• Sparen fürs Studium

Von Schule bis Studium: So finanzieren Sie die Zukunft Ihrer Kinder.

„Jetzt müssen wir für die Ausbildung sparen!“ ist sicher nicht das erste, was frisch gebackenen Eltern beim Anblick des neuen Erdenbürgers durch den Kopf geht. Doch Kinder sind ein teurer Spaß und mit den Jahren wachsen nicht nur sie selbst rasant, sondern auch die Kosten: erst der Schüleraustausch, dann der Führerschein und das eigene Auto – und dann vielleicht noch ein Studium samt Unterkunft in der angesagten Uni-Stadt. Trotzdem kein Grund, die eigene Familienplanung zu canceln: Wer es richtig anstellt, kann dem Nachwuchs einen guten Start ins Leben ebnen, ohne dafür auf alles andere zu verzichten.

Sparen für Ausbildung und Studium in aller Kürze:

  • Wann: am besten gleich nach der Geburt des Kindes anfangen zu sparen.
  • Was: das Kindergeld oder einen fixen Betrag je nach Risikobereitschaft anlegen.
  • Wieviel: bereits mit kleinen Sparraten für den Nachwuchs gut vorsorgen.
  • Wie: steuerliche Vorteile nutzen und das Geld auf den Namen des Kindes anlegen.

Anlegen – aber wie?

Der berühmte frühe Vogel macht es richtig: „Je eher, desto besser.“ lautet die Devise für die Ausbildungsfinanzierung. Wer gleich nach der Geburt des Kindes anfängt, hat rund 16 bis 18 Jahre Zeit, um ein finanzielles Polster aufzubauen. Sparpläne, spezielle Kinderkonten oder Wertpapieranlagen – welche Anlageform dafür die richtige ist, hängt vor allem von der eigenen Risikobereitschaft ab:

No risk, no Rendite

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann bei der Geldanlage für Kinder auf ein Festgeld- oder Tagesgeldkonto setzen:

  • Auf dem Festgeldkonto legt man einmalig einen Betrag X zu einem fixen Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit an.
  • Wers flexibler mag, kann auf dem Tagesgeldkonto regelmäßig oder immer mal wieder beliebige Beträge (auch mal größere nach besonderen Anlässen wie einer Gehaltserhöhung) einzahlen – und wenns finanziell zwickt, auch kurzfristig wieder abheben (obwohl das natürlich nicht der Sinn der Sache ist).

Beide Konten bringen derzeit allerdings leider keine Zinsen. Das Gleiche gilt für das klassische Sparbuch.

Aktien für Ausbildung und Studium

Solls ein bisschen mehr Rendite sein bei immer noch überschaubarem Risiko, empfehlen sich Aktienfonds. Börsengehandelte Index-Fonds (ETFs) zum Beispiel bilden einen breit gestreuten Aktienindex ab, sind kostengünstig und pflegeleicht. Es gibt sie auch als Sparpläne. Lässt man die über zehn bis 15 Jahre laufen, kann man unvermeidliche Kursschwankungen in Ruhe aussitzen und auch mit einer kleineren Sparrate ein schönes Startgeld für den Sprung ins Erwachsenenleben schaffen.

Mehr über die verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage für Kinder mit ETF & Co. und welche Vorteile sie bieten, erfahren Sie hier.

Tipp

Tipp
Clevere Eltern nutzen für die Sparrate das Kindergeld. Fließt der vom Staat gezahlte Betrag von Anfang an automatisch in einen Sparplan, taucht er nämlich gedanklich gar nicht erst als verfügbares Einkommen auf – und fehlt damit auch nicht im Familienbudget. Von der Geburt bis zur Volljährigkeit kann man so fast nebenbei mehrere Zehntausend Euro zusammensparen.

Kinderkonto: Wenn der Nachwuchs selbst mitspart

In den meisten Familien ist die Finanzierung von Ausbildung oder Studium eine gemeinsame Aufgabe, bei der Großeltern, Verwandte oder Paten gern mitmachen. Warum also nicht auch die lieben Kleinen selbst?

Zu Geburtstag, Weihnachten und Kommunion oder Konfirmation kommt meist einiges an Geldgeschenken zusammen: Laut einer Studie haben Kinder in Deutschland zusammen mit dem Taschengeld so rund 400 Euro pro Monat zur Verfügung – zu viel, um es einfach auf den Kopf zu hauen. Also heißt es: Konto einrichten und in die eigene Zukunft investieren. Damit lernen die Kids nicht nur den Wert des Geldes und den Sinn des Sparens, sondern auch den Umgang mit dem eigenen Konto.

Finanziell entspannt erwachsen werden

Dafür gibt es bei vielen Banken spezielle Kinderkonten, die trotz des aktuell niedrigen Zinsniveaus meist noch das eine oder andere Prozent einbringen. Auch einen Teil des Taschengelds kann man direkt auf das Kinderkonto überweisen. Über die Jahre kommt so ein schönes Sümmchen zustande, über das sich der Nachwuchs zum 18. Geburtstag riesig freut – während die Spielsachen oder Süßigkeiten, die er andernfalls mit dem Geld gekauft hätte, schon längst wieder kaputt, verdaut oder vergessen wären.

Tipp

Tipp
Für welche Anlageform Sie sich auch entscheiden – legen Sie das Geld am besten auf den Namen des Kindes an. Das bringt steuerliche Vorteile:

  • Sie nutzen den steuerfreien Pauschbetrag für das Kind von 801 Euro pro Person und Jahr (gilt für Erwachsene wie für Kinder)
  • Eröffnen Sie das Konto auf Ihren Namen, müssen Sie die Kapitaleinkünfte daraus selbst versteuern. Erträge auf Kinderkonten dagegen bleiben bis zu 10.245 Euro im Jahr (2020) steuerfrei, wenn das Kind keine weiteren Einkünfte hat.

Achtung: Bei Erträgen über 455 Euro pro Monat kann das Kind nicht mehr kostenlos in der Krankenversicherung der Eltern mitversichert werden!

Übrigens: Läuft das Konto oder Depot auf den Namen des Kindes, gehört das Geld dem Kind. Die Eltern dürfen es zwar verwalten, aber nicht ausgeben. Mit dem 18. Lebensjahr kann der Nachwuchs frei darüber verfügen. Wer verhindern will, dass alles gleich am Stück verprasst wird, kann rechtzeitig in einen Auszahlungsplan umschichten.

Anfang gut, alles gut

Wenn die Eltern früh anfangen und alle mitanpacken, kommt mit der richtigen Geldanlage für Kinder im Laufe der Jahre genug zusammen, damit der Nachwuchs entspannt ins eigene Leben starten kann – eine gute akademische Ausbildung samt Auslandssemester inklusive. Doch was kostet ein Studium eigentlich? Welche Unterstützung kann man dafür bekommen? Und wie sieht eine clevere Studienfinanzierung aus? Das und mehr verraten wir Ihnen hier.

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