• Ab Januar 2021 haben Sie mehr Geld auf dem Konto? Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit kleinen Beträgen für später vorsorgen. Hier erfahren Sie es.

Die Abschaffung des Solis für die eigene Zukunft nutzen

  • Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags (kurz: Soli) ist für die meisten Steuerzahler zum 1. Januar 2021 der ideale Zeitpunkt, die eigene Vorsorge zu optimieren.
  • Mit einem Wertpapiersparplan auf Investmentfonds oder Indexfonds profitieren Anleger von den Wertentwicklungen an den Börsen und können ein kleines Vermögen für später ansparen.
  • Mit einer privaten Rentenversicherung bauen Versicherte über Jahre hinweg mit einem festgelegten monatlichen Betrag ein Vermögen auf. Zusätzlich können Hinterbliebene und eine Berufsunfähigkeit abgesichert werden.
  • Ob Mitte 20, Mitte 40 oder Ende 50: Je nach Lebensphase bieten sich andere Möglichkeiten an, die Soli-Ersparnis in die eigene Zukunft zu investieren.

Monatlich etwas mehr Geld auf dem Konto – das ist schon verführerisch: noch mal essen gehen oder einen kleinen Ausflug planen? Doch wer die Abschaffung des Solidaritätszuschlags zum 1. Januar 2021 nutzt und die monatliche Ersparnis in die eigene Altersvorsorge investiert, hat am Ende mehr davon. Statt kleiner Freuden im Alltag ist dann der Ruhestand abgesichert und ein kleines Vermögen aufgebaut.

Zukunftsvorsorge: Wie Sie die Soli-Ersparnis investieren

Wer den Ruhestand genießen möchte, sollte privat vorsorgen. Denn: Die gesetzliche Rente ist zwar sicher, jedoch reicht sie oftmals nicht aus, um den gewohnten Lebensstil zu sichern. Das ist vielen Deutschen bewusst – 39 Prozent haben laut ERGO Risiko Report 2019 Angst vor Altersarmut. Doch trotz des vorhandenen Bewusstseins für die notwendige Zukunftsvorsorge sparen immer noch verhältnismäßig wenige Menschen für ihre private Rente. Das wäre aber dringend nötig, um im Ruhestand den gewohnten Lebensstil beibehalten zu können. Gerade für jüngere Menschen und Familien kann die Abschaffung des Solidaritätszuschlags der Startschuss für die Auseinandersetzung mit der privaten Altersvorsorge sein. Denn wer früh beginnt, hat die Chance, schon mit kleinen Beträgen bequem für das Alter vorzusorgen. Je später das Eintrittsalter in die private Vorsorge, desto höher der monatliche Sparbeitrag. Wir zeigen Ihnen zwei Wege auf, wie Sie ab dem 1. Januar 2021 mittels eines Wertpapiersparplans und einer privaten Rentenversicherung ganz individuell vorsorgen können.

Sie fragen sich, wie viel Geld sie überhaupt später mal brauchen? Mit dem Vorsorgerechner der Stiftung Warentest ermitteln Sie Ihren persönlichen Finanzbedarf für Ihren Ruhestand.

Ran an die Börse! So funktioniert Geldanlage mit Wertpapiersparplänen

so funktioniert Geldanlage

Wer die Abschaffung des Solis klug für die eigenen Ziele zu nutzen weiß und einen monatlichen Beitrag in Wertpapiere investiert , kann langfristig ein kleines Vermögen aufbauen. Und dies, ohne heute auf etwas verzichten zu müssen, denn das Plus auf der Gehaltsabrechnung kommt ja mit der Abschaffung des Solis ohnehin ganz ohne persönliche Sparanstrengungen. Bereits mit 25 Euro monatlich können Sie auf lange Sicht von den Ertragschancen am Kapitalmarkt profitieren und haben Aussicht auf eine bessere Rendite als bei Sparbuch und Tagesgeldkonto. Zugleich tasten Sie sich an die Geldanlage am Aktienmarkt heran und haben damit die Chance, die in Deutschland weitverbreitete Angst vor Wertpapieren abzulegen.

Und so funktionierts: Mit dem Abschluss eines Wertpapiersparplans legen Sparer fest, dass in einem festen Turnus für einen bestimmten Beitrag Anteile an Fonds oder Indexfonds (exchange-traded fund, kurz: ETF) gekauft werden. Entscheiden sie sich für Fonds, können sie sich auf die Fondsmanager verlassen, die je nach Lage an den Aktienmärkten die einzelnen Anlageklassen so gewichten, wie es aktuell am günstigsten ist. Entscheiden sie sich für einen Wertpapiersparplan auf einen ETF, verzichten sie auf aktives Management.
Unabhängig davon, ob Sparer über einen Wertpapiersparplan in aktiv gemanagte Fonds oder ETFs investieren, profitieren sie jedoch immer vom positiven Durchschnittskosteneffekt. Denn: Sparplankunden kaufen bei niedrigeren Kursen mehr und bei höheren Kursen weniger Anteile. Wichtig dabei ist, dass regelmäßig gekauft wird, denn nur dadurch wird der Einstiegskurs optimiert. Auf diese Weise ergibt sich der positive Durchschnittskosteneffekt.

Mit Wertpapiersparplänen flexibel bleiben

Ganz gleich aber, ob Sie als Anleger ihre Soli-Ersparnis in einen Wertpapiersparplan auf Fonds oder ETFs investieren – sie bleiben stets flexibel. Sie können ihre Sparrate einfach anpassen oder mit den monatlichen Einzahlungen pausieren. Sie wollen bald in den Urlaub fahren und benötigen ein wenig Reisegeld? Dann verringern Sie Ihre Sparrate oder setzen sie aus. Sie können monatlich ein wenig mehr Geld sparen? Dann stocken Sie Ihre Sparrate auf.

Generell ist es empfehlenswert, eine Laufzeit von mehr als drei Jahren zu wählen und sicherzustellen, dass das in Fonds gebundene Kapital nicht ad hoc benötigt wird. Denn Wertpapiere sind Schwankungen unterworfen, weshalb Anleger in konjunkturell schwächeren Phasen mit Verlusten rechnen müssen. Es bietet sich daher an, den aktuellen Kapitalmarkt und die Entwicklung des Produktes im Depot im Auge zu behalten, sollten Anteile verkauft werden.

Die Rente reicht nicht? Mit privater Rentenversicherung vorsorgen

Die eigene Soli-Ersparnis können Anleger – besonders in jüngeren Jahren – auch in eine private Rentenversicherung stecken. Gerade Sparer, die noch keine Lösung für ihre Altersvorsorge gefunden haben, sollten die Abschaffung des Solidaritätszuschlags nutzen, um das zu ändern. Mit einer privaten Rentenversicherung bauen sie über Jahre hinweg mit einem festgelegten Betrag Vermögen auf. Dieses Vorsorgekapital wird Ihnen dann entweder im Ruhestand als private Zusatzrente ausgezahlt. Oder Sie erhalten einen Teil als Kapitalzahlung und einen anderen als Rente.

Dank unterschiedlicher Vorsorgekonzepte können die Versicherten auch bei einer privaten Rentenversicherung Sicherheit und Chance so gewichten, wie es ihrer Renditeerwartung und ihrer Risikoneigung entspricht. Die Kapitalanlage kann entweder so gestaltet werden, dass Experten sich vollständig darum kümmern. Und es gibt Vorsorgekonzepte, bei denen die Versicherten mitentscheiden können, wie das Geld angelegt wird.

Zusätzlich ist es möglich, ihre Familie für den Todesfall und sich selbst gegen das Risiko einer Berufsunfähigkeit abzusichern. So können Versicherte individuelle Lösungen finden und für Familienmitglieder eine einmalige Kapitalzahlung oder eine Hinterbliebenenrente vereinbaren. Haben Versicherte hingegen ihre Rentenversicherung um eine Berufsunfähigkeitsvorsorge ergänzt, erhalten sie im Falle einer Berufsunfähigkeit eine Rente – ohne auf Ihre Ansprüche für die Altersvorsorge verzichten zu müssen.

In der folgenden Tabelle haben wir einige Beispiele zusammengefasst, mit welchen monatlichen Beiträgen Versicherte wie viel Kapital ansparen können. Mit dem Rechner der Allianz können Sie zudem ganz individuell Ihre monatliche Rente oder Kapitalauszahlung berechnen.

Die passende Lösung finden

Die Soli-Ersparnis in die eigene Zukunft zu investieren, ist auf jeden Fall ratsam. Doch je nach Alter und Lebensumständen können unterschiedliche Lösungen für die Geldanlage in Betracht kommen. In unserer Übersicht sehen Sie, welche Lösungen in welchem Lebensabschnitt sinnvoll sind.

Generationen, Lebensphasen, Vorsorge
Mann, Mitte 20, Berufsanfänger, alleinstehend In dieser Lebensphase wäre es möglich, die Soli-Ersparnis und einen zusätzlichen Beitrag in zwei Vorsorgelösungen zu investieren. Dabei lohnt es sich gerade für junge Sparer, staatliche Förderungen zu nutzen.
Mit der einen Hälfte des Sparbetrags werden über einen Wertpapiersparplan Anteile an Fonds gekauft. Die andere Hälfte fließt in die Allianz PrivatRente ein. Auf diese Weise bleibt der Anleger flexibel, denn er kann die Sparrate für seinen Werpapiersparplan aufstocken oder reduzieren – je nachdem, welche Pläne er für sein Leben in nächster Zeit hat. Gleichzeitig sorgt er mit der privaten Rentenversicherung konsequent für später vor.
Frau, Mitte 40, in leitender Funktion, verheiratet,
2 Kinder
In dieser Lebensphase kann es sinnvoll sein, nur in die private Altersvorsorge zu investieren. Es kommt häufig vor, dass dieses Thema zwischen Jobwechseln, Familiengründung und möglicherweise Immobilienerwerb immer zu kurz gekommen ist, mit Mitte 40 aber dringend angegangen werden sollte.
Mann, Ende 50, angestellter Facharbeiter, verheiratet In dieser Lebensphase kann die Soli-Ersparnis in einen Wertpapiersparplan fließen – vorausgesetzt, für das Alter wurde schon vorgesorgt. Mittels eines Wertpapiersparplans besteht in den verbleibenden Arbeitsjahren noch die Möglichkeit, ein zusätzliches finanzielles Polster für den Ruhestand aufzubauen.

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