ComStage ShortDAX® TR UCITS ETF

Zwischen Hoffen und Bangen

Votum: Halten

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Notenbanken und Regierungen steuern mit Hilfspaketen gegen die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise
  • Unternehmensgewinnschätzungen mit Aufwärtsrevisionen
  • Bewertung und Niveau der Kursverluste signalisieren, dass bereits ein Rezessionsszenario eingepreist ist
  • Geringe Handelsspanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs
  • Synthetische Index-Nachbildung

30.07.2020

Investmentansatz

Anlageziel des ComStage ShortDAX® TR UCITS ETF

Der ComStage ShortDAX® TR UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des ShortDAX® TR Index anknüpft. Der Index ist an die gegenläufige Kursentwicklung des deutschen Leitindex DAX® („Basisindex“) über eine Anlage in eine sog. Short-Position gekoppelt.

Eine positive Veränderung des Basisindex führt zu einer negativen und eine negative Veränderung des Basisindex führt zu einer positiven Veränderung ungefähr gleichen prozentualen Ausmaßes auf Tagesbasis im Index.

Bei der Berechnung des Index werden neben den Kurswerten der in ihm enthaltenen Unternehmen auch Dividenden- und Bonuszahlungen abzüglich der Quellensteuer berücksichtigt.

Synthetische ETF Struktur

Dieser ETF wird über die swapbasierte Replikationsmethode (Nachbildung) abgebildet. Das bedeutet, swapbasierte ETFs investieren in der Regel nicht in die Bestandteile des abzubildenden Index. Vielmehr gibt es ein sogenanntes Trägerportfolio, welches in der Zusammensetzung deutlich vom abzubildenden Index abweichen kann. Um die Differenz in der Wertentwicklung zwischen dem Trägerportfolio (sogenannter Basket) und dem abzubildenden Index auszugleichen, schließt der Fonds mit einem Swap-Partner einen Tauschvertrag (sogenannter Index-Swap) ab.

Hieraus ergeben sich sowohl für den Swap-Partner als auch für den Fonds Zahlungsverpflichtungen. Entwickeln sich beispielsweise die im Index enthaltenen Wertpapiere besser als die vom Fonds erworbenen, ist der Swap-Partner verpflichtet, den Unterschied in der Wertentwicklung an den Fonds zu zahlen.

Der Hauptgrund der synthetischen Replikation ist, dass durch das Swap-Geschäft die Abweichung (der Tracking Error) zwischen der Wertentwicklung des Index und der des ETFs in der Regel nur sehr gering ist. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETFs unter anderem durch ihre Kostenoptimierung Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig.

Für die ComStage ETFs mit indirekter Abbildung kann auf folgende Swap-Partner zurückgegriffen werden:
- Commerzbank AG
- Goldman Sachs International
- Barclays Bank Plc
- BNP Paribas

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Deutschland Short
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN ETF004
ISIN LU0603940916
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Zwischen Hoffen und Bangen

Am deutschen Markt dürfte die Kursrally der vergangenen Monate nach der kursmäßig positiven Verarbeitung des „Wiederaufbaufonds“ bald eine Pause einlegen. Insbesondere die in den USA (und zum Teil auch in Europa) wieder steigenden Covid-Infiziertenzahlen steigern die Nervosität an den Märkten. Angesichts unverändert kaum vorhandener Alternativen zur Aktienanlage bewegt sich die Gemütslage je nach Nachrichtenfluss zwischen Hoffen und Bangen. Nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Monate dürfte damit die Phase einer volatilen Seitwärtsbewegung eingeleitet werden.

Die Angst vor der zweiten Welle

In den vergangenen Monaten hatte der Dax von seiner zyklischen Ausrichtung profitiert. Mit den Lockerungen bei den Eindämmungsmaßnahmen hatten deutlich zulegende konjunkturelle Frühindikatoren zu einer stärkeren Nachfrage nach zyklischen Titeln gesorgt. Auch konnte die sich abzeichnende Erholung in China dem Dax auf die Sprünge helfen.

Dafür, dass die Märkte nun doch wieder etwas ins Stocken geraten, sorgt einmal mehr der Corona-Virus. Bisher sah die Geschichte, die der Markt erzählte so aus, dass die Indizes nicht nur den „harten“ Konjunkturdaten (was typisch ist, der Markt schaut nach vorne) sondern auch den konjunkturellen Frühindikatoren weit voraus gelaufen war, dies aber durch die fallenden Infiziertenzahlen zu rechtfertigen war.

Schließlich bedeuten sinkende Coronazahlen, dass zum einen die Lockerungsmaßnahmen weiter aufgehoben werden können und dass sich damit auch die Wirtschaft weiter auf „Normalisierungskurs“ bewegt. Die zudem zwar absolut gesehen schwachen, aber überwiegend besser als befürchtet ausgefallenen Makrodaten taten dann ihr übriges.

Während das Virus in Europa unter Kontrolle scheint, hat sich dagegen die Lage in den USA wieder deutlich verschlechtert. Die Folgen des relativ späten Lockdowns und dessen nur kurze Dauer schlagen sich anscheinend in wieder steigenden Erkrankungsfällen nieder. Hatten zuvor die stark sinkenden Fälle im Hot Spot New York die Zahlen für die gesamten USA nach unten gedrückt, zeigt sich nun, dass sich in einigen US-Staaten die Lage derart verschlechtert hat, dass sich dies nun auch in den landesweiten Zahlen niederschlägt. Damit steigen die Nervosität und die Volatilität an den Märkten weltweit. Die Infiziertenzahlen bleiben somit ein Frühindikator für den Markt.

Politische Risiken bleiben auf der Agenda

Nicht nur, dass US-Präsident Trump wieder eine härtere Gangart gegenüber China an den Tag legen könnte - schließlich dürfte das im Wahlkampf gut ankommen -, er scheint nun auch wieder Europa ins Visier zu nehmen. So wurden neue Importzölle für Waren aus Großbritannien und der EU angekündigt. Damit ist auch die jüngst bessere Performance von Europa gegenüber den USA nicht in Stein gemeißelt. Der weiterhin unklare Ausgang der Brexit-Verhandlungen ist hier ein weiterer Belastungsfaktor.

Die Chancen dafür, dass sich die jüngste Outperformance des deutschen Marktes noch etwas fortsetzen kann, sind gestiegen. Das Zusammenspiel fiskalpolitischer Hilfen mit den monetären Unterstützungsmaßnahmen der EZB sind hier ein wichtiges Argument.

Fazit

Nach den deutlichen Kursgewinnen ist nun eher eine volatile Seitwärtsbewegung angesagt. Die Wirtschaft dürfte sich in den kommenden Monaten zwar weiter erholen, dies ist aber zu einem großen Teil bereits eingepreist. Die zunehmenden Corona- Risiken und anhaltenden geopolitische Spannungen bleiben Risikofaktoren. Unterstützend wirken aber die zunehmenden Zuflüsse internationaler Anleger in den Euroraum. Hier hilft die Einigung über den Wiederaufbaufonds. Wir bleiben beim Votum „Halten“.

Investition im Portfoliokontext

Wer eine Geldanlage plant, sollte diese nach den Gesichtspunkten Risiko, Ertrag und Liquidität beurteilen. Hier kann keine generelle Empfehlung erfolgen, da jeder Anleger eigene Vorstellungen und Voraussetzungen bezüglich dieser Werte hat. Aus diesem Grund kann trotz unserer aktuellen Empfehlung, z.B. aufgrund von Portfoliodiversifizierung, eine Anlage in diesem ETF sinnvoll sein.

30. Juli 2020

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Lyxor Funds Solutions S.A.
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Deutschland Short
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN ETF004 / LU0603940916
Fondsauflage 10.05.2011
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan -
VL-fähig Nein
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 18.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -16,52% / -21,05% / -41,28%
Volatilität (3 Jahre)3 21,42%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,30%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,30%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Kosteninformation

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen
  • Fällt der Basisindex, erhöht dies den Wert des ETFs

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Steigt der Basisindex, fällt der Wert des ETFs
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds