• Geschäftskonto eröffnen

    6. Geschäftskonto eröffnen

    • In welchen Fällen das Firmenkonto Pflicht ist
    • Die Vorteile eines separaten Geschäftskontos
    • Die wichtigsten Auswahlkriterien für Gründer
Worauf es beim Geschäftskonto ankommt

Worauf es beim Geschäftskonto ankommt und was zu beachten ist

Das Geschäftskonto ist die Basis für eine professionelle Selbstständigkeit. Denn erst wenn Sie ein Konto für Ihr Unternehmen eröffnen, können Sie Ihre geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben sauber von den privaten trennen.

Doch nicht jedes Firmenkonto ist für Gründer gleichermaßen gut geeignet. Zudem können vermeintlich kostenlose Angebote schnell teuer werden. So sind bei einigen Kontomodellen beispielsweise die Kosten für Zahlungsaufträge und Bareinzahlungen nur bis zu einer bestimmten Anzahl frei. Vor der Kontoeröffnung sollten Sie deshalb sorgfältig vergleichen und entscheiden, welche Services für Ihr Unternehmen besonders wichtig sind.

Wer braucht ein Geschäftskonto?

Gründen Sie eine Kapitalgesellschaft, sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, ein firmeneigenes Konto zu eröffnen und zu führen.

Der Grund: Eine GmbH, UG, AG und jede andere Kapitalgesellschaft gilt als juristische Person. Deshalb muss das Stammkapital auf ein Geschäftskonto eingezahlt werden, das den Namen dieser „Person“ trägt, also den Firmennamen. Erst dann kann der Notar Ihr Start-up beim Handelsregister anmelden.

Ratsam für alle Gründer

Für Freiberufler, Einzelunternehmer und Personengesellschaften wie die GbR oder die OHG gibt es keine gleichlautende Vorschrift. Trotzdem ist das eigene Geschäftskonto für diese Rechtsformen ratsam und bietet klare Vorteile:

Die klare Trennung zwischen privaten und unternehmerischen Transaktionen vereinfacht Ihre Buchführung.

Sie haben jederzeit einen schnellen Überblick über die finanzielle Lage Ihres Unternehmens.

Sie vermeiden das Risiko, Geld für Privatzwecke auszugeben, das für die nächste Vorsteuerzahlung reserviert war.

Alle Kosten für das Geschäftskonto sind Betriebsausgaben, die Sie steuerlich geltend machen können.

Auswahlkriterien für die Suche nach dem passenden Geschäftskonto

Wie gut ein Bankkonto zu Ihrem Start-up passt und was es am Ende kostet, hängt ganz davon ab, wie und wofür Sie es nutzen wollen. Achten Sie deshalb bei der Wahl des Geschäftskontos vor allem auf diese Faktoren und Konditionen:

Rechtsform

Rechtsform

Prüfen Sie bei Angeboten, ob Sie das Bankkonto mit der Rechtsform Ihres Start-ups nutzen können. Nicht alle Banken und FinTechs bieten Geschäftskonten für jede Rechtsform an.

Bargeld

Bargeld

Wenn Sie im Handel oder als Gastronom gründen, sind regelmäßige Bareinzahlungen auf Ihr Geschäftskonto erforderlich. Anders als bei der klassischen Bank ist dies bei Direktbanken oder FinTechs oft gar nicht oder nur eingeschränkt möglich. Zudem sind Einzahlungen und Auszahlungen bei Filialbanken in der Regel günstiger.

Auswahlkriterien für das passende Geschäftskonto
Wachstum und Finanzierung

Wachstum und Finanzierung

Wollen Sie für Ihr Gründungsvorhaben Fördermittel beantragen oder einen Kredit bzw. eine Finanzierung für weiteres Wachstum in Anspruch nehmen? Dann sollten Sie das Girokonto für Ihr Startup bei einer klassischen Bank eröffnen, weil es in der Regel nur hier entsprechende Angebote gibt. Zudem stehen Ihnen in Filialbanken Berater zur Verfügung, die Sie bei Ihren Expansionsplänen unterstützen.

Gerade wenn eine Internationalisierung des Geschäfts geplant ist, sollten Sie eine Bank wählen, die über eine entsprechende Expertise in der Exportfinanzierung oder bei Währungsabsicherungsgeschäften vorweisen kann. Auch bei der Einrichtung eines Kontokorrentrahmens ist es besser, das Anliegen persönlich mit einem Kundenbetreuer vor Ort besprechen zu können.

Kosten

Kosten

Die Kosten für das Konto hängen stark davon ab, wie und wofür Sie es nutzen. Achten Sie besonders auf die Kosten für beleglose und beleghafte Buchungen, auf Gebühren für Einzahlungen und Auszahlungen, sowie auf die Kosten für EC-Karte und Kreditkarte. Bei vielen Buchungen zeigt sich meist schnell, dass die monatliche Kontoführungsgebühr kaum ins Gewicht fällt.

Service-Apps

Service-Apps

Zusätzlich zum Geschäftskonto bieten Banken und andere Dienstleister vermehrt ergänzende Service-Apps an, die Sie im Tagesgeschäft und bei der Finanzplanung unterstützen, zum Beispiel Rechnungssoftware, einfache Buchhaltungslösungen oder Tools für die bank- und kontoübergreifende Liquiditätsplanung. Je nach Bedarf können auch solche Tools den Ausschlag bei der Wahl des richtigen Geschäftskontos geben.

Dokumente und hilfreiche Quellen

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