Allianz European Equity Dividend

Konservativer Dividendenfonds mit Fokus auf Qualität

Votum: Kauf

Eine Beschreibung der Risiken dieser Anlage finden Sie in der Wesentlichen Anlegerinformation (gesetzliche Pflichtinformation).

Highlights

  • Fonds hat aktuell 4,4% Dividendenrendite und damit deutlich mehr als ein breiter europäischer Aktienindex
  • Überzeugender Investmentprozess liefert ein günstig bewertetes, diversifizierendes Portfolio
  • Fokus auf Marktführer mit strukturellem Wachstum
  • Eine der europäischen Aktienstrategien mit der geringsten Volatilität

22.09.2020

Investmentansatz

Anlageziel des Fonds

Der Fonds konzentriert sich auf Aktienengagements in europäischen Unternehmen, die hohe Dividendenerträge erwarten lassen. Neben diesen laufenden Erträgen wird auf langfristige Sicht Kapitalwachstum angestrebt.

Nur Qualitätstitel mit hoher, nachhaltiger Dividende

Der Allianz European Equity Dividend investiert in große europäische Qualitätsunternehmen mit hohem, nachhaltigen Dividendenertrag. Kernpunkte bei der Selektion dieser Unternehmen sind sowohl eine hohe und sichere Dividende als auch ein stabiles Geschäftsmodell. Letzteres stellt die Einhaltung der in Aussicht gestellten Dividende sicher.

Sehr strenges Auswahlverfahren wird strikt eingehalten

Die hauseigene Unternehmensanalyse prüft die Sicherheit der Dividende. Hierbei ist insbesondere die Analyse des sog. Cash-Flows (der erwirtschaftete Überschuss an finanziellen Mitteln) und des Dividendenwachstums wichtig (>10% ist wünschenswert). Der Anteil des Cash-Flows, der zur Zahlung der Dividende verwendet wird, soll max. 60% betragen. Damit bleibt dem Unternehmen genügend finanzieller Spielraum z.B. für Investitionen. Als erstes Indiz für die Qualität der Bilanz fungiert die Dividendenrendite: Kaufkandidaten müssen eine Dividendenrendite aufweisen, die ein Viertel höher liegt als beim MSCI Europe Index.

Verkaufsdisziplin führt zu antizyklischem Verhalten

Verkauft werden Aktien i.d.R. spätestens, wenn ihre Dividendenrendite kleiner ist als die des Index. Dies wird konsequent auch dann umgesetzt, wenn die gesunkene Dividendenrendite auf einen zuletzt stark gestiegenen Aktienkurs zurückzuführen ist. Denn auf Aktienmomentum zu setzen passt nicht zu diesem Fondskonzept, das ganz klar den Qualitäts- und Sicherheitsgedanken in den Fokus stellt. Die Branchenstruktur des 30-50 Titel umfassenden Portfolios wird nicht gesteuert, sondern ist ausschließlich Ergebnis der Einzelaktienauswahl. Branchen, die historisch keine oder sehr geringe Dividenden gezahlt haben, sind somit nicht oder nur stark untergewichtet im Portfolio vertreten.

Wertentwicklung 5 Jahre

Ladevorgang...

Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft.

Quelle: FactSet

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Allianz Global Investors GmbH - Frankfurt
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Europa Dividendenwerte
Managementtyp Aktiv
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN A0RF5F
ISIN LU0414045582
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 5,00%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 1,84%

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

Überzeugender Investmentansatz mit attraktiver Dividendenrendite

Mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 4,4% (per 31.08.20) bietet der Allianz European Equity Dividend dem Anleger eine sehr gute Möglichkeit, in europäische Dividendentitel zu investieren. Sehr überzeugend ist der Investmentprozess, bei dem sämtliche Aspekte der Selektion einen sehr strukturierten und durchdachten Eindruck machen.

Enttäuschendes Ergebnis 2019 und Maßnahmen daraus

Die Analyse des sehr schwachen relativen Ergebnisses 2019 (+11,8% und damit rund 10%-Punkte Rückstand auf den Durchschnitt vergleichbarer Fonds) ergibt eine Vielzahl an Ergebnisfaktoren, die sich negativ kumulierten. In der Vergangenheit glichen die positiven die negativen Einflüsse meist mindestens aus. 2019 konnten weder Sektor- und Länderpositionierung, die lediglich Ergebnis der Einzeltitel-Selektion sind, noch der Faktor Dividende einen positiven Beitrag leisten. Darüber hinaus schlug aufgrund von unternehmensspezifischen Problemen auch die Einzeltitel-Auswahl negativ zu Buche.

Da insbesondere sog. „Value-Traps“ (=Bewertungs-Fallen: steigende Dividenden-Rendite bei fallenden Kursen erschwert Einhaltung der Verkaufsdisziplin) für die geringere Performance in 2019 verantwortlich waren, wurde nun eine „Momentum-Ampel“ eingeführt. Diese soll helfen, früher als bisher kritische Positionen zu identifizieren und dadurch die Risikokontrolle und Timing zu verbessern. Im Hinblick auf das Momentum der Aktienkurse hat die „Momentum-Ampel“ im Frühjahr 2020 bereits eine Reihe von Kauf- und Verkaufsignalen generiert, die dann auch im Portfolio implementiert wurden.

Marktverwerfungen in 2020

Nach einem starken Start ins neue Jahr haben die Turbulenzen im Frühjahr, bedingt durch Corona-Virus und Ölkrise, dem Aktienmarkt und auch dem Fonds zugesetzt. Dienten Dividenden in der Vergangenheit als Puffer bei fallenden Aktienkursen, so wurde in der Corona-Krise diese Eigenschaft infrage gestellt. Value-Aktien, in die der Fonds schwerpunktmäßig investiert, wurden von den Ereignissen in der Realwirtschaft und an den Kapitalmärkten teils am stärksten getroffen. Dies erklärt, weshalb der Fonds im fallenden Markt keinen Mehrwert schaffen konnte.

Dividenenkürzungen führen zu Portfolio-Transaktionen

Titel, bei denen nicht mehr von einer nachhaltigen Dividende ausgegangen werden konnte, wurden im Einklang mit der Investmentphilosophie verkauft. Im Marktrückschlag ergaben sich jedoch andererseits auch einige Kaufgelegenheiten, die zuvor aufgrund vergleichsweise niedriger Dividendenrendite nicht zugänglich waren. Es ergaben sich zum Teil deutliche Verschiebungen zum Beispiel auf Sektorebene – erheblicher Abbau von Kommunikationsservices, Energie und Immobilien, Umschichtungen innerhalb von Finanzwerten, Aufbau von Industrie, IT, Pharma und Basiskonsumgütern.

Beispiel Rückversicherungen im Detail

Rückversicherungen – langjährige Portfoliofavoriten - sind ein Beispiel für einen Subsektor vergleichsweise defensiver Aktien, der im Marktrückschlag überproportional betroffen war (Befürchtungen bzgl. steigender Kosten bei Rückversicherern von Lebensversicherungen etc.). Die größte Underperformance erfolgte im März. Titel mit vergleichsweise hoher Dividendenrendite waren aufgrund grundsätzlicher Befürchtungen über Kürzungen stärker betroffen, auch politisch motiviert. Einige dieser Befürchtungen sind aber nicht eingetroffen. Mit einer ausgesprochenen Fixierung des Marktes auf Wachstumstitel blieb eine nachhaltige Erholung der betroffenen Titel bisher jedoch zumeist aus.

Dividendenwerte in scheinbar kritischem Fahrwasser

Insgesamt ist dieses Jahr eine Dividendenstrategie noch viel schwieriger als in 2019. Nicht nur entwickelt sich der Stil Value weiterhin unterdurchschnittlich (MSCI Europe Value mit 13%-Punkten Rückstand gegenüber MSCI Europe Index seit Jahresanfang), sondern der Bereich wurde zusätzlich durch Dividendenkürzungen belastet. Das Jahr 2020 war bislang insofern einzigartig, als dass in Zeiten höchster Volatilität die üblicherweise defensiven Sektoren nicht den erwarteten Abwärtsschutz boten. Das Porftoliomanagement führt dies auf die vom Coronavirus verursachte Unsicherheit sowie die Form der Erholungsbewegung von der globalen Pandemie zurück.

Die Anleger erwarteten, dass der Dividendenfluss in diesem Jahr etwa 30% unter dem Niveau von 2019 liegen wird, was es offenbar kurzfristig weniger attraktiv machte, diese Aktien zu halten. Auch Unternehmen, bei denen die Dividendenströme historisch gesehen so gut wie sicher waren, müssen nun nachweisen, dass sie wieder verlässliche Dividendenzahler werden können.

Fazit

Dividendenunternehmen sind angesichts des langjährigen Runs in Technologieunternehmen im Speziellen und Wachstumswerten im Allgemeinen derzeit am Markt schlichtweg unbeliebt. Die Bewertungsschere erreicht immer neue Höchststände. Aufgrund der Vernachlässigung der „langweiligen“ Dividendenunternehmen ergeben sich somit antizyklisch Chancen. Auch der Ansatz, nachhaltige, hohe Dividenden zu fokussieren und gleichzeitig auf Marktführer mit strukturellem Wachstum zu setzen, erscheint in den von Unsicherheit geprägten Zeiten vielversprechend.

Aber um das „Kauf“-Votum auch in Zukunft aufrechterhalten zu können, sollte sich all dies potenziell Positive in nächster Zeit in den Performancezahlen des Allianz European Equity Dividend zeigen. Ansonsten drängt sich der Schluss auf, dass andere Dividendenfonds, die sich im selben - für Dividendenfonds nachteiligen - Marktumfeld bewegen, besser zurecht kommen.

22. September 2020

Struktur nach Branchen

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Struktur nach Top-Holdings

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Übersicht ausgewählter Strukturgrafiken

Struktur nach Ländern

Ladevorgang...

Struktur nach Top Holding

Ladevorgang...

Struktur nach Branchen

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Struktur nach Währungen

Ladevorgang...

Zahlen und Fakten

Stammdaten
Fondsgesellschaft Allianz Global Investors GmbH - Frankfurt
Fondstyp Aktienfonds
Anlagesegment Europa Dividendenwerte
Managementtyp Aktiv
Währung EUR
Ertragsverwendung Ausschüttend
WKN / ISIN A0RF5F / LU0414045582
Fondsauflage 10.01.2011
Orderannahmezeit Erfassung bis 10.00h (t), Bewertungstag: t+0, Valuta: t+2
Produkt-Risikoklasse E
Sparplan ab 25 EUR
VL-fähig Ja
Weitere Anteilsklassen Aktienzins (4% p.a. Mindestausschüttung)
A12BH6
EUR thes.
A0RF5H
Kennzahlen per 23.09.2020
Wertentwicklung 1/3/5 Jahre in %3 -16,64% / -16,75% / -4,57%
Volatilität (3 Jahre)3 17,63%
Kosten
Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag1 5,00%
Pauschalvergütung 1,80%
Performanceabhängige Vergütung -
Laufende Kosten2 1,84%
Laufende Vertriebsprovision4 59,42% der Pauschalvergütung

1 Wird von der Commerzbank AG einmalig beim Kauf vereinnahmt

2 Kosten, die nach Angabe der Fondsgesellschaft vom Fondsvermögen im Laufe des Jahres abgezogen werden

3 Quelle: FactSet, Wertentwicklung in EUR

4 Fließt an die Commerzbank AG

Die anfallenden Kosten beim Kauf (Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag bzw. Transaktionskosten) sowie die laufenden Fondskosten (z.B. Pauschalvergütung, performanceabhängige Vergütung, laufende Vertriebsprovisionen) entnehmen Sie diesem Dokument unter „Zahlen & Fakten“. Grundsätzlich wird der angegebene Ertragsanteil, orientiert am Ausgabeaufschlag erhoben. Er variiert jedoch in Abhängigkeit des gewählten Depotmodells. So fällt z.B. beim PremiumDepot und PremiumFondsDepot dieser Kostenbestandteil nicht an.

Eine auf die jeweilige Transaktion bezogene Aufstellung der Gesamtkosten („Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“) erhalten Sie rechtzeitig vor Auftragserteilung. Die „Kosteninformation vor Wertpapiergeschäft“ beinhaltet neben den beim Kauf und Verkauf anfallenden Kosten und den laufenden Fondskosten als Teil der Produktkosten auch zusätzliche Kostenbestandteile wie z.B. ein eventuelles Depot- bzw. Pauschalentgelt und Produktkosten sowie die Auswirkung der Gesamtkosten auf die Rendite der Anlage.

Chancen & Risiken

Chancen

  • Aktien bieten auf lange Sicht überdurchschnittliches Renditepotenzial verglichen mit anderen Anlageklassen
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteilwert durch Wechselkursänderungen begünstigt werden
  • Durch die Investition in einen Fonds wird das Risiko gegenüber einer Investition in Einzeltitel reduziert (Risikostreuung, Diversifikation)
  • Der Fonds ermöglicht eine gezielte Teilhabe an Aktienmarktchancen in Europa. Diese Fokussierung bietet die Chance, von der Entwicklung der Aktienmärkte in Europa zu profitieren

Risiken

  • Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann stark erhöht sein
  • Mit der Fokussierung auf europäische Aktien ist gleichzeitig jedoch auch das Risiko verbunden, dass sich der Aktienmarkt in Europa und somit auch der Fonds schwächer entwickelt als andere Regionen bzw. der Gesamtmarkt
  • Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen sowie dem Risiko sinkender Anteilspreise, so dass diese bei einem Verkauf möglicherweise nicht mehr dem Wert des ursprünglich eingesetzten Kapitals entsprechen
  • Ein grundsätzliches Risiko bei Investmentfonds besteht in der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme aufgrund nicht ausreichender Liquidität bis hin zu einer geordneten Auflösung des Fonds