• Was kostet eine Pelletheizung

    Was kostet eine Pelletheizung?

    Vor- und Nachteile, Kosten und Förderungsmöglichkeiten in der Übersicht

Lohnt sich eine Pelletheizung?

Da die Energiepreise in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen sind und gleichzeitig mehr und mehr Menschen Wert auf Nachhaltigkeit legen, ist Energiesparen für viele Verbraucher wichtiger denn je. Dies gilt vor allem für die Heizbranche. Möchten Sie nicht nur Ihre Brennstoffkosten verringern, sondern auch auf eine umweltschonende Weise heizen, ist eine Pelletheizung genau das Richtige. Diese arbeitet mit gepressten Holzpellets und gilt als besonders umweltfreundlich - ob und inwiefern sich die Anschaffung für einen selbst lohnt, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab.

Im nachfolgenden Ratgeber stellen wir Ihnen vor, wie sich die Kosten für Pelletheizungen zusammensetzen und welche Fördermöglichkeiten es gibt.


Pelletheizung vs. Pelletofen - wo liegen die Unterschiede?

Die Unterschiede zwischen einem Pelletofen und einer Pelletheizung, also einem Pelletkessel, liegen vor allem im Brenner - doch auch bei der Wärmeleistung gibt es einige Besonderheiten. Möchten Sie lediglich einzelne Räume oder auch eine 1-Zimmer-Wohnung beheizen, ist ein Pelletofen immer eine gute Wahl. Mit diesem ist eine Wärmeabgabe von etwa 10 Kilowatt möglich. Wer jedoch dagegen ein Einfamilienhaus beheizen möchte, entscheidet sich besser für den Pelletkessel, der eine Leistung von bis zu 30 kW erreicht.

Besitzen Sie eine Solarthermie-Anlage, lassen sich sowohl die Pelletheizung als auch der wasserführende Pelletofen auf Wunsch mit dieser über den integrierten Pufferspeicher verbinden. So lässt sich die Beheizungsart individuell noch weiter auf die eigenen Wünsche anpassen.

Pelletheizung oder Pelletofen?
Pelletheizung

Die Pelletheizung

Beim Brenner werden die Unterschiede zwischen den beiden Varianten noch deutlicher, denn sie verfügen über verschiedene Varianten von Brennern. So ist der Pelletkessel im Normalfall mit einem sogenannten Unterschub-Pelletbrenner ausgestattet. Dessen Brennteller ist eine Art Scheibe mit mehreren Belüftungslöchern. Durch eine Fördereinheit werden diesem von unten Holzpellets zugeführt. So kann der Pelletkessel eine besonders effiziente Verbrennung und eine Leistung von bis zu 100 kW bieten.

Die Robustheit und Langlebigkeit der Brenner zählt ebenfalls zu den klaren Vorteilen von Pelletheizungen. Eine Wartung ist so auch nach mehreren Jahren eher die Ausnahme. Trotzdem gibt es auch einige Nachteile, die berücksichtigt werden müssen. Denn wird die Fördereinheit falsch ausgerichtet, besteht die Gefahr eines Rückbrands im Pelletlager.

Pelletofen

Der Pelletofen

Anders sieht es dagegen bei einem Pelletofen aus: Er verfügt meist über einen Topf-Pelletbrenner und setzt sich aus einem Entnahmewerkzeug, einer Rostplatte sowie einem sogenannten Primärluftdorn zusammen. Auch hier wird dem Brenner die Luft von der Unterseite her zugeführt, jedoch fallen die Holzpellets von oben herab auf die Rostplatte. Dies sorgt wiederum für besonders niedrige Schadstoffemissionen - allerdings kann es zu Schlacken kommen, die von Zeit zu Zeit eine Reinigung des Brenners erfordern. Zudem ist diese Brennervariante anfälliger für Verschleiß.

  • Ob sich eine Pelletheizung oder ein Pelletofen besser für Sie eignet, kann nicht so leicht pauschalisiert werden.

Denn die richtige Bauart hängt immer von den Voraussetzungen vor Ort ab. Daher ist es wichtig, sich erst einmal über die individuellen Anforderungen Gedanken zu machen. Es macht durchaus einen Unterschied, ob Sie lediglich einige Räume oder ein komplettes Haus beheizen möchten. Anhand solcher Überlegungen lässt sich relativ gut feststellen, welche Bauart die Richtige ist.


Vor- und Nachteile einer Pelletheizung

Pelletheizungen bringen sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich, die wir nachfolgend genauer erläutern.

Vorteile einer Pelletheizung

Vorteile

  • Ressourcenschonung - Holz ist ein stetig nachwachsender Rohstoff, der auf der ganzen Welt in großen Mengen zur Verfügung steht. So ist die Produktion von Pellets aus Holz deutlich einfacher als der Abbau fossiler Brennstoffe wie Gas oder Öl - endliche Brennstoffe, die uns schon bald ausgehen werden. Pellets sind somit besonders verlässlich und vor allem äußerst ressourcenschonend.
  • CO2-neutrale Verbrennung - Zwar wird bei der Verbrennung von Holzpellets CO2 freigesetzt, doch dabei handelt es sich um dieselbe Menge, welche die Bäume im Vorfeld während des Wachstums aufgenommen und zu Sauerstoff verarbeitet haben. Daher gilt das Heizen mit Pellets als Brennstoff als CO2-neutral.
  • Preisstabilität - Verglichen mit Heizöl bieten Holzpellets eine deutlich höhere Preisstabilität, darüber hinaus sind sie um rund 35 % günstiger. Die Entwicklung der Kosten hängt zudem nicht von politischen und ökonomischen Entwicklungen ab.
  • Saubere Verbrennung - Holzpellets verbrennen besonders sauber und hinterlassen kaum Asche. Reste lassen sich problemlos auf dem Kompost entsorgen und riechen neutral.
  • Attraktive Fördermöglichkeiten - Für den Einbau einer modernen Pelletheizung sind hohe Förderungen möglich. So fördert das BafA beispielsweise Pelletkessel mit einem Zuschuss von mindestens 3.000 €. Wird zusätzlich ein Pufferspeicher installiert, können Käufer außerdem zusätzlich rund 500 € hinzurechnen.
Nachteile einer Pelletheizung

Nachteile

  • Lagerplatz - Eine Pelletheizung nimmt relativ viel Platz in Anspruch, auch der Pelletvorrat benötigt genügend Stellfläche - idealerweise in der Nähe der Heizungsanlage. Tipp: Besonders gut eignet sich der leere Platz nach dem Austausch eines Öltanks zur Aufbewahrung von Pellets.
  • Hohe Anschaffungskosten - Die gesamten Kosten für die Anschaffung für eine neue Pelletheizung sind teurer als die einer Gas- oder Ölheizung. Dies ist vor allem bei einer Umrüstung einer veralteten Heizungsanlage der Fall. Für eine vollständig ausgestattete Pelletheizung mit Pufferspeicher, Fördersystem, Kessel und Installation muss mit rund 25.000 € an Kosten gerechnet werden.
  • Lärm - Die Holzpellets werden einmal pro Tag vom Pelletlager zum Verbrennungskessel geführt, was wiederum Geräusche verursacht, von denen sich manche Hausbewohner gestört fühlen können.
  • Wartung - Es ist wichtig, die Brennkammer sowie den Brenner alle 6 bis 8 Wochen von Asche und Staub zu befreien. Am einfachsten funktioniert dies mit einem Staubsauger.

Voraussetzungen für die Installation einer Pelletheizung

Spezielle Voraussetzungen gibt es für die Installation und den Betrieb einer Pelletheizung aus baulicher Sicht nicht. Allerdings ist es von Vorteil, wenn das Gebäude, in dem die Heizung betrieben werden soll, über eine solide Wärmedämmung verfügt. Dann arbeitet die Pelletheizung besonders effizient.

Wie viel Platz die neue Heizungsanlage in Anspruch nimmt, hängt von der jeweiligen Bauart ab. So gibt es einerseits Kessel mit einem großen Vorratstank, die so groß sein können wie eine normale Ölheizung, aber andererseits auch kompaktere Modelle. Im Normalfall sind Pellet-Zentralheizungen mit einem großen Vorratslager deutlich platzintensiver. Dann ist ein zusätzlicher Vorratsraum zur Lagerung der Holzpellets erforderlich, die dann mittels Fördersystem direkt in die Anlage geführt werden.

Die Beheizung einzelner Räume ist mit einem Pelletofen normalerweise überall dort kein Problem, wo sich auch normale Holzöfen aufstellen lassen.

Voraussetzungen für eine Pelletheizung

Was kostet eine Pelletheizung?

Die Kosten für eine Pelletheizung setzen sich aus folgenden Faktoren zusammen:

Anschaffungskosten einer Pelletheizung

Anschaffungskosten

Die Kosten für die Anschaffung einer Pelletheizung umfassen nicht nur den Kauf eines Pufferspeichers und eines Kessels, sondern auch die Ausgaben für Installation, Bereitstellung des Lagerraums und der Fördertechnik sowie eventuelle bauliche Anpassungen. Hinsichtlich der Kosten für die Anschaffung ist die Pelletzentralheizung vergleichen mit einer Gas- oder Ölheizung somit klar im Nachteil. Die Ausgaben für den Kessel belaufen sich je nach Leistung zwischen 3.000 und 14.000 € - das wirkt sich natürlich auch auf die gesamten Kosten aus. Hier muss für die gesamte Anlage mit rund 20.000 bis 25.000 € gerechnet werden. Dazu kommen unter Umständen noch Baumaßnahmen für das Pelletlager. Allerdings lassen sich die Investitionskosten durch Zuschüsse und Förderprogramme oft etwas reduzieren.

 Betriebskosten einer Pelletheizung

Betriebskosten

Die laufenden Betriebskosten einer Pelletheizung setzen sich vor allem aus den Kosten für die Beschaffung des Brennstoffes zusammen - und genau dies ist der Vorteil gegenüber normalen Heizsystemen. Denn während die Kosten für Gas und Öl tendenziell eher teurer werden, ist das Preisniveau für Holzpellets in den vergangenen Jahren eher stabil geblieben. Heute belaufen sich die Kosten pro kWh auf durchschnittlich 4,7 Cent.

Zum Vergleich: Ein durchschnittlich großes Einfamilienhaus verursacht pro Jahr in etwa 1.500 € an Heizkosten für Gas oder Öl. Bei einer Pelletheizung sind es dagegen nur zwischen 700 und 1.000 € - abhängig vom Preis der Holzpellets. Tipp: Holzpellets sind vor allem in den Sommermonaten relativ günstig, da die Nachfrage im Herbst und Winter natürlich deutlich höher ist - hier lässt sich noch einmal eine Menge Geld sparen.

Wartungskosten einer Pelletheizung

Wartungskosten

Die Kosten für die Wartung von Pelletheizungen sind relativ ähnlich zu jenen einer Heizungsanlage mit fossilen Brennstoffen. Es gibt zahlreiche Installations- und Heizungsfirmen, die direkt in Kombination mit dem Einbau preiswerte Wartungsverträge anbieten. Pro Jahr fallen je nach Betrieb zwischen 80 und 120 € an - dazu kommen häufig noch Ersatzteile. Weiterhin muss der Schornsteinfeger 1 bis 2 Mal pro Jahr die Pelletheizung auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen, was noch einmal Kosten von rund 150 bis 200 € verursacht.

Kostenbeispiel einer Pelletheizung

Im Beispiel zeigen wir die laufenden Betriebskosten für eine Pelletheizung in einem Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 150 m², einem Warmwasserverbrauch von jährlich etwa 90 m² und einem Heizbedarf von 10 kW auf.

Zum Vergleich: Die Betriebskosten für Öl- und Gasheizungen betragen rund 400 bis 500 € mehr pro Jahr als jene für Pelletheizungen.

Kostenbeispiel einer Pelletheizung
Kostenbeispiel einer Pelletheizung

Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten einer Pelletheizung

Vor der Anschaffung einer Pelletheizung ist es Kaufinteressenten anzuraten, sich über mögliche Fördergelder zu informieren. Grundsätzlich ist eine Förderung beim Kauf einer solchen Heizungsanlage immer möglich - jedoch muss hier einiges beachtet werden. So gibt es bei den jeweiligen Institutionen meist gewisse Voraussetzungen, die der Antragsteller erfüllen muss. Bekannte Institutionen sind unter anderem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) sowie das BAfA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten einer Pelletheizung

Förderung durch das BAfA

Das BAfA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) unterstützt Bauherren einer Pelletheizung mit Zuschüssen von bis zu 35% der förderfähigen Kosten. Die Förderung ist sowohl für Neubauten als auch für Sanierungen erhältlich solange bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllt werden. Detaillierte Informationen dazu erhalten Sie auf der Website des BAfA .

Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten einer Pelletheizung

Förderung durch die KfW-Bank

Neben dem BAfA vergibt auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz genannt KfW-Bank, gewisse Kredite, welche die Investitionskosten für die Installation einer neuen Pelletheizung deutlich reduzieren können. Eine Option ist die Inanspruchnahme des Programms 167 .

Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten einer Pelletheizung

Kredite zur Finanzierung

Neben Förderungsmöglichkeiten besteht auch die Aufnahme eines geeigneten Kredits:

Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich gern an einen unserer Commerzbank Berater. Gemeinsam finden wir den passenden Kredit zur Finanzierung Ihrer neuen Pelletheizung.

Zur Terminvereinbarung

Wichtige Tipps zur Beantragung von Fördergeldern

Ganz egal, ob Sie eine Förderung des BAfA, der KfW-Bank oder eines anderen Geldgebers beantragen - in jedem Fall muss die Beantragung vor Baubeginn bzw. Installation der Pelletheizung erfolgen. Wird bereits vorzeitig mit Baumaßnahmen begonnen, muss mit der Absage auf das Fördergeld gerechnet werden.


Fazit: Die Anschaffung einer modernen Pelletheizung lohnt sich

Angesichts der immer knapper werdenden fossilen Brennstoffe wird es für die meisten Menschen zunehmend attraktiver, auf alternative Brennstoffe umzusteigen - um einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und um Kosten zu sparen. Eine moderne Pelletheizung spart jedoch nicht nur langfristig Kosten ein, sondern verspricht auch eine vergleichsweise bequeme Beheizung mit Holz, einem natürlichen Rohstoff. Die gepressten Pellets werden vom Lagerraum über ein vollautomatisches Fördersystem direkt zur Brennkammer befördert - der Betreiber der Heizung hat also kaum manuellen Aufwand. Weil die Holzpellets zu 100 % aus natürlichen Holzabfällen gefertigt sind, ist diese moderne Heizungsart eine der umweltfreundlichsten, die es derzeit auf dem Markt gibt.

Doch auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die Anschaffung einer Pelletheizung äußerst empfehlenswert - insbesondere bei größeren Gebäuden wie Einfamilienhäusern. Zwar sind die Kosten für die Anschaffung einer Pelletheizung im Vergleich zu anderen Heizungsarten eher hoch, langfristig kann jedoch mit einem enormen Ersparnis gerechnet werden. Durch die geringeren Betriebskosten amortisiert sich die anfängliche Investition meist schon nach 5 bis 10 Jahren.

Was kostet eine Pelletheizung? Vor- und Nachteile, Kosten und Förderungsmöglichkeiten in der Übersicht

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