ComStage MSCI Emerging Markets TRN UCITS ETF

Schwellenländerbörsen weisen im Juli 2020 eine Outperformance aus

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Mittelfristig weiter solide makroökonomische Rahmenbedingungen erwartet
  • Wachsende kaufkräftige Mittelschicht; Urbanisierung; günstige Demografie
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs
  • Synthetische Index-Nachbildung

31.08.2020

Investmentansatz

Anlageziel des ComStage MSCI Emerging Markets TRN UCITS ETF

Der ComStage MSCI Emerging Markets TRN UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI Daily Emerging Markets TRN Index anknüpft. Der Index bildet die Wertentwicklung der Aktienmärkte aller Schwellenländer weltweit ab.

Bei der Berechnung des Index werden neben den Kurswerten der in ihm enthaltenen Unternehmen auch Dividendenzahlungen abzüglich der Quellensteuer berücksichtigt.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit einem Swap-Partner einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für den Swap-Partner als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist der Swap-Partner verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Schwellenländer
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN ETF127
ISIN LU0635178014
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,14%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Schwellenländerbörsen wiesen im Juli 2020 eine deutliche Outperformance aus

Die Schwellenländerbörsen haben im Juli 2020 mit einem Plus in Höhe von 8,4% den zweiten Monat in Folge eine deutliche Outperformance sowohl gegenüber dem MSCI Developed Market-Index (+4,7%) als auch gegenüber dem MSCI Welt-Index (+5,1%) ausgewiesen. Von Januar bis Juli 2020 ergibt sich aber immer noch ein Verlust von 3,2% (MSCI Welt: -2,4%); allerdings konnte der zeitweise große Performancerückstand durch die vergangenen beiden starken Monate spürbar reduziert werden. Verantwortlich für die Outperformance der EM-Aktien zeichnete vor allem die starken Anlageergebnisse für Asien ex-Japan (+8%) sowie für die Region Lateinamerika (+10,7%).

Verantwortlich für die sehr gute Performance der gesamten Emerging Markets zeichneten unter anderem die Fortsetzung der globalen konjunkturellen Erholung (der Global Economic Surprises-Index stieg mit 90,5 Punkte auf ein Allzeithoch), steigende Gewinnrevisionen, ein schwächerer US-Dollar (-4,2% im Juli) sowie weiter steigende Rohstoff und Edelmetallpreise (Öl: +5,2%; Kupfer: +6,6%; Gold: +10,9%; Silber: +34%, beste Monatsperformance seit 1979!). Hinzu kam eine Reihe von Leitzinssenkungen weltweit (u.a. in sechs Emerging Markets). Auf EM-Sektorenebene hatte der IT-Bereich (+17,6%) die Nase vorn. Am Ende der Performancerangliste notierte der Finanzbereich (+2,9%).

Die EM-Firmengewinnschätzungen für 2021 wurden im Juli 2020 um 0,9% nach oben revidiert. Auf regionaler Basis gab es die größten positiven Ergebnisrevisionen für die Region Osteuropa (+1%) und EM Asien (+0,8%). EM-Aktienfonds wiesen im Juli 2020 (per 29.7) Nettozuflüsse in Höhe von 1,4 Mrd. USD auf. In den vergangenen sieben Monaten (Jan. bis Juli) verkauften ausländische Anleger Schwellenländeraktien in Höhe von 42,3 Mrd. USD (netto).

Mittelfristige Perspektiven der globalen Emerging Markets

Der Boom der Emerging Markets hält trotz zwischenzeitlicher Korrekturen an. Kraftzentren der Weltwirtschaft dürften weiter Länder wie China und Indien bleiben. Schätzungen zufolge dürften die Schwellenländer in den nächsten drei Jahren BIP-Wachstumsraten von 3% bis 4% erzielen. Weitere Zuflüsse an Kapital und mittelfristig weitere Währungsaufwertungen sind die Folge. Das Wachstum ist zumeist breit diversifiziert. Eine kaufkräftige Mittelschicht wächst rasant. Sie ist der Garant für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung. Schwellenländeraktien sollten daher Bestandteil eines gut diversifizierten Portfolios sein.

Fazit

Die Schwellenländerbörsen haben im Juli 2020 eine Outperformance erzielt. Innerhalb der EM-Aktien sehen wir die Region Asien weiterhin am besten gegen die Krise aufgestellt; im Juli legte die Region um 8% zu und machte somit die schwache Mai-Performance (u.a. wegen des geplanten Sicherheitsgesetzes etc.) mehr als wett. Lateinamerika und Osteuropa leiden u.a. unter schwachen Währungen und hohen Covid-19-Zahlen. Wir votieren mit „Kauf“.

31. August 2020

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Schwellenländer
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN ETF127 / LU0635178014
Fondsauflage 28.09.2011
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 18.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +3,49% / +8,77% / +43,01%
Volatilität (3 Jahre)3 19,05%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,14%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,14%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten, auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten, sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Fonds ermöglicht die Teilhabe an der Entwicklung der Emerging Markets Aktienmärkte und damit eine besonders breite Streuung (Diversifikation) des Fondsportfolios, sodass dieser weniger abhängig von der Entwicklung einzelner Regionen ist

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds

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