Lyxor MSCI Emerging Markets (LUX) UCITS ETF

Schwellenländerbörsen weisen bis April 2022 eine Outperformance auf

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Globale konjunkturelle Erholung im Jahr 2022 erwartet
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs
  • Synthetische Index-Nachbildung

08.06.2022

Investmentansatz

Anlageziel des Lyxor MSCI Emerging Markets (LUX) UCITS ETF

Der Lyxor MSCI Emerging Markets (LUX) UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI Daily Emerging Markets TRN Index anknüpft. Der Index bildet die Wertentwicklung der Aktienmärkte aller Schwellenländer weltweit ab.

Bei der Berechnung des Index werden neben den Kurswerten der in ihm enthaltenen Unternehmen auch Dividendenzahlungen abzüglich der Quellensteuer berücksichtigt.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit einem Swap-Partner einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für den Swap-Partner als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist der Swap-Partner verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

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Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Schwellenländer
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN ETF127
ISIN LU0635178014
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,14%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Schwellenländerbörsen weisen von Januar bis April 2022 eine Outperformance auf

Der MSCI EM-Index büßte im April 2022 rd. 5,7% ein und erzielte somit eine Outperformance gegenüber dem MSCI Welt-Index (-8,1%). Von Januar bis April 2022 gab der MSCI EM-Index um 12,6% nach, eine leicht bessere Performance als der MSCI Welt-Index (-13,4%). Diese resultierte vor allem aus der Tatsache, dass der MSCI China-Index im April 2022 nur noch um 4,1% gefallen ist. Die starken Gewinnmitnahmen in Lateinamerika (-13,9%; MSCI Brasilien-Index: -14,9%) schlugen aufgrund der vergleichsweise geringen Gewichtung nicht so kräftig zu Buche.

Auf Sektorenebene notierten im Berichtsmonat April bis auf den Bereich Versorger (+1%) alle anderen Branchen im Minus. Unterdessen setzte sich der Reigen von Zinserhöhungen weiter fort. Um die steigenden Inflationsraten zu bekämpfen, erhöhten die Zentralbanken in Korea (+25 Basispunkte), Polen (+100 BP), Ungarn (+100 BP) und in Peru (+50 BP) den Leitzins. Alles in allem bleibt die Lage in vielen Ländern der EM-Region nach wie vor recht fragil, zumal die Themen Geopolitik (Russland/Ukraine-Krieg), Zinswende (USA/Europa), Regulierung (China) und die Pandemie (v.a. in China wegen der Nulltoleranzstrategie) weiter auf der Tagesordnung stehen.

Unseres Erachtens halten sich in den EM derzeit die positiven und negativen Faktoren die Waage. Zu den positiven Faktoren zählen: Vergleichsweise moderate Bewertung (KGV 2022e: 11,9); viele Zentralbanken deutlich weiter vorangeschritten im Kampf gegen die Inflation; Verschuldungsniveaus mancherorts niedriger als in vielen westlichen Staaten; vergleichsweise robuste Entwicklung vieler Währungen; höhere Rohstoffpreise begünstigen rohstoffreiche Länder, Terms of Trade verbessern sich; direkter Handel vieler EM-Länder mit Russland/Ukraine recht klein (Exporte kleiner als 0,5% des BIP).

Zu den negativen Faktoren zählen u.a.: hohe Rohstoffpreise dürften Leistungsbilanzdefizite ausweiten; Regulierungen, Lockdowns und Immobilienkrise in China; politische Risiken (Wahlen in Brasilien); Währungs- und Inflationskrise in der Türkei; keine großen Wachstumsimpulse kurzfristig zu erwarten; höhere Rohstoffpreise und Lieferkettenprobleme tendenziell negativ für Asien; Gefahr einer Stagflation v.a. im Westen gestiegen; weitere Eskalation des Krieges zwischen Russland und der Ukraine mit weiteren möglichen negativen Folgen für die schon sehr stark gestiegenen Rohstoffpreise (u.a. Öl, Gas, Weizen, Palladium etc.).

Ausblick 2022

Die Wertentwicklung der wichtigsten EM-Länder war im Jahr 2021 auf MSCI-Basis sehr heterogen. Während die Börsen in Indien und Russland um 25,1% bzw. um 13,3% zulegten, brachen die Börsen in Brasilien (-23,5%) und China (-22,8%) kräftig ein. Das Problem für die gesamtem EM-Aktien ist dabei das sehr hohe Gewicht des MSCI China-Index mit seinen großen IT-Werten, das rund 34% beträgt. Dies ist auch ein wesentlicher Grund für die starke Underperformance der EM.

Kurzfristig erwarten wir in China keine signifikanten Verbesserungen. Zwar scheint zunächst einmal das Schlimmste in Bezug auf das Thema Regulierungen in zahlreichen Sektoren hinter uns zu liegen. Analytisch ist es aber nahezu unmöglich vorherzusagen, ob und wann es neue Regulierungen geben wird. Klar ist hingegen, dass sich das Wachstum in China erst einmal weiter abschwächen dürfte. Der Konsensus erwartet für 2022 nur noch ein BIP-Wachstum von 5,5%. Hinzu kommt das Thema Covid-19. Hier hat es im Reich der Mitte zuletzt wieder zahlreiche Neuinfektionen gegeben mit entsprechend einhergenden Einschränkungen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens.

Weitere Gründe für unsere nunmehr vorsichtigere Haltung in Bezug auf EM-Aktien sind die jüngsten negativen Gewinnrevisionen für den MSCI EM-Index sowie ein von uns erwarteter festerer US-Dollar für das Jahr 2022.

Mittelfristige Perspektiven der globalen Emerging Markets

Der Boom der Emerging Markets hält trotz zwischenzeitlicher Korrekturen an. Kraftzentren der Weltwirtschaft dürften weiter Länder wie China und Indien bleiben. Weitere Zuflüsse an Kapital und mittelfristig weitere Währungsaufwertungen sind die Folge. Das Wachstum ist zumeist breit diversifiziert. Eine kaufkräftige Mittelschicht wächst rasant. Sie ist der Garant für nachhaltige Prosperität. Schwellenländeraktien sollten daher Bestandteil eines gut diversifizierten Portfolios sein

Fazit

Die Schwellenländerbörsen wiesen im Jahr 2021 eine deutliche Underperformance auf. Diese resultierte in erster Linie aus der vergleichsweise schwachen Performance des Indexschwergewichts China. Im ersten Quartal 2022 setzte sich diese Tendenz fort, bevor der negative Trend im April 2022 gestoppt werden konnte, weil die Börse in China nicht mehr so stark unter Druck stand. Wir bestätigen unser Votum „Halten“.

08. Juni 2022

Länder

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Währungen

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Übersicht ausgewählter Strukturgrafiken

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Währungen

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Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Schwellenländer
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN ETF127 / LU0635178014
Fondsauflage 28.09.2011
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 04.07.2022
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -13,83% / +12,03% / +21,69%
Volatilität (3 Jahre)3 20,42%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,14%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,14%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Fonds ermöglicht die Teilhabe an der Entwicklung der Emerging Markets Aktienmärkte und damit eine besonders breite Streuung (Diversifikation) des Fondsportfolios, sodass dieser weniger abhängig von der Entwicklung einzelner Regionen ist

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds

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