• Interview mit Tilo Walter von kantwert

    Zum optimalen Produkt durch stetiges Nutzerfeedback

    • Kunden von Beginn an miteinbeziehen
    • Feedback einholen und produktiv nutzen
    • Prototyp bauen, vertesten und verbessern

Im Interview: Tilo Walter, Mitgründer von kantwert

Herr Walter, Sie sind Mitgründer von kantwert. Auf Ihrer Webseite lese ich von „Power of Business Networks“ und der „Vernetzung von Menschen, Unternehmen und Institutionen“. Das klingt sehr spannend. Wie kann ich mir das vorstellen?

Wir helfen Unternehmen, das Ökosystem der Wirtschaft mit all seinen Beziehungen, Verflechtungen und Strukturen zu verstehen und dieses Wissen für sich zu nutzen. Unsere Kunden sehen durch kantwert, mit welchen anderen Unternehmen oder Personen ihre Geschäftspartner verbunden sind. Und in welcher Form.

Das ermöglicht ihnen zum Beispiel, interessante neue Leads oder Risiken im eigenen Netzwerk zu entdecken. Oder sie identifizieren auf einen Blick den wirtschaftlich Berechtigten in einem komplexen Konglomerat. Und das alles auf Wunsch ganz einfach in bestehende Systeme oder Prozesse integriert.

Wie kamen Sie auf die Geschäftsidee?

Die Idee kam mir in meinem alten Job. Dort war ich Bereichsleiter für das Produktmanagement und suchte nach einer neuen persönlichen und beruflichen Herausforderung. Ich habe mir über das Produkt damals viele Gedanken gemacht. Vor allem die Frage, wie das Produkt verkauft werden soll, beschäftigte mich relativ lange.

Ich habe anschließend die Idee zuerst mit einigen Freunden und Kollegen vertestet und diskutiert. Kritisches Feedback war da sehr hilfreich, um das Produkt zu schärfen.

So ist einige Zeit verstrichen, bis wir, das sind drei weitere Gründer und ich, im April 2014 beschlossen, kantwert zu gründen.

Wie sind Sie bei der Ideenentwicklung vorgegangen?

Von langem Konzeptschreiben im stillen Kämmerlein war bei uns nicht wirklich die Rede. Im Grunde haben wir die Idee gemeinsam mit Entwicklern direkt in einem Prototyp umgesetzt und sind mit diesem Piloten zu potenziellen Kunden aus unserem persönlichen Netzwerk gefahren. Das Produkt war also noch nicht komplett ausgereift und hatte lediglich Basisfunktionen.

Anschließend haben wir das Feedback genutzt, um den Prototyp zu schärfen und das Kundenerlebnis zu optimieren.

Kantwert - die Erfolgsstory

Was waren die Herausforderungen dabei?

Die Herausforderung war vor allem, den richtigen Preis zu finden: Was ist der Kunde bereit zu bezahlen? Wie schneide ich das Produkt in einzelne Pakete? Was ist das eigentliche Kundenbedürfnis und welche Probleme lösen wir? Der Kunde stand von Anfang an im Vordergrund.

Hat Ihnen der Prototyp dabei geholfen, da zu sein, wo Sie heute stehen?

Ja, sehr – er war die Grundlage für unser heutiges Geschäft. Fachlich ist vieles erhalten geblieben. Unser Kernprodukt spiegelt nach wie vor die Vision wider, dass Unternehmen mit kantwert als Plattform ihr eigenes Business-Ökosystem schaffen und unsere intelligenten Analyse-Tools für ganz viele Bereiche und Use Cases nutzen. Auch viele Kern-Funktionalitäten bestehen unverändert. Technisch ist allerdings vom Prototyp nicht mehr viel übrig geblieben.

Was waren und sind die wichtigsten Stellschrauben für Unternehmenserfolg?

Alle Produktfeatures, geplant oder in Umsetzung, werden direkt mit dem Kunden vertestet. Ohne dieses Feedback und den vollen Fokus auf den Kunden wären wir nicht da, wo wir heute stehen. Das sind wichtige Voraussetzungen für die hohe Produktqualität und damit letztlich für den Unternehmenserfolg.

Welche Ansätze verfolgen Sie künftig?

Wir werden unser Geschäft massiv internationalisieren. Daneben stellen wir technologisch auf SAP um, sodass die Verknüpfung mit bestehenden Unternehmenssystemen weiter erleichtert wird. Auch der Kunden-Scope sowie das Produktangebot werden ausgebaut.

Abschließend - was würden Sie einem Gründer in den Startlöchern empfehlen?

Erstens: Unterstützung bzw. ein Team suchen – nicht allein oder zu zweit gründen.
Zweitens: Den Fokus auf die Produktqualität und innovative Features legen.
Drittens: Nicht zu lange warten und den Kunden möglichst früh nach seiner Meinung fragen. Viele Gründer sind im B2B-Bereich zu zögerlich, wenn es darum geht an den Markt zu gehen. Der Produktlebenszyklus verkürzt sich immer mehr, daher muss man schnell sein.

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