ComStage EURO STOXX 50 ® DAILY SHORT GR UCITS ETF

Zwischen Hoffen und Bangen

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Notenbanken und Regierungen steuern mit Hilfspaketen gegen die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Pandemie
  • Einigung über den EU-Wiederaufbaufonds dürfte zu verstärkten Zuflüssen internationaler Investoren führen
  • Gegenläufige Kursentwicklung des EURO STOXX 50
  • Synthetische Index-Nachbildung

03.08.2020

Investmentansatz

Anlageziel des ComStage

Der ComStage EURO STOXX 50 ® DAILY SHORT GR UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des EURO STOXX 50® Daily Short GR Index anknüpft. Der Index ist auf täglicher Basis an die gegenläufige Kursentwicklung des EURO STOXX 50® GR Index gekoppelt.

Bei der Berechnung des Index werden neben den Kurswerten der in ihm enthaltenen Unternehmen auch Dividenden- und Bonuszahlungen abzüglich der Quellensteuer berücksichtigt.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit meinem Swap-Partner einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für den Swap-Partner als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist der Swap-Partner verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Für die ComStage ETFs mit indirekter Abbildung kann auf folgende Swap-Partner zurückgegriffen werden:
- Commerzbank AG
- Goldman Sachs International
- Barclays Bank Plc
- BNP Paribas

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Eurozone Short
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN ETF052
ISIN LU0392496856
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,35%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Zwischen Hoffen und Bangen

Am europäischen Markt dürfte die Kursrally der vergangenen Monate nach der kursmäßig positiven Verarbeitung des „Wiederaufbaufonds“ bald eine Pause einlegen. Insbesondere die in den USA (und zum Teil auch in Europa) wieder steigenden Covid-Infiziertenzahlen steigern die Nervosität an den Märkten. Angesichts unverändert kaum vorhandener Alternativen zur Aktienanlage bewegt sich die Gemütslage je nach Nachrichtenfluss zwischen Hoffen und Bangen. Nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Monate dürfte damit die Phase einer volatilen Seitwärtsbewegung eingeleitet werden.

Die Angst vor der zweiten Welle

In den vergangenen Monaten hatte auch der Euroraum von seiner zyklischen Ausrichtung profitiert. Mit den Lockerungen bei den Eindämmungsmaßnahmen hatten deutlich zulegende konjunkturelle Frühindikatoren zu einer stärkeren Nachfrage nach zyklischen Titeln gesorgt. Die damit einhergehenden positiven Makroüberraschungen haben dabei geholfen.

Dafür, dass die Märkte nun doch wieder etwas ins Stocken geraten könnten, sorgt einmal mehr der Corona-Virus. Bisher sah die Geschichte, die der Markt erzählte so aus, dass die Indizes nicht nur den „harten“ Konjunkturdaten (was typisch ist, der Markt schaut nach vorne) sondern auch den konjunkturellen Frühindikatoren weit voraus gelaufen waren, dies aber durch die fallenden Infiziertenzahlen zu rechtfertigen war.

Schließlich bedeuten sinkende Coronazahlen, dass zum einen die Lockerungsmaßnahmen weiter aufgehoben werden können und dass sich damit auch die Wirtschaft weiter auf „Normalisierungskurs“ bewegt. Die zudem zwar absolut gesehen schwachen, aber überwiegend besser als befürchtet ausgefallenen Makrodaten taten dann ihr übriges.

Während das Virus in Europa unter Kontrolle scheint, hat sich dagegen die Lage in den USA wieder deutlich verschlechtert. Die Folgen des relativ späten Lockdowns und dessen nur kurze Dauer schlagen sich anscheinend in wieder steigenden Erkrankungsfällen nieder. Hatten zuvor die stark sinkenden Fälle im Hot Spot New York die Zahlen für die gesamten USA nach unten gedrückt, zeigt sich nun, dass sich vor allem in Texas, Florida und Arizona die Lage derart verschlechtert hat, dass sich dies nun auch in den landesweiten Zahlen niederschlägt. Damit steigen die Nervosität und die Volatilität an den Märkten weltweit. Die Infiziertenzahlen bleiben somit ein Frühindikator für den Markt.

Was die Kurse aber dennoch weiterhin unterstützt, ist die Erwartung, dass es wohl nicht mehr zu landesweiten Lockdowns kommen wird und daher unterstellt wird, dass die wirtschaftlichen Schäden (auch aufgrund der monetären und fiskalpolitischen Unterstützung) begrenzt bleiben. Auch sind viele Investoren immer noch recht vorsichtig positioniert. Ein Grund vorsichtiger zu werden, sind die Corona-Trends aber allemal.

Die politischen Risiken bleiben auf der Agenda

Nicht nur, dass US-Präsident Trump wieder eine härtere Gangart gegenüber China an den Tag legen könnte - schließlich dürfte das im Wahlkampf gut ankommen -, er scheint nun auch wieder Europa ins Visier zu nehmen. So wurden neue Importzölle für Waren aus Großbritannien und der EU angekündigt. Damit ist auch die jüngst bessere Performance von Europa gegenüber den USA nicht in Stein gemeißelt. Der weiterhin unklare Ausgang der Brexit-Verhandlungen ist hier ein weiterer Belastungsfaktor.

Einigung beim Wiederaufbaufonds hebt die Bereitschaft ausländischer Investoren in Europa zu investieren

Der Wiederaufbaufonds stellt eine bedeutende Weichenstellung für die Zukunft Europas dar: Die EU verschuldet sich erstmals langfristig und macht zudem einen deutlichen Schritt in Richtung Vergemeinschaftung von Staatsschulden. Dies ist ein Zeichen starker Solidarität, das insbesondere bei angelsächsischen Anlegern sehr gut ankommen dürfte.

Die politischen Zwistigkeiten und die anhaltende Sorge internationaler Anleger hinsichtlich eines möglichen Auseinanderbrechens der EU hatten lange für Abflüsse und Zurückhaltung gesorgt. Hier ist in den vergangenen Wochen eine Wende zu erkennen, die sich nun fortsetzten sollte.

Fazit

Nach den deutlichen Kursgewinnen ist nun eher eine volatile Seitwärtsbewegung angesagt. Die Wirtschaft dürfte sich in den kommenden Monaten zwar weiter erholen, dies ist aber zu einem großen Teil bereits eingepreist. Die zunehmenden Corona- Risiken und anhaltenden geopolitische Spannungen bleiben Risikofaktoren. Unterstützend wirken aber die zunehmenden Zuflüsse internationaler Anleger in den Euroraum. Hier hilft die Einigung über den Wiederaufbaufonds.

Einsatz im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in den ComStage EURO STOXX 50 ® DAILY SHORT GR UCITS ETF sinnvoll sein.

03. August 2020

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Eurozone Short
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN ETF052 / LU0392496856
Fondsauflage 05.12.2008
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan -
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 24.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -1,60% / -14,48% / -37,50%
Volatilität (3 Jahre)3 20,59%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,35%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,35%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Der Fonds ermöglicht die Teilhabe an der Entwicklung der internationalen Aktienmärkte und damit eine besonders breite Streuung (Diversifikation) des Fondsportfolios, sodass dieser weniger abhängig von der Entwicklung einzelner Regionen ist

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Steigt der Basisindex, fällt der Wert des ETFs
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds