Kann Bargeld Viren übertragen?

Praktisch jeder Deutsche greift täglich zu Bargeld. In Zeiten von Corona fragen sich Viele, ob Münzen oder Geldscheine Viren übertragen können und ob man deshalb besser bargeldlos bezahlen sollte.

Voller Geldbeutel und Münzen

Aufgrund ihrer geringen Umweltstabilität ist eine Ansteckung mit SARS-Coronavirus-Erregern über Bargeld oder andere Oberflächen eher unwahrscheinlich.

Der derzeitige Wissensstand hierzu wird vom Robert Koch-Institut fortlaufend aktualisiert.

Auch vor der Corona-Krise tummelten sich bis zu 3.000 verschiedene Erreger-Arten auf einem Schein. Hygiene-Experten bestätigen, dass jede Fahrt in einer vollbesetzten U-Bahn keimbelasteter sei.

Dennoch empfiehlt die Commerzbank ihren Kunden, im Umgang mit Bargeld sowie an SB-Terminals, Touch-Pads, Kassenterminals etc. die gleichen Hygienemaßnahmen zu beachten wie bei anderen Gegenständen des täglichen Gebrauchs, zum Beispiel Türklinken und Einkaufswagen.

Auch die Bundesbank gab zusammen mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main auf einer Pressekonferenz vom 17. März 2020 Entwarnung in puncto „Virenträger Bargeld“. Der Virologe René Gottschalk, Leiter des Gesundheitsamtes Frankfurt am Main sowie Mitglied in Beratungsgremien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Robert Koch-Instituts, erklärt:

„Geldscheine sind nicht geeignet, Krankheitserreger zur Übertragung kommen zu lassen – und Münzen erst recht nicht, weil Viren metallische Oberflächen nicht mögen.“

Mehr Informationen zum Thema liefert auch der Bankenverband.

Tipp

Wenn Sie jedoch in der nächsten Zeit auf Bargeld verzichten möchten, lesen Sie wie kontaktloses Bezahlen per Karte und mit dem Smartphone funktioniert.

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