Xtrackers MSCI World Industrials UCITS ETF

Andauernde Lieferengpässe und Vorkosteninflation Industrie Anlagestrat

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Laufende Industrialisierung in den Schwellenländern erfordert Aufbau von Infrastruktur und Produktionsstätten
  • Langfristiges Wachstum des Welthandels: Transportunternehmen profitieren, Nachholbedarf bei Investitionen in globale Transportinfrastruktur
  • Lieferengpässe haben die ohnehin angespannte Kostensituation weiter belastet, hinzu addieren sich stetig steigende Energiepreise und hohe Frachtkosten

02.06.2022

Investmentansatz

Anlageziel des Xtrackers MSCI World Industrials UCITS ETF

Der Xtrackers MSCI World Industrials UCITS ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds (Exchange Traded Fund). Das Anlageziel des ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des MSCI World Industrials Total Return Net Index anknüpft.

MSCI World Industrials Total Return Net Index

Der Index bildet die Wertentwicklung von im MSCI World Industrials Index enthaltenen und nach dem Global Industry Classification Standard (GICS®) in die Kategorie Industrials (Industrie) eingestuften Unternehmen nach. Dabei bildet der Index 85% der frei verfügbaren Aktien aus diesem Sektor ab.

Bei dem Index handelt es sich um einen Total Return Net Index. Dieser berechnet die Wertentwicklung der Indexbestandteile unter der Annahme, dass alle Dividenden und Ausschüttungen nach Abzug gegebenenfalls anfallender Steuern reinvestiert werden.

Physische Replikation des Index

Physische Replikation baut auf der Grundidee des Indexnachbaus auf. Der Xtrackers MSCI World Industrials UCITS ETF investiert in alle oder eine repräsentative Auswahl der Wertpapiere des zugrunde liegenden Index (Optimised Sampling).

Allerdings ist ein Index kein statisches Gebilde und verändert sich im Detail. So bleibt die Gewichtung einzelner Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung und Entwicklung nicht auf Dauer gleich. Zudem werden immer wieder einzelne Titel ausgetauscht. Die einen verlassen den Index, andere kommen neu hinzu. Um diese Dynamik nachzuvollziehen, gilt es beim Xtrackers MSCI World Industrials UCITS ETF nach einer bestimmten Zeit die Gewichtungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen und einzelne Titel auszutauschen.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft db x-trackers
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Industrie
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN A113FN
ISIN IE00BM67HV82
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,25%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Wirtschaftsausblick

Durch die Pandemie ist die Weltwirtschaft 2020 um 3,5% gesunken, im Euroraum fiel das Bruttosozialprodukt sogar um 6,8%. Im Rahmen der Impffortschritte erfolgte dann eine rasante Erholung. Bereits im ersten Halbjahr 2021 herrschte letztendlich ein deutlich optimistischeres Konjunkturbild vor. Mit den spürbaren Lockerungen der Corona?Beschränkungen konnte die Weltwirtschaft merklich an Schwung gewinnen. Doch diese rasche Erholung forderte auch ihren Tribut. Die Preise für Rohstoffe schnellten in die Höhe und immer mehr Unternehmen fehlte es an Vorprodukten. In den USA wiederum wurden die Arbeitskräfte knapp.

Im Zuge dieser Entwicklung etablierte sich ein starker unterliegender Preisauftrieb. Die Konjunkturperspektiven allerdings trübten sich sukzessive ein und mussten deutlich nach unten revidiert werden.

Der andauernde Krieg in der Ukraine wird weitere Bremsspuren insbesondere bei den westlichen Volkswirtschaften hinterlassen. Die sich weiter verschärfenden Lieferengpässe und steigende Rohstoffkosten sorgen bereits für deutlich negative Effekte. Ein Stopp bei den russischen Energielieferungen in den Westen könnte letztendlich eine Rezession hervorrufen.

Q1 2022: Insbesondere schwache Ausblicke zeigen das Ausmaß der Belastungen

Während die Umsätze und Gewinne der Industrieunternehmen im ersten Quartal in der Breite noch überzeugten, erfolgte doch in viele Ausblicken der Hinweis auf die steigenden Kosten. Dort wo diese nicht durch Preiserhöhungen gekontert werden können, drohen rückläufige Margen. Wegen eines zurückhaltenden Ausblicks standen u. a. die Aktien von General Electric unter deutlichem Kursdruck. Starke Zahlen legten erneut die Logistikkonzerne vor. Positiv überraschten insbesondere die Fluggesellschaften, die nach Überwinden des Pandemie-Höhepunkts über einen Boom bei den Buchungen berichteten.

Corona-Profiteur Fracht und Logistik

Während die Mobilitätsbeschränkungen für manche Branchen wie die Reiseindustrie, den stationären Handel oder das Hotel- und Gaststättensegment eine verheerende Wirkung hatten, profitierte der Online?Handel und damit das Paketgeschäft von diesem Zustand. Somit wurde der bestehende Trend noch einmal deutlich verstärkt und schlägt sich in den Quartalszahlen der großen Logistikkonzerne wie UPS, FedEx und der Deutschen Post nieder.

Hier erwiesen sich das internationale Expressgeschäft ebenso wie das Paketgeschäft als starke Umsatztreiber. Darüber hinaus steigen auch die Margen weiter an. Darüber hinaus sind diese Unternehmen auch Spezialisten für die Verteilung der Corona-Impfstoffe, die aufgrund der notwendigen Kühlung eine spezielle Expertise und technische Ausrüstung erfordern.

Fazit

Die Industrie ist eng mit den Konjunkturperspektiven verzahnt, die sich durch den Ukrainekrieg mit den stetig ausgeweiteten Sanktionen und die chinesischen Lockdowns weiter verschlechtert haben. Damit steht die nach dem covidbedingten Einbruch schnell eingetretene Erholung auf dem Prüfstand. Der andauernde Krieg in der Ukraine wird weitere Bremsspuren insbesondere bei den westlichen Volkswirtschaften hinterlassen. Die sich weiter verschärfenden Lieferengpässe und steigende Rohstoffkosten sorgen bereits für deutlich negative Effekte.

Allerdings ist dabei deutlich zwischen den einzelnen Subbranchen zu differenzieren. Auch einzelne Konzerne sind sehr unterschiedlich durch den Lockdown getroffen worden. Manchen Unternehmen gelang es angesichts einer guten Liquiditätslage, schnellen Kostenschnitten, einer reagiblen Investitionsplanung oder auch der vollen Auftragsbücher, die sie vor dem Beginn der Krise vorweisen konnten, die kurze, wenngleich heftige Rezession besser zu überstehen.

Auch dürften wir die größten Probleme in den Subsegmenten Fluglinien (daran angeschlossen auch Flughafenbetreiber) und Flugzeugproduzenten inzwischen hinter uns haben. Mit dem deutlich höheren Immunisierungsgrad ist abzusehen, dass der Reiseverkehr wieder in der Breite aufgenommen werden kann, womit ein größeres Nachholpotential zu erwarten sein sollte. Wir bestätigen unser Votum „Kauf“.

02. Juni 2022

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft db x-trackers
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Industrie
Managementtyp Passiv (ETF)
Währung USD
Ertragsverwendung Thesaurierend
WKN / ISIN A113FN / IE00BM67HV82
Fondsauflage 22.03.2016
Orderannahmezeit Börsenhandel (z.B. Xetra 09:00 - 17:30 Uhr)
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen
Kennzahlen per 30.06.2022
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -6,94% / +18,80% / +33,82%
Volatilität (3 Jahre)3 21,09%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 0,00%
Transaktionskosten (gemäß Preis-/Leistungsverzeichnis): 1,00% vom Kurswert (fließen an die Commerzbank) zzgl. Courtage
Verwaltungsvergütung 0,25%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 0,25%
Laufende Vertriebsprovision4 -

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich werden die angegebenen Transaktionskosten erhoben. Diese variieren jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodels. So fällt z.B. beim PremiumDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Nahezu vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • ETFs zeichnen sich durch hohe Liquidität und einfache Handelbarkeit aus. Market Maker sorgen für börsentägliche Liquidität bei einer engen Geld-/Brief Spanne und ermöglichen die einfache Handelbarkeit unter normalen Marktbedingungen

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, sodass diese möglicherweise bei einem Verkauf nicht mehr dem Wert des investierten Kapitals entsprechen
  • Die vollständige Teilhabe an der täglichen Performance des zugrundeliegenden Index ist nicht garantiert, sodass es zu Abweichungen in der Wertentwicklung kommen kann
  • Dieser ETF beinhaltet ein Kontrahentenrisiko von max. 10% des Nettoinventarwerts aus Derivaten (Swap)
  • Es ist möglich, dass sich einzelne Regionen/Branchen besser entwickeln als der Fonds und dass der Fonds unter Umständen nicht oder nur geringfügig in diese investiert ist
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen belastet werden
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds