• Nebenkosten senken mit diesen 8 Tipps

    So senken Sie Ihre Nebenkosten!

    Ratgeber und Tipps zur Senkung Ihrer Nebenkosten

Nebenkosten senken ist gar nicht schwer

Nebenkosten oder auch Betriebskosten genannt, betreffen uns alle, ganz egal ob Eigentümer oder Mieter. Aber was genau sind Nebenkosten überhaupt?

Bei vermieteten Objekten entstehen Betriebskosten neben dem Hauptaufwand der Mietzahlung, deshalb werden sie auch als Mietnebenkosten betitelt. Dabei fallen die Betriebskosten zwar beim Vermieter bzw. Immobilieneigentümer an, dieser kann die Kosten aber auf Basis des Mietvertrages auf seine Mieter umlegen. Die meisten Mieter zahlen die Nebenkosten mit einer monatlichen Nebenkostenvorauszahlung.


Die wichtigsten Nebenkosten auf einen Blick

Die Nebenkosten bei der Immobilienvermietung setzen sich aus zwei Bestandteilen zusammen:

  • Betriebskosten, die auf den Mieter umgelegt werden können
  • sowie Bewirtschaftungskosten, die nicht auf den Mieter umgelegt werden können.

Bewirtschaftungskosten entstehen im Unterschied zu den Betriebskosten in Zusammenhang mit der Bewirtschaftung der Immobilie.

Umlagefähige Nebenkosten

  • Allgemeinstrom
  • Aufzug
  • Gartenpflege
  • Gebäudereinigung
  • Gemeinschaftsantenne
  • Grundsteuer
  • Hausmeister
  • Heizung
  • Schornsteinreinigung
  • Straßenreinigung
  • Müllbeseitigung
  • Wasser
  • Winterdienst

Nicht umlagefähige Nebenkosten

  • Abschreibungen
  • Hausverwaltung
  • Instandhaltung
  • Instandsetzung
  • Kontoführung
  • Rücklagen

So errechnen Sie Ihre Nebenkosten

Über die Höhe der Mietnebenkosten informiert den Mieter die sogenannte Nebenkostenabrechnung, die der Vermieter oder die Hausverwaltung in seinem Auftrag jährlich erstellen muss. Die Betriebskosten einer Mietwohnung können dabei je nach Alter, Zustand oder Lage deutlich schwanken. Laut des vom Deutschen Mieterbund veröffentlichten Betriebskostenspiegels lagen sie im Abrechnungsjahr 2017 bei 2,16 Euro pro Monat und Quadratmeter. Wegen des beträchtlichen Ausmaßes gelten Mietnebenkosten häufig inzwischen als “zweite Miete”.

Nebenkosten entstehen aber nicht nur bei gemieteten Häusern und Wohnungen, sondern auch bei Eigenheimen. Jedoch lässt sich hier ein Durchschnittswert schwer festlegen, da die verfügbaren statistischen Daten stark schwanken. Die Schwankungsbreite der Eigenheim-Nebenkosten ergibt sich aus etwa einem kleinen Reihenhaus für zwei Personen auf dem Lande und einer großzügigen Stadtvilla für eine Großfamilie und ist somit höher als die der Mietnebenkosten einer Wohnung. Einige Experten beziffern die Nebenkosten für ein Eigenheim im Durchschnitt auf 3 bis 4 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Nebenkosten selbst errechnen

8 Tipps - Nebenkosten senken und bares Geld sparen

Ganz egal, ob Sie Mieter, Vermieter, Haus- oder Wohnungseigentümer sind: Hohe Nebenkosten sind ärgerlich. Sie belasten den Geldbeutel und erschweren es, (Nach-)Mieter zu finden. Deshalb ist es sowohl für Immobilieneigentümer als auch für Mieter empfehlenswert, die Nebenkosten konsequent zu senken.

Wir möchten Ihnen 8 Tipps an die Hand geben, die Ihnen helfen Ihre Nebenkosten einzudämmen und bares Geld zu sparen.

Tipp 1 Mietvertrag und Nebenkostenabrechnung prüfen

Mietvertrag und Nebenkostenabrechnung prüfen

Welche Mietnebenkosten der Vermieter auf den Mieter umrechnen darf, ist sowohl im Mietvertrag als auch gesetzlich – vor allem in der sogenannten Betriebskostenverordnung (BetrKV) – geregelt. Dennoch lohnt sich für Mieter ein genauer Blick auf die Nebenkostenabrechnung und den Mietvertrag. In der Abrechnung finden sich nämlich immer wieder Umlagen von Nebenkosten, die entweder im Mietvertrag nicht aufgeführt oder sogar gesetzlich unzulässig sind.

Zudem muss die Nebenkostenabrechnung bestimmten Grundsätzen (Wirtschaftlichkeitsgebot) genügen. Grundsätzlich können Mieter innerhalb eines Jahres nach Erhalt Widerspruch gegen eine fehlerhafte Mietkostenabrechnung einlegen. Der Einstieg in die Welt der Nebenkostenabrechnungen ist für Laien zwar nicht ganz leicht. Eine nähere Beschäftigung damit kann sich aber finanziell lohnen und Jahr für Jahr die Nebenkostenzahlungen reduzieren.

Eine Hilfestellung für Mieter bietet unser Artikel „Nebenkostenabrechnung prüfen – so geht’s“.

Gesetzlich unzulässige Nebenkosten unterliegen den Änderungen der Rechtsprechung zu Mietnebenkosten sowie der Betriebskostenverordnung. So entschied beispielsweise der Bundesgerichtshof im Jahr 2015 abschließend, dass pauschalierte Verwaltungskosten für leere Wohnungen nicht als Betriebskosten auf Mieter umlagefähig sind und somit nicht Teil der Nebenkostenabrechnung sein dürfen.

Tipp 2 Heizkosten einsparen - Heizen und Lüften

Heizkosten einsparen - Heizen und Lüften

Der mit Abstand größte Anteil an den Nebenkosten – mit 1,03 Euro pro Quadratmeter und Monat sind es sogar fast die Hälfte – fallen auf die Nutzung von Heizungen und die damit entstehenden Heizkosten inklusive Warmwasser. Häufig lassen sich diese Betriebskosten bereits durch kleine Verhaltensänderungen deutlich reduzieren.

Experten empfehlen in diesem Zusammenhang, die Raumtemperatur konstant bei etwa 19 bis 21 Grad Celsius zu belassen. Denn das Aufheizen von kalten Räumen kostet besonders viel Energie.

Zudem genügt es, täglich etwa drei Mal für wenige Minuten mit weit geöffneten Fenstern und Türen durchzulüften. Die optimale Lüftungsdauer ist abhängig von der Außentemperatur und schwankt zwischen 5 Minuten in kalten Wintermonaten bis zu 25 Minuten an heißen Sommertagen. Damit Sie nicht unnötig Energie verschwenden, sollten die Heizungen beim Lüften komplett abgedreht sein. Das Lüften über gekippte Fenster und laufende Heizungen ist im Vergleich zum Quer- und Stoßlüften sehr ineffizient und begünstigt sogar die Entstehung von Schimmel, der sowohl die Gesundheit der Bewohner als auch die Bausubstanz des Gebäudes beeinträchtigen kann.

Tipp 3 Für Vermieter und Eigentümer - Energetische Sanierung durchführen lassen

Für Vermieter und Eigentümer - Energetische Sanierung durchführen lassen

Wenn Wärme und Energie zu schnell aus dem Gebäude entweichen, stößt auch das skizzierte “richtige Heizen” schnell an seine Grenzen, weil eine angenehme Raumtemperatur dann nur über ständiges Nachheizen entstehen kann. Ursachen, die zum Verlust von Wärme führen, sind vor allem ungedämmte Wände, undichte Fensterrahmen und fehlende Mehrfachverglasungen, die besonders für ältere Immobilien typisch sind.

Alle diese Probleme lassen sich durch eine von Fachleuten durchgeführte energetische Sanierung beheben. Zwar fallen dafür zunächst einmal relativ hohe Kosten an. Doch von einer solchen Investition in die Zukunft profitieren Vermieter und Mieter gleichermaßen – nämlich durch einen höheren Wert der Immobilie zum einen sowie sinkenden Nebenkosten zum anderen.

Zudem gibt es heute gute Möglichkeiten als Eigentümer die Finanzierung einer energetischen Sanierung zu stemmen, beispielsweise mit einem Modernisierungskredit. Werden bestimmte Voraussetzungen erfüllt, bietet die Grüne Baufinanzierung der Commerzbank attraktive Sonderkonditionen für die Sanierung Ihrer energieeffizienten Immobilie.

Wer einige bürokratische Hürden nicht scheut und einige Bedingungen erfüllt, kann darüber hinaus von der KfW Unterstützung für eine energetische Sanierung erhalten.

Tipp 4 Einen günstigen Stromanbieter wählen

Einen günstigen Stromanbieter wählen

Es gibt keinen qualitativ besseren oder schlechteren Strom. Dennoch verlangen die Stromanbieter teilweise höchst unterschiedliche Preise. Deswegen ist es sinnvoll, einen Anbieter auszuwählen, bei dem die Tarife gering sind.

Viele Stromanbieter offerieren sogar preiswerte Öko-Tarife, bei denen die Stromerzeugung überwiegend oder sogar komplett durch regenerative Technologien erfolgt. Die Suche nach günstigen Stromanbietern erleichtern spezielle Vergleichsportale. Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses können problemlos den Stromanbieter wechseln.

Beim Allgemeinstrom in Mietimmobilien kann allerdings nicht der Mieter über einen Anbieterwechsel entscheiden. Hier entscheidet vielmehr der Vermieter über den Stromanbieter und damit auch teilweise über die aus dem Tarif entstehenden Betriebskosten. Doch der ist wahrscheinlich auch für einen guten Tipp dankbar, zumal viele Anbieter Neukunden bei einem Wechsel oft mit attraktiven Prämien locken.

Tipp 5 Wasser sparen

Wasser sparen

Neben Strom und Energie zählt auch das Wasser zu den wichtigen Ressourcen. Wie wertvoll die Ressource Wasser ist, ist für uns heute teils schwer zu begreifen, da wir uns daran gewöhnt haben, dass uns Wasser durch ein einfaches Öffnen des Wasserhahns sofort und scheinbar in beliebiger Menge zur Verfügung steht. Es ist also nicht verwunderlich, dass jeder Deutsche im Durchschnitt pro Tag rund 130 Liter Trinkwasser verbraucht. Das ist ein Vielfaches der Menge, die Menschen in weniger entwickelten Staaten nutzen.

Durch relativ einfache Verhaltensveränderungen und moderne Technik lässt sich der Wasserbrauch deutlich reduzieren. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern senkt auch die eigenen Nebenkosten.
Wer etwa zur Körperpflege kein Vollbad nimmt, sondern duscht, spart damit allein jedes Mal ungefähr 80 bis 100 Liter Wasser. Durch die Installation eines Duschsparkopfs lässt sich die Ersparnis sogar noch erhöhen. Denn diese verbrauchen – indem sie Wasser mit Luft mischen – bis zu 50 % weniger Wasser.

Ähnliche Vorrichtungen bzw. Durchflussbegrenzer sind auch für die Wasserhähne im ganzen Haus erhältlich. Auf der Toilette lassen sich zudem mit modernen Spülkästen, die über Spartasten verfügen, bei jedem Spülvorgang mehrere Liter Wasser einsparen.

Nicht zu unterschätzen ist der Wasserverbrauch durch undichte Wasserhähne. Selbst wenn nur alle 5 Sekunden ein Tropfen austritt, gehen damit pro Jahr fast 1.577 Liter Wasser pro Hahn verloren. Da lohnt es sich, defekte Dichtungen schnell auszuwechseln.

Tipp 6 In energieeffiziente Elektrogeräte investieren

In energieeffiziente Elektrogeräte investieren

Laufen bei Ihnen im Gemeinschaftskeller seit Jahren die gleichen Waschmaschinen oder Wäschetrockner? Nutzen Sie in Ihrem Eigenheim seit Jahrzehnten den gleichen Kühl- oder Gefrierschränke? Dann können Sie durch die Anschaffung von neuen Elektrogeräten wahrscheinlich viel Strom und damit bares Geld sparen und Ihre Nebenkosten in den nächsten Jahren senken. Denn ältere Geräte haben oft einen deutlich höheren Stromverbrauch als moderne Alternativen.

Ob Ihre alten Elektrogeräte Stromfresser sind, können Sie mit einem Messgerät einfach selbst ermitteln. Vor der Anschaffung eines neuen Gerätes ist ein Blick auf dessen Energieverbrauchskennzeichnung ratsam. Hier reicht die Skala bei nachlassender Energieeffizienz von A bis G, wobei besonders sparsame Geräte Kennzeichnungen wie A+, A++ oder sogar A+++ erhalten. Die Unterschiede sind groß. So verbraucht etwa ein Wäschetrockner der energiesparsamsten Effizienzklasse A+++ mehr als zwei Drittel weniger Strom als ein Gerät, das nur die Anforderungen der Klasse B erfüllt. Angesichts der stetig steigenden Strompreise amortisieren sich so Neuanschaffungen recht schnell.

Hilfe bei der Finanzierung bieten beispielsweise ein Kleinkredit oder Sofortkredit der Commerzbank. Mit den günstigen Ratenkrediten können Sie den Kaufbetrag einfach in kleinen Monatsraten zurückzahlen, ohne Ihr Gespartes antasten zu müssen.

Tipp 7 Nebenkosten steuerlich absetzen

Nebenkosten steuerlich absetzen

Steuern mögen ein notwendiges Übel sein. Richtig gerne bezahlen diese jedoch nur wenige Menschen. Zum Glück lassen sich verschiedene Dinge steuerlich geltend machen, um die eigene Steuerlast zu mindern. Das gilt auch für Nebenkosten. Zugegeben: Damit bleiben Ihre Nebenkosten de facto gleich. Allerdings haben Sie am Ende mehr Geld im Portemonnaie und darauf kommt es doch schließlich an. Die Potenziale zur Reduzierung der Steuerlast sind in vielen Fällen beträchtlich. So lassen sich von Handwerkerleistungen 20 Prozent der Kosten bis zu einem Betrag von 1.200 Euro von der Steuer absetzen. Zu diesen Handwerkerleistungen zählen beispielsweise:

  • Dachrinnenreinigung
  • Gartengestaltung
  • Pflasterarbeiten
  • Reparaturen von gemeinschaftlich genutzten Geräten
  • Rohrreinigung
  • Sanierungsarbeiten
  • Schornsteinfeger

Auch bei haushaltsnahen Dienstleistungen können Sie ein Fünftel der Kosten steuerlich geltenden machen. Hier beträgt der Höchstbetrag sogar 4.000 Euro. Zu diesen haushaltsnahen Dienstleistungen zählen unter anderem:

  • Gartenpflege
  • Grundstücksreinigung
  • Treppenhausreinigung
  • Wachdienst
  • Winterdienst
Tipp 8 Nur Für Mieter - Raus aus der Nebenkostenfalle

Nur Für Mieter - Raus aus der Nebenkostenfalle

Einige unsere Tipps kann jeder, andere nur der Haus- oder Wohnungseigentümer umsetzen. Was aber können Sie als Mieter tun, wenn sich Ihr Vermieter querstellt und nichts von energetischen Sanierungsmaßnahmen oder der Wahl eines günstigen Stromanbieters wissen möchte? Wenn die Nebenkosten – etwa wegen eines undichten Mauerwerks oder zugigen Fensterrahmen – besonders hoch sind, sollte hier die Devise „Raus aus der Nebenkostenfalle“ lauten. Schließlich verschenken Sie hier Jahr für Jahr unnötig Geld. Suchen Sie sich am besten eine neue Wohnung bzw. ein neues Haus mit einem anderen Vermieter oder ziehen Sie gleich in eine Eigentumswohnung oder ein Eigenheim um. Hier können Sie dann über alle Maßnahmen zur Senkung der Nebenkosten selbst bestimmen und müssen sich zudem nie wieder unangenehmen Mitmietern, dem unfreundlichen Hausmeister oder einem einschränkenden Mietvertrag herumschlagen.

Natürlich ist es alleine nicht immer einfach, das richtige Objekt zu finden und zu finanzieren. Zum Glück können wir Ihnen da gleich mit mehreren Dienstleistungen zu attraktiven Konditionen helfen. Dazu zählen vor allem:

Baufinanzierung

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