• Was kostet ein Fliesenleger?

    Fliesenleger: Welche Kosten entstehen?

    Preisübersicht und Spartipps

Welche Kosten entstehen beim Fliesenlegen?

Wand und Bodenfliesen sind robust, strapazierfähig und pflegeleicht. Die Zeiten, als Fliesen nur in Sanitärräumen zu finden waren, sind lange vorbei. Moderne Kacheln sind vielfältig und bieten für nahezu jeden Wohnstil das passende Design. Dabei erinnern sie in Struktur und Optik oftmals an Holz, hochwertigen Marmor oder natürlichen Schiefer- oder Sandstein. Neben handwerklichem Geschick erfordert das Verlegen von Fliesen jede Menge Erfahrung. Der Austausch von einmal gelegten Fliesen ist aufwendig und kostspielig. Wer sich selbst keine hochwertige Verfliesung zutraut, beauftragt am besten einen Fliesenleger.

Doch was kostet das Fliesenlegen vom Profi?


Wofür eignen sich Fliesen?

Fliesen eignen sich sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Wegen ihrer langen Nutzungsdauer machen sie sich langfristig auf alle Fälle bezahlt. Wenngleich die Kosten für Material und Fliesenleger anfangs vielleicht hoch erscheinen mögen, lohnt sich die Investition in jedem Fall. Ein hochwertiger Bodenbelag wie die Fliese hält meist Jahrzehnte. Auch wenn das Geld beim Hausbau oder der Renovierung knapp ist, sollten Sie nicht zu sehr am Bodenbelag sparen. Zugegeben, günstige Laminatböden locken mit unschlagbaren Preisen und sind rasch selbst verlegt. Deren Nutzungsdauer ist jedoch meist auf ein paar Jahre beschränkt. Und wer will sich dann die Arbeit machen und den Boden austauschen? Neben der Kosten für den neuen Boden, ist ein Austausch mit großem Aufwand verbunden. Allein das Ausräumen der einzelnen Zimmer ist vielen ein Graus. Fachmännisch verlegte Wand- und Bodenfliesen hingegen halten quasi „ewig“. So gesehen fallen die Kosten für den Fliesenleger gar nicht so hoch aus.

Fliesen für den Innenbereich

Meist werden Wand- und Bodenfliesen in Bad, WC und Küche verlegt. Dabei machen moderne Kacheln durchaus auch in anderen Räumen einen guten Eindruck. Aufgrund zahlreicher Vorteile erstreckt sich ihr Einsatzbereich mittlerweile über den gesamten Wohnbereich:

  • Gegenüber anderen Bodenbelägen punkten Fliesen insbesondere durch ihre große Strapazierfähigkeit. Sie sind widerstandsfähig und langlebig: Weder spitze Absätze, noch verschüttete Flüssigkeiten, kleinere Überschwemmungen oder heiße Kaminglut können dem glasierten Steingut wirklich etwas anhaben.
  • Fliesenbeläge sind äußerst pflegeleicht, hygienisch und leicht zu reinigen.
  • Dank der reichhaltigen Designvielfalt und moderner Fertigungstechniken ist die Auswahl an unterschiedlichen Wand- und Bodenfliesen riesig.
  • Fliesen eignen sich ideal für eine Fußbodenheizung.
  • Ein durchgängig verlegter Fliesenverbund ermöglicht ein barrierefreies Bauen, ohne störende Türschwellen.

Fliesen für den Außenbereich

Auch im Außenbereich des Hauses bieten sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für Fliesen:

  • Neben Naturstein oder Holz sind frostsichere Fliesen der ideale Bodenbelag für den Außenbereich.
  • Auf Balkon und Terrasse sind vom Fliesenleger fachgerecht verlegte Platten witterungsbeständig und pflegeleicht.
  • Tipp: Im Außenbereich ist ein fachgerechtes Verlegen von Fliesen besonders wichtig, damit durch die starken Temperaturschwankungen und Witterungseinflüsse keine Schäden entstehen. Achten Sie bei der Materialauswahl ebenso auf eine rutschhemmende Oberfläche. So sinkt die Unfallgefahr bei Nässe und Glätte.

Was kosten neue Fliesen pro Quadratmeter?

Einen Fixpreis pro Quadratmeter gibt es nicht. Die große Vielfalt an unterschiedlichen Fliesen macht dies schier unmöglich. Die Preise richten sich unter anderem nach der Fliesensorte, der Qualität, der Größe und dem Design. Kleinere Kacheln kosten meistens weniger als große. Allerdings ist es mit den Fliesen alleine noch nicht getan. Um den Preis pro Quadratmeter mit anderen Bodenbelägen vergleichen zu können, müssen Sie auch die Kosten für Kleber, Fugenmasse, Silikon und Acryl berechnen. Weiterhin fallen noch Kosten für die Vorbereitung der Flächen, wie das Abschleifen, Spachteln oder Grundieren des Untergrundes, an. Nachfolgend bieten wir Ihnen Richtwerte, an denen Sie sich für die Berechnung der Kosten eines Fliesenlegers orientieren können.

Kosten für die Arbeitszeit eines Fliesenlegers

Kosten für die Arbeitszeit

Die Preise für den Fliesenleger berechnen sich entweder nach Quadratmetern oder nach Stunden. Für den Kunden sind die Preise per Quadratmeter leichter berechenbar. So wissen Sie im Vorhinein mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. Der Fliesenleger kalkuliert für seine Preise den Arbeitsaufwand, die Fliesensorte, das Verlegemuster sowie eventuelle Zusatzarbeiten und nennt Ihnen im Anschluss die Kosten pro Quadratmeter. Dabei können die Preise stark variieren. In Deutschland liegt die Preisspanne zwischen 30 € und 70 € pro Quadratmeter. Für eine Stunde Arbeit verlangt ein Fliesenleger mindestens 40 €. Manche Fliesenleger verrechnen auch niedrigere oder höhere Preise. Am geringsten halten sich die Kosten für einfache Verlegearbeiten, bei denen wenig Zuschneidearbeit anfällt. Besonders aufwendige Muster oder verwinkelte Grundrisse sind entsprechend kostspieliger. Das Verkleben von Wand- und Bodenfliesen ist zum Beispiel günstiger als das Verlegen von Feinsteinzeug im Mörtelbett.

Materialkosten beim Fliesenlegen

Materialkosten für Fliesen

Die Materialkosten sind von der Fliesenart, der Qualität, der Fliesengröße und dem Design abhängig. Dabei beeinflusst das Material die Preise am stärksten. Neben den beliebten Keramikfliesen, wie Steingut, Feinsteinzeug und Steinzeug, sind Terrakotta Fliesen und Natursteinfliesen, wie Granit, Marmor oder Sandstein, sehr gefragt.

Achten Sie neben dem Material auf die Abriebgruppe. Sie bestimmt, für welchen Verwendungszweck das Material geeignet ist. Die Abriebgruppe gibt über die Widerstandsfähigkeit, Belastbarkeit und Langlebigkeit Auskunft. Es gibt 5 Abriebgruppen, wobei 5 die höchste Belastung aushält. Abriebgruppe 1 hingegen wird nur für Wandfliesen verwendet. Die gängigsten Bodenfliesen für den privaten Gebrauch haben häufig die Abriebgruppen 2 oder 3.

Die Preise für Ihren Bodenbelag richten sich daher nach dem gewünschten Material, dem Verwendungszweck und der benötigten Qualitätsstufe.

Einfache Feinsteinzeug- und Keramik Fliesen sind in Baumärkten bereits für unter 10 € pro m² erhältlich. Hochwertige Qualitätsfliesen beginnen bei Preisen um die 30 € pro m². Für Natursteinfliesen, wie Granit, müssen Sie mit Preisen ab 60 € pro m² rechnen.

Zusatzkosten beim Fliesenlegen

Zusatzkosten beim Fliesenlegen

Zu den Kosten für das Material und das Verlegen können mögliche Zusatzkosten anfallen. Dazu zählen neben einer Pauschale für die Anfahrt auch folgende Kosten:

  • Erneuern Sie geflieste Flächen, können Kosten für die Entfernung von alten Fliesen und deren Entsorgung anfallen.
  • In der Regel stellen Fliesenleger auch das Ebnen von Wand und Boden sowie das Abschleifen, Spachteln und Grundieren gesondert in Rechnung. Je nach Zustand der zu bearbeitenden Fläche können die Preise hier unterschiedlich ausfallen.
  • Besonders verwinkelte Grundrisse oder spezielle Muster verursachen oftmals zusätzliche Zuschneidearbeiten und benötigen viel Zeit. Viele Fliesenleger verrechnen gesonderte Stundensätze für diese Zusatzaufgaben. Das Verlegen des Bodenbelages auf Treppenstufen gehört beispielsweise auch dazu.
  • Weiterhin wird das Ziehen von Silikon- und Acrylfugen gesondert nach Laufmeter abgerechnet. Die meisten Fliesenleger berechnen 1 € bis 1,50 € pro laufendem Meter.
  • Sockel- oder Sesselleisten werden ebenfalls nicht nach Quadratmeter, sondern nach Laufmeter abgerechnet. Die meisten Handwerker verlangen hier um die 5 € pro Laufmeter.
Die Kosten für Fliesenleger unterscheiden sich je nach Region.

Wie unterscheiden sich die Preise für Fliesenleger regional?

Wie bei den meisten Handwerkern unterliegen die Preise von Fliesenlegern regionalen Unterschieden. In den Großstädten kostet ein Fliesenleger meist mehr als in ländlichen Gebieten. Ein Meisterbetrieb ist in der Regel ebenfalls teurer, bietet dafür ein hohes Maß an Beratung und Qualität. Durchschnittlich rechnet man in ländlichen Gebieten Westdeutschlands mit einem Preis von 35 € bis 50 €. In Ostdeutschland liegen die Preise deutlich darunter. Hier können Sie sogar mit Quadratmeterpreisen von unter 25 € rechnen.

Rechenbeispiel: Kosten Fliesenlegen

Nachfolgend ein Kostenbeispiel für ein Badezimmer mit 40 Quadratmetern Wand- und Bodenfläche. Berechnet wird das Verlegen von einfachen Wandfliesen und rutschhemmenden Bodenfliesen inklusive Silikonfugen. Der Fliesenleger berechnet einen Preis von 35 € pro m². Die Keramikfliesen der Abriebklasse 2 kosten pro Quadratmeter 22 €.

Rechenbeispiel: Kosten Fliesenleger
Die Preise verstehen sich nur als Richtwerte und können nach oben oder unten abweichen.

Neue Fliesen: Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Wenn Sie die Kosten für das Verlegen von neuen Fliesen nicht mit Ihrem Eigenkapital stemmen können oder wollen, bietet sich die Aufnahme eines Kredits an.

Je nach Projekt kommen dabei unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten für Sie in Frage: Bauen Sie neu, sollten Sie die Kosten fürs Fliesenlegen bereits in die Kreditsumme Ihrer Baufinanzierung einkalkulieren. Für umfangreiche Modernisierungs- oder Sanierungsmaßnahmen kommt ein zweckgebundener Modernisierungskredit in Betracht. Bei kleineren Schönheitsreparaturen, die Sie nicht aus eigener Tasche finanzieren möchten, bietet Ihnen ein Renovierungskredit zur freien Verwendung die größte Flexibilität.

Sprechen Sie am besten mit einem Berater in einer Commerzbank-Filiale, um den optimalen Kredit für Ihr individuelles Vorhaben zu finden. Beratungstermin vereinbaren


5 Tipps, wie Sie bei den Kosten fürs Fliesenlegen sparen können

Beim Fliesenlegen Kosten sparen durch Eigenleistung

Erbringen Sie Eigenleistung

Handwerklich versierte Menschen können manche Zusatzarbeiten möglicherweise selbst erledigen. Besonders Vorbereitungsarbeiten lassen sich sehr gut selbst machen. Den Boden oder Wände ebnen, abschleifen, säubern und grundieren nimmt viel Zeit in Anspruch. Zeit, die der Fliesenleger dann für andere Arbeiten verwenden kann. Fragen Sie Ihren Fliesenleger, ob die Kosten sinken, wenn Sie einfachere Tätigkeiten selber machen, beispielsweise das Verfugen der verfliesten Fläche oder das Setzen der Sockelleiste.

Holen Sie mehrere Angebote ein, um beim Fliesenleger Kosten zu sparen.

Holen Sie Angebote ein

Informieren Sie sich umfassend über die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten und planen Sie ganz in Ruhe. Lassen Sie sich dabei am besten von einem Fliesenleger beraten. Entscheiden Sie sich erst, nachdem Sie mindestens zwei bis drei unterschiedliche Kostenvoranschläge eingeholt haben. Im Angebot sollten bereits sämtliche Kosten erfasst sein, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt. Mit einem schriftlichen Angebot können Sie die finalen Quadratmeterpreise viel leichter abschätzen.

Sie können Kosten einsparen, indem Sie nicht das gesamte Badezimmer fliesen lassen.

Zeigen Sie Mut zu Neuem

Wer sagt, dass Sie im Badezimmer Fliesen bis zur Decke verlegen müssen? Immer mehr moderne Bäder sind nur noch an den wirklich erforderlichen Stellen verfliest. Die restliche Wand wird einfach gestrichen. Auch so lassen sich Kosten sparen.

Zeitlose Fliesen sind in der Regel günstiger und kommen nicht aus der Mode.

Setzen Sie auf zeitlose Qualität

Die Langlebigkeit von Fliesen ist einer ihrer großen Vorteile. Wählen Sie daher ein möglichst zeitloses Design, das gut mit Ihrem Wohnstil harmoniert. In Verbindung mit auffälligen Schmuckfliesen lassen sich wunderbar Akzente setzen und selbst ausgefallene Ideen umsetzen. Zudem kosten klassische Modelle oftmals erheblich weniger als ausgefallene Designerstücke.

Neue Fliesen werten Ihre Immobilie auf

Werten Sie Ihre Immobilie auf

Eine Investition in Ihr Eigenheim zahlt sich immer. Lassen Sie Wand- und Bodenfliesen professionell vom Fliesenleger verlegen, erhöht das letztendlich den Wert Ihrer Immobilie. Sie träumen von neuen Fliesen aber Ihre Eigenmittel reichen nicht aus? Finanzieren Sie Ihre Renovierung, Sanierung oder den Umbau mit einem Kredit, um liquide zu bleiben.

Der Vorteil: Sie profitieren von den momentan niedrigen Zinsen. Sie müssen nicht erst warten, bis Sie das notwendige Geld gespart haben und können Ihre Wohnwünsche sofort realisieren.


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