• Mit klaren Zielen Schritt für Schritt zum Sparerfolg

Mit klaren Zielen Schritt für Schritt zum Sparerfolg

Erklären Sie Ihrer Familie, dass sie jeden Monat Geld beiseitelegen soll, wird sich die Begeisterung stark in Grenzen halten. Versprechen Sie ihr, davon nächstes Jahr gemeinsam einen tollen Abenteuerurlaub zu machen, ist Ihnen Jubel von der Seitenlinie dagegen sicher. Falls Sie sich also auch schon mal gefragt haben: „Weshalb sollte ich mir ein Sparziel setzen? Sparen kann ich doch auch so“: stimmt. Aber mit einem klaren Ziel vor Augen bleiben alle bei der Stange – und Spaß und Motivation nicht auf der Strecke.

Sparziele in aller Kürze:

  • Warum: Konkrete Sparziele erhöhen den Sparerfolg.
  • Wozu: größere Ausgaben, Vorsorge und Rücklagen für notwendige Anschaffungen.
  • Wie: Sparziele nach Zeithorizont und Priorität festlegen.
  • Wie: Sparen automatisieren, Konten trennen, früh beginnen, Familie einbinden.
  • Wie viel: nach Möglichkeit, etwa 20 Prozent des monatlichen Einkommens.
  • Wichtig: einen Teil des Ersparten als Notreserve für unerwartete Ausgaben beiseitelegen.

Worauf soll gespart werden?

Ein neues Auto oder die private Altersvorsorge, der gemeinsame Urlaub oder die Nachhilfe für den Nachwuchs – nicht alle Ausgaben lassen sich mal eben aus der Portokasse zahlen. Rücklagen bilden heißt deshalb die Devise, gerade für Familien. Überlegen Sie doch mal gemeinsam mit Ihren Lieben: Was wollen und was brauchen wir so alles – jetzt, bald und später? Was davon ist wirklich wichtig – und was wäre schön, wenn wir es hätten? Glückwunsch: Den ersten Schritt zum Sparerfolg haben Sie damit schon geschafft!

Schritt zwei: Wie definiert man ein Sparziel?

Legen Sie jetzt Zeithorizont und Prioritäten fest: Ist es ein kurz-, mittel- oder langfristiges Ziel? Und wie wichtig es? Die Ausbildung der Kinder: ein langfristiges Ziel und notwendig; das neue Smartphone oder die schicken Schuhe: kurzfristig und lediglich nice to have (kommt natürlich darauf an, wen Sie fragen ...). Notwendiges hat natürlich Priorität. Doch auch ein paar Nice-to-haves sollten auf Ihrer Liste stehen: Kleine Erfolgserlebnisse sorgen dafür, dass Ihnen auf dem Weg zum großen Ziel nicht die Luft ausgeht.

Tipp

Tipp:
Holen Sie bei den Sparzielen unbedingt die Familie ins Boot! Wenn alle verstehen, was sie am Ende davon haben, fällt das Verzichten unterwegs viel leichter.

Gewusst wie – Sparen leicht gemacht

Ihre Liste steht – dann kommt jetzt der nächste Schritt: Wie wird ein Sparziel erreicht? Fünf Tipps helfen Ihnen dabei:

Den inneren Schweinehund überlisten

Den inneren Schweinehund überlisten.
Automatisieren Sie das Sparen, indem Sie einen Dauerauftrag einrichten, der jeden Monat einen festen Sparbetrag von Ihrem Gehaltskonto abzweigt. So müssen Sie sich nicht immer wieder neu fürs Sparen entscheiden und laufen nicht Gefahr, es doch mal (mehr oder weniger absichtlich) zu vergessen.

Sparvermögen und Familien-Girokonto trennen!

Sparvermögen und Familien-Girokonto trennen!
Auf einem eigenen Konto wird das Angesparte nicht versehentlich für Alltagsausgaben zweckentfremdet. Sie können es gewinnbringend anlegen, weil es nicht sofort verfügbar sein muss. Und es macht Spaß zuzuschauen, wie es wächst. Das geht natürlich auch mit Fondssparplänen. Sie sind eine gute Geldanlage und die Hemmschwelle, das Ersparte anzuknabbern, ist höher.

Tipp 3: Extras gehen extra.

Extras gehen extra.
Überweisen Sie ungeplante Geldeingänge wie Steuerrückzahlungen, Boni oder monatliche Mehreinnahmen durch eine Gehaltserhöhung sofort aufs Sparkonto, bevor sie auf dem Girokonto „versickern“ oder Spontankäufen zum Opfer fallen können.

Tipp 4: Sofort statt später

Sofort statt später.
Verdient man als Berufsanfänger endlich Geld, ist es verlockend, erstmal munter drauflos zu konsumieren. Hat man sich an den neuen Lebensstandard gewöhnt, fällt es immer schwerer, sich einzuschränken. Deshalb: am besten gleich mit dem ersten Gehalt Sparziele festlegen und mit einem festen Sparbetrag systematisch den Vermögensaufbau starten.

Tipp 5: Spielend spart sich's leichter

Spielend spart sich’s leichter.
So wird das Sparen zur Familien-Challenge: Stellen Sie ein Sparschwein auf (am besten gemeinsam gebastelt, aus Luftballon und Pappmaché). Jeden Abend werfen alle das Kleingeld aus ihren Geldbeuteln und Taschen rein oder jede 1-Euro-Münze etc. Wer am Ende der Woche das Schwein am eifrigsten gefüttert hat, darf sich etwas wünschen.

Warum eine eiserne Reserve Gold wert ist

Wie viel Sie sparen, hängt natürlich von Ihren Zielen ab – und davon, welchen Betrag Sie sich leisten können, ohne dass zu viel Verzicht den Familienfrieden stört. Eine Faustformel lautet: 50 Prozent des Einkommens für Fixkosten wie Miete, Strom oder Versicherungen, 30 Prozent für variable Kosten wie Lebensmittel, Schulausflüge oder Hobbys, 20 Prozent fürs Sparkonto. Einen Teil Ihres Ersparten sollten Sie als eiserne Reserve beiseitelegen. Denn unverhofft kommt oft und ein Notgroschen als Finanz-Airbag ist unverzichtbar, damit Ihnen bei unerwarteten Ausgaben nicht gleich die kompletten Familien-Finanzen um die Ohren fliegen.

Wie groß Ihr Notgroschen sein sollte und wie Sie damit Ihr Vermögen schützen, das verraten wir Ihnen hier:

Tipp

Tipps und Tricks,
wie Sie im Alltag sparen und leichter Rücklagen bilden können, finden Sie hier.

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