• Kredit umschulden

    Kredit umschulden

    Wie es geht und wann es sich lohnt

Umschuldung: Mit weniger Kosten neu anfangen

Wenn Sie einen oder mehrere Kredite abbezahlen, können Sie mit einer Umschuldung ordentlich Geld sparen. Schließlich dauert es gerade bei höheren Kreditsummen mehrere Jahre, bis die Darlehensschuld restlos getilgt ist. In dieser Zeit können sich die Konditionen für Kredite ändern. Und weil die Zinsen in den letzten Jahren stark gesunken sind, zahlen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit für Ihren Altkredit einen höheren Zinssatz als Sie für einen neuen Kredit bezahlen müssten. Bei einer Umschuldung nutzen Sie diesen Vorteil, indem Sie einen oder mehrere Altkredite gegen einen neuen Kredit mit günstigerem Zinssatz tauschen.

Doch wie funktioniert die Kreditumschuldung eigentlich? Wann ist sie sinnvoll, und worauf sollten Sie achten?


Kredit umschulden: Was bedeutet das?

Die Kreditumschulung ist nicht zu verwechseln mit einer vorzeitigen Tilgung. Bei der vorzeitigen Tilgung zahlen Sie einen laufenden Kredit aus Eigenmitteln früher zurück, als vertraglich mit der Bank vereinbart. Dadurch sind Sie schuldenfrei.

Bei einer Umschuldung hingegen lösen Sie einen alten Kredit vorzeitig durch einen neuen Ratenkredit oder ein Darlehen ab. Das ist sinnvoll, wenn Sie für den neuen Kredit weniger Zinsen zahlen als für den alten. Je nach Höhe der Restschuld aus Ihrem Altkredit und der verbleibenden Laufzeit können Sie mit einer Umschuldung mehrere Hundert oder Tausend Euro einsparen, wenn der günstigere Zinssatz entsprechende Kostenvorteile ermöglicht. Denn in diesem Fall wird Ihre Restschuld mit dem Umschuldungskredit insgesamt kleiner.

Besonders interessant dabei ist: Mit einer Umschuldung lässt sich nicht nur ein einziges Darlehen günstig ablösen. Sie können auch mehrere Kredite bündeln und durch den neuen Kredit ersetzen, zum Beispiel eine Autofinanzierung vom Händler, den Dispokredit auf Ihrem Girokonto und zwei Ratenkredite vom Elektronikfachmarkt. Vielen Verbrauchern bietet sich damit ein Ausweg aus einer Schuldenspirale, weil sie mit dem Abschluss des neuen Kredits die Höhe der Monatsraten neu festlegen können. Gleichzeitig erhalten sie einen besseren Überblick über ihre Finanzen, weil sie nicht länger mehrere, sondern nur noch einen Kredit zurückzahlen.

Diese Kredite können Sie umschulden

Prinzipiell lässt sich jeder Konsumentenkredit umschulden, Händlerfinanzierungen vom Kredit für die Waschmaschine bis zum Möbelkredit genauso wie Darlehen oder Ratenkredite und Studienkredite von der Bank. Privatkredite von Freunden oder Verwandten lassen sich bei entsprechender Bonität ebenfalls vorzeitig ablösen, und auch eine Ballonfinanzierung für das Auto können Sie umschulden, um die hohe Schlussrate zu stemmen.

Eine Sonderstellung nimmt der Dispo ein, weil sich hier die Umschuldung oftmals ganz besonders lohnt. So komfortabel der Dispokredit sein mag, so teuer ist er nämlich auch. Im Durchschnitt liegt der Zinssatz für Dispokredite bei über 9 Prozent. Damit ist er in jedem Fall teurer als ein Ratenkredit der Bank. Sinnvoll ist die Umschuldung vor allem dann, wenn Sie den Dispokredit nicht zur kurzfristigen Überbrückung eines finanziellen Engpasses nutzen, sondern mehrere Monate lang oder dauerhaft im Minus sind. In diesem Fall sparen Sie erhebliche Zinsen, wenn Sie den Kredit mit einem Umschuldungskredit ablösen.

Diese Kredite können Sie umschulden

Auch eine Baufinanzierung können Sie umschulden, allerdings kommt es hier auf den richtigen Zeitpunkt an. Eine vorzeitige Ablösung innerhalb der selbst gewählten Zinsbindungsfrist kann teuer werden, weil mit einer hohen Vorfälligkeitsentschädigung zu rechnen ist. Diese wird von der Bank in Rechnung gestellt als Ausgleich für entgangene Zinszahlungen. (Mehr zur Vorfälligkeitsentschädigung finden Sie weiter unten.)

  • Es gibt jedoch eine Ausnahme: Haben Sie eine Baufinanzierung oder einen Immobilienkredit mit einer Zinsbindungsfrist von mehr als zehn Jahren abgeschlossen, können Sie den Kreditvertrag nach zehn Jahren mit einer Frist von sechs Monaten kündigen. Die Bank hat in diesem Fall keinen Anspruch auf Entschädigung. Das heißt: Abgesehen von eventuell anfallenden Gebühren profitieren Sie bei der Anschlussfinanzierung für Ihre Immobilie ohne Abstriche von einem niedrigeren Zinssatz.

Warum sollte ich meinen Kredit umschulden?

Für eine Umschuldung gibt es mehrere Gründe:

Sie sparen Geld

Sie nutzen die aktuelle Niedrigzinsphase und tauschen Ihren teuren Altvertrag gegen einen neuen Kreditvertrag mit besseren Konditionen ein. Ein Umschuldungskredit verringert also Ihre Schuldenlast. Wenn Sie eine bessere Bonität vorweisen können als beim Abschluss des vorhergehenden Kredits, erhalten Sie zusätzlich günstigere Konditionen für den neuen Kreditvertrag. Gründe für eine bessere Bonität sind zum Beispiel ein höheres Einkommen, zusätzliche Sicherheiten oder zwischenzeitlich getilgte Darlehen.

Sie können mehrere Altkredite bündeln

Bei einer Umschuldung können Sie mehrere alte Kredite zusammenfassen und gebündelt mit einem neuen Kreditvertrag ablösen. Es werden also nicht länger mehrere Raten zu unterschiedlichen Terminen von Ihrem Konto abgebucht, stattdessen bedienen Sie nur noch einen einzigen Kredit.

Sie verbessern Ihre Bonität

Auskunfteien wie die Schufa bewerten es positiv, wenn Sie nur einen einzigen Kredit bedienen müssen. Mit einer Umschuldung verbessern Sie also Ihren Bonitäts-Score und damit auch Ihre Ausgangsposition, falls Sie einige Monate später einen weiteren Ratenkredit benötigen sollten.

Sie können Ihre monatliche Belastung neu festlegen

Mit dem Abschluss eines Umschuldungskredits bietet sich Ihnen die Möglichkeit, die Höhe der monatlichen Ratenzahlungen neu festzulegen. Steht Ihnen beispielsweise heute mehr Geld zur Verfügung als früher, können Sie höhere Raten pro Monat vereinbaren und sind damit schneller schuldenfrei. Sind Ihre Einnahmen oder die Ihres Partners inzwischen gesunken, können Sie Ihre monatliche Belastung senken und an die aktuelle Finanzlage anpassen.

Wann lohnt es sich, einen Kredit umzuschulden?

Grundsätzlich empfiehlt sich eine Umschuldung immer dann, wenn der Zinssatz und die Gesamtkosten des neuen Kreditvertrags geringer sind als die des Altkredits. Finden Sie ein entsprechend günstiges Angebot, können Sie einen laufenden Verbraucherkredit jederzeit gegen einen neuen Ratenkredit umtauschen. Anders als bei der Immobilien- oder der Baufinanzierung müssen Sie hier keine Kündigungsfristen beachten.

Abgesehen von Kostenvorteilen in Tiefzinsphasen gibt es aber noch mehr Situationen, in denen sich das Nachdenken über eine Umschuldung lohnt.

Girokonto dauerhaft im Minus

Wenn Ihr Girokonto regelmäßig oder dauerhaft im Minus ist

Die Inanspruchnahme des Dispokredits ist komfortabel und unproblematisch, wenn Sie den Kredit innerhalb von drei bis vier Monaten zurückzahlen können. Gelingt Ihnen das nicht, kann eine Umschuldung sinnvoll sein, um den Druck auf Ihre Finanzen zu verringern und eine dauerhafte Verschuldung über den Dispo zu verhindern. Aufgrund der hohen Zinsen für den Dispokredit ist ein Umschuldungskredit grundsätzlich immer die bessere und günstigere Wahl.

  • Wichtig: Nach dem Ausgleich Ihres Dispokredits durch einen Umschuldungskredit sollten Sie Ihr Konto nicht erneut überziehen, solange Sie den Umschuldungskredit zurückzahlen. Andernfalls könnten Sie in eine dauerhafte Schuldenspirale geraten, weil Sie jeden Monat sowohl die Raten für den Umschuldungskredit als auch zusätzlich den hohen Zinssatz für den Dispokredit bezahlen müssen.
mehrere Ratenkredite

Wenn Sie mehrere Kredite bedienen und sich mehr Übersicht wünschen

Mehrere Kredite nebeneinander zu bedienen macht es schwierig, den Finanzhaushalt im Auge zu behalten. Die einzelnen Raten werden dann meistens an verschiedenen Tagen im Monat abgebucht, und die Kredite haben auch noch unterschiedliche Laufzeiten und Zinsen. Eine Umschuldung kann da für einen deutlich besseren Überblick sorgen. Sobald Sie mehrere Kredite gebündelt gegen einen Umschuldungskredit tauschen, müssen Sie sich nur noch um die Raten für einen einzigen Ratenkredit kümmern und können Ihre monatlichen Einnahmen und Ausgaben wesentlich besser kalkulieren.

Scheidung

Wenn Sie sich von Ihrem Partner scheiden lassen

Auch bei einer Scheidung macht eine Umschuldung meist Sinn. Übrigens auch dann, wenn die gemeinsamen Schulden einvernehmlich aufgeteilt worden sind. Der Grund: Sollte ein Partner seinen Verpflichtungen nicht nachkommen, wendet sich die Bank automatisch an den anderen Partner. Dieses Risiko lässt sich mit einem Umschuldungskredit ausschalten, denn hier schließen beide Partner jeweils im eigenen Namen einen neuen Kredit ab, mit dem sie das bis dahin gemeinsame Darlehen ersetzen.

weiterer Ratenkredit

Wenn Sie später einen weiteren Ratenkredit benötigen

Je mehr Kredite Sie gleichzeitig zurückzahlen, desto weniger Chancen haben Sie bei der Beantragung eines weiteren Kredits. Auch hier hilft eine Umschuldung, etwa wenn abzusehen ist, dass Sie innerhalb der nächsten Monate die Schlussrate für Ihr Auto finanzieren müssen oder einen Renovierungskredit benötigen. Denn wenn Sie nur noch einen einzigen Ratenkredit bedienen müssen, verbessert sich Ihre Bonität. Damit steigen Ihre Chancen, einen weiteren Kredit zu erhalten.

Belastung anpassen

Wenn Sie Ihre monatliche Belastung anpassen wollen

Sinnvoll kann eine Umschuldung für Sie als Kreditnehmer auch dann sein, wenn die Laufzeit und die Höhe der monatlichen Raten nicht mehr zu Ihrer finanziellen Lage passen. Verfügen Sie inzwischen über höhere Einkünfte oder müssen Sie größere finanzielle Belastungen stemmen, können Sie die Laufzeit neu justieren, indem Sie die Rate im Zuge der Umschuldung erhöhen bzw. senken. Vereinbaren Sie höhere monatliche Raten, verringern sich die Laufzeit und die Zinsen des Umschuldungskredits. Entscheiden Sie sich für niedrigere Monatsraten, entlasten Sie Ihre Haushaltskasse. Dafür zahlen Sie die Restschuld über eine längere Zeitspanne mit etwas höheren Zinsen zurück.

Wann lohnt sich eine Umschuldung?

Was kostet mich eine Umschuldung?

Zahlen Sie einen laufenden Ratenkredit durch eine Umschuldung vorzeitig zurück, hat die Bank ein Recht auf eine Entschädigung, die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Die Bank stellt dem Kreditnehmer diesen Betrag in Rechnung, weil ihr mit der vorzeitigen Ablösung der Restsumme des Kreditbetrags die vertraglich festgesetzten Gewinne aus Zinsen entgehen.

Bei Verbraucherkrediten, die nach dem 10. Juli 2010 aufgenommen worden sind, ist die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung klar geregelt. Sie darf

  • maximal 1 Prozent der Restschuld betragen, wenn 13 oder mehr Monatsraten zu zahlen sind
  • maximal 0,5 Prozent der Restschuld betragen, wenn bis zu 12 Monatsraten offen sind

Je 10.000 Euro Restschuld zahlen Sie also höchstens 100 Euro.

Bei Immobilienkrediten oder einer Baufinanzierung gibt es keine klar geregelte Obergrenze für die Vorfälligkeitsentschädigung, solange innerhalb der Zinsbindungsfrist umgeschuldet wird. Nach Ablauf der Sollzinsbindung oder spätestens zehn Jahre nach Vertragsabschluss ist jedoch immer eine Umschuldung ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Sollten Sie die Anschlussfinanzierung bei einer anderen Bank abschließen, muss der Gläubigerwechsel in das Grundbuch eingetragen werden. Die damit verbundenen Gebühren sind von Ihnen zu zahlen.


Kredit umschulden Schritt für Schritt: So wird’s gemacht

Das Ziel einer Umschuldung sollte immer sein, Kosten zu sparen. In Einzelfällen, etwa beim Umschulden infolge einer Scheidung, stehen zwar andere Ziele im Vordergrund, trotzdem sollten auch hier die Kosten so niedrig wie möglich gehalten werden

Kredit umschulden: Schritt 1

Restschuld und Kreditsumme ermitteln

Um herauszufinden, ob sich eine Umschuldung lohnt, müssen Sie zunächst Ihre Restschuld ermitteln, also den Betrag, den Sie als Kreditnehmer der Bank schulden. Wollen Sie mehrere Ratenkredite und einen überzogenen Dispo umschulden, addieren Sie die offenen Beträge einfach. Die Höhe der jeweiligen Restschuld entnehmen Sie dem Tilgungsplan, den Sie mit den Unterlagen für Ihren Ratenkredit erhalten haben. Haben Sie zwischenzeitlich Sondertilgungen geleistet, die im Tilgungsplan nicht berücksichtigt sind, können Sie Ihre Restschuld direkt beim Kreditgeber abfragen.

Schauen Sie anschließend in den Vertragsunterlagen nach, ob mit der vorzeitigen Ablösung Ihres Altkredits eine Vorfälligkeitsentschädigung auf Sie zukommt. Ist das geklärt, kennen Sie den Gesamtbetrag, den Sie umschulden müssen – und damit auch die Kreditsumme, die Sie mindestens neu beantragen müssen.

Kredit umschulden: Schritt 2

Vergleichsangebote einholen

Im nächsten Schritt suchen Sie im Internet nach Angeboten mit einem Zinssatz, der unter dem Ihres Altkredits liegt. Geben Sie dazu auf Kreditportalen oder den Webseiten einzelner Banken die benötigte Kreditsumme in den Kreditrechner ein. Ein Angebot mit konkreten Angaben zum Zinssatz erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie auch Ihre persönlichen Daten angeben. Das günstigste Angebot erkennen Sie am niedrigsten effektiven Jahreszins. Der Vergleich mit Ihrem Altkredit ergibt, ob Sparpotenzial vorhanden ist.

Kredit umschulden: Schritt 3

Umschuldung abschließen

Haben Sie einen Umschuldungskredit gefunden, der sich für Sie rechnet, können Sie ihn in der Regel sofort am Computer oder per Tablet und Smartphone beantragen. Sobald das Geld auf Ihrem Konto ist, zahlen Sie damit den alten Ratenkredit zurück – möglicherweise inklusive einer Vorfälligkeitsentschädigung.


Diese Punkte müssen Sie beim Umschulden beachten

Auch wenn eine Umschuldung kein Hexenwerk ist, sollten Sie einige Dinge beachten, damit Ihr Vorhaben erfolgreich verläuft:

Tipp 1 zur Umschuldung

Erst abschließen, dann kündigen

Kündigen Sie den Altkredit erst, wenn der neue Kreditvertrag abgeschlossen ist. Die meisten Banken erkennen übrigens die vollständige Tilgung der Restschuld automatisch als Kündigung an. Ein zusätzliches Kündigungsschreiben ist selten erforderlich.

Tipp 2 zur Umschuldung

Vergleichen Sie den effektiven Jahreszins

Achten Sie bei der Suche nach Kreditangeboten auf den effektiven Jahreszins. Er eignet sich am besten für einen Vergleich, weil darin alle Kosten enthalten sind.

Tipp 3 zur Umschuldung

Geben Sie als Verwendungszweck „Umschuldung“ an

Wenn Sie als Verwendungszweck „Umschuldung“ angeben, weiß die Bank, dass Sie kein zusätzliches Darlehen beantragen, sondern bestehende Kredite ablösen wollen. Damit erhöhen sich Ihre Chancen auf die Gewährung des neuen Kredits. Zudem erhalten Sie den Kredit dann oftmals zu günstigeren Konditionen bzw. Zinsen.

Tipp 4 zur Umschuldung

Treue wird belohnt

Scheuen Sie nicht davor zurück, Ihre Hausbank oder Ihren Kreditgeber nach einem Umschuldungskredit zu fragen. In vielen Fällen bemühen sich die Banken bei einer Umschuldung um attraktive Konditionen mit niedrigen Zinsen, damit der Kreditnehmer nicht zu einer anderen Bank wechselt.

Tipp 5 zur Umschuldung

Nutzen Sie den Kreditwechselservice

Fragen Sie bei Ihrem neuen Kreditgeber nach, ob er einen Kreditwechselservice anbietet. Der Service nimmt Ihnen viel Arbeit ab, wenn Sie einen Kredit umschulden. Dazu unterschreiben Sie eine Ablösevollmacht. Sie berechtigt den neuen Kreditgeber dazu, alle Altkredite für Sie abzulösen.


Häufige Fragen zur Umschuldung

Kredit umschulden: Ab welcher Ersparnis lohnt es sich?

Eine Umschuldung lohnt sich immer dann, wenn der neue Kredit insgesamt weniger kostet als der Altkredit. Er muss also auch dann günstiger sein, wenn Sie aufgrund der vorzeitigen Ablösung eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen müssen. Wie teuer ein Kredit ist, hängt von den Zinsen und der Laufzeit des neuen Kreditvertrags ab. Beachten Sie dabei, dass eine längere Laufzeit höhere Zinsen bedeutet. Zusätzliche Einsparmöglichkeiten entstehen bei Verträgen, für die eine teure Restschuldversicherung abgeschlossen wurde. Diese Zusatzgebühren lassen sich beim Abschluss eines Neuvertrags einsparen.

Welche Kosten fallen an, wenn ich einen Kredit umschulde?

In der Regel berechnet die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung, wenn ein laufender Ratenkredit vorzeitig abgelöst wird. Die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung ist bei Verbraucherkrediten gesetzlich geregelt. Sie darf maximal 1 Prozent der Restschuld betragen. Bei Verträgen mit einer Restlaufzeit von zwölf Monaten oder weniger darf sie maximal 0,5 Prozent der Restschuld betragen. Bei Baufinanzierungen existiert keine gesetzliche Obergrenze.

Kann ich bei der gleichen Bank umschulden, bei der mein Altkredit läuft?

Das ist problemlos möglich. Sinnvoll ist es aber in der Regel nur, wenn Ihnen die Bank ein besseres Angebot macht als das, welches Sie bei Ihren Kreditvergleichen gefunden haben. Viele Banken zeigen sich durchaus kooperationsbereit und verzichten auf die Vorfälligkeitsentschädigung, wenn der Kunde dafür vom Wechsel zu einer anderen Bank absieht.

Gibt es Besonderheiten beim Umschulden von Autokrediten?

Auch einen Autokredit können Sie jederzeit ohne Einhaltung einer Frist umschulden. Sollte das Fahrzeug der kreditgebenden Bank als Sicherheit dienen, muss die Zulassungsbescheinigung Teil II auf die neue Bank überschrieben werden. Verzichtet die neue Bank auf diese Sicherheit, geht der Fahrzeugbrief in Ihren Besitz über.

Kann ich den Kreditbetrag bei einer Umschuldung aufstocken?

Ja, die gewünschte Kreditsumme muss nicht Ihrer Restschuld entsprechen. Sie können auch einen Umschuldungskredit mit einer höheren Kreditsumme beantragen, damit Sie einen Puffer für unerwartete Ausgaben haben. Eine nachträgliche Aufstockung der Kreditsumme ist in der Regel aber erst mit einem Abstand von fünf bis sechs Monaten möglich, weil die Bank davon ausgeht, dass der aktuelle Finanzbedarf mit dem Überschuldungskredit gedeckt sein sollte. Kalkulieren Sie die benötigte Kreditsumme deshalb nicht zu knapp.


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