• Heizkosten im Überblick

    Heizkosten senken und den Energieverbrauch reduzieren

Heizkosten sparen - Tipps und Tricks zur Kostensenkung

Die Energiepreise steigen an. Dennoch möchten Sie weiterhin die Wärme Ihres Heims genießen ohne sich dabei in Unkosten zu stürzen.
Hier finden Sie wertvolle Tipps rund um das Thema Heizkosten. Sie erfahren, was sich hinter dem Begriff eigentlich verbirgt und wie sich dieser Kostenblock reduzieren lässt.


Heizkosten berechnen: So klappt’s

Die Aufstellung der Heizkosten des eigenen Heims erfolgt mithilfe der Heizkostenabrechnung. In ihr sind die relevanten Heizkosten übersichtlich aufgeführt. In der Regel handelt es sich um eine einjährige Heizperiode, wobei der Zeitraum nicht mit dem Kalenderjahr identisch sein muss.

Woraus setzt sich die Heizkostenabrechnung zusammen?

In Deutschland setzt sich die Heizkostenabrechnung aus folgenden drei Komponenten zusammen:

  • Heizenergieverbrauch
  • Energiepreis
  • Heiznebenkosten

Mit dem Begriff Heizenergieverbrauch ist die verbrauchte Menge des Energieträgers gemeint. Der Energiepreis beschreibt die Kosten für den Brennstoff. Zu den Heiznebenkosten zählen unter anderem die Wartungsmaßnahmen, der Schornsteinfeger, die Gebühren für die Heizkostenverteilung ebenso wie die Betriebsstromkosten der Anlage.

  • Eine Faustregel besagt, dass die beschriebenen Heiznebenkosten nicht mehr als 20% der kompletten Heizkosten betragen sollten.
Bestandteile der Heizkostenabrechnung
Welche Faktoren beeinflussen die Heizkostenabrechnung

Welche Faktoren sind für die Heizkostenabrechnung entscheidend?

Wer abschätzen möchte, wie hoch die Heizkosten in einem Haus oder einer Wohnung in etwa ausfallen, der kann dies ohne Schwierigkeiten tun. Um die Heizkosten zu berechnen, werden diverse Faktoren herangezogen:

  • Quadratmeter des beheizten Wohnbereichs
  • Höhe der Decken
  • aktuelle Brennstoffpreise
  • Heizart
  • Alter des Hauses
  • Zustand der Wärmedämmung

Wenn Sie Ihre Heizkosten berechnen möchten, benötigen Sie als erstes die Quadratmeterzahl des Wohnbereichs. Jedoch darf hierbei nicht die Deckenhöhe vergessen werden. Je höher die Decke im Zimmer ist, desto höher sind die Heizkosten. Immerhin hat das Volumen des Raums zugenommen. Bei einer Wohnung im Mehrfamilienhaus nimmt die Lage der Wohnung innerhalb des Gebäudes Einfluss auf die Heizkosten. Weitere Faktoren sind der Preis für den Brennstoff, die Art der Heizung und die Personenzahl. Die Wärmedämmung des Hauses ist ebenfalls heranzuziehen. Handelt es sich um ein Einfamilienhaus, ist zudem von Bedeutung, ob der Keller beheizt ist oder nicht.

So berechnen Sie ganz einfach Ihre Heizkosten:

Rechenbeispiel Heizkosten
Verbrauchertipp zur Heizkostenabrechnung

Extra-Tipp:

Sollten die Heizkostenabrechnung doch einmal höher ausfallen als erwartet, können Sie unkompliziert einen günstigen Minikredit aufnehmen. So begleichen Sie auch eine überraschend hohe Heizkostenabrechnung gewissenhaft und termingerecht ohne dabei Ihr Gespartes oder Ihren Dispokredit in Anspruch nehmen zu müssen.

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Durchschnittliche Heizkosten im Eigenheim

Heizkosten Beispiel: Einfamilienhaus

Das Referenzgebäude ist freistehend und neu gebaut worden. Es hat eine Wohnfläche von 140 m², die vier Personen bewohnen. Zusammen haben sie einen Energieverbrauch von 15.000 Kilowattstunden. Als Brennstoff dient Erdgas. Sie kommen somit auf 900 € Heizkosten pro Jahr. Dieser Betrag ließe sich durch einen anderen Brennstoff senken. Günstiger sind Hackschnitzel und Scheitholz, da nun der Preis nicht bei 6 Euro pro Quadratmeter, sondern bei 4 Euro pro Quadratmeter läge.

Wie hoch sind die Heizkosten für ein Einfamilienhaus?
Wie hoch sind die durchschnittlichen Heizkosten für ein Einfamilienhaus?

Heizkosten Beispiel: Mietwohnung

Die Referenzwohnung befindet sich in einem großen, gut gedämmten Mehrfamilienhaus von über 1.000 m². Sie liegt mittig und besitzt eine Größe von 70 m². Zwei Personen leben in der Wohnung und erzeugen gemeinsam einen leicht erhöhten Energieverbrauch. Als Brennstoff dient Erdgas. Die Heizkosten pro Jahr belaufen sich auf rund 470 Euro pro Jahr. Würde die Wohnung in einem energetisch schlechten Haus liegen, würde sich der Betrag pro Jahr fast verdoppeln.


Welcher Brennstoff eignet sich am besten für Ihr Zuhause?

Der größte Energieanteil im Haus entfällt auf die Heizung. Es ist daher ratsam, sich mit den Energieträgern detaillierter zu befassen. Sie unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der Kosten für den Brennstoff, sondern auch bezüglich der Heiz- und Brennwerte. Der Heizwert gibt die Energie an, welche bei der Verbrennung des Brennstoffes freigesetzt wird. Der Brennwert ist ein Maß für die Energie eines Brennstoffs. Bei ihm wird nicht nur die reine Verbrennungswärme berücksichtigt, sondern ebenfalls die Wärmeenergie.

Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Brennstoffe für Ihr Heim gibt Aufschluss. Aufbauend darauf können Sie individuell beurteilen, welcher Brennstoff sich am besten für Ihr Zuhause eignet. Beachten Sie dabei jedoch auch die Umweltbelastungen durch Feinstaub, Kohlendioxid, Stickoxide und Kohlenmonoxid.

Preise, Heiz- und Brennwerte für vier bedeutende Brennstoffe:

Erdgas

  • Preis: 5 bis 6 Cent pro Kilowattstunde Energie (kWh)
  • Heizwert: 9,4 Hi
  • Brennwert: 10,4 Hs

Heizöl

  • Preis: 65 bis 75 Cent pro Liter
  • Heizwert: 10 Hi
  • Brennwert: 10,6 Hs

Fernwärme

  • Preis: 90 bis 150 Euro pro Megawattstunde (MWh)
  • Heizwert: 1 Hi
  • Brennwert: 1 Hs

Flüssiggas

  • Preis: 40 bis 60 Cent pro Liter
  • Heizwert: 25,8 Hi
  • Brennwert: 28,10 Hs

Weitere Brennstoffe auf dem Vormarsch

Neben den genannten vier Brennstoffen gibt es inzwischen weitere Energieträger für das Haus. Hierzu gehört auch der Klassiker Holz bzw. Pellets, den die Menschen bereits seit Jahrhunderten nutzen. Spezielle Heizungsanlagen sind für die Verwendung von Holz erforderlich, um die Emissionen zu reduzieren. Wer diese Anfangsinvestition nicht scheut, kann jährlich an Heizkosten sparen. Die Zukunft dürfte jedoch vor allem der Umweltwärme gehören.

Beispiele hierfür sind:

  • Solarenergie
  • Wärme aus dem Erdreich
  • Heizen mit Grundwasser
Neue Heizmethoden mit Umweltwärme
Mit neuen Brennstoffen Heizkosten senken

Extra-Tipp:

Mit den oben genannten Varianten können Sie Heizkosten einsparen. Diese Methoden sind zudem umweltfreundlich. Es ist auch möglich, die altbekannten Energieträger mit den neuen Arten der Umweltwärme zu kombinieren.


5 Tipps, wie Sie Heizkosten sparen können

Sie wollen Ihre Heizkosten möglichst gering halten, möchten dabei aber nicht in kalten Räumen sitzen? Diese 5 Tipps zeigen Ihnen, wie Sie die Wärme in Wohnung oder Haus kostengünstiger genießen können.

Heizkosten sparen durch elektronische Thermostate

Elektronische Thermostate einbauen

Lassen Sie Ihre Heizung rund um die Uhr laufen? Das ist bei kalten Temperaturen auch absolut verständlich. Ihre Heizung läuft, obgleich Sie nicht daheim sind, da Sie nicht in eine kühle Wohnung zurückkehren möchten. Doch es gibt einen smarten Weg, von der Wärme der Heizung zu profitieren, ohne ihren Verbrauch in die Höhe zu treiben. Passen Sie einfach die Betriebszeiten Ihrer Heizung Ihrem Bedarf an. Dies reduziert den Verbrauch immens. Dafür nutzen Sie programmierbare Thermostatventile mit Nachtabsenkung. So erreichen Sie ein energieeffizientes Heizen und vermindern den Ausstoß von CO2 um circa 425 kg pro Jahr. In einem Einfamilienhaus sparen Sie so rund 100 € pro Jahr.

Heizkosten sparen durch richtiges Lüften

Im Winter richtig lüften

Ein Fenster auf Kipp zu stellen, ist keine gute Variante, um den Verbrauch der Heizung gering zu halten. Besser ist das sogenannte Stoßlüften. Für einen kurzen Zeitraum öffnen Sie Türen und Fenster, um viel frische Luft in den Raum zu lassen. Sie können den Verbrauch auf diese Weise drastisch senken und Einsparungen von rund 155 € erzielen. Wenn Sie das Fenster stets auf Kipp lassen, findet hingegen kaum ein Luftaustausch statt. Stattdessen kühlen die Wände aus. Das bedeutet: ein erhöhter Energieverbrauch und die Bildung von Schimmelpilzen.

Heizkosten sparen durch Absenkung der Raumtemperatur

Absenkung der Raumtemperatur

Niemand möchte Ihnen die Wärme aus der Wohnung nehmen. Sie sollen im Januar nicht mit einer dicken Jacke in Ihrem Wohnzimmer sitzen. Allerdings ist Folgendes zu bedenken: Sie selbst spüren kaum, ob Ihr Zimmer eine Temperatur von 20 °C oder von 21 °C aufweist. An ihrem Verbrauch merken Sie dieses 1 °C jedoch deutlich. Wer auf tropisch warme Werte in seinem Haus im Winter verzichtet, der kann bei einer Gasheizung Einsparungen von rund 1.000 Kilowattstunden pro Jahr erzielen. Dies entspräche etwa 75 €.

Heizkosten sparen durch bessere Abdichtung der Fenster

Abdichtung der Fenster und effizientes Heizen

Fenster können wahre Energiefresser sein. Sie können leicht testen, ob Ihr Fenster Zugluft hineinlässt. Halten Sie Ihre Hand an den unteren Spalt des Fensterrahmens. Spüren Sie kühle Luft? Spätestens dann ist es an der Zeit, etwas zu tun. Sie können zugige Fenster problemlos im Nachhinein abdichten. Bereits mithilfe eines Dichtungsbandes können Sie bei einem 110 m² großen Einfamilienhaus pro Jahr über 900 Kilowattstunden bzw. 70 € einsparen. Das Dichtungsband ist im Baumarkt erhältlich. Mit einer Länge von rund zehn Metern kostet es lediglich 10 € pro Rolle.

Heizkosten sparen durch Entlüftung der Heizkörper

Entlüftung der Heizkörper

Haben Sie schon einmal das Gluckern Ihres Heizkörpers wahrgenommen? Dann kann Ihr Heizkörper nicht mehr richtig heizen, obgleich das Thermostat am Anschlag steht. Es ist wahrscheinlich, dass sich Luft in dem Heizkörper befindet. Damit er wieder effizient heizen kann, sollten Sie ihn schnellstmöglich entlüften. Jede Luftblase stellt einen unnötigen Verbrauch an Energie dar. Als Mieter einer Wohnung sparen Sie durch solch eine Maßnahme rund 35 € im Jahr. In einem Einfamilienhaus sind es rasch 65 € pro Jahr.


Einmal investieren, nachhaltig Heizkosten sparen

Ob als Mieter oder Eigenheimbesitzer: Durch kleine und größere Investitionen können Sie erheblich Heizkosten pro Jahr sparen. Als Mieter müssen Sie einige der Investitionen nicht selbst zahlen, sondern können sich sicherlich mit Ihrem Vermieter einigen. Eigenheimbesitzer können über größere Investitionen am Haus nachdenken, um nachhaltig Heizkosten zu sparen. Dies beginnt mit einem Austausch der Heizung bis hin zu einer besseren Wärmedämmung des Hauses. Je nach Zustand des Gebäudes sind durch die richtigen Maßnahmen Einsparungen von über 50 Prozent möglich. Langfristig können sich solche Investitionen lohnen – auch der Umwelt zuliebe.

Um die Maßnahmen finanziell zu stemmen, ist unter Umständen ein Kredit ratsam. Mithilfe eines günstigen Modernisierungskredits, können Sie jährlich wertvolle Kosteneinsparungen bei der Heizkostenabrechnung erzielen!

Heizkosten sparen ist möglich

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