• Dispo: Die wichtigsten Fakten, verständlich erklärt

    Der Dispo: Flüssig bleiben trotz Ebbe auf dem Girokonto

Die wichtigsten Fakten zum Dispo, verständlich erklärt

Wenn vor dem Monatsende das Geld auf dem Girokonto knapp wird, dann kommt häufig der Dispo ins Spiel. Dank ihm können Sie trotzdem Bargeld aus dem Geldautomaten ziehen, Überweisungen tätigen oder mit der EC-Karte bezahlen, obwohl zu diesem Zeitpunkt Ihr Guthaben schon aufgebraucht ist.

Knapp die Hälfte der deutschen Verbraucher nutzt den Dispokredit mehr oder weniger regelmäßig. Beispielsweise zum Jahreswechsel, wenn teure Weihnachtsgeschenke und fällige Versicherungsbeiträge das Konto in die roten Zahlen rutschen lassen. Der Sommerurlaub oder unvorhergesehene Ausgaben sind weitere verbreitete Gründe.

Doch wie funktioniert ein Dispo eigentlich, wann ist er sinnvoll und welche lohnenden Alternativen gibt es?


Was ist ein Dispo?

Der Dispositionskredit ist ein Überziehungskredit für das Girokonto. Die Bank räumt dem Verbraucher damit die Möglichkeit ein, bei Bedarf mehr Geld auszugeben, als tatsächlich auf dem Konto ist (daher auch die Bezeichnung „eingeräumte Kontoüberziehung“).

Allerdings geht das nur bis zu einem bestimmten Betrag. Die Bank legt fest, bis zu welcher Höchstgrenze Sie Ihr Konto überziehen dürfen. Die Höhe dieses Betrages hängt vor allen Dingen von Ihrer Kreditwürdigkeit und der Höhe der regelmäßigen Einkünfte ab, die auf dem Girokonto eingehen.

Beispiel: Die Bank gewährt Ihnen einen Dispokredit in Höhe von 1.500 Euro. Damit können Sie bei einem Kontostand von 1.000 Euro über insgesamt 2.500 Euro verfügen.

Wann lohnt sich ein Dispo?

Der Dispokredit verschafft dem Verbraucher bei einem finanziellen Engpass schnell und unkompliziert wieder Spielraum. Damit bleibt er zahlungsfähig. Er kann das Geld frei verwenden. Die Rückzahlung erfolgt mit jeder Einzahlung, sodass beispielsweise das nächste Monatsgehalt die Inanspruchnahme des Dispos wieder ausgleicht.

Diese Flexibilität hat jedoch ihren Preis. Mit durchschnittlich etwas über 9 Prozent sind die Dispozinsen im Vergleich zu anderen Kreditformen deutlich teurer. Daher sollte der Dispo nur vorübergehend zur Deckung des Geldbedarfs genutzt werden.

In den folgenden Situationen kann die Verwendung des Dispos nützlich sein:

Ein Dispo lohnt sich bei ungeplant hohe Ausgaben

Ungeplant hohe Ausgaben

Sinnvoll ist der Einsatz des Überziehungskredits für unvorhergesehene, aber notwendige Ausgaben, die Ihr verfügbares monatliches Budget übersteigen. Typische Beispiele sind der Kauf einer neuen Waschmaschine, eine medizinische Therapie oder die Autoreparatur.

Ein Dispo lohnt sich bei vergessenen Rechnungen

Rechnung vergessen

Sie haben schlicht vergessen, dass noch eine Rechnung, Lastschrift oder ein Dauerauftrag abgebucht wird? Auch hier hilft der Dispokredit als kurzzeitige Zahlungsüberbrückung. Oftmals ist es günstiger, die Überziehungszinsen in Kauf zu nehmen, als Mahngebühren zu zahlen oder einen Schufa-Eintrag zu riskieren.

Ein Dispo lohnt sich bei hohen Preisnachlassen

Hoher Preisnachlass

Wenn Sie den Dispo für ein Schnäppchen nutzen, sollten Sie zunächst die Kosten abwägen: Ist der Kostennachlass bei dem Sonderangebot größer als die Kosten für die Dispozinsen, die Sie dafür zahlen müssen?

Ein Dispo lohnt sich als Absicherung bei Notfällen

Notfall

Sie haben sich ausgeschlossen, und der Schlüsseldienst verlangt eine sofortige Bezahlung in bar? Oder Sie müssen bei einer Erkrankung während des Urlaubs im Ausland die Arztkosten vor Ort zunächst selbst bezahlen? In solchen Fällen hilft Ihnen der Dispo aus der Klemme, falls Ihr Konto nicht ausreichend gedeckt ist.

Tipp zum Dispokredit

Extratipp:

Grundsätzlich sollten Sie den Disporahmen nur so weit nutzen, dass Sie die Kontoüberziehung bald wieder begleichen und Ihre Lebenshaltungskosten im nächsten Monat problemlos aus eigenen Mitteln decken können.

Wie funktioniert ein Dispo?

Mit einem Dispokredit verfügen Sie über einen Kreditrahmen, den Sie in Anspruch nehmen können, aber nicht müssen. Der Dispo wird von der Bank einmalig und in einer bestimmten Höhe eingeräumt. Danach können Sie den Überziehungskredit jederzeit bis zu der vereinbarten Höchstsumme in Anspruch nehmen, ohne dafür einen Kreditantrag stellen zu müssen.

Der Dispo ist nicht an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden. Es spielt daher keine Rolle, wofür Sie das Geld ausgeben.

Mit jeder Ausgabe verringert sich das noch abrufbare Kreditvolumen, und Ihr Konto gerät noch weiter ins Minus. Erst wenn auf Ihrem Konto wieder Geld eingeht, wird die Überziehung verringert und schließlich ausgeglichen. Anschließend steht Ihnen wieder der volle Kreditrahmen zur Verfügung. Zinsen zahlen Sie, solange Sie sich im Minus befinden – allerdings lediglich für den Betrag, den Sie in Anspruch nehmen.

So funktioniert die Rückzahlung des Dispos

Für die Rückzahlung des Dispokredits müssen Sie weder einen festen Termin noch fixe Raten einhalten. Sie können den Kredit in einem beliebigen Zeitraum zurückzahlen, wobei „rückzahlen“ gleichbedeutend ist mit „Girokonto ausgleichen“. So wird der Negativsaldo (Überziehungsbetrag) automatisch mit jedem Geldeingang auf Ihrem Konto verrechnet, bis Ihr Konto wieder ausgeglichen ist.

Alternativ lässt sich der Dispositionskredit auch durch einen Umschuldungskredit tilgen. Empfehlenswert ist diese Vorgehensweise besonders dann, wenn Sie längere Zeit im Minus sind und der vergleichsweise hohe Dispozins Ihnen dauerhaft den finanziellen Spielraum nimmt.

Bei einer Umschuldung lösen Sie den teuren Dispokredit durch einen Kredit mit einem niedrigeren Zinssatz ab, beispielsweise durch einen Ratenkredit. Dadurch mindern Sie die Zinslast. Zudem vereinfachen die festen Monatsraten die Rückzahlung der angehäuften Schulden.

Voraussetzungen für einen Dispo

Wer kann einen Dispo beantragen?

Grundsätzlich ist ein Dispokredit an ein Girokonto gekoppelt, auf das regelmäßig Zahlungen eingehen (z. B. Gehalt, Unterhalt, Rente). Bevor die Bank den Dispokredit gewährt, überprüft sie die Kreditwürdigkeit des Kontoinhabers über eine Auskunftei wie die Schufa.

Voraussetzungen für einen Dispokredit sind:

  • Sie sind volljährig.
  • Sie haben ein Girokonto bei einer Bank in Deutschland.
  • Ihr fester Wohnsitz befindet sich in Deutschland.
  • Sie verfügen über regelmäßige monatliche Einkünfte.
  • Sie haben keine negativen Schufa-Einträge.

Falls die Bank Ihnen keinen Dispo einräumt, fragen Sie nach einer Begründung. Das kann nämlich auch an einem fehlerhaften Eintrag in der Schufa-Datei liegen. Daher sollten Sie eine kostenfreie Selbstauskunft bei der Schufa anfordern, um die Einträge zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Zum Dispokredit der Commerzbank

In welcher Höhe kann ein Dispo beantragt werden?

Die Höhe des Kreditrahmens richtet sich danach, wie viel Geld regelmäßig auf Ihrem Konto eingeht. In der Regel wird der zwei- bis dreifache Wert beispielsweise Ihres Nettoeinkommens als Obergrenze vereinbart. Bei Neukunden sind die Banken manchmal vorsichtiger und begrenzen den Dispokredit zunächst auf ein Monatseinkommen.

Der Grund: Ein Verbraucher, der einen Dispo in Anspruch nimmt, sollte in der Lage sein, den Kredit einschließlich der Zinsen innerhalb von zwei bis drei Monaten problemlos zurückzuzahlen. Die Bank will damit einer dauerhaften Verschuldung vorbeugen. Daher sind Sie auch dazu verpflichtet, Ihre Bank über eine Änderung Ihrer Einkommenssituation zu informieren, etwa wenn Sie Ihr Arbeitsverhältnis beenden.

Wie viel Dispo ist möglich?

Was kostet ein Dispo?

Kosten fallen für den Dispokredit nur an, wenn der Verbraucher ihn tatsächlich nutzt. Die Einrichtung des Kredits ist kostenlos. Bearbeitungs- oder sonstige Gebühren sind nicht zulässig.

Bei Inanspruchnahme zahlen Sie Dispozinsen. Diese werden für jeden Euro fällig, mit dem Sie Ihr Konto überziehen, und zwar so lange, bis Sie Ihr Konto wieder ausgeglichen haben. Die Dispozinsen werden vierteljährlich von Ihrem Girokonto abgebucht.

Der Zinssatz für den Dispokredit ist veränderlich und wird durch die Bank selbst festgelegt. Aufgrund der Preisunterschiede lohnt sich ein Vergleich schon bei der Auswahl des Girokontos, außerdem sollten Sie die aktuellen Zinssätze überprüfen.

Wie werden die Zinsen für den Dispo berechnet?

Die Zinsen für die getätigten Überziehungen werden tageweise berechnet. Grundlage für die Berechnung ist der Betrag, um den Sie Ihr Konto überzogen haben, die Dauer (Anzahl der Tage) der Überziehung und der aktuelle Zinssatz für Dispozinsen.

Formel für die Berechnung der Dispozinsen:

Überziehungsbetrag x Zinssatz des Dispos x Tage im Minus / Tage im Jahr (360 x 100)

Überziehungsbetrag / 100 x Zinssatz des Dispos x Tage, die man im Minus ist. Das Ergebnis durch 360 Tage im Jahr teilen = Dispozinsen

Beispiel

  • Überziehungsbetrag: 1.000 Euro
  • Dispozinssatz: 10,5 %
  • Überziehungsdauer: 20 Tage

Berechnung der Zinsen

  • 1.000 x 10,5 x 20 / 100 x 360 = 5,83 Euro
  • 1.000 / 100 x 10,5 x 20 = 2.100
  • 2.100 / 360 = 5,83 Euro

Sie können den Dispozins auch mithilfe eines Disporechners online ermitteln, beispielsweise hier.


Welche Vor- und Nachteile bietet ein Dispo?

Der Dispokredit dient in erster Linie dazu, kurzfristig die Zahlungsfähigkeit des Kontoinhabers zu sichern. Daraus ergeben sich Vorteile, aber auch Nachteile.

Vorteile eines Dispos

Vorteile

  • Kurzfristig ohne Kreditantrag nutzbar
  • Verfügbar durch Kontoüberziehung
  • Frei verwendbar
  • Keine festen Raten und Rückzahlungsfristen
  • Dispozinsen nur für Inanspruchnahme
  • Keine Sicherheiten notwendig
Nachteile eines Dispos

Nachteile

  • Hoher Dispozins = hohe Kosten
  • Gefahr, ins Minus geraten, ohne es zu merken
  • Risiko der dauerhaften Verschuldung
  • Kurzfristig veränderliche Sollzinsen
  • Pfandrecht der Bank bzw. Kündigung des Dispos bei dauerhafter Überziehung ohne Zahlungsausgleich

Welche Alternativen zum Dispo gibt es?

Fall Sie Ihren Dispokredit regelmäßig nutzen oder Ihr Kontostand permanent im Minus bleibt, sollten Sie die folgenden Alternativen prüfen.

Kreditkarte

Vom Zeitpunkt der Kartenzahlung bis zur Belastung des Kontos erhalten Sie mit einer sogenannten Charge-Karte einen zinslosen Kredit – sofern der Betrag sich innerhalb des eingeräumten Kreditrahmens bewegt und im Folgemonat wieder ausgeglichen wird.

Rahmenkredit

Funktioniert ähnlich wie der Dispo – bei günstigeren Zinsen. Wie beim Dispokredit wird ein fester Kreditrahmen vereinbart, aus dem nach Bedarf Geld abgerufen werden kann. Zinsen fallen nur für die abgerufene Kreditsumme an. Viele Banken verzichten auf eine monatliche Mindestzurückzahlung (bestimmter Prozentsatz des in Anspruch genommenen Geldbetrags). Es ist aber auch möglich, den gesamten Kreditbetrag auf einmal zu tilgen.

Ratenkredit

Einen noch günstigeren Zinssatz bietet der Ratenkredit. Er wird einmal gewährt, der Betrag auf Ihr Konto überwiesen. Die Rückzahlung erfolgt in Monatsraten über eine vereinbarte Laufzeit hinweg.

Dispo oder Ratenkredit: Wo liegen die Unterschiede?

Ein Ratenkredit ist in der Regel wie der Dispositionskredit frei verwendbar. Er wird jedoch meist für eine größere Anschaffung genutzt, zur Begleichung von unvorhergesehenen Kosten oder für eine Umschuldung wie die Ablösung des Dispos, dessen durchschnittlicher Zinssatz bei über 9 Prozent liegt.

Bei einem Ratenkredit vereinbaren Sie mit Ihrer Bank die Höhe und die Laufzeit des Ratekredits. Die monatlichen Zahlungen lassen sich – im Gegensatz zu einem Dispokredit – individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen. So ist es beispielsweise möglich, die Höhe der Raten durch eine verlängerte Laufzeit zu reduzieren.

Aufgrund des Tilgungsplans, den es beim Dispo nicht gibt, weiß die Bank, wann der Ratenkredit abgezahlt ist, und honoriert dies mit günstigen Zinsen. Sie wiederum kennen Ihre monatliche Belastung durch die Ratenzahlungen und die Höhe der Kreditzinsen. Das gibt Ihnen finanzielle Planungssicherheit, während die festen Monatsraten beim strukturierten Abbau der Schuldenlast helfen.

Dispo Ratenkredit
Hohe Zinsen Niedrige Zinsen
Veränderliche Dispozinsen: jederzeit durch die Bank an aktuelle Marktzinsen anpassbar Fester Zinssatz
Keine Vorgaben zur Zurückzahlung Fixe monatliche Raten und festgelegte Laufzeit
Rückzahlung jederzeit möglich Häufig sind kostenlose Sondertilgungen und eine vorzeitige Rückzahlung möglich
Zinsen fallen nur für den genutzten Zeitraum an Zinsen über die gesamte Laufzeit
Begrenzter Kreditrahmen (max. dreifacher Wert des monatlichen Geldeingangs) Kreditsumme individuell und unabhängig von Nettoeinkünften vereinbar

Dispo oder Ratenkredit: Was lohnt sich wann?

Ein Dispokredit lohnt sich in der Regel nur dann, wenn Sie das Geld zeitnah zurückzahlen können, am besten innerhalb von 30 Tagen. Spätestens nach drei Monaten sollte Ihr Girokonto wieder ausgeglichen sein.

Für größere Anschaffungen oder Wünsche ist ein Ratenkredit die bessere Wahl. Die Zinsen sind deutlich günstiger als beim Dispo, und die Kreditsumme kann, je nach Bank und entsprechend Ihrer Bonität, bis zu 80.000 Euro betragen.

  • Waschmaschine für 399 Euro: Sie brauchen eine neue Waschmaschine. Ihr Wunschgerät kostet im Angebot 399 Euro. Ihr Kontostand tendiert gerade gegen null. Allerdings können Sie problemlos monatlich 150 Euro zurücklegen. In diesem Fall ist der Dispokredit die richtige Wahl.
  • Familienurlaub oder Möbel für 2.000 Euro: Anders sieht es aus, wenn Sie beispielsweise für den Familienurlaub oder neue Möbel Ihr Girokonto um 2.000 Euro überziehen. Bei einem Sparbetrag von 150 Euro monatlich brauchen Sie rund 14 Monate für die Rückzahlung. Die Kosten für die Dispozinsen bei einem Zinssatz von 9,5 Prozent belaufen sich dann auf 221,67 Euro.
    Im Vergleich dazu der Ratenkredit: Bei einer Laufzeit von 14 Monaten hätten Sie monatliche Raten von 144,87 Euro. Bei einem Zinssatz von 2,27 würden Sie insgesamt nur 28,24 Euro an Zinsen zahlen. Die Ersparnis gegenüber dem Dispokredit beträgt 193,43 Euro.

Fazit: Ein Dispokredit kann sich lohnen

Ein Dispokredit gibt viel Freiheit und ist vor allen Dingen bequem. Doch sollten Sie nicht die bequemste, sondern die günstigste Option nutzen. Daher am besten immer vorher die Kosten durchrechnen.

Grundsätzlich lohnt sich der Ratenkredit für alle Geldbeträge, die Sie nicht mit Ihrem Einkommen innerhalb von drei Monaten ausgleichen können. Und: Auch Ratenkredite können Sie schnell über das Internet abschließen.

Warum sich ein Dispokredit lohnen kann

Häufige Fragen zum Dispo

Wie wird der Dispokredit auf meinem Konto bereitgestellt?

Sie nehmen den vereinbarten Dispositionskredit automatisch in Anspruch, wenn Ihre Abbuchungen das Guthaben auf Ihrem Konto übersteigen. Mit jeder Überziehung sinkt die Höhe des noch abrufbaren Kreditvolumens – so lange, bis wieder Einkünfte eingehen.

Wie erfolgt die Rückzahlung?

Sobald Zahlungen auf Ihrem Konto eingehen, werden diese mit der aktuellen Inanspruchnahme des Dispokredits verrechnet.

Welche Kosten fallen an?

Sie zahlen lediglich Zinsen auf den in Anspruch genommenen Betrag. Es fallen keine sonstigen Gebühren an.

Wann werden die Zinsen fällig?

Die Zinsen werden vierteljährlich nachträglich in Rechnung gestellt.

Wie lange darf ich mein Girokonto überziehen?

Wenn Sie sich bei der Überziehung innerhalb des vereinbarten Kreditrahmens bewegen, dürfen Sie das Girokonto so lange überziehen, wie Sie möchten.

Kann ich den Dispo überziehen?

Im Prinzip ja. Bei einer solchen „geduldeten Kontoüberziehung“ fallen Überziehungszinsen an, die noch mal höher sind als die Dispozinsen. Am besten setzen Sie sich mit Ihrer Bank in Verbindung, um die Situation zu klären und eine bessere Finanzierungslösung (z. B. Umschuldung oder Rückführungsvereinbarung) zu finden. Ansonsten kann die Bank den Dispo kündigen.

Kann ich den Dispo erhöhen?

Wenn beim Kreditrahmen noch nicht der dreifache Wert der regelmäßigen monatlichen Zahlungseingänge erreicht und Ihre Bonität einwandfrei ist, dann stehen die Chancen gut, dass Ihre Bank zustimmt.

Was passiert, wenn ich meinen Dispokredit nicht mehr bezahlen kann?

Zunächst sollten Sie mit Ihrer Bank über Lösungen wie eine Umschuldung sprechen. Sonst droht die Pfändung Ihrer anderen bei der Bank unterhaltenen Konten.


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