ComStage Bund-Future Double Short UCITS ETF

Coronavirus bringt Rezession in Deutschland

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Von steigenden Zinsen profitieren
  • Synthetische Index-Nachbildung
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs

18.06.2020

Investmentansatz

ComStage Bund-Future Double Short UCITS ETF

Der ComStage Bund-Future Double Short UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des Solactive Bund Daily (-2x) Inverse Index anknüpft.

Die Strategie ist auf Tagesbasis an die Wertentwicklung des Euro-Bund-Future, als wichtigsten Indikator für die Zinsentwicklung in Deutschland, über eine Anlage in eine sog. Short-Position gekoppelt.

Beim Euro-Bund-Future handelt es sich um einen Terminkontrakt auf eine fiktive 10-jährige Anleihe der Bundesrepublik Deutschland. Insgesamt gilt, dass die Strategie fallen wird, wenn die Zinsen im Bereich der 10-jährigen Anleihen fallen bzw. die Strategie wird steigen, wenn die Zinsen im 10-jährigen Bereich steigen.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeudet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit einem Swap-Partner einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für den Swap-Partner als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist der Swap-Partner verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Für die Lyxor ETFs mit indirekter Abbildung kann auf folgende Swap-Partner zurückgegriffen werden:
- Commerzbank AG
- Goldman Sachs International
- Barclays Bank Plc
- BNP Paribas

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Frankfurt
Fondstyp Rentenfonds
Anlagesegment Deutschland Short Leverage
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN ETF563
ISIN LU0530124006
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,20%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Coronavirus bringt Rezession in Deutschland

Die globale Verbreitung des Coronavirus bringt in der Folge weltweit einen massiven Konjunktureinbruch mit sich. Die Maßnahmen, die zur Eindämmung der Pandemie ergriffen wurden, führen zu einer globalen Rezession. Wir rechnen mit einem scharfen Wachstumseinbruch zumindest im ersten Halbjahr. Die restriktiven Maßnahmen, die das öffentliche Leben lahmlegen, treffen insbesondere den Dienstleistungsbereich, der durch Geschäfts- und Restaurantschließungen oder Einschränkungen beim Tourismus stark leidet. Und das gilt nahezu weltweit.

Deutschland erhöht die Bundemissionen drastisch

Deutschland stellt bislang Hilfsmaßnahmen in Höhe von 156 Mrd. Euro zur Verfügung, die durch neue Schulden finanziert werden sollen, der Bundestag hat den Nachtragshaushalt 2020 freigegeben. Für mittelgroße Firmen wurde zudem ein Kreditprogramm über die staatliche Förderbank KfW bereitgestellt. Die höheren Ausgaben werden am Kapitalmarkt refinanziert. So hat die Bundesfinanzagentur ihren Emissionskalender für das 2. Quartal zweimal um insgesamt gut 200 Mrd. Euro erhöht.

Die Emissionen über alle Instrument hinweg (Geldmarktpapiere, Bundesanleihen) sollen um 354 Mrd. Euro angehoben werden, was ungefähr dem zusätzlichen Finanzierungsbedarf des Bundes entspricht. Ursprünglich waren Emissionen von rund 175 Mrd. geplant. Die vorgesehenen Gesamtemissionsvolumen dürften sich nach momentaner Planung also verdreifachen. Weitere Konjunkturprogramme sind in Planung. Hinzu kommen geringere Steuereinnahmen von 100 Mrd. Euro in diesem und 350 Mrd. Euro in den nächsten 3 Jahren hinzu, die finanziert werden müssen. Die Gesamtverschuldung Deutschlands dürfte in diesem Jahr von 60% auf 75% des BIP ansteigen.

Fazit

Mittelfristig dürften die Renditen auf niedrigen Niveaus bleiben. Die Coronakrise führt dazu, dass die Leitzinsen noch längere Zeit von der EZB nicht mehr angehoben werden dürften. Die Renditen von Bundesanleihen könnten aber aufgrund der Emissionswelle von Staatsanleihen bei einer konjunkturellen Erholung trotz der massiven EZB-Käufe anstiegen. Bundesanleihen bleiben aufgrund der negativen Renditen unattraktiv. Sollten aus Diversifikationsgründen Bundesanleihen gesucht werden, präferieren wir den mittleren Laufzeitenbereich von 4 bis 7 Jahren. Wir votieren den ComStage Bund-Future Double Short UCITS ETF weiterhin mit Halten.

Investition im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in diesem ETF sinnvoll sein.

18. Juni 2020

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Frankfurt
Fondstyp Rentenfonds
Anlagesegment Deutschland Short Leverage
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN ETF563 / LU0530124006
Fondsauflage 07.10.2010
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse D
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 25.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -2,27% / -25,98% / -38,44%
Volatilität (3 Jahre)3 9,24%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,20%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,20%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten, auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten, sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance der zugrundeliegenden Strategie
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Fonds ermöglicht eine gezielte Teilhabe an langfristigen Zinsentwicklung in Deutschland. Diese Fokussierung bietet die Chance, von der Entwicklung Deutschlands zu profitieren

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Der ETF bildet die tägliche prozentuale und nicht die absolute Wertentwicklung des Basisindex annähernd zweifach (je nach Hebel) ab
  • Steigt der Basisindex, fällt der Wert des ETFs
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds