Förderungen & Zuschüsse richtig kombinieren

Wer als Gründer Fördermittel nutzt, muss Regeln, Fristen und Kombinationen genau kennen. Dieser Ratgeber zeigt, wie Zuschuss, Förderung und Kredit sicher zusammenspielen.

Kombination von Förderung und Zuschuss
, Das Wichtigste in Kürze

  • Fördermittel lassen sich oft miteinander kombinieren, jedoch nur, wenn Programme und Antragswege sauber aufeinander abgestimmt werden.
  • Zuschüsse gibt es nur bei rechtzeitigem Antrag vor dem Projektstart.
  • Entscheidend sind Kombinierbarkeit der einzelnen Förderungen, Fristen, die eingehalten werden müssen und eine klare Finanzierungsstruktur.

Zusammenspiel von Zuschuss, Förderung und Kredit

Für viele Gründungsvorhaben, aber auch für etablierte Unternehmen bietet sich eine Kombination aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen, öffentlichen Förderdarlehen und ergänzendem Bankkredit an. Damit diese Bausteine reibungslos ineinandergreifen, müssen Sie frühzeitig klären, ob Programme kumuliert werden dürfen – denn einige Förderstellen begrenzen die förderfähigen Kosten, andere schließen parallele Zuschüsse aus.

Bei Förderkrediten, etwa Bundes-, Landes- oder Regionalprogrammen, gilt meist das Hausbankprinzip: Die Antragstellung erfolgt über die eigene , wie beispielsweise die Commerzbank. Diese kennt sich mit der Kombination von Zuschüssen, Förderdarlehen und Krediten aus und prüft Ihr Vorhaben. Auch darüber hinaus begleitet Ihre Hausbank Sie bei Ihrem Projekt. Damit kann für Sie und Ihr Unternehmen eine verlässliche Gesamtfinanzierung entstehen, bei der Zuschüsse die Liquidität stärken und ein Kredit den Investitionsbedarf deckt.

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Sie sind unsicher, welche Fördermöglichkeiten für Sie die richtigen sind? Als Ihre Hausbank beraten wir Sie umfassend bei Ihrem Gründungsvorhaben. Gemeinsam prüfen wir geeignete Förderprogramme, klären Finanzierungsmöglichkeiten und unterstützen Sie Schritt für Schritt bei der Antragstellung.

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Was Sie als Gründer beachten sollten

Der wichtigste Grundsatz für Förderungen lautet: Erteilen Sie keine verbindlichen Aufträge, bevor Sie nicht einen Förderantrag gestellt haben. Viele Förderprogramme verlangen eine Antragstellung vor dem Projektstart – ansonsten entfällt die Förderfähigkeit. Im Folgenden stellen wir Ihnen fünf weitere Grundsätze vor, die Sie beachten sollten, wenn Sie von Zuschüssen, Kredit und Förderung bestmöglich profitieren möchten.

  • Prüfen Sie die Kombinierbarkeit:
    Nicht jedes Förderprogramm lässt sich mit anderen kombinieren. Einige Richtlinien erlauben ausdrücklich die Kumulierung, andere schließen sie aus oder begrenzen sie. Gründer sollten daher bereits vor Antragstellung prüfen, ob Zuschüsse, Kredite oder Bürgschaften miteinander kompatibel sind und welche Beihilfeobergrenzen gelten. Eine frühzeitige Abstimmung verhindert spätere Ablehnungen oder Rückforderungen.
  • Beachten Sie die De-minimis-Regeln:
    Viele Förderungen werden als sogenannte De-minimis-Beihilfen vergeben. Diese dürfen innerhalb von drei Steuerjahren insgesamt maximal 300.000€ (Stand 2024) nicht überschreiten. Beim Kombinieren von Fördermitteln ist wichtig, jede De-minimis-Zuwendung aufzusummieren, damit die Grenze nicht versehentlich überschritten wird. Förderstellen verlangen dafür in der Regel eine De-minimis-Erklärung.
  • Halten Sie sich an die Zweckbindung:
    Fördermittel sind zweckgebunden und dürfen nur für die im Antrag beschriebenen Maßnahmen eingesetzt werden. Wenn mehrere Förderprogramme genutzt werden, müssen die Kosten sauber getrennt und eindeutig zugeordnet werden. Eine doppelte Finanzierung derselben Kostenposition ist unzulässig. Wer die Zweckbindung konsequent einhält, vermeidet spätere Beanstandungen durch Prüfstellen.
  • Stellen Sie die Dokumentation sicher:
    Lückenlose Unterlagen sind bei der Kombination von Fördermitteln unverzichtbar. Dazu zählen Angebote, Rechnungen, Zahlungsnachweise, Verträge und sämtliche Förderbescheide. Eine gute Dokumentation erleichtert Nachweise gegenüber Förderstellen, minimiert Fehler in der Abrechnung und schützt Rückforderungen. Am besten wird von Beginn an ein strukturiertes Ablagesystem eingerichtet.
  • Stimmen Sie die Liquiditätsplanung ab:
    Fördermittel fließen häufig zeitverzögert oder an bestimmte Meilensteine gebunden. Beim Kombinieren mehrerer Programme können unterschiedliche Auszahlungsrhythmen oder Eigenanteile die Liquidität beeinflussen. Gründer sollten daher sorgfältig planen, wann welche Mittel zur Verfügung stehen und mögliche Finanzierungslücken frühzeitig erkennen. Eine solide Liquiditätsplanung stellt sicher, dass das Vorhaben ohne Engpässe umgesetzt werden kann.

Unsere Empfehlungen für eine sichere Förderplanung

Eine durchdachte Vorbereitung ist der Schlüssel zu einer tragfähigen Förder- und Finanzierungsstruktur. Viele Fehler entstehen aus Zeitdruck, unvollständigen Informationen oder der falschen Reihenfolge einzelner, aber wichtiger Schritte auf dem Weg zur passenden Förderung. Mit den folgenden Empfehlungen schaffen Sie eine solide Grundlage, um Fördermittel effizient zu nutzen und Fehler zu vermeiden.

Lassen Sie sich frühzeitig beraten

Nutzen Sie Beratungsangebote von IHK, Wirtschaftsförderung und Ihrer Hausbank. Ihre Hausbank kennt Sie, Ihr Geschäftsmodell, die wirtschaftliche Situation und Ihre Finanzierungsziele am besten. Dadurch kann sie einschätzen, welche Förderprogramme wirklich zu Ihnen passen und wie sie sich sinnvoll mit Krediten und Eigenmitteln kombinieren lassen.

Zudem ist Ihre Hausbank Ihr wichtigster Partner, wenn Sie öffentliche Förderdarlehen beantragen möchten. Sie übernimmt die Plausibilitätsprüfung, begleitet den gesamten Antragsprozess und sorgt dafür, dass die Finanzierung insgesamt tragfähig bleibt. So erhalten Sie als Gründer und Unternehmer eine verlässliche Beratung aus einer Hand.

Ein klar aufgebauter Finanzierungsplan ist für die Bewilligung von Fördermitteln entscheidend

Dazu gehört die saubere Trennung von Eigenkapital, Förderdarlehen, klassischem Bankkredit, Zuschüssen und nicht förderfähigen Ausgaben. Förderstellen prüfen genau, welche Kostenarten angesetzt werden dürfen und ob die Gesamtfinanzierung schlüssig ist. Ein strukturierter Plan zeigt, dass das Vorhaben realistisch und wirtschaftlich tragfähig ist. Das stärkt sowohl die Förderchancen als auch das Vertrauen in Sie als Gründer.

Jedes Förderprogramm hat eigene Bedingungen

Manche erlauben die Kombination mit anderen Mitteln, andere schließen sie ausdrücklich aus. Fristen, Zuschusshöhen, Verwendungszwecke, De-minimis-Regeln oder Bindungsfristen können stark variieren. Ein schriftlicher Vergleich sorgt dafür, dass Gründer die Programme nicht nur nach ihrer Fördersumme bewerten, sondern verstehen, welche Vorgaben tatsächlich zu ihrem Vorhaben passen. Gleichzeitig lassen sich so Risiken wie Doppelförderung oder Fristüberschreitungen vermeiden.

Eine offene Kommunikation mit Ihrer Hausbank ist essenziell, um Fördermittel richtig einzubinden

Änderungen des Projektumfangs, zeitliche Verschiebungen oder zusätzliche Kosten können die Förderfähigkeit beeinflussen. Die Bank kann nur dann rechtzeitig reagieren oder Alternativen für Sie prüfen, wenn sie frühzeitig informiert wird. Zudem erleichtert eine enge Abstimmung die Vorbereitung der Unterlagen für Förderkredite und spätere Nachweise. So bleibt die gesamte Finanzierung Ihrer Gründung – Fördermittel eingeschlossen – tragfähig und verlässlich.

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FAQ
, Häufig gestellte Fragen zur Kombination von Fördermitteln

Ja, die Kombination mehrerer Förderprogramme ist grundsätzlich möglich, solange die Förderbedingungen dies zulassen. Wichtig ist zu prüfen, ob Programme miteinander kumuliert werden dürfen und ob bestimmte Beihilfeobergrenzen eingehalten werden müssen.

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