Fördermittel für Gründer
Der Weg in die Selbständigkeit erfordert meist eine große Anfangsinvestition. Erfahren Sie, mit welchen Förderprogrammen Ihnen der Einstieg deutlich erleichtert werden kann.
Fördermittel für Existenzgründer, Das Wichtigste in Kürze
- Gründer können in Deutschland aus einer Vielzahl von Fördermitteln wählen. Darunter Kredite, Zuschüsse, Bürgschaften und Beratungsförderungen.
- Viele Programme sind kombinierbar, so bspw. KfW-Kredite mit Zuschüssen oder Landesförderungen, wenn die Bedingungen stimmen.
- Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Zusage sind ein tragfähiger Businessplan sowie der Nachweis persönlicher, fachkundiger Fähigkeiten und Kenntnisse.
- Der Weg zur Förderung geht am besten immer über Ihre Hausbank, wie beispielsweise die Commerzbank.
Welche Fördermittel für Existenzgründer gibt es?
Existenzgründer in Deutschland können verschiedene Fördermittel nutzen, um den Start in die Selbständigkeit finanziell und fachlich zu unterstützen. Die wichtigsten Förderarten sind:
1. Zuschüsse
Zuschüsse sind finanzielle Unterstützungen, die Sie nicht zurückzahlen müssen. Sie eignen sich besonders für Gründer mit geringem Eigenkapital und können zum Beispiel den Lebensunterhalt oder bestimmte Investitionen abdecken.
2. Förderdarlehen
Förderdarlehen sind zinsgünstige Kredite mit oft langen Laufzeiten. Sie erleichtern die Finanzierung von Gründungskosten und Investitionen und bieten im Vergleich zu klassischen Bankkrediten bessere Konditionen.
3. Bürgschaften
Bürgschaften helfen Gründern, die nicht über ausreichende Sicherheiten verfügen. Eine Bürgschaft kann das Kreditausfallrisiko für Banken reduzieren und so die Kreditvergabe ermöglichen.
4. Förderprogramme für Start-ups
Für technologieorientierte oder besonders innovative Start-ups gibt es spezielle Förderungen. Diese unterstützen vor allem Forschung, Entwicklung und den Markteintritt neuer Ideen.
5. Regionale Förderungen
Zusätzlich zu bundesweiten Angeboten stellen viele Bundesländer und Regionen eigene Fördermittel bereit. Diese können Investitionen, Digitalisierung oder kleinere Finanzierungsbedarfe unterstützen.
6. Förderungen für Weiterbildung
Gründer können finanzielle Unterstützung für Coaching, Beratung und Qualifizierung erhalten. Gefördert werden unter anderem Themen wie Businessplanung (Erstellung eines Businessplans), Marketing, Vertrieb und strategische Unternehmensführung.
Persönliche Beratung
, Lassen Sie sich von unseren Experten persönlich beraten!Sie sind unsicher, welche Fördermöglichkeiten für Sie die richtigen sind? Als Ihre Hausbank beraten wir Sie umfassend bei Ihrem Gründungsvorhaben. Gemeinsam prüfen wir geeignete Förderprogramme, klären Finanzierungsmöglichkeiten und unterstützen Sie Schritt für Schritt bei der Antragstellung.
Kontaktieren Sie uns gerne:
Der Weg zur Förderung über Ihre Hausbank
Der Weg zu Fördermitteln wirkt auf den ersten Blick komplex, ist aber meist klar strukturiert. In vielen Fällen gilt das sogenannte : Ihre Hausbank ist Ihr zentraler Ansprechpartner und übernimmt die komplette Kommunikation mit Förderbanken. Sie prüft Ihr Vorhaben und leitet Anträge an die zuständigen Förderstellen weiter. Die Commerzbank als Ihre Hausbank kennt Ihre finanzielle Situation, kann Ihr Vorhaben realistisch einschätzen und hilft Ihnen, Unterlagen wie Businessplan, Nachweise oder Finanzierungsplan professionell vorzubereiten. Dadurch steigen Ihre Erfolgschancen und der Prozess wird deutlich beschleunigt.
Im Folgenden zeigen wir Ihnen die wichtigsten Schritte zur Beantragung von Fördermitteln - unabhängig davon, ob es um Zuschüsse, Kredite oder Beratungsförderung geht.
Vorbereitung des Gründungsvorhabens
Bevor Sie zur Bank gehen, sollten Ihre Geschäftsidee und die groben Eckdaten stehen. Dazu zählen eine erste Beschreibung des Vorhabens, der Kapitalbedarf und ein Überblick über geplante Investitionen.
Beratungsgespräch bei Ihrer Hausbank
Im gemeinsamen Gespräch prüft Ihre Hausbank Ihr Vorhaben und berät Sie zu passenden Fördermöglichkeiten. Sie erhalten eine erste Einschätzung zur Finanzierbarkeit und zu den Fördermitteln, die für Ihre Gründung infrage kommen.
Erstellung und Finalisierung der Unterlagen
Gemeinsam mit Ihrer Bank bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor. Dazu gehören insbesondere der Businessplan, der Finanzierungs- und Liquiditätsplan sowie persönliche Nachweise.
Antragstellung über Ihre Hausbank
Ihre Hausbank reicht den Förderantrag bei der zuständigen Förderbank mitsamt Ihren Unterlagen ein. Dabei fungiert Sie als Vermittler und prüft diese vorab auf Vollständigkeit.
Prüfung durch Förderbank oder Förderstelle
Die Förderbank prüft Ihren Antrag inhaltlich und wirtschaftlich. Bei Rückfragen läuft die Kommunikation in der Regel über die Hausbank.
Bewilligung und Vertragsabschluss
Nach positiver Prüfung erfolgt die Bewilligung. Anschließend schließen Sie die entsprechenden Verträge ab und erhalten die Fördermittel gemäß den vereinbarten Bedingungen.
Umsetzung des Vorhabens
Erst nach Bewilligung des Antrags starten Sie mit den Investitionen und der Umsetzung Ihrer Gründung. Die Mittel werden entsprechend dem Finanzierungsplan eingesetzt.
Nachweise und laufende Betreuung
Je nach Förderung müssen Sie Verwendungsnachweise einreichen. Während der Laufzeit bleibt Ihre Hausbank Ihr verlässlicher Ansprechpartner.
Tipps für Gründer
1. Hausbank einbinden
Die Commerzbank als Ihre Hausbank:
- prüft Ihre Unterlagen vorab
- hilft bei der Strukturierung der Finanzierung
- ist in direktem Austausch mit Förderbanken
Förderbanken bevorzugen geprüfte, solide Antragsunterlagen. Hier liegt ein großer Vorteil, den Sie nicht unterschätzen sollten.
2. Checks gezielt nutzen
Viele Bundesländer bieten kostenlose Checks an, die:
- die Förderfähigkeit bestätigen
- den Antrag massiv erleichtern
- die Chancen auf Bewilligung erhöhen
Beispiel: KI-Checks, Digitalisierungschecks, Innovationsgutachten. Auch diese Tools sind ein noch unterschätzter Faktor für den Erfolg von Förderanträgen.
3. Antragstellung nicht scheuen
Gründer überschätzen häufig den Aufwand. Heute gilt:
- digitale Anträge
- standardisierte Formulare
- klare Leitfäden
- Unterstützung durch Hausbank und Berater
Die Realität: Fördermittel sind deutlich leichter zu bekommen, als viele glauben. Sind Sie in Absprache und Austausch mit Ihrer Hausbank, dann nimmt diese Ihnen auf jeden Fall viel Druck und Sie können sich auf eine korrekte Antragstellung verlassen.
4. Förderung strategisch nutzen
Fördermittel sind kein lästiges Thema, sie sind Ihr finanzieller Treiber, der:
- Liquidität schont
- Projekte ermöglicht und größer macht
- wertvolle Zeit verschafft
- die Wettbewerbsfähigkeit erhöht
Unternehmen, die Fördermittel strategisch einsetzen, verschaffen sich einen klaren Vorsprung. Häufig nicht, weil sie es müssen, sondern weil sie dadurch schneller und wirtschaftlich klüger wachsen können.
5. Unterlagen sauber dokumentieren
Für Zuschüsse benötigen Sie später noch:
- Rechnungen
- Zahlungsnachweise
- Projektverlauf
Wer seine Unterlagen von Beginn an konsequent strukturiert, stellt sicher, dass die Auszahlung reibungslos verläuft und die Förderung auch vollständig genutzt werden kann.
Starthilfe zum Gründen & Wachsen
, Jetzt Gründerkredit anfragenMachen Sie Deutschlands beste Filialbank zum Partner für Ihre Gründungs- und Wachstumsvorhaben – mit einem leistungsstarken Kredit, persönlicher Beratung und einfachem Zugang zu Fördermitteln.
- Für alle, die gründen oder wachsen wollen
- Finanzierungen schon ab 5.000€
- Spezialisierte Gründungsberater erstellen den passenden Kredit-Mix
Zwei Praxisbeispiele, Wenn Förderung den Unterschied macht
Finanzierung über die L-Bank mit Digitalisierungsprämie, Digitalisierungsoffensive mit KI
Ausgangssituation:
Ein mittelständisches Unternehmen möchte seine internen Prozesse digitalisieren und plante zunächst vorsichtig mit einem Investitionsvolumen von 86.000€. Ziel war es, mit einem modernen CRM-Systems inklusive KI-Komponenten effizienter zu arbeiten.
Förderansatz:
Im gemeinsamen Austausch zeigte sich: Das Projekt konnte deutlich mehr leisten. Durch eine kluge Förderstruktur und die Anerkennung interner Aufwände wuchs das förderfähige Gesamtvolumen auf 220.000€. Das Unternehmen qualifizierte sich für die L-Bank Digitalisierungsfinanzierung, die aus zwei Bausteinen besteht:
- 5% Tilgungszuschuss der L-Bank
- 5% ERP-Förderzuschuss der KfW
Ergebnis und Nutzen für das Unternehmen
- Erhöhung des Investitionsvolumen von 86.000€ auf 220.000€. Das bedeutet eine Steigerung von 134.000€ oder um ca. 156%.
- Das Unternehmen erhält eine 10-prozentige Förderung auf das Gesamtprojekt, die nicht zurückgezahlt werden muss.
- Umsetzung einer leistungsfähigen CRM- und Dateninfrastruktur.
Förderungen bieten, wie die beiden vorgestellten Beispiele zeigen, erhebliche Potenziale, die durch die Commerzbank als Hausbank und ihre Erfahrung einen deutlichen Mehrwert für Ihr Unternehmen und Vorhaben bringen kann.
FAQ, Häufig gestellte Fragen zu Fördermitteln für Gründer
Zuschüsse sind nicht rückzahlbar. Förderkredite müssen zurückgezahlt werden, haben aber oft bessere Konditionen als Bankkredite. Manche Programme kombinieren Kredit und Tilgungszuschuss.
Ja, viele Förderprogramme lassen sich sinnvoll kombinieren. Beispielsweise Zuschuss + KfW-Kredite oder Landesförderung + Beratungszuschüsse. Wichtig ist, dass keine Doppelförderung entsteht und die Programme zueinander passen. Gerade hier ist Ihre Hausbank ein wichtiger Partner.
Wo Sie Fördermittel beantragen, hängt von Ihrem Projekt und dem jeweiligen Förderprogramm ab. Zuschüsse werden meist direkt beim Fördergeber gestellt, KfW-Kredite dagegen fast immer über die Hausbank (Hausbankprinzip). Die Hausbank prüft und leitet Ihren Förderantrag dann an die entsprechende Förderstelle weiter.
Ja, auch Freiberufler können Fördermittel beantragen und bekommen. Viele Programme stehen Freiberuflern genauso offen wie Gewerbetreibenden, z.B. KfW-StartGeld, Beratungszuschüsse oder digitale Förderprogramme der Länder.
Bei vielen modernen Digitalisierungs- und Innovationsprogrammen sind interne Personalkosten förderfähig. Sie sind oft ein unterschätztes Potenzial. Interne Projektstunden können die Investitionssumme erhöhen und damit Förderchancen verbessern.
Eine Ablehnung ist selten endgültig. Gründe für die Ablehnung Ihres Antrags können unvollständige Unterlagen, fehlende Tragfähigkeit oder falsche Zuordnung zum Programm sein. Häufig lohnt sich ein neuer Versuch mit besserer Planung oder einer anderen Förderstrategie. Sollten Sie bisher nicht Ihre Hausbank involviert haben, tun Sie dies für die erneute Antragstellung. Durch die vorige Prüfung Ihrer Unterlagen können Sie sicher sein, dass beim nächsten Antrag alles vollständig ist und die Chancen deutlich erhöhen.
Das könnte Sie auch interessieren:
Für manche Projekte benötigen Sie finanzielle Unterstützung in Form von Fördergeldern. Erfahren Sie hier alles über Fördermittel – von Antragstellung bis zur Genehmigung.
Wer als Gründer Fördermittel nutzt, muss Regeln, Fristen und Kombinationen genau kennen. Dieser Ratgeber zeigt, wie Zuschuss, Förderung und Kredit sicher zusammenspielen.
Sie möchten ein Unternehmen oder Startup gründen und fragen sich, wie Sie das finanzieren können? Diese 6 Finanzierungsmöglichkeiten sollten Sie kennen.