ComStage ETF NASDAQ-100® UCITS ETF

Kursturbulenzen nach Arbeitsmarktdaten mit starkem Lohnanstieg

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Sämtliche Erträge des Fonds werden thesauriert und erhöhen damit die Performance
  • Synthetische Index-Nachbildung
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs

21.02.2018

Investmentansatz

Anlageziel des ComStage ETF NASDAQ-100® UCITS ETF

Der ComStage ETF NASDAQ-100® UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des Nasdaq-100® Index anknüpft. Bei der Berechnung des Index werden nur die Kurswerte der in ihm enthaltenen Unternehmen berücksichtigt.

Beim ComStage ETF NASDAQ-100® UCITS ETF profitieren Anleger dennoch durch die Berücksichtigung anfallender Dividendenzahlungen. Ausgeschüttete Dividenden werden nach Abzug der Quellensteuer direkt dem Fondsvermögen gutgeschrieben. Dies führt in der Regel dazu, dass sich der ETF besser entwickelt als der zugrunde liegende Index selbst.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit der Commerzbank einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für die Commerzbank als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist die Commerzbank verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Commerzbank als zuverlässiger Swap-Partner

Forderungen des ETF gegen den Swap-Partner unterliegen dem Risiko der Insolvenz des Swap-Partners. Der Swap-Partner für die ETFs von ComStage ist die Commerzbank. Bei ComStage ETFs liegt dieses Risiko aufgrund einer vollständigen Besicherung durch deutsche Staatsanleihen bei 0%.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Commerz Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Nordamerika
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Ausländisch thesaurierend
WKN ETF011
ISIN LU0378449770
Kosten
Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
TER2 0,25%

1 Fließen an die Commerzbank

2 Total Expense Ratio, Gesamtkosten nach Angabe der Fondsgesellschaft für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr

Ausgangslage

Die US-Leitindizes konnten im letzten Jahr vor allem in der Phase ab August fast kontinuierlich neue Rekordstände verbuchen. Diese lange Rally mahnte bereits zur Vorsicht, inzwischen hat ein Blitzcrash die Nervosität weiter angefacht. Zwar läuft die US-Konjunktur weiterhin sehr stabil und vor allem wurden bei den tragenden Wachstumsstützen die starken Ungleichgewichte der vergangenen Jahre abgebaut. Nachdem lange Zeit der private Konsum fast die einzige wichtige Säule gewesen war, können jetzt Investitionen und Industrieproduktion sukzessive aufholen.

Eine gewisse Gefahrenquelle könnte sich, wie am Markt aktuell gespielt, allerdings im starken Arbeitsmarkt verbergen. Ziehen die Löhne weiterhin stärker an, sollte dies zu Lasten der Gewinnmargen gehen, was angesichts der inzwischen extrem hohen Bewertungen nicht ohne Brisanz sein dürfte. Die meisten Kennziffern befinden sich inzwischen auf einem Niveau, das seit der Übertreibungsphase in 2000 nicht mehr erreicht wurde. Diese Entwicklung wurde lange Zeit von fallenden Zinsen und der Fed-Bilanzausweitung begünstigt. Doch ist hier jeweils eine Kehrtwende vollzogen worden, was bewertungsseitig Gegenwind bedeuten dürfte.

Darüber hinaus könnte eine lohninduzierte Inflationsausweitung den Zinsanhebungsprozess beschleunigen und die Renditen auf ein Niveau heben, auf dem sie den Aktienmarkt wieder belasten dürften.

Ein anderer Risikofaktor liegt in der politischen Führung und im Fed-Management. Zwar ist die Erwartungshaltung für die Trumponomics bereits stark gesunken. Mittelfristig dürften aber angesichts der Unberechenbarkeit des Präsidenten und auch seines Kabinetts seitens der Politik eher negative Einflüsse für die Aktienmärkte resultieren. Besonders besorgniserregend ist die fehlende parlamentarische Unterstützung des US-Präsidenten durch die eigene Partei.

Konjunktur

Die Hoffnung, dass in 2017 das inzwischen fast traditionell schwache erste Quartal sich witterungsbedingt nicht so schlimm darstellen würde wie in den Vorjahren, ist nur teilweise aufgegangen. Dieses Mal war es allerdings der wichtige Wachstumsträger Konsum, der schwächelte und so für einen schwachen Jahresauftakt sorgte. Allerdings hat die extrem gute Situation am Arbeitsmarkt und die steigende Konsumentenstimmung hier wieder für Abhilfe gesorgt, wobei die Lohnkostenentwicklung weiterhin noch überraschend moderat bleibt. Die Entwicklung in den Folgequartalen überraschte deutlich positiv und zeichnet verantwortlich für das ordentliche Wachstum von 2,3%.

Besonders erfreulich ist allerdings die Entwicklung in der Industrie, bei der sich nach langer Schwächetendenz die positiven Indikationen mehren. Wichtig wäre ein Anstieg der Produktivität, da die US-Unternehmer trotz bescheidener Entwicklung der Produktion immer weiter Arbeitsplätze geschaffen haben. Wenn jetzt die Trendwende bei der Lohnentwicklung eingetreten ist, müsste die Produktivität noch stärker anziehen, damit nicht die Gewinnentwicklung in Gefahr gerät.

Fazit

Die US-Wirtschaft legt 2018 weiter an Wachstum zu und besitzt inzwischen zwei wichtige Standbeine. Die Zinswende hat sich verselbstständigt, das Risiko der Neubesetzung des Fed-Boards scheint noch limitiert. Die Gewinnberichte überzeugen, der Revisionstrend hat durch den Sondereffekt Steuerreform gedreht. Die Bewertungen befinden sich dennoch weiter auf extremen Niveaus. Die aktuellen politischen Entscheidungen stellen eher Belastungen für die Zukunft dar. Unser Votum bleibt „Halten“.

Investition im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in den ComStage ETF NASDAQ-100® UCITS ETF sinnvoll sein.

21. Februar 2018

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Commerz Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Nordamerika
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Ausländisch thesaurierend
WKN / ISIN ETF011 / LU0378449770
Fondsauflage 21.08.2008
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 20.02.2018
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 +10,52% / +45,09% / +172,92%
Volatilität (3 Jahre)3 15,66%
Kosten
Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,25%
Performanceabhängige Vergütung -
TER2 0,25%
Laufende Vertriebsprovision1 -

1 Fließen an die Commerzbank

2 Total Expense Ratio, Gesamtkosten nach Angabe der Fondsgesellschaft für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • Der Fonds ermöglicht eine gezielte Teilhabe an Aktienmarktchancen in den USA. Diese Fokussierung bietet die Chance, von der Entwicklung der Aktienmärkte in den USA zu profitieren

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Mit der Fokussierung auf Aktien aus den USA ist gleichzeitig jedoch auch das Risiko verbunden, dass sich der Aktienmarkt in den USA und somit auch der Fonds schwächer entwickelt als andere Regionen bzw. der Gesamtmarkt