischen Belastungen wird die Commerzbank den bereits eingeschlagenen Weg der Fokussierung auf kundengetriebenes und profitables Kerngeschäft, der Minimierung von Risiken und der Reduzierung von Komplexität beschleunigt fortsetzen. Der Vorstand hat deshalb heute beschlossen, die Geschäftsfelder Gewerbliche Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung über Zeit vollständig abzubauen. Zudem wird die CommerzReal in das Kernbanksegment Privatkunden integriert. Das ursprünglich geplante, neue Kernbanksegment Real Estate and Ship Finance (RES) wird es daher nicht geben.

"Vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanz- und Staatsschuldenkrise, deren Ende nicht absehbar ist, und des unsicheren regulatorischen Umfelds unterziehen wir im Rahmen unseres strategischen Planungsprozesses alle Geschäftsbereiche einer gründlichen Überprüfung. Strategisches Ziel ist es, die Commerzbank konsequent auf kundengetriebenes und nachhaltig profitables Kerngeschäft zu fokussieren und Risiken sowie Kapitalbindung weiter zu minimieren. Im Zuge dieses Prozesses haben wir deshalb in einem ersten Schritt beschlossen, die ursprünglich für das neue Segment Real Estate and Ship Finance vorgesehenen Geschäftsfelder entweder über Zeit abzubauen oder in die Kernbank zu überführen", sagte der Vorsitzende des Vorstands Martin Blessing.

Die Gewerbliche Immobilienfinanzierung und die Schiffsfinanzierung werden vollständig in das neue Abbausegment Non Core Assets (NCA) übertragen. Wesentliche Gründe dafür sind die hohe Kapitalbindung und die steigenden Liquiditätsanforderungen unter Basel 3, gerade auch für Langfristfinanzierungen, sowie die auch künftig zu erwartenden starken zyklischen Schwankungen im Ergebnis. Im Privat- und Firmenkundengeschäft wird die Commerzbank selbstverständlich weiterhin Immobilienfinanzierungen anbieten.

Wie bereits Ende März bekannt gegeben, wird das Public-Finance-Geschäft der Eurohypo ebenfalls zur Abwicklung organisatorisch in das Segment NCA übertragen. Rechtlich bleiben sowohl das Portfolio der gewerblichen Immobilienfinanzierung als auch das Public-Finance-Portfolio wie geplant in der Eurohypo AG. Voraussichtlich zum 31. August 2012 wird die Eurohypo in "Hypothekenbank Frankfurt AG" umbenannt. Damit erfüllt die Commerzbank eine Forderung der Europäischen Kommission aus der Abwicklungsauflage für die Eurohypo. Der neue Name, der sich auch auf Tochtergesellschaften der Eurohypo auswirken wird, greift auf ein Vorgängerinstitut der Eurohypo zurück.

Das Geschäftsfeld CommerzReal wird innerhalb der Kernbank in das Segment Privatkunden integriert, um das Geschäft zukünftig noch besser an den Bedürfnissen der Kunden auszurichten.

Die Veränderungen werden mit Wirkung zum 9. August 2012 in Kraft treten. Im Zuge der Entscheidung, das Segment NCA signifikant zu erweitern, werden auch die Zuständigkeiten im Vorstand der Commerzbank zu diesem Termin neu geordnet.

Die Commerzbank unterzieht im Rahmen des jährlichen strategischen Planungsprozesses derzeit alle Geschäftsbereiche einer Überprüfung. Die heute angekündigten Veränderungen sind eine erste Konsequenz daraus. Die Ergebnisse dieses Prozesses werden im Herbst vorgestellt.

Die veröffentlichten Ziele und Aussagen für das laufende Geschäftsjahr bleiben bestehen. Eine Aktualisierung wird es mit den Halbjahreszahlen am 9. August geben.


Pressekontakt:
Armin Guhl +49 69 136-42764
Simon Steiner +49 69 136-46646
Nils Happich +49 69 136-44986


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Über die Commerzbank

Die Commerzbank ist führend bei Privat- und Firmenkunden in Deutschland. Mit den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets, Central & Eastern Europe sowie Asset Based Finance bietet die Bank ihren Kunden ein attraktives Produktportfolio und ist insbesondere für den exportorientierten Mittelstand ein starker Partner in Deutschland und weltweit. Mit künftig rund 1.200 Filialen verfügt die Commerzbank über eines der dichtesten Filialnetze der deutschen Privatbanken. Sie hat rund 60 Standorte in 52 Ländern und betreut fast 15 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden weltweit. Im Jahr 2011 erwirtschaftete sie mit 58.160 Mitarbeitern Bruttoerträge von knapp 10 Milliarden Euro.


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Diese Mitteilung enthält Aussagen über die erwartete zukünftige Geschäftsentwicklung der Commerzbank, erwartete Effizienzgewinne und Synergien, erwartete Wachstumsperspektiven und sonstige Chancen für eine Wertsteigerung des Unternehmens sowie das erwartete zukünftige Ergebnis je Aktie, Restrukturierungskosten und sonstige Finanzentwicklungen und -angaben. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen basieren auf aktuellen Erwartungen, Schätzungen und Prognosen des Vorstands. Sie sind von einer Reihe von Annahmen abhängig und unterliegen bekannten und unbekannten Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen wesentlich von jenen abweichen, die durch diese in die Zukunft gerichteten Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Commerzbank ist nicht verpflichtet, die in dieser Mitteilung enthaltenen, in die Zukunft gerichteten Aussagen periodisch auf den neuesten Stand zu bringen oder abzuändern, um Ereignisse oder Umstände zu reflektieren, die nach dem Datum dieser Mitteilung eintreten.

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