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23. Mai 2012

Hauptversammlung 2012 beschließt über Neuwahl eines Mitglieds des Aufsichtsrats sowie über die Anpassung von Kapitalbeschlüssen

● Klaus-Peter Müller: "Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2011 das Ergebnis ihrer Kernbank gesteigert und Risiken deutlich reduziert."
● Martin Blessing: "Wir haben 2011 wichtige strategische Ziele erreicht und bewiesen, dass unser Geschäftsmodell auch unter schwierigen Rahmenbedingungen funktioniert."


Im Mittelpunkt der heutigen Hauptversammlung der Commerzbank AG stehen die Beschlussfassungen über die Wahl von Frau Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell als neues Mitglied des Aufsichtsrats und die turnusmäßige Anpassung der Kapitalbeschlüsse. Die Hauptversammlung 2012 soll zudem über Optionen zur weiteren Optimierung der Kapitalstruktur entscheiden. Die Hauptversammlung der Commerzbank findet in der Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main statt.

Klaus-Peter Müller, Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank, sagte im Vorfeld der Hauptversammlung: "Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2011 trotz eines schwierigen Marktumfelds das Ergebnis ihrer Kernbank gesteigert und Risiken deutlich reduziert. Sie ist trotz herausfordernder Märkte auch solide in das Jahr 2012 gestartet. Der branchenweite Ertragsrückgang hat sich jedoch auch bei der Commerzbank bemerkbar gemacht. Er konnte aber durch konsequentes Management der Kosten und Risiken weitgehend kompensiert werden."

Der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Martin Blessing, sagte: "Wir haben 2011 trotz aller Widrigkeiten wichtige strategische Ziele erreicht: Erstens konnten wir das Projekt zur Integration der Dresdner Bank erfolgreich abschließen. Wir haben zweitens bewiesen, dass unser Geschäftsmodell auch unter schwierigen Rahmenbedingungen funktioniert. Drittens haben wir die Stillen Einlagen des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) zum größten Teil zurückgeführt. Und nicht zuletzt konnten wir unsere Kapitalstruktur durch mehrere Maßnahmen deutlich verbessern."

Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2011 das Operative Ergebnis der Kernbank, die das strategisch bedeutende kundenorientierte Geschäft beinhaltet, auf 4,5 Milliarden Euro gesteigert (2010: 2,0 Milliarden Euro). Die Erträge vor Risikovorsorge stiegen in der Kernbank um 14 % auf 12,4 Milliarden Euro (2010: 10,9 Milliarden Euro). Im Gegensatz zu dieser erfreulichen Entwicklung wurden die Nicht-Kernbereiche von den Auswirkungen der Staatsschuldenkrise deutlich in Mitleidenschaft gezogen. Insbesondere die Wertkorrekturen auf griechische Staatsanleihen, aber auch der fortgesetzte Risikoabbau im Bereich Public Finance haben hier das Ergebnis stark belastet. Dennoch erzielte die Bank im Geschäftsjahr 2011 insgesamt ein Konzernergebnis von 638 Millionen Euro.

Im Geschäftsjahr 2011 hat die Bank die Bestände an griechischen Staatsanleihen um rund 2,2 Milliarden Euro wertkorrigiert. Die Strategie des Risikoabbaus wird unvermindert fortgesetzt. So hat die Bank ihren Bestand an griechischen Staatsanleihen abgebaut und die Bestände in der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Staatsfinanzierung weiter reduziert.

"Mit der Reduzierung von Risiken und dem Bestandsabbau in Nichtkernbereichen kommen wir weiterhin gut voran. Die Risikoaktiva haben wir allein im ersten Quartal 2012 um weitere 14 Milliarden Euro auf 223 Milliarden Euro gesenkt. Gleichzeitig hat sich unsere Core-Tier-1-Quote per Ende März 2012 auf komfortable 11,3 % erhöht. Damit sind wir auch auf die neuen ab 2013 gültigen regulatorischen Kapitalanforderungen gemäß Basel 3 gut vorbereitet", sagte Blessing.

Auch im laufenden Geschäftsjahr 2012 hat die Commerzbank bereits entscheidende strategische Ziele erreicht: Ende März hat die Entscheidung der Europäischen Kommission Klarheit für die künftige Ausrichtung der Eurohypo gebracht. Demnach muss die Eurohypo nicht mehr, wie ursprünglich gefordert, bis 2014 verkauft werden. Stattdessen wird die Bank das Staatsfinanzierungsgeschäft und den größten Teil der gewerblichen Immobilienfinanzierung abbauen. Nur ein kleiner, risikoärmerer Bereich des Commercial Real Estate Geschäfts wird in der Commerzbank weitergeführt.

Zudem hat die Commerzbank die Anforderungen der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) bereits erfüllt. Hintergrund war die Vorgabe des Europäischen Rats vom vergangenen Jahr. Gemäß dieser müssen 71 international tätige europäische Banken zum 30. Juni 2012 eine deutlich über den geltenden aufsichtsrechtlichen Vorgaben liegende harte Kernkapitalquote von 9 % nach Simulation eines Teilausfalls europäischer Staatsanleihen erfüllen. Für die Commerzbank stellte die EBA damals ursprünglich ein Kapitalziel von rund 5,3 Milliarden Euro fest.

"Wir haben das EBA-Kapitalziel nicht nur vorzeitig erreicht, sondern sogar übertroffen. Dass wir dies bereits per Ende März 2012 aus eigener Kraft und ein Quartal früher als gefordert geschafft haben, zeigt die Umsetzungsstärke und hohe Leistungsbereitschaft der Commerzbank", sagte Blessing.

Unter www.commerzbank.de/hv finden sich die Tagesordnung, weitere Unterlagen zur Hauptversammlung sowie ein Link für die Live-Übertragung der Reden des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstandsvorsitzenden.


Pressekontakt:
Simon Steiner +49 69 136 46646
Maximilian Bicker +49 69 136 28696
Nils Happich +49 69 136 44986


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Über die Commerzbank

Die Commerzbank ist führend bei Privat- und Firmenkunden in Deutschland. Mit den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets, Central & Eastern Europe sowie Asset Based Finance bietet die Bank ihren Kunden ein attraktives Produktportfolio und ist insbesondere für den exportorientierten Mittelstand ein starker Partner in Deutschland und weltweit. Mit künftig rund 1.200 Filialen verfügt die Commerzbank über eines der dichtesten Filialnetze der deutschen Privatbanken. Sie hat rund 60 Standorte in 52 Ländern und betreut fast 15 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden weltweit. Im Jahr 2011 erwirtschaftete sie mit 58.160 Mitarbeitern Bruttoerträge von knapp 10 Milliarden Euro.


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