ComStage HSCEI UCITS ETF

Chinas Festlandbörsen in Coronakrise weiterhin mit Outperformance

Votum: Starker Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • BIP-Wachstum 2020 dürfte trotz Covid-19-Krise um 2% zulegen
  • Geld- und Fiskalpolitik wirkt stützend
  • Wachstumsfokus künftig stärker auf Binnenkonsum
  • Handelstreit mit den USA dämpft Wachstum in China
  • Synthetische Index-Nachbildung

04.06.2020

Investmentansatz

Anlageziel des ComStage HSCEI UCITS ETF

Der ComStage HSCEI UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund), der sich auf die Wertentwicklung des Hang Seng China Enterprises Index Net Total Return Index bezieht. Bei dem Index handelt es sich um einen Kursindex. Der HSCI Index repräsentiert die wichtigsten Aktien kontinentalchinesicher Unternehmen oder Unternehmen an denen die Volksrepublik China eine wesentliche Beteiligung hält und die in Hongkong Dollar an der Hong Kong Stock Exchange gehandelt werden.

Beim ComStage HSCEI UCITS ETF profitieren Anleger von der Berücksichtigung anfallender Dividendenzahlungen. Ausgeschüttete Dividenden werden nach Abzug der Quellensteuer direkt dem Fondsvermögen gutgeschrieben. Dies führt in der Regel dazu, dass sich der ETF besser entwickelt als der zugrunde liegende Index selbst.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeudet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit einem Swap-Partner einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für den Swap-Partner als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist der Swap-Partner verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment China
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung HKD
Ertragsverwendung ausschüttend
WKN ETF023
ISIN LU0488316992
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,55%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Rückblick erstes Quartal 2020: Coronavirus-Pandemie führt zu globalem Börsencrash

Die Coronavirus-Pandemie, die im Dezember 2019 in China (Wuhan) ihren Anfang nahm, führte im März 2020 weltweit zu einem historischen Börsencrash. Die großen Leitindizes büßten nach gutem Jahresbeginn seit Mitte Februar zeitweise um bis zu 40% ein. Ein so massiver Kurseinbruch in so kurzer Zeit sucht in der Geschichte seinesgleichen.

Angebots- und Nachfrageschock, Ausgangssperren

Die stark fortgeschrittene Globalisierung führte – wie wir jetzt in der Krise sehen – zu einer immer größer werdenden Verwundbarkeit der weltweiten Konjunktur. In Anbetracht zusammenbrechender Lieferketten kam und kommt es zu einem Angebotsschock. Zahlreiche Firmen mussten ihre Produktion bereits herunterfahren oder schlimmstenfalls sogar ganz einstellen. Weitere werden wohl unausweichlich folgen. Hinzu kommt ein Nachfrageschock, dessen Ausmaß aktuell noch schwer absehbar ist.

Die Politik reagierte auf die Coronavirus-Pandemie in großen Teilen der Welt mit drastischen Maßnahmen. Sie ordnete Geschäftsschließungen, Ausgangssperren und/oder Kontaktverbote für die Bevölkerung an, um die Ausbreitung des Coronavirus möglichst rasch zu stoppen und damit einen Kollaps des Gesundheitswesens sowie eine weiter stark steigende Zahl von Toten zu vermeiden. Die kurzfristigen ökonomischen Folgen infolge von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Konkursen etc. sind sehr gravierend. Die Nachfrage bricht ein; die Wirtschaft kommt weitgehend zum Erliegen.

Maßnahmen der Notenbanken und Regierungen

Die Maßnahmen vieler Notenbanken und Regierungen als Antwort auf die negativen Folgen des Coronavirus sind enorm. Es vergeht derzeit kaum ein Tag, an dem nicht neue geld- oder fiskalpolitische Maßnahmen verabschiedet werden, die eine weitere Verschärfung der Gesundheits-, Konjunktur- und Finanzkrise verhindern sollen. Erste Analystenschätzungen summieren die bislang beschlossenen konjunkturellen Hilfsprogramme auf ein Volumen von rd. 2 Prozent des weltweiten BIP. Zum Vergleich: In der Finanzkrise 2008/09 betrug der weltweite Fiskalstimulus „nur“ rund 1,5% des weltweiten BIP.

China bleibt ein wichtiger Impulsgeber

China dürfte auch in den kommenden Jahren ein wichtiger Treiber der Weltwirtschaft bleiben. 2018/19 trug das Reich der Mitte rund 28 Prozent zum globalen Wachstum bei. Der Trend hin zu mehr Konsum und Dienstleistungen ist ungebrochen. Strukturelle Langfristtrends wie beispielsweise Konsum (vor allem der globale Tourismus), Innovation und Automatisierung, Urbanisierung und Demographie (2050 wird voraussichtlich ein Drittel der chinesischen Bevölkerung über 60 Jahre alt sein) bieten unseres Erachtens auf Sicht der kommenden Jahre aktuell gute Investmentchancen.

Nach dem Kursrückgang seit Anfang des Jahres sind H-Aktien mit einem KGV von rd. 7,8 unserer Meinung nach weiterhin günstig bewertet und bieten mittelfristig gute Einstiegsmöglichkeiten.

Fazit

Der Ausbruch des Coronavirus in China im Dezember 2019 führte im Jan./Feb. 2020 zu kräftigem Kursdruck in China/Hongkong. Seither hat der Markt sich jedoch wieder etwas stabilisiert. Im ersten Quartal 2020 fiel der chinesische Aktienmarkt „nur“ um 10,2% (Emerging Markets wiesen für diesen Zeitraum eine Entwicklung von -23,9% aus). Im April 2020 legte der chinesische Aktienmarkt um 6,3% zu. Die chinesischen Makrodaten erholen sich allmählich. Die Wirtschaft fährt langsam wieder an. Wir bestätigen unser Votum „Starker Kauf“.

04. Juni 2020

Top Holdings

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Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment China
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung HKD
Ertragsverwendung ausschüttend
WKN / ISIN ETF023 / LU0488316992
Fondsauflage 01.07.2010
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 18.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -10,88% / -1,95% / +6,72%
Volatilität (3 Jahre)3 21,44%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,55%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,55%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkoste („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten, auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten, sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • Der Fonds ermöglicht die Teilhabe an der Entwicklung des chinesischen Aktienmarktes.

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds