• In welchem Alter ist welche Taschengeldhöhe angemessen? Tipps und Empfehlungen rund ums Taschengeld: Jetzt hier lesen.

Kinder, Kohle, Konto: was Eltern über Taschengeld wissen sollten

Laut der Kinder Medien Studie 2019 bekommen 4- bis 13-Jährige in Deutschland im Durchschnitt rund 20 Euro Taschengeld. Die meisten können darüber frei verfügen und geben es am liebsten für Süßigkeiten und Zeitschriften gleich wieder aus. Kein Wunder, dass das Taschengeld so selten bis zum Monatsende reicht. Wie Sie das ändern können und warum ein eigenes Konto dabei hilft: Das und mehr verraten wir Ihnen hier.

Übung macht den Meister

Kennen Sie das: Die Woche hat kaum angefangen und das Taschengeld Ihrer Kids ist schon wieder verprasst? Was viele Eltern nervt, ist in Wirklichkeit sogar nützlich. Wenn am Freitag die Kinokarte nicht mehr drin ist, weil am Montag und Dienstag das Eis so lecker war, lernen die Kids, dass Geld eine endliche Ressource ist. Und dass sie auch mal sparen müssen, um sich größere Wünsche zu erfüllen. Eine Lektion, die goldwert ist. Schließlich geht es beim Taschengeld vor allem darum, den richtigen Umgang mit Geld zu üben.

Tipps fürs Taschengeld

Damit das Finanzcoaching für Anfänger gelingt, helfen ein paar Ratschläge von Experten:

  • Früh übt sich. Fangen Sie im Grundschulalter mit kleinen Beträgen an, die sich im Laufe der Zeit allmählich steigern.
  • Wann wie viel? Sie sind unsicher, welche Taschengeldhöhe in welchem Alter angemessen ist? Hier helfen die Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts
  • Altersgemäß auszahlen. Kleine Kinder können noch nicht planen. Außerdem brauchen sie Erfahrungen zum Anfassen, um den Umgang mit Schein und Münze buchstäblich zu „begreifen“. Deshalb sollten sie ihr Taschengeld wöchentlich bar auf die Hand bekommen. Ein Sparschwein sorgt für Überblick und motiviert, kleine Rücklagen zu bilden. Am 10. Geburtstag kann man auf monatliche Auszahlung umstellen.
  • Konto für Kids. Auch der Umgang mit virtuellem Geld will gelernt sein. Ab etwa 12 Jahren überweisen Sie das Taschengeld am besten auf ein spezielles Kinder-Konto mit eigener Girokarte, das nicht überzogen werden kann. So sammelt der Nachwuchs Erfahrung mit Kontoführung und Kartenzahlung.

Zusätzlich zum Taschengeld dürfen sich die meisten Kinder auch über Geldgeschenke freuen. Laut der Kinder Medien Studie beläuft sich der durchschnittliche Betrag auf knapp 160 Euro pro Kind. Insbesondere bei größeren Geldgeschenken ist es ratsam, diese auf ein festes Sparkonto einzuzahlen, mit dem die Kinder auf größere Ziele, wie Handy oder Führerschein, sparen können.

Gut zu wissen
Der so genannte „Taschengeldparagraph“ erlaubt Kindern ab 7 Jahren, rechtswirksame Geschäfte auch ohne Zustimmung der Eltern abzuschließen – allerdings nur im Rahmen der eigenen Mittel des Kindes, also vor allem des Taschengelds. Ausgenommen davon sind Ratenkäufe, Handyverträge und Abos.

Darf's ein bisschen mehr sein?

Darfs ein bißchen mehr sein

Aber was, wenn der Junior über die Stränge schlägt und am Ende des Monats keine Scheine, aber noch sooo viele Wünsche übrig sind? Dann ist die Versuchung groß, den Familienfrieden wiederherzustellen und das fehlende Geld einfach zuzuschießen. Besser nicht! Zwar glänzen dann die Kinderaugen, die richtige Lektion und den richtigen Umgang mit Geld lernen die Kinder so jedoch nicht.

Suchen Sie lieber das Gespräch und klären Sie gemeinsam, was schiefgelaufen ist und wie man es in Zukunft besser machen kann: Wofür habe ich mein Taschengeld eigentlich ausgegeben? War das wirklich so wichtig? Auf was könnte ich verzichten, damit es für die ersehnte größere Anschaffung reicht? So lernen Kinder, Wünsche zu priorisieren und auch mal auf die Erfüllung zu warten, bis sie das Geld zusammen haben.

Eigeninitiative ist gefragt!

Und wenn das Sparschwein für den großen Wunsch trotzdem noch zu klein ist? Dann ruft der erste Ferienjob. Das Jugendschutzgesetz erlaubt Kindern ab 13 Jahren leichtere Arbeiten wie Zeitungen austragen oder Babysitten. Das bessert nicht nur das Budget auf, sondern macht auch unglaublich stolz auf das erste, selbst verdiente Geld. Der Nachwuchs lernt ganz selbstverständlich, selbst einen Beitrag zu leisten – und meistert so einen ersten wichtigen Schritt auf dem Weg ins Erwachsenenleben.

Noch mehr Tipps rund ums Taschengeld und worauf Sie beim ersten Girokonto unbedingt achten sollten, finden Sie hier.


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